Yamaha RX-A2050 im Test bei Audiovision: Referenz

AUDIOVISION: Referenz

12/2015

In der Audiovision Ausgabe 12/2015 auf den Seiten 44 bis 47 wurde der Yamaha RX-A2050 AV-Receiver getestet.

Testauszug:
„… an fast allen Lasten liefert der Bolide Leistung satt, im Stereo-Betrieb bei 4 Ohm stolze 262 Watt und damit sogar 10 Watt mehr als der teurere RX-A3050. Auch im 5-Kanal-Betrieb erreicht der RX-A2050 mit 132 Watt pro Kanal (6 Ohm) in etwa die Werte des großen Bruders, nur bei 6-Ohm-Last und 7-Kanälen knickte die Leistung auch bei wiederholter Messung auf immer noch gute 72 Watt ein.
Die Songs unseres Dauergastes Steely Dan schob der Yamaha dann auch ungemein druckvoll und anspringend in den Hörraum, die leichtfüßige Art gefiel auf Anhieb. Mit viel Kraft kontrollierte der RX-A2050 die konturierten Bassläufe, so dass man den Lautstärkeregler immer noch etwas mehr nach rechts drehen möchte. Obenherum schälte der Yamaha mit kristallklaren Höhen Details mühelos heraus, die auch bei geringer Lautstärke nicht an Durchzeichnung einbüßten. Beim Dolby-Atmos-Trailer „Amaze“ setzte der Bolide die effektvolle Klangkulisse räumlich groß, plastisch und mit solch einer Basswucht in den Raum, dass wir den bis dahin deaktivierten Subwoofer gar nicht vermissten. Für moderate Kinoabende findet Yamahas Loudness-Schaltung „YPAO-Volume“ eine gute Balance aus Höhen und Bässen, nur bei Flüster-Pegeln dickte diese den Sound für unseren Geschmack etwas zu sehr im Grundton ein. Grob- und Feintuning lässt sich auch mit den 22 Raumklangprogrammen betreiben, die sich sogar individuell anpassen lassen. Löblich: Als einer der wenigen Atmos-Receiver bietet der RX-A2050 zusätzlich zum Dolby Surround Upmixer auch DolbyProLogic IIx sowie DTS Neo:6 um Stereo-Ton auf Mehrkanal-Klang aufzublasen.
Vor dem zweiten Hördurchgang samt Subwoofer bemühten wir die YPAO-Einmessautomatik, die unnötigerweise unsere vorderen Standlautsprecher bei 100 Hertz kappte. Die Pegel- und Distanzwerte wurden aber plausibel gewählt. So klang der „Amaze“-Trailer ausbalancierter und durchhörbarer, der 360-Grad-Vogelflug gelang präziser und räumlich geschlossener. Auch die Bässe drückten jetzt stärker. Von den drei Einmess-Kurven gefiel uns „Natürl.“ am besten, da sie Steely Dans flotten Rhythmen etwas mehr Grundton verpasste und mit nur leicht angehobenen Höhen für mehr Feinzeichnung sorgte. „Linear“ und „Front“ schallten in unserem Hörraum dagegen zu spitz bzw. weniger detailreich als „Natürl.“.
Auch im Stereo-Betrieb gefiel das zupackende Fundament gepaart mit hoher Durchzeichnung und großer Abbildung – egal ob bei HDMI-, S/PDIF oder Analog-Zuspielung. Im Pure Direct Modus musizierte der RX-A2050 rauschärmer als über „Straight“, was in der Praxis aber nur bei Lautstärken jenseits von Gut und Böse hörbar ist.

Bewertung:
+ kraftvoller, detailreicher Klang
+ hohe Leistungsreserven
+ DTS:X per Firmware-Update nachrüstbar
+ 4K-Videoverarbeitung mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2
- kein 7.1.4-Boxen-Setup möglich
- kein Auro-3D-Ton

Fazit:
Yamahas RX-A2050 wurde dank HDCP-2.2-Update fit für die UHD-Zukunft gemacht, mit Dolby Atmos und DTS:X sind zudem die wichtigsten 3D-Tonformate an Bord. Die Kraft des Boliden reicht auch für große Heimkinos aus. Nur am Atmos-Boxen-Setup sollten die Japaner noch etwas feilen.

Testurteil: sehr gut
Referenzklasse