T+A Criterion TCD 110 S bei STEREOPLAY im Test: Highlight

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
T+A Criterion TCD 110 S

3-Wege Standlautsprecher (2 x 260 mm, 2x 170 mm, 1 x 25 mm), 250/330 Watt Nenn-/Musikbelastbarkeit, Impedanz: 4 Ω


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STEREOPLAY: Highlight (ab 5/05)

10/2012

"In der Stereoplay-Ausgabe 10/2012 auf den Seiten 48 bis 51 wurden die T+A Criterion TCD 110S getestet."

Testauszug:

"...von einem derart satt bestückten Lautsprecher erwartet man natürlich einen kräftigen Bass. Den lieferte die TCD 110 auch - und untermalte Stanley Clarkes "Justice's Grooves" mit einem mächtigen Fundament, das bei aller Kraft erfreulich dröhnfrei blieb und auch in Marla Glens "Cost Of Freedom" locker-federnd dem rhythmischen Swing folgte. Allenfalls Aktivboxen oder geschlossene Exemplare wussten einen noch trockeneren, härteren Tiefbass zu produzieren, dies allerdings auch nicht mit der Lockerheit der T+A. Dazu offerierte die TCD einen betont seidigen, exzellent durchhörbaren Stimmbereich bar jeder Lästigkeit. Blechbläser bildete sie betont transparent mit der gebotenen Nähe und dynamisch-direktem Druck ab, gezupfte Gitarren (in Albéniz' "Serenata") stellte sie realistisch dezent in den Raum. Das verlangte freilich eine Optimierung der Aufstellung: Bei Hörabständen unter 3,5 Meter (in halligen Räumen etwas weniger) klang es allzu trocken und verlieh selbst räumlichen Aufnahmen eine gewisse Studio-Aura; nahe zur Wand hinter den Boxen drängte sich der Bass zudem etwas ungebührlich in den musikalischen Vordergrund. Auch sollte die Criterion TCD nicht genau auf den Hörer eingewinkelt werden, denn dann reagierte sie mit leicht aufdringlicher Tonalität und einem Verlust an Transparenz. Doch wenn die 110er mit ausreichend Abstand betrieben wurde und etwa 15 Grad am Hörer vorbei spielte, waren ihre Tonalität wie auch die Abbildung eine Offenbarung: Den ätherischen Sound der Triband ("Live At Schloss Elmau") setzte sie mit weitem Panorama, einer glockenklar definierten Gesangsstimme und notwendigem Live-Druck in Szene. Die Stimme hauchte sie förmlich in den Raum. Am beeindruckendsten war freilich ihr riesiges, genau gezeichnetes Panorama in großorchestralen Werken: Saints-Saens' Orgelsinfonie unter Yannick Nézet-Séguin tönte weiter und seidiger als je zuvor..."

Fazit:

Mächtige Box für große Räume und viel Hörabstand. Spielt herausragend erwachsen und audiophil mit sensationeller Transparenz, ist aber nicht ganz einfach aufzustellen.

Klang: absolute Spitzenklasse

Gesamturteil: sehr gut

Preis/Leistung: überragend