Yamaha RX-A3020 bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

2/2013

"In der Audiovision-Ausgabe 2/2013 auf den Seiten 36 bis 38 wurde der Yamaha RX-A3020 getestet."

Testauszug:

"...im Messlabor wartet der Yamaha mit standesgemäßer Leistung auf, die selbst in riesigen Heimkinos eine dynamische Beschallung ermöglicht. Bei gleichzeitiger Auslastung von fünf oder sieben Endstufen - was in der Praxis eher selten vorkommt - liefert er je nach Boxenimpedanz eine Gesamtleistung zwischen 500 und 700 Watt. Dass unser Testmuster bei der Sieben-Kanal-Messung nicht ganz an die Werte des günstigeren RX-A 2020 herankommt, ist erwähnenswert, für den Hörtest aber irrelevant: Hier überzeugt der fantastische Schub, mit dem der 3020 bei hohen Pegeln die Atmosphäre knackig gemischter Rockkonzerte abbildet. Mit der Konzert-DVD von 3 Doors Down knallen Bassdrums und Bässe ohne hörbare Kompression in den Hörraum, zugleich bleibt der Gesang bei hohen Pegeln sauber und neigt nicht zur Kratzigkeit. Die extremen Tiefbassattacken im THX-Trailer "Amazing Life" zu Anfang der letzten "Indiana Jones"-Blu-ray stellen für den Yamaha ebenfalls kein Problem dar. Seine Fähigkeiten zur High-End-Musikwiedergabe stellte der Receiver im Zusammenspiel mit dem Blu-ray-Player BD-A1020 aus gleichem Haus eindrucksvoll unter Beweis: Bei einem qualitativ herausragenden Live-Mitschnitt des Budapester Festivalorchesters reproduzierte er den via HDMI angelieferten SACD-Mehrkanalton in höchster Klangqualität. Im zweiten Hördurchgang musste dann die Einmess-Automatik ihr Können zeigen. Sie schafft durch präzise Einstellung von Distanz, Pegel und Bassentlastungsfiltern die Voraussetzung für guten Klang - von den drei zur Verfügung stehenden Equalizer-Kurven überzeugt uns die Variante "Natürlich" am meisten. Diese sorgt dank etwas mehr Grundton und Präsenz für einen druckvolleren sowie transparenteren Klang, wobei die Korrekturen bei hohen Lautstärken etwas übertrieben wirken. Hier wäre eine Loudness-Funktion vorteilhaft. Die aufwändig an Originalschauplätzen eingefangenen Akustiksimulationen diverser Konzertsäle sind Geschmackssache: Puristen lehnen sie ab, weil sie die Akustik des eigenen Hörraums überlagern und in halligen Räumen zu einem diffusen Klangbild führen. Praktisch hingegen sind die Simulationen im Kopfhörer-Betrieb: Statt des trockenen Stereo-Downmix eines Films bringt der AV-Receiver einen Klangeindruck zu Gehör, der dem natürlichen Hören mit Lautsprechern ähnelt..."

"...die hämmernden Synthesizer-Bässe zu Anfang von "The Way You Make Me Fell" aus Michael Jacksons 1987 erschienenem Album "Bad" ertönen sowohl über HDMI als auch über den optischen Digitaleingang druckvoll, präzise und mit viel Groove. Dreht man die Lautstärke auf, was bei dem kraftvollen AV-Receiver wirklich Spaß macht, zeigen sich anhand der Hi-Hats allerdings kleine Unterschiede im Sound zwischen HDMI und optischem Eingang: Letzterer klingt etwas wärmer, während die über HDMI zugespielten Tonsignale ein wenig mehr Fahrt aufnehmen..."

Bewertung:

+ kräftiger, musikalischer und runder Klang
+ umfangreiche Audio-Konfiguration
+ viele Multimedia-Funktionen
+ nimmt 4k-Signale entgegen
+ Stromsparmodus
- komplexe Bedienung
- Bildschärfeverlust bei hochskaliertem Analog-Video
- hoher Stromverbrauch im Betrieb

Fazit:

Der neue Spitzen-Receiver von Yamaha überzeugt wie schon der Vorgänger durch erstklassige Ausstattung sowie den druckvollen und zugleich hochauflösenden Klang. Besondere Stärken sind die flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten beim Bass, die selbst unter schwierigen Bedingungen für optimalen Sound sorgen. Weniger gefallen hat uns das eher grobe Raster für die Entfernungseinstellung der Lautsprecher. Trotzdem ist der RX-A 3020 ein rundum überzeugender High-End-Receiver, der sicherlich viele Freunde finden wird.