T.A.C. 34 Dream bei STEREO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
STEREO
T.A.C. 34 Dream

12/2014

In der Stereo Ausgabe 12/2014 auf den Seiten 29 bis 31 wurde eine Kombination aus Plattenspieler, Verstärker und Lautsprecher getestet

Testauszug:

"... als Plattenspieler für dieses Klassiker-Team fiel unsere Wahl auf den Pro-Ject Essential II mit der Zusatzbezeichung Phono USB, die auch  schon seine besondere Stellung unter den Plattenspielern andeutet. Denn grundsätzlich ist der Essential ein klassischer, manuell zu bedienender Riementreiber - es gibt also keinerlei Automatiken, die dem Nutzer das Absenken der Nadel oder am Plattenende das Heben derselben aus der Rille abnehmen würden. Selbst den Riemen werden Sie von Hand umlegen müssen, falls Sie mal eine auf 45 Umdrehungen rotierende Platte hören möchten. Den vollen Luxus genießt der Besitzer jedoch, was die Justage des Tonabnehmers betrifft. Hier scheut man bei Pro-Ject keinen Aufwand und justiert das System im Werk perfekt vor. [...]. Seinen modernen und sehr praxisnahen Anspruch vertritt dieser Dreher aber, wenn man einen Blick auf seine Rückseite sowie unter die Zarge riskiert: Dort findet sich ein kleines Kästchen, das zum einen einen USB-Anschluss aufweist, zugleich aber an den Cinchbuchsen ein entzerrtes und vorverstärktes Signal zum Transport an einen ganz normalen Aux- oder sonstigen Hochpegeleingang eines Verstärkers liefert. [...]. Lager, Teller, Tonarm und Steckernetzteil sind von bekannt guter Qualität, da ist jahrelanger problemloser Betrieb zu erwarten. Wer später mal ein anderes Tonabnehmersystem eibauen möchte, findet sogar eine Messschablone im Lieferumfang; der Tonarm bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Azimut-Justage. ..."

"... insgesamt acht Röhren verbirgt der TAC 34 unter seinem Deckel - für Freunde des samtenen Glimmens ein untragbarer Zustand, so viel Schönheit zu verbergen. Zum Glück lässt sich der Deckel ohne großen Aufwand entfernen und gibt den Blick auf die Farbenpracht frei. Erstaunt nahmen wir auch das erstaunliche Gewicht des knapp über 1000 Euro kostenden Amps zur Kenntnis: Satte 18 Kilo bringt der Bursche auf die Waage, die zart andeuten, dass man sich bei der Entwicklung über die Bedeutung ordentlicher Übertrager im Klaren war. Hausaufgaben sauber gemacht.

Aus den pro Kanal zwei EL34-Röhren kitzelt der TAC je gut 40 watt, die dank getrennter Abgriffe für 4- und 8-Ohm-Boxen an jedem Lautsprecher zur Verfügung stehen. Die Ausstattung ist auf alles Sinnvolle reduziert, vier Hochpegeleingänge und eine Fernbedienung - das war's eigentlich auch schon. Bei der Verarbeitung lässt man nichts anbrennen, die massive Frontplatte ist aber nur ein Indiz dafür, viel wichtiger erscheint das Versprechen des Herstellers, dass alle klangrelevanten Bauteile vor dem Einbau vermessen wurden. Die Serienkonstanz ist, wie wir nach zwei gemessenen Geräten bestätigen können, bemerkenswert hoch. Das haben wir selbst in viel höheren Preisklassen schon schlechter gesehn. Klangregler sucht man ebenso wie einen Phonoeingang vergeblich, weshalb wir für diesen Bericht auch im Sinne minimaler Verkabelung auf die schon beschriebene Lösung mit dem Pro-Ject setzen. ..."

"... die Theta benötigte eine ordentliche Einspielzeit, bis sie im Zusammenspiel mit TAC und Pro-Ject ihren leicht knarzigen Charakter abgelegt hatte. Relativ stark angewinkelt überzeugte die Kette danach quer durch alle Musikrichtungen. Sie beherrschte eine Vielzahl an Klangfarben, insbesondere das Belenus-Quartett mit seinen diffizil zu reproduzierenden Streicherklängen war eine runde  Angelegenheit.

Ja, natärlich ist ein Tonabnehmer wie das OM5E kein Wunder an Räumlichkeit und Auflösung, aber Fokus und musikalischer Fluss stimmten, und verzerrungsfrei abgetastet wurde auch. Rauschen und Brummen? Nichts da. Ein minimales Motorengeräusch war mit dem Ohr am Motor wahrnehmbar, was dem Hörvergnügen aber keinen Abbruch tat. Respighis "The Pines Of Rome" wurde mit Schubkraft von unten, beinahe füllig, mit feinen Dynamikabstufungen und gut auf gefächert, aber in der Breite kompakt wiedergegeben. Live eingespielte Rockmusik der britischen Kultband Deep Purple wurde von den Zuhörern ob der energiegeladenen, zugleich jedoch entspannten Wiedergabe goutiert, der Bass gelangte dabei knackig aus der Bassmembran zum Ohr der Hörer. Feiner Nebeneffekt: All dies funktionierte schon bei geringer bis mäßiger Lautstärke ganz ausgezeichnet , ohne bei höheren Pegeln dynamisch einzubrechen.

Für rund 4000 Euro offeriert diese Anlage ein prall gepacktes Musikpaket mit Analog- und Röhrenflair - und der Option sogar einen Computer einzubinden. ..."

Klang-Niveau: 67%

Preis/Leistung: Exzellent

Getestet wurde eine Kombination aus dem Pro-Ject Essential II/Phono USB mit Ortofon OM 5E (Plattenspieler), T.A.C. 34 (Verstärker) und TriangleSignature Theta (Lautsprecher)