Test: Bluetooth-Lautsprecher KEF Muo

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KEF Muo

Bluetooth-Lautsprecher


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HIFI-REGLER-TEST

24.04.2017

Autor: Carsten Rampacher, exklusiv für HIFI-REGLER, 24.03.2017

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des aktuellen Tests bei AREADVD zum Bluetooth-Lautsprecher KEF Muo.

 

Bluetooth-Lautsprecher gibt es wie den sprichwörtlichen "Sand am Meer", zudem hat sich Bluetooth zu einem Feature in der Unterhaltungselektronik-Industrie entwickelt, das dort gar nicht mehr wegzudenken ist. Daher ist es kein Wunder, dass auch die britische Tradtionsmarke KEF auf aktive, kompakte Lautsprecher mit der drahtlosen Streaming-Option setzt.

 

KEF Muo

Bluetooth-Lautsprecher KEF Muo

 

"Muo" heißt der für 299 EUR angebotene kompakte Bluetooth-Lautsprecher, dessen edles Gehäuse bis auf die seitlichen Teile komplett aus Aluminium besteht. Die Seitenteile sind aus Kunststoff mit matter Oberfläche. Die geringen Spaltmaße und das mit 0,8 Kilo durchaus beachliche Gewicht dokumentieren, dass KEF-typische Tugenden wie eine besonders hochwertige Fertigungs- und Materialqualität auch vor einem "kleinen" Bluetooth-Speaker nicht halt machen.

 

KEF Muo Gitter

Gitter im Detail

 

Optisch sucht der kleine aktive Schallwandler die Nähe zu "Muon", den pro Paar 160.000 EUR teuren absoluten Lautsprecher-Topmodellen von KEF. Die Form des durch ins Alu eingelassene Punkte gestalteten Lautsprecher-Gitters von Muo zeichnet exakt den skulpturartigen Umriss einer Muon-Box nach.

Mit einer Breite von 210 mm, einer Höhe von 80 und einer Tiefe von 60 mm lässt sich Muo leicht verstauen. Zwei Kritikpunkte finden sich dennoch. Zum einen ist der formschöne Lautsprecher nicht spritzwasserfest, es fehlt ein entsprechendes Zertifikat. Zum anderen ist im Lieferumfang keine Tasche/kein Cover enthalten. Ein passendes Cover muss optional für 49 EUR erworben werden – das ist nicht überzeugend.

An Bord befinden sich zwei 50 mm Breitband-Treiber sowie ein "Auxiliary Bass Radiator" (ABR), der für einen, wie sich später beim Klang-Check zeigt, erstaunlich vollen Bass verantwortlich zeichnet. Laut KEF weisen die Breitband-Treiber spezielle Merkmale auf und sind nichts anderes als extrem kleine "UNI-Q" Punktschallquellen-Chassis. KEF bietet für Muo auch eine App an (erhältlich beim Apple Store und bei Google Play), mit deren Hilfe dann zwei Muo zu einem Stereo-Paar gekoppelt werden können. Überdies ist es möglich, zwei Bluetooth-Zuspieler gleichzeitig mit Muo zu koppeln. Gut, aber nicht sensationell, ist die Akkulaufzeit, die KEF mit 12 Stunden bei normalem Pegel angibt. In unseren Testreihen sind wir mit leicht erhöhtem Pegel auf gut 10,5 Stunden gekommen. Nach drei Stunden ist der leere Akku wieder aufgeladen. Liegt 10 Minuten lang kein Signal an, schaltet sich Muo selbstständig ab, um Strom zu sparen.

 

KEF Muo 3,5mm Mini-Klinkenausgang

3,5mm Mini-Klinkenausgang

 

Der smarte britische Bluetooth-Lautsprecher kann vertikal oder horizontal aufgestellt werden.

Dank eines eingebauten Lage-Sensors ist das Klangbild stets optimal ausbalanciert. Ein D/A-Wandler mit hoher Präzision ist selbstverständlich auch Merkmal des Muo. In Verbindung mit einem Android-basierten Smartphone kann man die NFC-Funktion für besonders einfache Bluetooth-Kopplung verwenden. Außer der Möglichkeit des drahtlosen Bluetooth-Streamings gibt es auch noch einen 3,5 mm Miniklinkenanschluss. Für Firmware-Updares ist ein Micro USB-Slot vorgesehen. Leider kann man sein Smartphone nicht am Muo aufladen, eine Freisprecheinrichtung ist nicht an Bord.

Lieferbar ist Muo in Light Silver, Neptune Blue, Storm Grey, Sunset Orange und Horizon Gold

 

KEF Muo App

App

 

Schon weiter oben haben wir die App erwähnt – und in einem Fall benötigt man sie tatsächlich: Um zwei Muo zu einem Stereo-Paar zu verbinden. Ansonsten sieht die App attraktiv aus, bietet aber nichts, was nicht auch verzichtbar wäre. Das Menü der App erstrahlt im KEF-eigenen Blau, und im Hauptmenü finden sich die Schlagworte "Home", "Meine Musik" (Interpreten, Alben, Songs der auf dem jeweiligen Smartphone enthaltenen Musik werden hier aufgelistet), "Playlist" (direkter Zugriff auf die Playlists auf dem Smartphone), "Favoriten" (unter diesem Punkt ist es möglich, eine eigene Favoritenliste mit Titeln zu erstellen), "Anleitung Stereo-Pairing", "Einstellungen" (Lautsprecher-Name, Batteriestand, Firmware-Version) sowie „Über“ (Anzeigen der gerade installierten Version).

Nachdem wir nun Verarbeitung, Ausstattung sowie die App beschrieben haben, dringen wir zum entscheidenden Punkt vor: Wie klingt der KEF Muo? Wir testen verschiedenstes Material, Klassik, Jazz, Pop, Trance und Black-Musik. Immer, das überrascht uns, weiß der Muo mit einem kräftigen sowie fundierten Klang zu überzeugen. Er geht auch bei Musik mit nachdrücklichem Bass nicht sprichwörtlich "baden", sondern agiert auch hier erstaunlich souverän. Natürlich kann ein so kompakter Bluetooth-Lautsprecher keinen enormen Tiefgang realisieren, das dürfte jedem klar sein. Aber es herrscht durchaus Bewegung im Bassbereich, und zudem erfreut uns Muo mit einer guten Pegelfestigkeit. Der kleine Lautsprecher realisiert Lautstärken, die man ihm ohne Weiteres nicht zugetraut hätte.

Auch bei Klassik oder Jazz gibt sich Muo keine Blöße. Eine tadellose, saubere Herausarbeitung von weiblichen und von männlichen Gesangsstimmen ist zu loben, der Hochtonbereich agiert frisch und gleichzeitig ausgewogen. Die Räumlichkeit wird als authentisch wahrgenommen, keinesfalls konzentriert sich der Klang nur in direkter Näher um den Muo, sondern er verteilt sich überraschend weitläufig im Raum.

 

KEF Muo

KEF Muo

 

Unser Fazit: Wer einen sehr hochwertigen, eleganten und kompakten Bluetooth-Lautsprecher sucht, der klanglich praktisch ohne Abstriche überzeugen kann, liegt beim Muo genau richtig. Für die Zukunft wünschen wir uns noch, dass Muo spritzwasserfest wird und dass KEF beim etwaigen Nachfolger die Möglichkeit anbietet, ein Smartphone am Speaker aufzuladen. Lesen Sie hier den vollständigen Testbericht des KEF Muo Lautsprechers bei unserem Kooperationspartner AREADVD.


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