Yamaha NS-F500 bei AUDIOVISION im Test

AUDIOVISION (ab 3/07)
Yamaha NS-F500

2/2012

"In der Audiovision-Ausgabe 02/2012 auf den Seiten 59 bis 66 wurden fünf 5.1-Lautsprechersets im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...in den Standboxen verbleibt dem kompakten Tieftöner viel Luft zum Atmen, weshalb sie bis in den Tiefbassbereich mitspielen. Sie liefern einen ausgewogenen Frequenzgang und eine weite Abstrahlung. Die beiden Tief/Mitteltöner des Centers brechen dagegen unter seitlichen Winkeln im Mitteltonbereich ein. Außerdem erreicht die untere Grenzfrequenz hier nur rund 100 Hertz und macht eine entsprechende Anpassung der Tiefpassfrequenz im Subwoofer-Setup des Receivers erforderlich. In dieser Einstellung spielt der Subwoofer mit 34 Hertz Grenzfrequenz nicht so tief wie in der minimalen Tiefpasseinstellung, übernimmt aber den Brustton für den tonal etwas schlanker abgestimmten Center. So klingen die Stimmen der Raumschiff-Crew aus "Titan AE" sonor und präzise und auch nach hinten wandernde Schallereignisse von den Surroundboxen werden homogen eingebunden. Die berstenden Kristalle im Eisfeld wuchtet der temperamentvolle Subwoofer mit verblüffender Schnellkraft und Festigkeit mit bis zu 108 Dezibel ins Heimkino, lässt aber den wabernden Tiefbassteppich etwas zahmer und weniger bedrohlich wirken als mancher Konkurrent. Beim Livekonzert mit Dave Matthews und Tim Reynolds besticht das Ensemble durch die feine und nie aufgeblähte Darstellung von Gesang und akustischen Gitarren und durch eine fesselnde Räumlichkeit, die das begeistert mitgehende Publikum der Radio City Hall spürbar werden lässt..."

"...trotz ihrer eher zierlichen Optik liefern die beiden Standlautsprecher schon ohne Subwoofer ein erwachsenes Klangvolumen mit lockerem Bass- und Tiefbass und mit sehr feiner und offener Mittel/Hochtonwiedergabe. Nicht brachiale Gewalt, sondern Musikalität und dynamisches Feingefühl zeichnen die beiden Standboxen aus, die eine raue Marla Glenn ebenso authentisch ertönen lassen wie den zarten Gesang von Rebecca Pidgeon. Beim Schlussakkord mit dem Dallas Wind Symphony Orchester in "Fandango" überzeugt die tiefe Raumabbildung, selbst die große Kesselpauke kommt unverklemmt und schwungvoll beim Hörer an, sofern man mit der Lautstärke nicht übertreibt. Für mehr Wucht und souveräne Stabilität bei hohen Pegeln sorgt allerdings erst der Subwoofer, dessen brettsteife Pappmembran nicht nur ein festes Tiefbassfundament, sondern auch knochentrockenen Kickbass beisteuert..."

Bewertung:

+ natürlicher und stressfreier Klang
+ pegelfester Subwoofer
+ Frontboxen mit tief reichendem Bass
- Center bündelt und klingt etwas schlank

Fazit:

Bei vergleichsweise geringem Platzverbrauch überzeugt Yamahas Set durch seine Musikalität und die feine Auflösung, die Frontboxen spielen locker bis in den Tiefbass mit. Im Heimkino verblüfft der Subwoofer, der den etwas schlanken Grundton der Center- und Surroundlautsprecher aufpeppt und für unglaubliche Pegel gut ist.

Getestet wurde ein Surroundset bestehend aus 2 x Yamaha NS-F500, 1 x Yamaha NS-C500, 2 x Yamaha NS-B500 und 1 x Yamaha NS-SW500.