TEST: Philips 46PFL8008 (Kurzfassung)

HIFI-REGLER-TEST

23.8.2013

Autor: Philipp Kind, AREADVD, exklusiv für HIFI-REGLER, 23.8.2013

Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung des aktuellen Tests bei AREADVD über den Plasma-TV Philips 46PFL8008.

Der neue Philips PFL8008 der 2013er Generation kommt im schicken Edelstahlrahmen daher und zeigt sich gleichzeitig modern und elegant. Das Gerät kokettiert mit besonders innovativen Multimedia-Features, so wird z.B. das TV-Signal via DLNA über das Netzwerk nach dem Master-Slave-Prinzip an ein weiteres Philips-Gerät gesendet. Eine Skype-Kamera für bequeme Video-Telefonie ist ebenso wie WLAN direkt ins Gerät integriert und natürlich findet sich auch das Philips SmartTV-Portal im PFL8008. Darüber hinaus lässt sich der Philips mit dem Smartphone/Tablet steuern und bietet WiFi Miracast.

Für exzellente Bildqualität sorgt die Perfect Pixel HD-Technologie mit 1400 Hz Perfect Motion Rate für eine ausgezeichnete Bewegungsschärfe. 3D-Begeisterte finden Gefallen an "3D Max", das ein besonders beeindruckendes 3D-Erlebnis garantiert. Obligatorisch ist auch Ambilight integriert, hier in der Version Ambilight XL.

Philips 46 PFL 8008

LED-TV Philips 46PFL8008

 

Shutterbrille - 46PFL8008

Beiliegende 3D-Brille des 46 PFL8008. Zum Vergrößern aufs Bild klicken ...

Der Philips zeichnet sich durch eine geringe Bautiefe und solide Verarbeitungs- sowie Materialqualität aus. Der Rahmen ist zwar nur frontseitig aus Edelstahl gefertigt, das mindert die schicke Optik des PFL8008 aber kaum. Dank des Standfußes aus Metall ist der TV leicht nach links und rechts schwenkbar. Skype-Kamera und Stereo-Mikrofon sind an der Unterseite des TVs angebracht. Die Anschlüsse an der Rückseite sind sauber eingepasst und problemlos erreichbar.

Die beiliegenden 3D-Brillen wirken nicht ganz so modern sondern auf den ersten Blick etwas klobig. Dennoch sind sie nicht sehr schwer und sitzen bequem. Die Brille wird mit CR20-Knopfzellen betrieben und arbeitet zur Datensynchronisation mit dem 3D-Transmitter mit Infrarot.

Bei der Fernbedienung setzt Philips wieder auf das bewährte Konzept der Integration einer vollständigen QWERTZ-Tastatur auf der Rückseite. Multimediale Anwendungen werden immer häufiger genutzt und mit einer Tastatur deutlich komfortabler möglich. Zudem kann die Fernbedienung als Point Device verwendet werden. Richtet man innerhalb des SmartTV-Portals die Fernbedienung auf den Fernseher aus, erscheint ein Mauszeiger. OK dient dann quasi als linker Mausklick.

Philips 46PF8008 Fernbedienung

Fernbedienung des Philips 46PFL8008 - auf der Rückseite mit QWERTZ-Tastatur (unten)

 

Der Philips TV verfügt über einen umfangreichen Installations-Assistent, der beim Initialstart automatisch ausgeführt wird. Dabei lassen sich automatische Sendersuchläufe durchführen, angeschlossene Geräte werden erkannt, das Netzwerk eingerichtet und Bildeinstellungen können vorgenommen werden - dies erfolgt unter Zuhilfenahmen von Realtestbildern und dient der subjektiven, individuellen Anpassung des Bildes.

Das Hauptmenü des Philips PFL8008 wird mit der "Häuschen"-Taste der Fernbedienung aufgerufen und empfängt den Anwender mit einem übersichtlichen Home-Bildschirm mit kleinen Icons zur Verdeutlichung der einzelnen Menüpunkte. Die Untermenüs der Punkte sind listenartig angeordnet, nach kurzer Eingewöhnungszeit findet man sich schnell zurecht und gelangt problemlos ans Ziel. Die Navigation erfolgt in der Regel zügig, stellenweise reagiert der TV aber etwas träge auf Eingabebefehle. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen und Funktionen wie EPG, 3D-Funktionen, Einstellungen zum Ambilight und Bildformat, etc. können auch direkt mit dedizierten Tasten der Fernbedienung aufgerufen werden.

Hauptmenü des 46PFL8008

Übersicht des Menüs

 

Die für Multimedia-Anwendungen erforderliche Netzwerkverbindung wird mit dem Philips im Idealfall bereits bei der Erstinstallation eingerichtet und kann via Kabel oder drahtlos erfolgen. Mit der Smart TV-Taste startet man dann Philips Smart TV-Portal, von dem aus neben dem Zugriff auf Mediatheken, VOD-Dienste und viele weitere Inhalte auch der Web-Browser gestartet wird. Als VoD-Dienst ist zusätzlich zu Deutschlands größtem Service "maxdome" auch videociety und acetrax vorhanden, der Philips-Nutzer hat hier also Zugriff auf verschiedene Kataloge.

Um DLNA-Streaming nutzen zu können, muss man beim Philips die Quelle wechseln und auf "Netzwerk durchsuchen" gehen. Nach der Auswahl des DLNA-Servers können dann MP3, AAC und WMA Musikdateien, JPEG- und PNG-Bilder sowie AVCHD, MKV, MPEG und MP4-Videos wiedergegeben werden.

Skype wird direkt aus dem Home-Menü aufgerufen. Bei der Einrichtung kann man den perfekten Winkel zur Kamera feststellen. Die Sprach- und Videoqualität ist für gelegentliche und informelle Gespräche absolut problemlos geeignet.

Der Philips TV kann auch mit der kostenlos erhältlichen Smartphone/Tablet-App Philips MyRemote gesteuert werden. Die App ist für Android wie auch iOS-Devices im jeweiligen Store erhältlich. Neben der Nutzung als Fernbedienung kann man mit der App via SimplyShare Fotos, Videos und Musik direkt vom Smartphone am TV-Gerät wiedergeben. Via WiFi-Smartscreen kann das Tuner-Bild des Fernsehgerätes auf das Smartphone bzw. Tablet übertragen werden, solange sich die Geräte im selben Netzwerk befinden, dies ist aktuell aber nur bei iOS-Geräten möglich.

Besonders interessantes Feature des Philips PFL8008 ist die TV Multiroom-Technologie. Dabei wird das TV-Signal über das Netzwerk an einen zweiten Philips TV gestreamed. Der zweite TV benötigt also am Standort keinen DVB-S oder DVB-C Anschluss, sondern wird vom ersten Philips TV mit dem TV-Signal versorgt. Der Zugriff erfolgt dabei über Quelle - Netzwerk durchsuchen, ähnlich wie bei einem DLNA-Medienserver. Der "Master"-TV wird dort als Quelle angezeigt, dann kann man auf den aktuellen Kanal des Master-TVs schalten oder aber ebenso gezielt auswählen, welches Programm man streamen möchte. Der Qualitätsunterschied ist erfreulich gering und auch die Eingabebefehle erfolgen recht zügig. Lediglich eine kurze Zeitverzögerung bei der Darstellung des Bildes muss in Kauf genommen werden. Der Master-TV kann dabei auch bedenkenlos abgeschaltet werden - zwei verschiedene Programme können aber nicht angesehen werden.

Obwohl es sich beim Philips um einen Flachbildschirm mit geringer Bautiefe handelt, überzeugt uns die akutische Performance. Nicht nur beim alltäglichen TV-Betrieb, für den eine einfache Lautsprecherbestückung der meisten TVs gerade noch zufriedenstellend ist, sondern auch wenn man mal gerne einen Film von DVD oder Blu-ray sehen möchte, kann der Philips überzeugen. Natürlich ist kein Vergleich mit einem ausgewachsenen Surround-System oder einer hochwertigen Soundbar möglich, dennoch bietet der PFL8008 eine räumliche Atmosphäre mit Dynamik und Charakter. Auch bei etwas größeren Wohnräumen beschallt der TV dank guter Pegelfestigkeit in solider Qualität.

Der Philips bietet eine ausgezeichnete visuelle Performance, wenn auch die Farbgebung ohne Kalibrierung etwas zu kühl erscheint. Gerade bei der Blu-ray Wiedergabe kann der TV aber sowohl mit als auch ohne Zwischenbildberechnung punkten und gefällt durch exzellente Bildstabilität und hoher Detailschärfe.

Ein sehr sauberes, stabiles Bild mit nur sehr geringem Crosstalk liefert der TV auch im 3D-Betrieb und überzeugt durch geschmeidige Kamerafahrten und hervorragende Plastizität und Ebenenstaffelung. Negativ fällt lediglich das leicht dunkle Bild mit etwas geringerer Farbintensität als im 2D-Betrieb auf. Insgesamt aber eine überdurchschnittlich gute Leistung bei der nativen 3D-Wiedergabe.
Auch das Tuner-Bild und die DVD-Upconversion präsentieren sich mit guten Ergebnissen, besonders das stabile Bild und die geringe Ausprägung von Artefakten sprechen für den Philips TV.

Im ausführlichen Test bei AREADVD lesen Sie, wie sich der Philips 46PFL8008 mit innovativen, multimedialer Ausstattung und hervorragenden 3D-Eigenschaften das AREADVD-Zertifikat "Überragend" sichert.

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