T+A MP 1000 E und PA 1000 E im test bei Stereo

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
T+A PA 1000 E

Vollverstärker


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T+A MP 1000 E

Multisource-Player


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STEREO

10/2016

In der Stereo Ausgabe 10/2016 auf den Seiten 60 bis 63 wurde eine Anlage aus T+A MP 1000E CD-Player/Streamer mit dem T+A PA 1000E Vollverstärker getestet.


Testauszug:

"... besonders Respekt verdient der Streamer des Multiplayers, der nun nicht mehr auf einer OEM-Platine basiert, sondern wie bei Electrocompaniets ECI 6 auf einem vollwertigen Micro-Computer. Anders als die Skandinavier entwickelte T+A seinen Rechner und das auf Linux basierende System nebst aller Player-Features in Eigenregie. Der leistungsfähige Vierkern-Prozessor von Broadcom sitzt auf einem Wechselrahmen. So könnte man ihn, sollte das aus irgendeinem Grund erforderlich werden, im Handumdrehen austauschen. ..."

"... der dickste Brummer des MP 1000E dürfte allerdings sein ebenfalls völlig neu entwickelter D/A-Wandlerteil sein, der neben den internen Quellen bis zu fünf externen Zuspielern sowie einem Computer und via USB eingestöpselten Datenspeichern Zutritt gewährt. Da der MP vollsymmetrisch arbeitet und über Mono-Audiosignalpfade verfügt, basiert der herausragende Konverter auf insgesamt vier Burr Borwn-Chips. Um absolute Synchronität und geringe Jitterfehler zu gewährleisten, sind die vier Chips sternförmig im die Taktgeber angeordnet. ..."

"... noch viel wichtiger ist allerdings, dass die Binär-zu-Elektro-Umformung des MP einfach umwerfend lebhaft und geschmeidig tönt. Die beiden schaltbaren Digitalfilter fügen dem grundsätzlich edlen und nuancierten Charakter des Players mal eine samtige Note ("Linear") und mal eine kleine Extraportion Spritzigkeit sowie Musikalität ("Impulse") hinzu. Wir blieben während des Hörtests immer wieder beim quirligen Impulsfilter hängen, doch das mag eine reine Geschmacksfrage sein.
Da in der neuen Baureihe die Trennung zwischen einer symmetrischen und unsymmetrischen Variante des Multi-Players aufgehoben wurde, konnten wir ihn via XLR mit dem großen neuen Bruder des "Power Plant", wie der Verstärker der E-Klasse heißt, verbinden. Die Leistungsdaten orientieren sich stark am "Vorgänger", denn auch der PA 1000 liefert stattliche 223 Watt an vier Ohm. Seine Impulse reichen mit 275 Watt nicht ganz an die des Power Plant heran, doch das war an wirkungsgradstarken Boxen wie DALIs Epicon 6 oder der im Test reichlich genutzten B&W 804 D3 völlig egal. Der Verstärker hat solche Lautsprecher zu jeder Zeit vollständig im Griff und kann einen Höllenlärm veranstalten, ohne auch nur einen Hauch seiner tonalen Noblesse einzubüßen. ..."

"... im Gegensatz zum MP ist der PA konsequent analog ausgelegt und bieten neben seinen beiden symmetrischen Anschlüssen Zugänge für fünf unbalancierte Quellen sowie einen fixen Recorder- und einen geregelten Vorstufen-Ausgang. An der Rückseite werden aufmerksame Beobachter insgesamt drei LAN-Buchsen finden. Die gehören allerdings zu T+As hauseigenem Fernbedienungskonzept E2-Link und ermöglichen die Steuerungen des Verstärkers über die kostenlose  T+A-Remote-App. Selbstredend ist die Remote-Mimik auf einem separaten Board untergebracht und hat keinerlei Verbindung zu den eigentlichen Verstärkerschaltungen.
Die App wurde gegenüber ihren Vorgängerversionen in viele Details verbessert und erlaubt das noch schnellere und intuitivere Navigieren durch alle Netzwerkoptionen. Dankenswerterweise hat man jederzeit – also auch beim Abrufen der NAS-Inhalte – Zugriff auf die Pegelkontrolle. Außerdem gibt es eine Ansicht, die eine Eins-zu-eins-Kopie der beiliegenden Fernbedienung darstellt. Auf diese Weise kann man wirklich jedes Detail der Anlage vom Andriod- oder iOS-Portable aus steuern.
Neben einer hervorragend tönenden Klangreglung, die aus zwei Stellern für Bass, Höhne sowie einem Taster für Loudness besteht, war unser Testmuster mit der optionalen Phono-Platine (um 350 Euro) bestückt, die man jederzeit für MM- oder MC-Systeme nachrüsten kann. Nach dem Öffnen des Gehäusedeckels erhält man Zugriff auf verschiedene Mäuseklaviere, mit denen sich die Verstärkungsfaktoren des Phono-Boards kanalgetrennt auf den Tonabnehmer anpassen lassen. Klanglich brilliert der Vorverstärker mit denselben Attributen, die wir bereits beim MP 1000 zitieren konnten: Lebendigkeit und eine grundsätzlich edle sowie verfärbungsfreie Tonalität. ..."

"... vor allem im Zusammenspiel der beiden Geschwister summierten sich die Klangeigenschaften zum sprichwörtlichen „mehr als der Summe der Einzelteile“ auf. Der kraftvolle, aber überaus disziplinierte und übersichtliche Tonfall des Verstärkers erhält durch das quirlige und spritzige Naturell des MP 1000 E noch mehr Anmachfaktor und Durchsetzungsvermögen. Das Gespann betörte uns immer wieder mit seiner äußerst gelösten, großen und vor allem extrem präsenten Spielweise, mit der die Musik nicht nur livehaftig erlebbar wird, sondern die einem den Sänger bisweilen regelrecht auf den Schoß setzt.
Über allem steht dabei die hohe Disziplin und Abbildungstreue des PA 1000 E, der – wie bereits erwähnt – auch bei gehobenem Pegel die peitschende Attacke einer Snaredrum oder das Schnarren einer Gitarrenseite sauber und mit jeder Nuance in den Hörraum zeichnet. Wenn Sie so etwas einmal beim Händler um die Straßenecke in Perfektion erleben möchten, dann stecken Sie sich unbedingt Rodrigo Y Gabrielas "Diablo Rojo" ein. Schon die ersten Sekunden des Tracks lassen mit einem geklopften Gitarren-Trommelwirbel keinen Zweifel daran, dass die T+A-Kombi die Fähigkeit besitzt, beim Auditorium ein verzückt-wohliges Kribbeln auszulösen.
Auch wenn die Preise durch ausgefeiltere Technik und noch bessere Verarbeitung deutlich oberhalb der Originale angesiedelt sind, blieben die Neuzugänge dem ursprünglichen Konzept der E-Klasse treu: Sie führen enorme Flexibilität und alle nur wünschenswerten analogen wie digitalen Features in einer Qualität zusammen, die man in dieser Preisklasse so kein zweites Mal findet. Ein Gespann für Kenner und Genießer.  ..."


Fazit:

T+A MP 1000 E

T+As MP 1000 E vereint zahllose Quellen vom CD-Spieler über Streaming bis hin zu Bluetooth und Web-Features mit superber Verarbeitung und einem im wahrsten Sinn des Wortes edlen Charakter. So stellen wir uns ein Quellgerät des 21. Jahrhunderts vor.

 

Preis/Leistung: überragend

 

 

T+A PA 1000 E

Der exzellent verarbeitete und verblüffend schwere Vollverstärker besitzt einen kraftstrotzenden, trotzdem aber außerordentlich übersichtlichen und linearen Charakter und ist damit eine gelungene Mischung aus hohem Niveau und enormem Spaß. Sehr gute Klangreglung.


Preis/Leistung: exzellent