Transrotor Fat Bob S bei LP im Test

LP

1/2008

"In der LP-Ausgabe 1/2008 auf den Seiten 48 bis 53 wurden zwei Transrotor Plattenspieler im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...der Fat Bob S tritt mit dem gleichen System an und legt gleich los wie entfesselt - wo der ZET 1 noch Contenance bewahrt, "adoptiert" der Fat Bob S die Energie und rohe Spielfreude der australischen Hardrock-Kämpen - der Bass ist noch wuchtiger, die Gitarren rauer, und gerade die Snare-Drum peitscht mit einer Dynamik nach vorne, dass dem Hörer erst einmal der Mund offen stehen bleibt. Wenn die Kinnlade langsam wieder nach oben klappt, dann muss man fairerweise zugeben, dass die Disziplin Ausgewogenheit dann eher solche des ZET 1 ist - und doch, diese Runde geht eindeutig an den Fat Bob S. Dass er auch hintergründiger agieren kann, beweist er mit überwiegend akustisch eingespielter Popmusik - Gesangsstimmen verwöhnt er mit einem kräftigen Grundtonbereich und viel Luft, Solo-Instrumentalisten stehen im Rampenlicht, während die Begleiter leicht zurückgenommen den Raum neben und hinter den Solisten füllen..."

"...bei klassischer Musik fällt die Entscheidung ebenfalls schwer - Opulenz und Farbigkeit beim Fat Bob, der neutral-sachlichere Gesamtüberblick beim ZET 1. Der Wechsel auf das TMD-Lager erzieht dem Fat Bob S eine ruhigere, abgeklärte Spielweise an, die gerade bei detailreichen Aufnahmen dem Hörer subjektiv mehr Zeit und Muße gibt, sich musikalischen Feinheiten hinzugeben und tiefer in komplexe Werke einzusteigen..."

"...aber ganz ehrlich: Im Grunde seines Herzens ist der Fat Bob ein Rocker..."

Fazit:

Der Fat Bob S und der ZET 1 sind zwei ausgereifte und hochklassige Laufwerke, die beide als geschickt zusammengestellte und preiswerte Komplettpakete einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Ob man den wunderbar ausgewogenen ZET 1 oder den dynamisch-emotionalen Fat Bob S aussucht, ist glücklicherweise eine reine Geschmacksentscheidung auf sehr hohem Niveau.