Yamaha RX-A850 im Test bei Audiovision

AUDIOVISION (ab 3/07)

10/2015

In der Audiovision Ausgabe 10/2015 auf den Seiten 46 bis 60 wurden vier AV-Receiver im Vergleich getestet.

Testauszug:
„… bei der Leistungsmessung überrascht uns der Yamaha positiv: Während der Vorgänger wegen seiner mäßigen Power-Reserven bei gleichzeitiger Auslastung mehrerer Endstufen Punkte verschenkte, lässt sich das 2015er-Modell diesbezüglich nicht mehr von der Konkurrenz abhängen: Mit einer Gesamtleitung von über 500 Watt kann es auch in richtig großen Heimkinos unbeschwert aufspielen.
Die ausgewogen und dynamisch arrangierten Popsongs von Steely Dan reproduziert der Yamaha mit angenehmer Lebendigkeit und Detailtreue. Bassgewaltigen Filmton, wie die Explosion der Gasflasche zu Anfang von „Casino Royale“, steckt er ohne Spur von Kompression und Rauigkeit weg. Nur das Rockkonzert von 3 Doors Down klingt mit großen Frontboxen, kleinem Center und Surrounds sowie ohne Subwoofer-Unterstützung etwas schlank, was aber auch am Mastering der Dolby-Tonspur liegt.
Im zweiten Hördurchgang mit Einmessung waren wir überrascht, dass die Rockband trotz Subwoofer-Unterstützung noch immer zu dünn klingt – wie wir herausfanden, sorgte das Umstellen der Subwoofer-Phase im Menü für den notwendigen Druck, der sich nun bei allen Stücken einstellte. Die „Extra-Bass“-Funktion sollte man bei „klein“ definierten Boxen besser abgeschaltet lassen, da sie das Subwoofer-Ausgangssignal bei Frequenzen unter 40 Hertz leiser, dafür Bässe um die 60 Hertz lauter macht. Gedacht ist die Schaltung, um kleinen Woofern mehr Druck zu verleihen – hier wäre eine genauere Erläuterung der Funktionsweise wünschenswert. Mit der Frequenzgang-Entzerrung waren wir zufrieden: Während die YPAO-Modi „Natürlich“ und „Linear“ ein zu helles Klangbild erzeugten, konnten wir mit „Front“ gut leben: Die EQ-Kurve gleicht alle Boxen auf den Sound der Frontlautsprecher ab, was sich ausgewogen anhörte und für eine homogenere Räumlichkeit sorgte, indem sich die Boxen nun weniger im Klang unterschieden.
Bei Stereo überzeugte der Yamaha insbesondere im „Pure Direct“-Klangmodus, der Musik gegenüber dem „Direct“-Modus noch einen Hauch mehr Präzision und Rauscharmut entlockt. …“

Fazit:
Dolby Atmos, höhere Endstufenleistung und dank MusicCast mehr Streaming-Möglichkeiten zeichnen den RX-A 850 gegenüber seinem Vorgänger aus. Zum vollkommenen Glück fehlt eigentlich nur DTS:X.

Testurteil: sehr gut