Test: Pioneer Stereoverstärker A-70DA

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Pioneer A-70DA

Vollverstärker


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HIFI-REGLER-TEST

03.06.2016

Autor: Carsten Rampacher, AREADVD, exklusiv für HIFI-REGLER, 06.06.2016

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des aktuellen Tests bei AREADVD zum Stereo-Vollverstärker Pioneer A-70DA.
 

Pioneer A-70DA

 

Für 1.599 EUR ist Pioners Stereoverstärker-Spitzenmodell laut unverbindlicher Preisempfehlung wahlweise in silberner oder schwarzer Variante erhältlich.

Mit sorgfältig aufgebauten Class D Digitalendstufen, Hightech-USB DAC (verarbeitet bis zu 384 kHz/32-Bit sowie DSD) und MC/MM Phonoteil für Vinyl-Liebhaber präsentiert sich der Vollverstärker mit massiver Alu-Front und Aluminium-Seitenteilen als ernsthafte Alternative für den anspruchsvollen Anwender.

 

Starke Leistung, hervorragender Aufbau

 

Innenraum Pioneer A 70 DA

Aufteilung in drei Kammern innen

 

Mit einer Leistung von 2 x 90 Watt an 4 Ohm (20 Hz bis 20 kHz, 0,5 % Klirrfaktor) stehen ordentliche Reserven bereit.  Die MOS-FET Class D-Verstärkung arbeitet enorm effizient und überaus präzise. Der innere Aufbau des A-70DA kann uns in allen Belangen überzeugen. Aufgeteilt in drei verschiedene Kammern, werden gegenseitige Signalbeeinflussungen vermieden. Es finden sich gleich zwei Transformatoren, einer ist für die Vorstufe und einer für die Endstufen-Sektion zuständig.  Die Trafos präsentieren sich hochwertig geschirmt, um etwaige Störungen gleich im Vorfeld zu verhindern. Die Vorstufe ist komplett symmetrisch ausgelegt. Enorm hochwertige Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sowie Neutrik-XLR-Anschlüssen komplettieren den Eindruck außerordentlicher Hochwertigkeit.

 

D/A-Konverter der Spitzenklasse

 

Was der Pioneer A-70DA hinsichtlich seiner Wandlereinheiten bietet, verdient höchsten Respekt.

Der PC oder das Notebook, ganz gleich, ob unter Mac OS oder unter Windows laufend, kann direkt an den asynchronen USB-Eingang des A-70DA angeschlossen werden, dann fungiert der A-70DA sozusagen als externe Soundkarte – und was für eine: Der Wandler vom Typ ESS ES9601S nimmt sich auch eingehenden Signalen mit enorm hoher Auflösung an. Quad-DSD mit bis zu 11,2 MHz und PCM-Dateien bis zu 384 kHz/32-Bit werden verarbeitet.

 

Traditionelle Optik

 

A-70DA Lautstaerke-Drehregler

Großer Lautstärke-Drehregler, komplett aus Metall

 

Die dicke Aluminium-Front des A-70DA erinnert stark an Pioneer Stereo-Vollverstärker der 80er Jahre. Zahlreiche Drehregler kümmern sich um Bass- und Höheneinstellung, Balance sowie um die Quellwahl. Besonders groß und griffig gibt sich der Lautstärke-Drehregler, der komplett aus Metall besteht. Die ebenfalls dicken Seitenteile des Gehäuses bestehen ebenfalls aus Aluminium.

 

Pioneer A-70DA Anschluesse Rueckseite

Anschlüsse Rückseite

 

An der Geräterückseite des Pioneer A-70 DA ist alles nötige vorhanden: XLR und Cinch, USB-B, koaxialer und optischer Digitaleingang. Zudem sind die Anschlüsse ebenfalls bestens verarbeitet, alle Buchsen sitzen gerade und fest. Unter dem A-70DA sind große, stabile Standfüße angebracht.

 

Pioneer A70DA Fernbedienung

Ganz hübsch - die mitgelieferte Fernbedienung

 

Mitgeliefert wird auch eine schmale, gut verarbeitete Fernbedienung, allerdings ist der Kontrast der schwarzen, recht kleinen Tasten zum ebenfalls schwarzen Gehäuse der Fernbedienung suboptimal. Wie meist fehlt zudem eine Beleuchtung.

 

Wer braucht mehr?

 

Diese Frage stellt sich, wenn man den Pioneer A-70DA akustisch in Aktion erlebt. Zunächst müssen wir allerdings kurz ausholen. Früher waren Pioneer-Verstärker nicht unbedingt enorm harmonisch und kultiviert ausgelegt. Grobdynamisch exzellent und enorm pegelfest, waren sie für bassstarke Rock- und Pop-Musik erste Wahl. Diese Tugenden zeichnen auch den A-70DA noch aus. Allerdings tut sich das aktuelle Top-Modell der Stereo-Verstärker-Range nun auch durch feindynamische Talente und durch eine homogene, in sich schlüssige akustische Gesamtauslegung hervor. Mit all diesen Qualitäten realisiert der Pioneer A-70DA für seinen Kaufpreis nahezu ein klangliches Optimum.

 

Der Experte für höchste Auflösungen

 

Test-Stücke und FLAC und DSD, inklusive FLAC 192/24 und DSD 5,6 MHz, stellen unter Beweis: Der A-70DA ist ein Könner hohen Grades. Besonders der angenehme, aber gleichzeitig räumlich dichte und detailverliebte Hochtonbereich begeistert. Klassik- und Jazzstücke werden somit zu einem freudigen Ereignis, wie wir zum Beispiel bei „Nessun Dorma“ gesungen von Jonas Kaufmann, aus Puccinis Oper „Turandot“ feststellen. Ein Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert Nummer 4, Köchelverzeichnis 218, wirkt facettenreich und sehr lebendig, die Violinen-Soli modelliert der A-70DA plastisch heraus. Diana Kralls „Desperado“ vom Album „Wallflower“ oder „Freedom Every Day“ von Torsten Goods beweisen die universellen Qualitäten des A-70DA: Immer mit Schwung, aber gleichzeitig hochgradig ausgewogen, kommt er mit jedem Musikstil zurecht. Etwas heftiger werden darf es auch: „Past Is Dead“ von Bad Religion in Flac 88,2 kHz/24-Bit hat enormen Nachdruck und eine dichte Räumlichkeit. Wie es sich für einen Pioneer-Verstärker gehört,  überzeugt auch die Pegelfestigkeit: Dank der digitalen Endstufen ist überdies kaum eine Erwärmung festzustellen, da nicht wie bei analogem Endstufen im Verlauf des Verstärkungsprozesses ein hohes Maß an Verlustwärme erzeugt wird.

 

High-Tech zum fairen Preis

 

Der Pioneer A-70DA bietet zum fairen Preis erstklassige akustische Eigenschaften und eine hervorragende, weil sinnvolle und praxisgerechte Ausstattung.

Er sieht etwas „old-fashioned“ aus, aber für Retro-Design gibt es ja viele Liebhaber. Die Verarbeitung ist exzellent, und der USB-DAC setzt Maßstäbe.

Im kompletten Test des Pioneer A-70DA in Kombination mit N-70A auf AREADVD lesen Sie wie der Stereoverstärker sich eine Referenz-Bewertung sichern konnte!


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