T+A Criterion TCD 310 S bei STEREOPLAY im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
T+A Criterion TCD 310 S

3-Wege Standlautsprecher (2 x 170 mm, 2 x 150 mm, 1 x 25 mm), 160/220 Watt Nenn-/Musikbelastbarkeit, Impedanz: 4 Ω


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STEREOPLAY

8/2014

"In der Stereoplay-Ausgabe 8/2014 auf den Seiten 46 bis 55 wurden vier Paar Standlautsprecher im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...im Hörraum geizte die TCD 310 nicht mit den erwarteten Reizen: Der Bass ihrer Line war ausgesprochen knackig und bei allen Lautstärken dynamisch eingebunden: geradezu perfekt die Ortungsschärfe der Stimme, die sie bei Stings "Englishman in New York" wie ein Hologramm in den Hörraum stellte. Doch mit der Anfangsaufstellung konnten die Tester noch nicht ganz zufrieden sein: Dem Bass fehlte es etwas an Tiefgang, Instrumente tönten in den Höhen etwas glanzlos und mancher hätte sich auch mehr Raumtiefe gewünscht. Um es kurz zu machen: Die T+A beherrscht diese Tugenden durchaus, allerdings erst nach langwieriger und feinfühliger Optimierung von Aufstellung und Einwinkelung. So stellte sich ein glanzvolleres und subjektiv auch anspringenderes Klangbild schnell ein, sobald die Boxen um 15 Grad am Hörer vorbei gerichtet waren und der stereoplay-Hörraum mit gerafftem Vorhang etwas lebendigere Hallcharakteristik aufwies. Eine Basisbreite von etwas mehr als 3,5 Metern und ein großzügiger Hörabstand stellten auch die vormals etwas verflachte Räumlichkeit wieder her, und plötzlich blitzten und glänzten auch die Blechbläser in Gustav Holsts "Planeten"-Suite (von der stereoplay-11/13-CD "Ultimate Tunes") weiträumig und strahlend. Feingefühl war auch bei der Platzierung zur Wand gefragt, um 50 Zentimeter gab sie die entscheidende Unterstützung im Tiefton, und dann klang die T+A auch wie eine ganz Große. Vor allem die Balance aus der sehr feinfühlig-seidigen Mitten- und Hochtonwiedergabe bei hervorragend punktgenauer Ortung und Transparenz des Klangbildes sorgte für genussvolle Musikstunden. Dass ihr Bass dabei eher auf der gemütlichen, doch niemals schwammigen Seite ist und eher einen knorrigen Kontrabass als ultraharte Elektrobeats beherrscht, unterstreicht die insgesamt mit ruhiger Hand abgestimmte Tonalität, die die Criterion gerade bei den Fernfeldboxen zu einem gesuchten Problemlöser machen dürfte..."

Fazit:

Betont locker und transparent aufspielende Standbox, die etwas Zeit bei der Aufstellung fordert, dann aber mit einem großartigen Panorama und Eleganz punktet. Ideal für große Hörabstände bei wandnaher Boxenposition.

Klang: absolute Spitzenklasse

Gesamturteil: gut – sehr gut

Preis/Leistung: sehr gut