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TEST: Yamaha Pianocraft MCR-940 - Klassischer Chic, ausgezeichneter Klang
und gefälliges Bild im Kompaktformat
Test: Carsten Rampacher, Jens Willershausen, Philipp Kind, alle AREADVD
- update: 08. Juni 2010
Einführung
Die Kompaktanlage Yamaha Pianocraft MCR-940 ist mit einem BD-Player
und einem Receiver mit 2x 65 W Ausgangsleistung und den Yamaha NS-PB300
Lautsprechern ausgestattet. Dieses Stereo-Minisystem soll eine sehr gute
Performance ohne aufwendige Installation und ein platzsparendes Design
in elegantem Piano-Finish bieten. Die Kompaktgeräte (Blu-ray Player und
Receiver) sind in Schwarz und Silbern erhältlich, die Lautsprecher Yamaha
NS-BP300 in schwarz oder weiß. Die sehr kompakte Bauweise der Pianocraft-Anlage
mindert in keinster Weise die umfassende Austattung: der Blu-ray
Player - mit umfassender Formatunterstützung - liefert 1080p/24Hz-Signale
und ist mittels Ethernet-Anschluss sogar BD-Live fähig, selbst ein iPod-Dock
ist bei der Pianocraft MCR940 mit an Bord.
Verarbeitung
Kompakte Abmessungen
Front Receiver
Bedienelemente des Blu ray-Players
Receiver Innen
Trafo im Detail
BD-Player innen
Lüfter des BD-Player
Anschlüsse Rückseite
Ausreichend dimensionierter Gummistandfuss
die Lautsprecher der MCR-940: NS-BP300
Anschlüsse Lautsprecher
Fernbedienung
Der optische Eindruck gefällt - diese Vornehmheit ist nur wenigen
Komplettanlagen in der < 1.000,00 EUR-Liga eigen. Die Alufronten sind
perfekt eingepasst und zeigen damit eine gute Oberflächenqualität. Die
Displays von BD-Player und Receiver passen genau zu diesem Eindruck und
punkten mit ausgezeichneter Auflösung. Etwas eigenartig scheint uns,
dass der Input-Regler gerastert ist - der Lautstärkeregler jedoch nicht.
Gut in der Hand liegen beide Regler der Yamaha MCR-940. Die kleinen Regler
für Hochton- und Basswiedergabe sowie für die L/R Balance sehen gut aus,
sind aber nicht perfekt verarbeitet. Sie sind etwas zu leichtgängig, nicht
gerastert und bestehen aus Kunststoff. Lautsprecher und Receiver sind
mit Schraubterminals ausgestattet und nicht nur mit billigen Klemmanschlüsse,
wobei besonders die Exemplare am Receiver recht hochwertig scheinen. Die
Boxen sind an den hinteren Ecken sauber, aber relativ einfach verarbeitet.
Das Gehäusefinish ist gelungen, die Hochglanzoptik sehr gut umgesetzt.
Die rückseitige Verarbeitung der Gehäuse von BD-Player und Receiver
ist einwandfrei - keine scharfen Kanten, die das Gesamtbild stören.
Auch das Innenleben lässt kaum Raum für Kritik - die Verkabelung
im Receiverinneren könnte noch etwas übersichtlicher sein, ansonsten überzeugt
eine sehr präzise und sorgfältige Anordnung der Baugruppen.
Ein weiteres Plus: unter den Komponenten finden sich ordentliche Gerätestandfüße.
Auch die mitgelieferte Fernbedienung gefällt und überzeugt mit ihrem
guten Gesamteindruck. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Video Verarbeitung
Anschlüsse
Die Yamaha Pianocraft MCR-940
bringt erfreulicherweise solide Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse an
der Verstärkereinheit und an den Boxen mit. Ansonsten ist anschlussseitig
alles Nötige vorhanden: Der BD-Player besitzt neben einem HDMI-Ausgang
auch noch einen analogen Komponentenausgang, einen FBAS-Ausgang, eine
Netzwerkbuchse (nur für die Einbindung ins Netzwerk, um mit dem Internet
für die Nutzung von BD Live zu verbinden), einen USB-Eingang (nur für
Firmware-Updates und den Anschluss eines Speichermediums für BD Live Daten).
Aber es gibt nur einen optischen Digitalausgang, ein koaxialer fehlt.
Eine "System Connector"-Spezialbuchse ist für die Verbindung mit dem Receiver
zuständig. Die Anschlusssektion des Receivers bietet nicht viel Auswahl.
Zwei Audio Stereo Cinch-Eingänge, ein Cinch Vorverstärkerausgang für den
Direktanschluss eines aktiven Subwoofers, der Systemkabelanschluss und
ein FM-Antennenanschluss sind vorhanden. Gesamtnote: Gut - sehr gut.
Anschlüsse Player
Cinch-Slots Receiver
Lautsprecheranschlüsse
Video Anschlüsse
Setup und Konfiguration
Setup
Alle relevanten Justageattribute finden sich unter dem Menüpunkt "Einstellungen".
Die Menüs sind grafisch eher einfach gehalten, zum Verständnis gibt es
kurze Erläuterungen. Die Tasten der Fernbedienung sind teilweise leider
etwas klein und bedauerlicherweise unbeleuchtet. Dafür entschädigt der
gute Druckpunkt. Überzeugt haben uns die echten Punktmatrix-Displays mit
sehr guter Ablesbarkeit und tadellosem Kontrast.
1. Audio-/Videoeinstellungen
Audio-Ausgabe
TV-Screen-Setting
HDMI-Auflösung
TV-Einstellung 16:9 oder 4:3
Komponentenausgabe von 480i bis 1080i
HDMI-Videoausgabe von 480p bis 1080p oder auto inklusive 1080p/24
Kamerasymbol anzeigen (bei Discs mit wählbarem Blickwinkel)
Passwort-Einstellungen zur Kindersicherung
BD Internetzugang: zulassen/beschränken/sperren
6. Kommunikations-Setup: Netzwerkeinstellungen
7. Software-Version anzeigen lassen
8. USB-Speicherverwaltung (USB-Stick formatieren und Daten löschen)
9. Software-Update (funktioniert nur über USB)
10. Systemrücksetzung
Im Allgemeinen stehen nur Grundfunktionen zur Verfügung: ein Video-EQ
oder wenigstens voreingestellte Bildfelder fehlen leider. Von Yamaha,
als DSP-Pionier, hätten wir uns audiomäßig zumindest ein paar
hervorragende Yamaha DSP-Programme erwartet - die Yamaha Pianocraft 940
hat aber nur einen schaltbaren Pure Direct-Modus. Die optisch sehr schönen
Klang- und Balance-Regler sind nur direkt am Gerät regelbar, leider aber
nicht über die Fernbedienung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Gut.
Einlesezeiten & Betriebsgeräusch
Casino Royale, BD: 38 Sekunden
Indiana Jones & The Kingdom of the Crystal Skull, BD: 53 Sekunden
Fluch der Karibik, BD: 54 Sekunden
Star Wars Episode III, DVD: 35 Sekunden
Sahara, DVD: 29 Sekunden
DVD Layerwechsel, Top Gun DVD Kapitel 18 auf Kapitel 19: Akzeptabel, für
einen kurzen Moment bleibt das Bild stehen.
Hier kann die Kompaktanlage MCR 940 von Yamaha leider keine Top Performance
bieten. Casino Royale ist mit 38 Sekunden gerade noch akzeptabel, die
Einlesezeiten der beiden anderen Blu-rays sind aber ebenso wenig zufriedenstellend
wie die benötigten Zeiten der hier aufgeführten DVDs. Beim Betriebsgeräusch
fällt die Wertung aber trotzdem noch positiver aus, weder Laufwerk
noch Lüfter empfinden wir als störend. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Befriedigend.
Multimedia und Netzwerk
Komplett-Anlage mit gedocktem iPhone
iPod
Die Wiedergabe von einem iPod ist sehr einfach und - bei korrekter Bedienung
- nahezu frei von Hindernissen. Ganz einfach oben am Receiver aufgesteckt
muss nur noch die iPod-Taste der FB gedrückt werden und die Anlage wird
z.B. per Abschalten des BD-Players auf das Abspielen vom iPod vorbereitet.
Dann wird das On Screen Display komplett abgeschalten, zur übersichtlichen
Navigation kann nur das iPod-Display verwendet werden. Achtung: Kein Video-Output!
Die Steuerung kann anschließend weiterhin über die FB der Yamaha
MCR940 vorgenommen werden, hier werden jedoch die Play- und Navigationstasten
im oberen Drittel verwendet und nicht das Navigationskreuz im unteren
Bereich der Fernbedienung. Alle Audiodateien inklusive Podcasts werden
wiedergegeben.
BD-Live
Nach Anbringen eines 16GB USB-Sticks ergab sich leider die Tatsache,
dass die Yamaha MCR940 keine NTFS-formatierten Medien unterstützt. Durchweg
ist die USB-Funktion leider auf BD-Live beschränkt, JPEG oder AVCHD-Wiedergabe
kann nur über ein optisches Medium im Laufwerk erfolgen. Unser Austausch-USB-Medium
im FAT32-Format wird aber sofort erkannt und der BD-Live Funktion steht
nur noch die erfolgreiche Internetverbindung im Weg. Wer sein Netzwerk
nicht über DHCP verwalten lässt muss hier manuell Parameter setzen. Sind
alle Einstellungen getroffen erfolgt eine flotte BD-Live Verbindung, die
Daten ohne weitere Verzögerungen auf den Stick lädt.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Gut - sehr gut.
Test-Equipment
Panasonic TX-P65V10E
Onkyo BD-SP807
Klang
Akustisch konnte sich die kompakte Yamaha Pianocraft 940 ausgesprochen
gut punkten - ganz gleich, ob CDs, BDs oder DVDs abgespielt wurden. Beginnen
wir mit der CD-Wiedergabe: Nightwishs schnelles, hartes Stück "Master
Passion Greed" kommt auch bei deutlich gehobenem Pegel noch ausdrucksstark
zum Zuhörer. Dafür, dass als Lautsprechersystem lediglich 2 Regalboxen
zur Verfügung stehen, ist die Basswiedergabe überragend. Der Bass kommt
genau auf den Punkt, zudem kokettiert er mit Kraft und Volumen. Dass bezüglich
des möglichen Tiefgangs keine Wunder zu erwarten sind, dürfte niemanden
erstaunen - bei diesem Stück aber ist diese Tatsache auch eher sekundär.
Insgesamt spielt die Yamaha MCR-940 ausgewogen und klar, die oberen musikalischen
Ebenen werden gut auseinander differenziert. Der Hochtonbereich bleibt
lange angenehm, wird aber bei hohen Lautstärken dann minimal spitz. Die
Mitten gliedern sich tadellos ein und sind sauber durchstrukturiert. Verblüffend
ist die enorme räumliche Wirkung - der Klang löst sich anstandslos von
den beiden Lautsprechern und verteilt sich homogen im Raum - gerade für
kleinere Lokalitäten zwischen rund 12 und etwas über 20 Quadratmeter eignet
sich die Yamaha Pianocraft MCR-940 hervorragend. Bei "Bodies" von Robbie
Williams setzt die edle Yamaha MCR-940 ihre persönliche Erfolgsstory fort:
Mit Verve und Energie wird der Song in den Hörraum transportiert, die
instrumentale und die vokale Grundebene kann stets klar unterschieden
werden. Die Stimme von Robbie erscheint nur bei deutlich gehobenem Pegel
dann zu schneidend, was die Gesamtharmonie dann herunter setzt. Doch für
gnadenlose Pegelorgien ist ein solches System auch nicht geschaffen -
eher fürs gepflegte Musikhören am Feierabend, und dazu eignet sich die
"kleine" Yamaha Pianocraft MCR-940 vortrefflich. Im Gegensatz
zu anderen 2.0 und 2.1 Lösungen klingt sie nie auswechselbar und oberflächlich,
sondern baut immer ein natürliches Charisma auf, das den Zuhörer fesselt
und so das Musikerlebnis intensiviert. Die umschließende Räumlichkeit
ist auch bei diesem Beispiel prägendes und fokussierendes Merkmal. Der
Bass neigt weder zum Verschmieren noch zum Dröhnen, sondern steht recht
trocken, satt und präzise im Raum. Die instrumental dargebotenen Titelmelodie
des 007-Streifes "Goldfinger" (gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra)
wird mit der gebotenen Sensibilität und mit tadellosem Management der
Dynamiksprünge dargeboten. Die Yamaha MCR940 belegt mit dieser Vorstellung
eindrucksvoll, dass sehr gute Werte nicht nur bei der Grob- sondern auch
bei der Feindynamik bei kompakten Stereolösungen auch auf der Tagesordnung
sein können. Selbst komplexe Instrumente werden sehr präzise erfasst
und mit kritikloser Charakterisierung dargeboten.
Den Filmliebhaber wird noch mehr die Leistungsfähigkeit bei der Filmtonwiedergabe
interessieren. Um diese ermitteln zu können, musste sich unser Test-Kandidat
mit der Blu-ray von "Stirb Langsam 4.0" (DTS-HD MA) auseinander setzen.
Wir wählten das 5. Kapitel, in diesem kommt es zu einer erbitterten Schießerei
zwischen McLane und den Schergen des erbarmungslosen Thomas Gabriel. Ein
wenig muss man hier mit dem Lautstärkeregler aufpassen - zu laut sollte
es nicht werden, denn dann ertönen die Schüsse etwas zu spitz und kreischend,
das hat auch zur Folge, dass andere akustische Komponenten wie die Wiedergabe
der Stimmen von McLane und Farrell untergehen und das gesamte Klangbild
zu deutlich ins Schrill-Metallische kippt. Mit erhöhtem Pegel kann aber
ohne Schwierigkeiten gehört werden - dann beeindruckt die Yamaha BD-Anlage
mit räumlich dichtem Aufbau und einer tadellosen Präzision. Mit exaktem
Timing kommen die Schüsse beim Auditorium an, und auch Kleinigkeiten wie
das Wechseln des Magazins an McLanes Waffe, in unseren Test-Reihen immer
wieder als Beispiel für die Einbindung kleinerer Effekte heran gezogen,
arbeitet die MCR-940 gut heraus. Die Stimmwiedergabe erscheint ab und
zu etwas zu distanziert und minimal blechern. Bei der Explosion des Feuerlöschers
im Flur fällt auf, dass es unten herum an Substanz fehlt - doch bei Yamaha
weiß man, was Cineasten wünschen: Natürlich befindet sich auf der Rückseite
in Vorverstärkerausgang zum Anschluss eines aktiven Subwoofers, und als
wir einen Teufel S 5000 SW zum Einsatz brachten, gab es zum Thema Tiefgang
keine Diskussionen mehr. Präzise und linear wird der leistungsfähige Woofer
angesteuert, und auch ohne echte Surroundboxen und ohne Center schafft
die Yamaha MCR-940 so echte Kino-Atmosphäre. So gerüstet, macht auch "Casino
Royale" (PCM Mehrkanalton) richtig Freude, und zwar von Beginn an: Die
tobende Menge in der provisorischen Kampfarena besitzt Struktur und Ausdruckskraft,
und der Music Score kommt mit Wucht und Prägnanz zur Geltung. Die anschließende
Verfolgungsjagd zwischen 007 und dem dunkelhäutigen Bombenleger bringt
unsere Yamaha Pianocraft mit Schwung und wieder mit sehr guter Räumlichkeit
zur Geltung, als die Gasflasche auf der Baustelle detoniert, sind wir
erstaunt, was an Wucht schon ohne aktiven Subwoofer geboten wird. Natürlich
- schaltet sich der Teufel S 5000 SW mit dazu, ist noch deutlich mehr
Spaß dabei, da Druck und vor allem Tiefgang merklich steigen. Gesamtnote
in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.
Bild
Blu-ray
Casino Royale, Kapitel 1, 1080p24
Das zweite Kapitel des mittlerweile nicht mehr ganz aktuellen 007-Films
beginnt mit einem1a-Kameraschwenk über die Kampfarena und einer sehr guten
Plastizität in den äußeren Bildbereichen. Auch die flinken Handbewegungen
während der Wetteinsätze setzt der Blu ray-Player ruckelfrei um. Die Grau-
und Schwarztöne des verkohlten Holzbalkens sind sehr sauber differenziert
und kontraststark. Die Verfolgungsjagd durch den Dschungel zeigt uns neben
den flinken Bewegungen ein sattes Grün und ein stabiles Bildgeschehen.
Nach dem Sprung über den Zaun und dem Durchbrechen der Barrikade mit dem
Radlader sehen wir eine sehr gute und nicht übertriebene Farbgebung der
rostroten Rohbaustelle. Die stabile Darstellung setzt sich in der Jagd
nach oben fort und begeistert mit ausgezeichneter Tiefenstaffelung der
Kranausleger vor dem Ozean.
Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 1080p24
Nicht nur das ruhige Bild gefällt an der kompakten Kompaktanlage, auch
kleinere Details und Strukturen werden fein herausgearbeitet. Die Galionsfigur,
klar dem Schiff vorweg, und die dahinterliegende Holzreling sind scharf
und fein durchzeichnet, ebenso die Windsegel im Hintergrund, durch den
Nebel hindurch etwas unscharf lassen sich die Verwaschungen und Alterserscheinungen
deutlich erkennen. Die tadellose Detaildarstellung setzt sich in den Gesichtsnuancen
der verschiedenen Protagonisten, u.a. Jack Sparrow in Kapitel 2, fort.
Authentizität in den Hauttönen ist auch gegeben, ein leicht rötlicher
Einschlag durch die Färbung der untergehenden Sonne auf Cpt. Sparrows
Gesicht ist erkennbar. In der schwierigen Szene der drei aufgeknüpften
Piraten kann der Player nicht ganz an die Eindrücke bei 007 heranreichen,
liefert aber trotzdem ein sauberes Ergebnis. Probleme bei Kameraschwenks
horizontal wie vertikal konnten wir nicht feststellen.
DVD
AVEC Professionel Test DVD, Videomaterial 576i -> 1080p
Laufende Schriften: Die Laufschriften vor verschieden
farbigem Hintergrund werden sehr sauber und ohne Nachzieheffekte und Artefakte
dargestellt, in der schnellsten Geschwindigkeit ist die Darstellung nicht mehr
perfekt.
Schwingendes Pendel: Das Pendulum ist nicht ganz so präzise und klar wie die
Laufschrift, aber noch mit gutem Ergebnis. Die Balken bleiben in der zweiten
Geschwindigkeit differenzierbar und auch die Pendelspitze bleibt stabil.
Stadtbild Esslingen: Sehr gute Tiefenstaffelung und Plastizität wird aus dem
eher schwachen SD-Material herausgearbeitet, auch die Detaillierung ist gut.
Skalierungsartefakte und Rauschen an den Hausdächern hält sich in Grenzen.
Star Wars Episode III, Filmmaterial 576i -> 1080p
Die gelbe Laufschrift zu Beginn der Episode III wird läuft mit sattem Gelb
sauber nach hinten ab, lediglich in der hinteren Ebene ist ein leichtes
Verblassen der Farbe zu erkennen. Zahlreiche Sterne sind im Hintergrund des
ruhigen Bildverlaufs zu erkennen. Der nächste Blick gilt dem imperialen Zerstörer,
der abgesehen von leichtem Zittern an der Schiffsspitze sauber am TV abgebildet
wird. Hohe Kontraststärke wird am schwach beleuchteten Heck des Raumschiffes
deutlich. Das Abknicken der beiden kleinen Raumjäger in der folgenden Szene läuft
ohne häßliches Zittern der Objektkanten ab und betont die gute Plastizitätsdarstellung
im Blick auf Coruscant. Die Farben während des Kampfgeschehens und der
laufenden Explosionen wirken nicht ganz so lebendig wie beim Ablaufen des
Bildschirmtextes angedeutet, bleiben aber trotzdem authentisch und betonen nicht
extrem den Video-Look.
Gesamtnote Bild in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Konkurrenzvergleich
Pioneer BCS-FS500: Die preislich fair kalkulierte Pioneer 2.1
Lösung kommt bezüglich des Verarbeitungsniveaus trotz gefälliger Optik
nicht an die Yamaha-Lösung heran. Hier merkt man den Mehrpreis schon.
Auch klanglich zieht die für ihre Preisklasse hervorragende Pioneer
BCS-FS500 den Kürzeren - obwohl die Yamaha MCR-940 "serienmäßig" keinen
Subwoofer mitbringt. Die hochwertigen Yamaha-Boxen detaillieren aber
besser, klingen dichter, souveräner und besitzen einen deutlich besseren
Grundtonbereich. Was die visuellen Qualitäten betrifft: Hier trumpft
die Pioneer BCS-FS500 groß auf und weist die Yamaha-Lösung, wenn auch
knapp, in die Schranken. Was Einlesezeiten und Multimedia-Optionen angeht,
sind beide Systeme keine Highlights.
Sony BDV-Z7: Der Mehrpreis gegenüber der Sony-Anlage ist gerade
für anspruchsvolle Anwender beim Yamaha-Ensemble gut angelegt. Beim
Bild herrscht Gleichstand, aber die Akustik der Yamaha MCR940 ist deutlich
gepflegter, souveräner und klarer. Die Verarbeitungsgüte ist ein einer
ganz anderen Liga angesiedelt. Zudem hat die Sony-Lösung kein integriertes
oder mitgeliefertes iPod-Dock. Die Sony BDV-Z7 agiert allerdings schneller
als die langsame Yamaha Pianocraft MCR 940 .
Samsung HT-BD7200: Optisch schick und prima ausgestattet, hat
die 2009er Samsung Anlage unter den AV-Einsteigern viele Freunde gefunden.
Klanglich und visuell aber muss sie sich der Yamaha MCR-940 geschlagen
geben. Dafür sind die multimedialen Möglichkeiten der Samsung HT-BD7200
umfangreicher, und das Laufwerk arbeitet deutlich schneller. Die Verarbeitung
wirkt im Vergleich mit der Yamaha MCR 940 einfach.
Fazit
Gelungene Design-Kombination
Während so manches 2.1 Komplettsystem optisch sehr progressiv daherkommt,
hält sich Yamaha mit der MCR-940 Komplettlösung eher an den klassischen
Stil und spricht damit auch ältere, konservativere Kunden an. Diese Zielgruppe
werden auch die hervorragende Verarbeitung, die deutlich über dem liegt,
was man ansonsten bei solchen Gerätschaften geboten bekommt, sehr zu schätzen
wissen. Klanglich beeindruckt die Yamaha MCR940 absolut - gerade Feindynamik
und Räumlichkeit sind deutlich besser als das, was man bei den meisten
2.0 und 2.1 Lösungen serviert bekommt. Wem Tiefgang und Nachdruck im Bassbereich
nicht ausreicht, der kann an den vorhandenen Vorverstärkerausgang einen
externen aktiven Subwoofer anschließen. Die visuelle Performance der Yamaha
Pianocraft MCR-940 ist ebenfalls tadellos, die BD-Wiedergabe überzeugt
mit guten Farben und ordentlicher Detailtreue, und auch die Upconversion
von 576i Material gelingt sehr gut. Nachholbedarf zeigt die edle 2.0 Anlage
allerdings in den Punkten Multimedia-Fähigkeiten und Laufwerksgeschwindigkeit.
Eine Streamingfunktion und ein für mehr als nur BD Live zu nutzender USB-Eingang
stehen auf unserer Wunschliste, und das leise Laufwerk sollte deutlich
schneller einlesen. Zudem gibt es weder vorprogrammierte Bildfelder noch
einen individuell
Yamahas MCR-940 überzeugt im Test optisch edel und
audiovisuell stark - die Ausstattung ist aber leider etwas spärlich
Test 08. Juni 2010
2.0/2.1-Systeme obere Mittelklasse
+ Sehr gute Räumlichkeit
+ Tadellose Ausgestaltung des Grundtonbereiches
+ Feindynamisch überraschend gut
+ Homogenes und detailreiches BD-Bild
+ Saubere Upconversion von 576i Material auf 1080p
+ Exzellente Verarbeitung
+ iPod Dock integriert
- Kein Netzwerk-Streaming
- Träges Laufwerk
- Kein Video-EQ
Technische Daten: www.yamaha-online.de Test:Carsten Rampacher, Jens Willershausen, Philipp Kind, alle
AREADVD
08. Juni 2010