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TEST: Yamaha Pianocraft MCR-940 - Klassischer Chic, ausgezeichneter Klang und gefälliges Bild im Kompaktformat

Test: Carsten Rampacher, Jens Willershausen, Philipp Kind, alle AREADVD - update: 08. Juni 2010

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Einführung

Die Kompaktanlage Yamaha Pianocraft MCR-940 ist mit einem BD-Player und einem Receiver mit 2x 65 W Ausgangsleistung und den Yamaha NS-PB300 Lautsprechern ausgestattet. Dieses Stereo-Minisystem soll eine sehr gute Performance ohne aufwendige Installation und ein platzsparendes Design in elegantem Piano-Finish bieten. Die Kompaktgeräte (Blu-ray Player und Receiver) sind in Schwarz und Silbern erhältlich, die Lautsprecher Yamaha NS-BP300 in schwarz oder weiß. Die sehr kompakte Bauweise der Pianocraft-Anlage mindert in keinster Weise die umfassende Austattung: der Blu-ray Player - mit umfassender Formatunterstützung - liefert 1080p/24Hz-Signale und ist mittels Ethernet-Anschluss sogar BD-Live fähig, selbst ein iPod-Dock ist bei der Pianocraft MCR940 mit an Bord.

Verarbeitung

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Kompakte Abmessungen

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Front Receiver

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Bedienelemente des Blu ray-Players

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Receiver Innen

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Trafo im Detail

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

BD-Player innen

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Lüfter des BD-Player

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Anschlüsse Rückseite

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Ausreichend dimensionierter Gummistandfuss

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

die Lautsprecher der MCR-940: NS-BP300

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Anschlüsse Lautsprecher

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Fernbedienung

Der optische Eindruck gefällt - diese Vornehmheit ist nur wenigen Komplettanlagen in der < 1.000,00 EUR-Liga eigen. Die Alufronten sind perfekt eingepasst und zeigen damit eine gute Oberflächenqualität. Die Displays von BD-Player und Receiver passen genau zu diesem Eindruck und punkten mit ausgezeichneter Auflösung. Etwas eigenartig scheint uns, dass der Input-Regler gerastert ist - der Lautstärkeregler jedoch nicht. Gut in der Hand liegen beide Regler der Yamaha MCR-940. Die kleinen Regler für Hochton- und Basswiedergabe sowie für die L/R Balance sehen gut aus, sind aber nicht perfekt verarbeitet. Sie sind etwas zu leichtgängig, nicht gerastert und bestehen aus Kunststoff. Lautsprecher und Receiver sind mit Schraubterminals ausgestattet und nicht nur mit billigen Klemmanschlüsse, wobei besonders die Exemplare am Receiver recht hochwertig scheinen. Die Boxen sind an den hinteren Ecken sauber, aber relativ einfach verarbeitet. Das Gehäusefinish ist gelungen, die Hochglanzoptik sehr gut umgesetzt. Die rückseitige Verarbeitung der Gehäuse von BD-Player und Receiver ist einwandfrei - keine scharfen Kanten, die das Gesamtbild stören. Auch das Innenleben lässt kaum Raum für Kritik - die Verkabelung im Receiverinneren könnte noch etwas übersichtlicher sein, ansonsten überzeugt eine sehr präzise und sorgfältige Anordnung der Baugruppen. Ein weiteres Plus: unter den Komponenten finden sich ordentliche Gerätestandfüße. Auch die mitgelieferte Fernbedienung gefällt und überzeugt mit ihrem guten Gesamteindruck. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Video Verarbeitung

Anschlüsse

Die Yamaha Pianocraft MCR-940 bringt erfreulicherweise solide Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse an der Verstärkereinheit und an den Boxen mit. Ansonsten ist anschlussseitig alles Nötige vorhanden: Der BD-Player besitzt neben einem HDMI-Ausgang auch noch einen analogen Komponentenausgang, einen FBAS-Ausgang, eine Netzwerkbuchse (nur für die Einbindung ins Netzwerk, um mit dem Internet für die Nutzung von BD Live zu verbinden), einen USB-Eingang (nur für Firmware-Updates und den Anschluss eines Speichermediums für BD Live Daten). Aber es gibt nur einen optischen Digitalausgang, ein koaxialer fehlt. Eine "System Connector"-Spezialbuchse ist für die Verbindung mit dem Receiver zuständig. Die Anschlusssektion des Receivers bietet nicht viel Auswahl. Zwei Audio Stereo Cinch-Eingänge, ein Cinch Vorverstärkerausgang für den Direktanschluss eines aktiven Subwoofers, der Systemkabelanschluss und ein FM-Antennenanschluss sind vorhanden. Gesamtnote: Gut - sehr gut.

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Anschlüsse Player

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Cinch-Slots Receiver

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Lautsprecheranschlüsse

Video Anschlüsse

Setup und Konfiguration

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Setup

Alle relevanten Justageattribute finden sich unter dem Menüpunkt "Einstellungen". Die Menüs sind grafisch eher einfach gehalten, zum Verständnis gibt es kurze Erläuterungen. Die Tasten der Fernbedienung sind teilweise leider etwas klein und bedauerlicherweise unbeleuchtet. Dafür entschädigt der gute Druckpunkt. Überzeugt haben uns die echten Punktmatrix-Displays mit sehr guter Ablesbarkeit und tadellosem Kontrast.

1. Audio-/Videoeinstellungen

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Audio-Ausgabe

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

TV-Screen-Setting

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

HDMI-Auflösung

  • TV-Einstellung 16:9 oder 4:3
  • Komponentenausgabe von 480i bis 1080i
  • HDMI-Videoausgabe von 480p bis 1080p oder auto inklusive 1080p/24
  • Videoausgabe wählen: HDMI oder Komponente
  • Audio-Zweitton aus/aus
  • Audio-Ausgabe: HDMI-Ausgang, digitaler Ausgang, 2-Kanal-Audioausgang
  • Klangdynamik: Normal, Sprache, auto

2. Schnellstart: ja/nein

3. Auto Ausschaltung (nach 10 Minuten): ja/nein

4. HDMI-Steuerung ja/nein

5. Wiedergabeinestellungen:

  • Altersbegrenzung mit Passworteingabe
  • Disc-Sprache
  • Kamerasymbol anzeigen (bei Discs mit wählbarem Blickwinkel)
  • Passwort-Einstellungen zur Kindersicherung
  • BD Internetzugang: zulassen/beschränken/sperren

6. Kommunikations-Setup: Netzwerkeinstellungen

7. Software-Version anzeigen lassen

8. USB-Speicherverwaltung (USB-Stick formatieren und Daten löschen)

9. Software-Update (funktioniert nur über USB)

10. Systemrücksetzung

Im Allgemeinen stehen nur Grundfunktionen zur Verfügung: ein Video-EQ oder wenigstens voreingestellte Bildfelder fehlen leider. Von Yamaha, als DSP-Pionier, hätten wir uns audiomäßig zumindest ein paar hervorragende Yamaha DSP-Programme erwartet - die Yamaha Pianocraft 940 hat aber nur einen schaltbaren Pure Direct-Modus. Die optisch sehr schönen Klang- und Balance-Regler sind nur direkt am Gerät regelbar, leider aber nicht über die Fernbedienung. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Gut.

Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

  • Casino Royale, BD: 38 Sekunden
  • Indiana Jones & The Kingdom of the Crystal Skull, BD: 53 Sekunden
  • Fluch der Karibik, BD: 54 Sekunden
  • Star Wars Episode III, DVD: 35 Sekunden
  • Sahara, DVD: 29 Sekunden

DVD Layerwechsel, Top Gun DVD Kapitel 18 auf Kapitel 19: Akzeptabel, für einen kurzen Moment bleibt das Bild stehen.

Hier kann die Kompaktanlage MCR 940 von Yamaha leider keine Top Performance bieten. Casino Royale ist mit 38 Sekunden gerade noch akzeptabel, die Einlesezeiten der beiden anderen Blu-rays sind aber ebenso wenig zufriedenstellend wie die benötigten Zeiten der hier aufgeführten DVDs. Beim Betriebsgeräusch fällt die Wertung aber trotzdem noch positiver aus, weder Laufwerk noch Lüfter empfinden wir als störend. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Befriedigend.

Multimedia und Netzwerk

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Komplett-Anlage mit gedocktem iPhone

iPod

Die Wiedergabe von einem iPod ist sehr einfach und - bei korrekter Bedienung - nahezu frei von Hindernissen. Ganz einfach oben am Receiver aufgesteckt muss nur noch die iPod-Taste der FB gedrückt werden und die Anlage wird z.B. per Abschalten des BD-Players auf das Abspielen vom iPod vorbereitet. Dann wird das On Screen Display komplett abgeschalten, zur übersichtlichen Navigation kann nur das iPod-Display verwendet werden. Achtung: Kein Video-Output! Die Steuerung kann anschließend weiterhin über die FB der Yamaha MCR940 vorgenommen werden, hier werden jedoch die Play- und Navigationstasten im oberen Drittel verwendet und nicht das Navigationskreuz im unteren Bereich der Fernbedienung. Alle Audiodateien inklusive Podcasts werden wiedergegeben.

BD-Live

Nach Anbringen eines 16GB USB-Sticks ergab sich leider die Tatsache, dass die Yamaha MCR940 keine NTFS-formatierten Medien unterstützt. Durchweg ist die USB-Funktion leider auf BD-Live beschränkt, JPEG oder AVCHD-Wiedergabe kann nur über ein optisches Medium im Laufwerk erfolgen. Unser Austausch-USB-Medium im FAT32-Format wird aber sofort erkannt und der BD-Live Funktion steht nur noch die erfolgreiche Internetverbindung im Weg. Wer sein Netzwerk nicht über DHCP verwalten lässt muss hier manuell Parameter setzen. Sind alle Einstellungen getroffen erfolgt eine flotte BD-Live Verbindung, die Daten ohne weitere Verzögerungen auf den Stick lädt.

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Gut - sehr gut.

Test-Equipment

  • Panasonic TX-P65V10E
  • Onkyo BD-SP807

Klang

Akustisch konnte sich die kompakte Yamaha Pianocraft 940 ausgesprochen gut punkten - ganz gleich, ob CDs, BDs oder DVDs abgespielt wurden. Beginnen wir mit der CD-Wiedergabe: Nightwishs schnelles, hartes Stück "Master Passion Greed" kommt auch bei deutlich gehobenem Pegel noch ausdrucksstark zum Zuhörer. Dafür, dass als Lautsprechersystem lediglich 2 Regalboxen zur Verfügung stehen, ist die Basswiedergabe überragend. Der Bass kommt genau auf den Punkt, zudem kokettiert er mit Kraft und Volumen. Dass bezüglich des möglichen Tiefgangs keine Wunder zu erwarten sind, dürfte niemanden erstaunen - bei diesem Stück aber ist diese Tatsache auch eher sekundär. Insgesamt spielt die Yamaha MCR-940 ausgewogen und klar, die oberen musikalischen Ebenen werden gut auseinander differenziert. Der Hochtonbereich bleibt lange angenehm, wird aber bei hohen Lautstärken dann minimal spitz. Die Mitten gliedern sich tadellos ein und sind sauber durchstrukturiert. Verblüffend ist die enorme räumliche Wirkung - der Klang löst sich anstandslos von den beiden Lautsprechern und verteilt sich homogen im Raum - gerade für kleinere Lokalitäten zwischen rund 12 und etwas über 20 Quadratmeter eignet sich die Yamaha Pianocraft MCR-940 hervorragend. Bei "Bodies" von Robbie Williams setzt die edle Yamaha MCR-940 ihre persönliche Erfolgsstory fort: Mit Verve und Energie wird der Song in den Hörraum transportiert, die instrumentale und die vokale Grundebene kann stets klar unterschieden werden. Die Stimme von Robbie erscheint nur bei deutlich gehobenem Pegel dann zu schneidend, was die Gesamtharmonie dann herunter setzt. Doch für gnadenlose Pegelorgien ist ein solches System auch nicht geschaffen - eher fürs gepflegte Musikhören am Feierabend, und dazu eignet sich die "kleine" Yamaha Pianocraft MCR-940 vortrefflich. Im Gegensatz zu anderen 2.0 und 2.1 Lösungen klingt sie nie auswechselbar und oberflächlich, sondern baut immer ein natürliches Charisma auf, das den Zuhörer fesselt und so das Musikerlebnis intensiviert. Die umschließende Räumlichkeit ist auch bei diesem Beispiel prägendes und fokussierendes Merkmal. Der Bass neigt weder zum Verschmieren noch zum Dröhnen, sondern steht recht trocken, satt und präzise im Raum. Die instrumental dargebotenen Titelmelodie des 007-Streifes "Goldfinger" (gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra) wird mit der gebotenen Sensibilität und mit tadellosem Management der Dynamiksprünge dargeboten. Die Yamaha MCR940 belegt mit dieser Vorstellung eindrucksvoll, dass sehr gute Werte nicht nur bei der Grob- sondern auch bei der Feindynamik bei kompakten Stereolösungen auch auf der Tagesordnung sein können. Selbst komplexe Instrumente werden sehr präzise erfasst und mit kritikloser Charakterisierung dargeboten.

Den Filmliebhaber wird noch mehr die Leistungsfähigkeit bei der Filmtonwiedergabe interessieren. Um diese ermitteln zu können, musste sich unser Test-Kandidat mit der Blu-ray von "Stirb Langsam 4.0" (DTS-HD MA) auseinander setzen. Wir wählten das 5. Kapitel, in diesem kommt es zu einer erbitterten Schießerei zwischen McLane und den Schergen des erbarmungslosen Thomas Gabriel. Ein wenig muss man hier mit dem Lautstärkeregler aufpassen - zu laut sollte es nicht werden, denn dann ertönen die Schüsse etwas zu spitz und kreischend, das hat auch zur Folge, dass andere akustische Komponenten wie die Wiedergabe der Stimmen von McLane und Farrell untergehen und das gesamte Klangbild zu deutlich ins Schrill-Metallische kippt. Mit erhöhtem Pegel kann aber ohne Schwierigkeiten gehört werden - dann beeindruckt die Yamaha BD-Anlage mit räumlich dichtem Aufbau und einer tadellosen Präzision. Mit exaktem Timing kommen die Schüsse beim Auditorium an, und auch Kleinigkeiten wie das Wechseln des Magazins an McLanes Waffe, in unseren Test-Reihen immer wieder als Beispiel für die Einbindung kleinerer Effekte heran gezogen, arbeitet die MCR-940 gut heraus. Die Stimmwiedergabe erscheint ab und zu etwas zu distanziert und minimal blechern. Bei der Explosion des Feuerlöschers im Flur fällt auf, dass es unten herum an Substanz fehlt - doch bei Yamaha weiß man, was Cineasten wünschen: Natürlich befindet sich auf der Rückseite in Vorverstärkerausgang zum Anschluss eines aktiven Subwoofers, und als wir einen Teufel S 5000 SW zum Einsatz brachten, gab es zum Thema Tiefgang keine Diskussionen mehr. Präzise und linear wird der leistungsfähige Woofer angesteuert, und auch ohne echte Surroundboxen und ohne Center schafft die Yamaha MCR-940 so echte Kino-Atmosphäre. So gerüstet, macht auch "Casino Royale" (PCM Mehrkanalton) richtig Freude, und zwar von Beginn an: Die tobende Menge in der provisorischen Kampfarena besitzt Struktur und Ausdruckskraft, und der Music Score kommt mit Wucht und Prägnanz zur Geltung. Die anschließende Verfolgungsjagd zwischen 007 und dem dunkelhäutigen Bombenleger bringt unsere Yamaha Pianocraft mit Schwung und wieder mit sehr guter Räumlichkeit zur Geltung, als die Gasflasche auf der Baustelle detoniert, sind wir erstaunt, was an Wucht schon ohne aktiven Subwoofer geboten wird. Natürlich - schaltet sich der Teufel S 5000 SW mit dazu, ist noch deutlich mehr Spaß dabei, da Druck und vor allem Tiefgang merklich steigen. Gesamtnote in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.

Bild

Blu-ray

Casino Royale, Kapitel 1, 1080p24

Das zweite Kapitel des mittlerweile nicht mehr ganz aktuellen 007-Films beginnt mit einem1a-Kameraschwenk über die Kampfarena und einer sehr guten Plastizität in den äußeren Bildbereichen. Auch die flinken Handbewegungen während der Wetteinsätze setzt der Blu ray-Player ruckelfrei um. Die Grau- und Schwarztöne des verkohlten Holzbalkens sind sehr sauber differenziert und kontraststark. Die Verfolgungsjagd durch den Dschungel zeigt uns neben den flinken Bewegungen ein sattes Grün und ein stabiles Bildgeschehen. Nach dem Sprung über den Zaun und dem Durchbrechen der Barrikade mit dem Radlader sehen wir eine sehr gute und nicht übertriebene Farbgebung der rostroten Rohbaustelle. Die stabile Darstellung setzt sich in der Jagd nach oben fort und begeistert mit ausgezeichneter Tiefenstaffelung der Kranausleger vor dem Ozean.

Fluch der Karibik, Kapitel 1+2, 1080p24

Nicht nur das ruhige Bild gefällt an der kompakten Kompaktanlage, auch kleinere Details und Strukturen werden fein herausgearbeitet. Die Galionsfigur, klar dem Schiff vorweg, und die dahinterliegende Holzreling sind scharf und fein durchzeichnet, ebenso die Windsegel im Hintergrund, durch den Nebel hindurch etwas unscharf lassen sich die Verwaschungen und Alterserscheinungen deutlich erkennen. Die tadellose Detaildarstellung setzt sich in den Gesichtsnuancen der verschiedenen Protagonisten, u.a. Jack Sparrow in Kapitel 2, fort. Authentizität in den Hauttönen ist auch gegeben, ein leicht rötlicher Einschlag durch die Färbung der untergehenden Sonne auf Cpt. Sparrows Gesicht ist erkennbar. In der schwierigen Szene der drei aufgeknüpften Piraten kann der Player nicht ganz an die Eindrücke bei 007 heranreichen, liefert aber trotzdem ein sauberes Ergebnis. Probleme bei Kameraschwenks horizontal wie vertikal konnten wir nicht feststellen.

DVD

AVEC Professionel Test DVD, Videomaterial 576i -> 1080p

Laufende Schriften: Die Laufschriften vor verschieden farbigem Hintergrund werden sehr sauber und ohne Nachzieheffekte und Artefakte dargestellt, in der schnellsten Geschwindigkeit ist die Darstellung nicht mehr perfekt.
Schwingendes Pendel: Das Pendulum ist nicht ganz so präzise und klar wie die Laufschrift, aber noch mit gutem Ergebnis. Die Balken bleiben in der zweiten Geschwindigkeit differenzierbar und auch die Pendelspitze bleibt stabil.
Stadtbild Esslingen: Sehr gute Tiefenstaffelung und Plastizität wird aus dem eher schwachen SD-Material herausgearbeitet, auch die Detaillierung ist gut. Skalierungsartefakte und Rauschen an den Hausdächern hält sich in Grenzen.

Star Wars Episode III, Filmmaterial 576i -> 1080p

Die gelbe Laufschrift zu Beginn der Episode III wird läuft mit sattem Gelb sauber nach hinten ab, lediglich in der hinteren Ebene ist ein leichtes Verblassen der Farbe zu erkennen. Zahlreiche Sterne sind im Hintergrund des ruhigen Bildverlaufs zu erkennen. Der nächste Blick gilt dem imperialen Zerstörer, der abgesehen von leichtem Zittern an der Schiffsspitze sauber am TV abgebildet wird. Hohe Kontraststärke wird am schwach beleuchteten Heck des Raumschiffes deutlich. Das Abknicken der beiden kleinen Raumjäger in der folgenden Szene läuft ohne häßliches Zittern der Objektkanten ab und betont die gute Plastizitätsdarstellung im Blick auf Coruscant. Die Farben während des Kampfgeschehens und der laufenden Explosionen wirken nicht ganz so lebendig wie beim Ablaufen des Bildschirmtextes angedeutet, bleiben aber trotzdem authentisch und betonen nicht extrem den Video-Look.

Gesamtnote Bild in Relation zu Gerätekategorie und Preisklasse: Ausgezeichnet.

Konkurrenzvergleich

  • Pioneer BCS-FS500: Die preislich fair kalkulierte Pioneer 2.1 Lösung kommt bezüglich des Verarbeitungsniveaus trotz gefälliger Optik nicht an die Yamaha-Lösung heran. Hier merkt man den Mehrpreis schon. Auch klanglich zieht die für ihre Preisklasse hervorragende Pioneer BCS-FS500 den Kürzeren - obwohl die Yamaha MCR-940 "serienmäßig" keinen Subwoofer mitbringt. Die hochwertigen Yamaha-Boxen detaillieren aber besser, klingen dichter, souveräner und besitzen einen deutlich besseren Grundtonbereich. Was die visuellen Qualitäten betrifft: Hier trumpft die Pioneer BCS-FS500 groß auf und weist die Yamaha-Lösung, wenn auch knapp, in die Schranken. Was Einlesezeiten und Multimedia-Optionen angeht, sind beide Systeme keine Highlights.
  • Sony BDV-Z7: Der Mehrpreis gegenüber der Sony-Anlage ist gerade für anspruchsvolle Anwender beim Yamaha-Ensemble gut angelegt. Beim Bild herrscht Gleichstand, aber die Akustik der Yamaha MCR940 ist deutlich gepflegter, souveräner und klarer. Die Verarbeitungsgüte ist ein einer ganz anderen Liga angesiedelt. Zudem hat die Sony-Lösung kein integriertes oder mitgeliefertes iPod-Dock. Die Sony BDV-Z7 agiert allerdings schneller als die langsame Yamaha Pianocraft MCR 940 .
  • Samsung HT-BD7200: Optisch schick und prima ausgestattet, hat die 2009er Samsung Anlage unter den AV-Einsteigern viele Freunde gefunden. Klanglich und visuell aber muss sie sich der Yamaha MCR-940 geschlagen geben. Dafür sind die multimedialen Möglichkeiten der Samsung HT-BD7200 umfangreicher, und das Laufwerk arbeitet deutlich schneller. Die Verarbeitung wirkt im Vergleich mit der Yamaha MCR 940 einfach.

Fazit

Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test

Gelungene Design-Kombination

Während so manches 2.1 Komplettsystem optisch sehr progressiv daherkommt, hält sich Yamaha mit der MCR-940 Komplettlösung eher an den klassischen Stil und spricht damit auch ältere, konservativere Kunden an. Diese Zielgruppe werden auch die hervorragende Verarbeitung, die deutlich über dem liegt, was man ansonsten bei solchen Gerätschaften geboten bekommt, sehr zu schätzen wissen. Klanglich beeindruckt die Yamaha MCR940 absolut - gerade Feindynamik und Räumlichkeit sind deutlich besser als das, was man bei den meisten 2.0 und 2.1 Lösungen serviert bekommt. Wem Tiefgang und Nachdruck im Bassbereich nicht ausreicht, der kann an den vorhandenen Vorverstärkerausgang einen externen aktiven Subwoofer anschließen. Die visuelle Performance der Yamaha Pianocraft MCR-940 ist ebenfalls tadellos, die BD-Wiedergabe überzeugt mit guten Farben und ordentlicher Detailtreue, und auch die Upconversion von 576i Material gelingt sehr gut. Nachholbedarf zeigt die edle 2.0 Anlage allerdings in den Punkten Multimedia-Fähigkeiten und Laufwerksgeschwindigkeit. Eine Streamingfunktion und ein für mehr als nur BD Live zu nutzender USB-Eingang stehen auf unserer Wunschliste, und das leise Laufwerk sollte deutlich schneller einlesen. Zudem gibt es weder vorprogrammierte Bildfelder noch einen individuell

Yamahas MCR-940 überzeugt im Test optisch edel und audiovisuell stark - die Ausstattung ist aber leider etwas spärlich
Yamaha Pianaocraft MCR-940 (MCR940) -  Kompaktanlage im HIFI-REGLER-Test
Test 08. Juni 2010
2.0/2.1-Systeme obere Mittelklasse

+ Sehr gute Räumlichkeit
+ Tadellose Ausgestaltung des Grundtonbereiches
+ Feindynamisch überraschend gut
+ Homogenes und detailreiches BD-Bild
+ Saubere Upconversion von 576i Material auf 1080p
+ Exzellente Verarbeitung
+ iPod Dock integriert

- Kein Netzwerk-Streaming
- Träges Laufwerk
- Kein Video-EQ

Technische Daten: www.yamaha-online.de
Test:Carsten Rampacher, Jens Willershausen, Philipp Kind, alle AREADVD
08. Juni 2010

Verantwortlich für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2010 HIFI-REGLER, AREADVD
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