Test: Cambridge Audio Azur 851N Netzwerkplayer

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
HIFI-REGLER-TEST

24.05.2016

Autor: Carsten Rampacher, exklusiv für HIFI-REGLER, 24.05.2016

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des aktuellen Tests bei AREADVD zum Netzwerk-Player Cambridge Audio Azur 851 N.
 

Cambridge Audio Azur 851N

Cambridge Audio Azur 851 N

 

Mit dem Audio Azur 851 N präsentiert Cambridge Audio einen Netzwerk-Player, der den Titel “Flaggschiff“ auch verdient. Häufig handelt es sich bei derartigen Geräten um voll ausgestattete Feature-Könige, die zwar sämtliche Internet- und Netzwerk-Funktionen beherrschen, aber hohe audiophile Ansprüche nicht erfüllen können. Ganz anders verhält es sich beim Vertreter von Cambridge Audio.

Der 851 N bietet zwar auch eine umfangreiche Ausstattung an Features, inklusive Support von nativen HiRes-Audio-Dateien, Internet-Radio, Spotify Connect, und Apple Airplay, ist aber zudem mit sorgfältig selektierten High-End-Audiokomponenten für hohe Sound-Performance versehen. Für einfaches Handling sorgt unter anderem das 4,3 Zoll TFT-Farb-Display.

 

Elegante Optik, hochwertige Verarbeitung

 

Cambridge Audio Azur 851 N - Verarbeitungsqualität

Sehr solide Verarbeitung

 

Fernbedienung des Cambridge Audio Azur 851 N

Mitgelieferte Fernbedienung

 

Der 851 N Netzwerk-Player bietet ein Ganzmetallgehäuse mit solider Frontplatte, die aus gebürstetem Aluminium gefertigt ist und dem Gerät so eine besonders edle Anmutung verleiht. Mögliche Farbvarianten sind silbern und schwarz, in beiden Versionen macht das Gerät eine sehr hochwertige, elegante Figur. Auch die Bedienelemente an der Geräte-Front bestehen aus Metall und bieten eine exzellente Haptik. Sämtliche Elemente sind sauber integriert. Die Standfüße geben dem Netzwerk-Player nicht nur eine solide Standfestigkeit, sondern sorgen auch dank doppelter Dämpfung für optimierte Resonanzvermeidung.

 

Flexible Anschluss-Sektion

 

Cambridge Audio Azur 851N Rueckansicht

Rückseite

 

Der Cambridge Audio Netzwerk-Player bietet neben zwei S/PDIF-koaxialen und zwei optischen TOSLINK-Eingängen auch einen AES/EBU Digitaleingang, außerdem symmetrische XLR- und asymmetrische Cinch-Analogausgänge. Drei USB-Eingänge plus ein weiterer an der Frontseite stehen zur Verfügung, einer davon ist allerdings für ein Dongle reserviert. Darüber hinaus steht eine USB-Schnittstelle vom Typ B zur Verfügung, um z.B. einen PC oder ein Notebook direkt anzuschließen. Damit wird das Audiosignal komplett digital vom Rechner an den Netzwerk-Player übertragen und die in der Regel schwachen Audio-Komponenten eines Computers sozusagen „außer Kraft gesetzt“. Natürlich steht auch ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung, um das Gerät kabelgebunden ins Netzwerk zu integrieren. Ebenfalls zu erwähnen ist der Power-Schalter an der Rückseite, der den Netzwerk-Player bei Bedarf komplett vom Stromnetz trennt.

 

Umfangreiche Ausstattung und hohe Kompatibilität

 

Wirft man einen Blick ins Innere des Cambridge Audio Azur 851 N, werden die audiophilen Ansprüche des Gerätes deutlich. Hier arbeiten Analog Devices AD1955 24-Bit Digital-Analog-Wandler für sämtliche D/A-Prozesse. Außerdem steckt ein hochwertiger Digitalfilter für das ATF2 Upsampling der 2. Generation auf 24 Bit / 384 kHz im Gerät. Bei den XLR- als auch Cinch-Ausgängen arbeitet ein symmetrischer 2-Pol-Bessel-Filter mit DC-Servo. Für eine stabile Stromversorgung sorgen überdimensionierte Ringkerntransformatoren.

 

Cambridge Netzwerkplayer

Frontplatte mit großem Display

 

An Dateiformaten akzeptiert der Cambridge Audio Netzwerk-Player WAV, FLAC, MP3, WMA und AAC, aber auch ALAC, AIFF, HE AAC sowie OGG Vorbis und DSD (nur via USB). Diese Dateien können wiedergegeben werden – hier vermisst man nichts!

Bluetooth gibt es optional, der BT100 Empfänger unterstützt auch aptX für die drahtlose Audio-Übertragung in CD-Qualität. Zusätzlich zu seinen konventionellen Streaming- und USB-Fähigkeiten ist der Cambridge Audio Player auch mit Spotify Connect und AirPlay ausgestattet, so dass die Musikwiedergabe von einem Smartphone besonders komfortabel und einfach erfolgen kann.

 

Inbetriebnahme und Handling

 

Direkt nach der ersten Inbetriebnahme des Cambridge Audio Players wird eine Netzwerkverbindung aufgebaut. Der Cambridge Audio 851 N wird ausschließlich kabelgebunden ins Netzwerk integriert. Am einfachsten erfolgt die Verbindung in Kombination mit aktiviertem DHCP-Server, da dem Gerät automatisch eine IP-Adresse zugewiesen wird und keine zusätzlichen Schritte notwendig sind.

 

Cambridge 851N Netzwerkplayer

Einfache Inbetriebnahme und unproblematisches Handling

 

Nach dem Einschalten wird auch stets überprüft, ob eine neue Firmware für das Gerät auf dem Cambridge-Server verfügbar ist. Steht eine neue Version bereit, kann man sie sogleich installieren. Die Bedienung am Gerät erfolgt mit einer Kombination aus den einzelnen Knöpfen sowie dem Lautstärkedrehregler, der ebenfalls ein Taster ist, der zur Bestätigung der Punkte im Display dient.

Die Fernbedienung ist recht groß, liegt aber sehr gut und dank der griffigen gummierten Oberfläche ausgesprochen geschmeidig in der Hand. Mit dem großen Steuerkreuz und den umliegenden Tasten navigiert man zielsicher durch das Menü oder die Ordnerstrukturen auf den im Netzwerk vorhandenen DLNA-Servern. Die Eingabebefehle, sowohl von der Fernbedienung als auch den Bedienelementen am Gerät, werden schnell umgesetzt, störende Verzögerungen gibt es nicht.

Im Home-Menü kann man die verschiedenen Quellen auswählen. Unter „Radio“ findet man bis zu 20.000 Internetradio-Stationen, die wie üblich nach Genre oder Ort kategorisiert werden können. Außerdem sind die Streaming-Dienste und Podcasts hier als Unterpunkt abgelegt.

Musikfreigaben auf DLNA-Servern findet man unter „Musikbibliothek“. Ebenfalls möglich ist es, Musik von USB-Medien wiederzugeben. Der angeschlossene USB-Stick erscheint dann ebenfalls im Reiter „Musikbibliothek“, die Quelle „USB Audio“ ist der Nutzung des Cambridge Audio 851 N als externe Soundkarte beim direkten Anschluss eines Rechners vorbehalten.

 

Cambridge 851N USB-Slot

Geräte-Front mit USB-Slot

 

Schließt man einen Windows-PC direkt am Cambridge Audio Netzwerk-Player an, ist die Installation eines Treibers notwendig. Der Treiber kann direkt unter „USB Audio“ auf der Website von Cambridge Audio heruntergeladen werden und ist binnen wenigen Sekunden installiert. Nun wählt man „CA USB Audio“ unter Wiedergabegeräten per Rechtsklick „Als Standardgerät“ ausgewählt und die Audiosignale werden digital an den Netzwerk-Player gesendet.

Den komfortabelsten Weg der Steuerung des Cambridge Audio Netzwerk-Players bietet die Smartphone-App „Cambridge Connect“. Die Applikation ist für iOS und Android kostenlos erhältlich und ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der sich im Netzwerk befindlichen Musikdateien.

Außerdem kann man mit den vorhandenen Titeln eine Playlist erstellen, die dann sukzessive wiedergegeben wird. Beim Start durchsucht die App das Netzwerk nach kompatiblen Geräten und zeigt das Gerät mit der Bezeichnung „851 N“ zur Auswahl an. Auch bei der Bedienung mit der App entstehen keine störenden Verzögerungen.

 

Klangstark, besonders mit dem richtigen Partner

 

In Kombination mit dem leistungsfähigen Stereo-Verstärker-Flaggschiff aus gleichem Hause, dem Cambridge Audio Azur 851 A, liefert der Netzwerk-Player eine beeindruckende akustische Performance ab. An erster Stelle steht die absolute Souveränität, die die beiden Komponenten, selbst in Kombination mit fordernden Lautsprechern, an den Tag legen. Exzellente Pegelfestigkeit, hohe Impulstreue und eine enorme Grobdynamik fallen dem audiophilen Zuhörer sofort positiv auf. Gleichzeitig zeigen die Komponenten eine sehr räumliche und dabei fein strukturierte Darbietung auf, die von hoher Natürlichkeit und angenehmem Charakter geprägt ist. Die beiden Cambridge Audio-Vertreter glänzen mit hohem Detailreichtum und feinsten Nuancen, werden aber trotz der exzellenten Auflösung nie unangenehm oder gar aufdringlich.

 

Draufsicht

Cambridge Audio Azur 851 N

 

Die Cambridge Audio-Komponenten der 851-Serie passen sowohl akustisch, optisch als auch bezüglich der einfachen Inbetriebnahme und des unproblematischen Handlings perfekt zusammen. Klassisch audiophile Tugenden werden mit innovativer Technologie und umfangreicher Ausstattung kombiniert – die Bedienung bleibt dennoch simpel und intuitiv.


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