TEST: Yamaha Slim-AV-Receiver RX-S600 (Kurzfassung)

HIFI-REGLER-TEST

17.10.2013

Autor: Carsten Rampacher, AREADVD, exklusiv für HIFI-REGLER, 17.10.2013


Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des aktuellen Tests bei AREADVD des Yamaha AVENTAGE-Receiver Yamaha RX-S 600.

Yamaha entdeckt die schlanke Linie: Der brandneue RX-S600 Slimline AV-Receiver für 549 EUR UVP präsentiert sich optisch wie ein typischer Yamaha AV-Receiver, nur ist er eben lediglich 111 mm hoch und 320 mm tief. Die Breite orientiert sich am klassischen 430 mm Rastermaß.

Yamaha RX-S 600 - Frontansicht

Yamaha RX-S 600


Der RX-S600 ist, wie wir es von Yamaha kennen, sauber verarbeitet. Die Frontblende aus Aluminium wird dominiert von den zwei gleich großen, soliden Drehreglern links und rechts für Quellwahl sowie Lautstärke. Mittig ist das Display mit guter Auflösung in hellbläulich-weißer Farbgebung und tadelloser Ablesbarkeit untergebracht. Auf der Gerätefront finden sich überdies die Yamaha Scene-Wahltasten. Drückt man eine solche (oder das Pendant auf der Fernbedienung), wird der AVR eingeschaltet, und die gewünschte Quelle nebst zuvor zugeordnetem DSP-Modus aktiviert.

Innenleben des Yamaha RX-S600

Aufgeräumtes Innenleben des RX-S600.
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DSP - auch beim RX-S600 ein wichtiges Yamaha-Thema. Der Cinema 3D Prozessor stellt insgesamt 17 DSP-Modi zur Verfügung, darunter wohlbekannte und gern verwendete Klassiker wie die Cinema DSP-Programme Adventure, Spectacle oder auch Sci-Fi. Mit subtilem, gelungenem Eingreifen weiten diese DSPs beispielsweise effektiv den Raum oder verstärken die Konturen bei der Effektwiedergabe. Ein unpassendes "Verbiegen" des Klangbildes findet nicht statt.

Wir öffnen den Gehäusedeckel des RX-S600 und blicken nicht nur auf ein aufgeräumtes Innenleben, sondern stellen auch verwundert fest, dass die 5 x 95 Watt starken Endstufen nach dem analogen Prinzip arbeiten. Yamaha verzichtet im Sinne eines authentischen Klangbilds auf digitale Endstufeneinheiten, so die Aussage des Herstellers zu diesem Schritt.

Der RX-S600 bringt an modernen Multimedia- und Netzwerk-Features Apple AirPlay, DLAN Music-Streaming inklusive der HiRes-Wiedergabe von FLAC und WAV mit bis zu 192 kHz/24-Bit und die kostenlose Internet Radio-Plattform vTuner mit. Bald kommt ferner ein Spotify Connect-Update. All die Merkmale funktionieren tadellos, und der schlanke Yamaha Modellathlet erweist sich als zuverlässiger Begleiter für alle Aufgaben des Alltags.

Man kann ihn entweder mit der reichlich mit Tasten bestückten Fernbedienung oder aber per App steuern. Diese "AV Controller App" ist wahlweise für Android- oder Apple iOS-Smartphones und in einer speziellen Version für Tablets erhältlich. Grafisch schön gestaltet, bietet sie Zugriff auf beinahe alle Funktionen des RX-S600.

Mit fünf HDMI-Eingängen und einem HDMI-Ausgang ausgestattet, kann eine Reihe moderner Zuspieler an den Yamaha AV-Receiver angeschlossen werden. USB, einmal hinten und einmal vorn, steht auch zur Verfügung. Ältere Video-Quellen finden z.B. an den Komponenteneingängen Platz.

Rückseite des Yamaha RX-S600

Rückseite des Yamaha RX-S600 mit Anschlüssen


Das Einmesssystem YPAO in einer eher schlichten Form mit einer Einmessposition ist weiterer Bestandteil der Ausstattung. YPAO arbeitet zuverlässig und sichert einen harmonischen, gleichmäßigen Klang auch im leicht hellhören Raum.

Nicht überzeugt haben uns die veraltet wirkenden On Screen-Menüs - hier sollte Yamaha auch den Slim-AV-Receiver auf den deutlich besseren Stand der "großen" AV-Receiver liften.

Akustisch hingegen leistet sich der kraftvoll antretende RX-S600 keine Unzulänglichkeiten. Bei Musik und Filmton hinterlässt er insbesondere im Mehrkanalbetrieb einen gelungenen Eindruck. Pegelfest und räumlich, spielt er wie ein normaler, ausgewachsener AV-Receiver auf und schafft gleich klare Verhältnisse: Wer den "Slimliner" kauft, muss aus akustischer Sicht keinerlei Kompromisse schließen. Verglichen mit früheren Yamaha AV-Receivern klingt der RX-S600 wärmer, angenehmer und räumlich dichter. Er schafft eine stimmige Front-Surround-Balance und kann aufgrund seiner klanglichen Fähigkeiten auch mit richtig guten Lautsprecher-Sets zusammen eingesetzt werden. Im Stereobetrieb klingt er harmonisch und recht homogen, lässt es aber etwas an Spritzigkeit missen.

Insgesamt gefällt uns Yamahas Weg zum Abnehmen - denn nur hinsichtlich der Abmessungen werden für manchen Anwender überflüssige cm weggelassen, nicht aber bei der Klangqualität. Nur, dass die On Screen-Menüs grafisch veraltet wirken und dass der RX-S600 keinerlei Video-Processing-Fähigkeiten besitzt, ist zu bemängeln. Dafür gibt es ihn als RX-S600D für 599 EUR (also 50 EUR mehr) auch mit DAB+-Tuner.

Im ausführlichen Testbericht bei AREADVD lesen Sie, wie sich der Yamaha RX-S600 pegelfest, harmonisch und zuverlässig ein AREADVD "ÜBERRAGEND" sichert!


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