Home-Cinema - Fachbegriffe kurz erklärt

(Carsten Rampacher, AREA DVD, Detlev Schnick, HIFI-REGLER)

update 07.Juli.2008

In unserem Lexikon finden sich Erklärungen für jede Menge Home-Cinema-Fachbegriffe. Allerdings muss man wissen, nach was man sucht und die Begriffe dann gezielt aufrufen. Immer wieder wurde gewünscht, die wichtigsten Begriffe auf einer Seite zusammenzufassen, um auch dem Home-Cinema-Einsteiger eine Art "Grundstudium" zu ermöglichen. Diesem Wunsch kommen wir jetzt nach und präsentieren Ihnen hier, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in alphabetischer Folge wichtige Fachbegriffe aus der Home-Cinema-Welt. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und die Erläuterungen sind bewusst in wenigen Sätzen gehalten, um den Rahmen eines Überblicks nicht zu sprengen. An vielen Stellen wird zur weiteren Vertiefung mit Links aufs Lexikon und verwandte HIFi-REGLER Specials verwiesen.

  • Academy Standard-Format - Filmformat mit einem Bildverhältnis von 1,85:1 

  • A/D-Wandler - Analog-/Digital-Wandler. Ein Bauteil in DVD-Playern und AV-Receivern, das analoge Signale in digitale Datenströme umwandelt. Gebräuchliche A/D-Wandler: 96 kHz/24-Bit, 192 kHz/24-Bit. Die kHz-Angaben bezeichnen die Samplingrate, die Bit-Angabe die Quantisierung.

  • Endstufe.

  • Aktivlautsprecher - Lautsprecher mit eingebauter Endstufe. Kann direkt an eine Vorstufe oder einen externen Decoder angeschlossen werden.

  • Anamorphe DVD - Beim Mastering der DVD wird das Bild von einer horizontal gestreckten Filmvorlage aufgenommen oder im nachhinein elektronisch gestreckt und mit einer Zeilenauflösung von 576 Zeilen (PAL) bzw. 480 Zeilen (NTSC) auf DVD transferiert. Vorteil: Alle 576/480 Bildzeilen können ausgenutzt werden. Die Bildqualität ist nicht zuletzt deswegen deutlich besser, da wegen des geringeren Zeilenabstands die Zeilenstruktur des Bildes schwerer auszumachen ist. Um auch wirklich den Vorteil der hohen Bildauflösung nutzen zu können, ist es wichtig, dass auch der DVD-Spieler das anamorphe Bild von der DVD korrekt ausgibt. Jeder Player hat einen Menüpunkt im Setup, unter dem man das Bildformat einstellen kann - wird ein 16:9-Fernseher verwendet, muss diese Einstellung auch dort getroffen werden. Denn wenn der DVD-Player auf 4:3 eingestellt ist, rechnet der DVD-Player das anamorphe Bild für die Darstellung auf einem 4:3-Fernseher um, indem das Bild von der Videoelektronik des DVD-Players wieder zusammengestaucht und jede vierte Bildzeile entfernt wird. Zum Schluss fügt die Elektronik ober- und unterhalb des Bildes wieder schwarze Balken ein. Das endgültige Ergebnis dieser Prozedur ist ein normales Letterbox-Bild.

  • Artefakt - Digital verursachte Bildstörung, erkennbar an kleinen Blockmustern. Kann bei einer DVD von einer qualitativ schlechten MPEG2-Videokompression herrühren - hier spricht man dann von Kompressionsartefakten. Der Begriff Artefakt wird in der Home-Cinema-Technik auch bei Tonstörungen verwendet, wenn die Ursache erkennbar in Fehlern des digitalen Datenstroms zu suchen ist.

  • AV-Verstärker - AV steht für Audio/Video und stammt aus der Zeit, als Home-Cinema-Verstärker gegen Stereo-Verstärker abzugrenzen waren. Ein AV-Verstärker - genau genommen ein AV-Vollverstärker - besteht im wesentlichen aus einer Vorstufe mit Decoder und mehreren eingebauten Endstufen (z.B. 5, 6 oder 7) für den Home-Cinema-Betrieb. Ist jedem Kanal eine eigene Endstufe zugeordnet, spricht man von diskreten Endstufen. Ein AV-Receiver hat zusätzlich zu einem AV-Verstärker einen eingebauten Radio-Tuner.

  • Back Surround-Lautsprecher, auch Back Center - Üblich bei Extended Surround-Systemen. Eine zusätzliche Box oder zwei zusätzliche Boxen werden räumlich gesehen hinter dem linken/rechten Surround-Lautsprecher zentriert an der Rückwand des Home-Cinema-Raums positioniert.

  • Bassmanagement - ein Feature bei AV-Receivern / -Verstärkern und DVD-Playern mit internem Decoder. Es soll, abhängig von der Lautsprechergröße und der Verwendung oder Nichtverwendung eines aktiven Subwoofers, stets durch eine entsprechende Signalumleitung eine optimale Bassqualität sichern. 

  • Bitrate - Datenrate z.B. einer DVD. Die Bitrate sagt aus wie schnell Bits über eine digitale Datenleitung transportiert werden. Gemessen in Bits pro Sekunde, Abk. bps (Bits per Second) bzw. Mbit/s (= 1 Mio. bps) oder baud. Eine CD überträgt im Standard die Daten mit 1,4 Mbit/s, eine DVD mit 11,08 Mbit/s. Je größer die Bitrate, desto mehr Bildinformationen können realitätsnah dargestellt werden.

  • Bitstream - So wird der digitale Datenstrom genannt, der bei einer Dolby-Digital- oder DTS-Übertragung vom DVD-Player zum AV-Receiver oder -Verstärker übertragen wird.

  • Cinemascope-Format - Bildformat mit dem Bildseitenverhältnis von 2,35:1 

  • D/A-Wandler - Digital-/Analog-Wandler, wandelt einen digitalen Datenstrom in analoge Signale. Gebräuchliche D/A-Wandler: 96 kHz/24-Bit, 192 kHz/24-Bit.

  • Decoder - Bauteil im AV-Receiver oder DVD-Player, das den Dolby-Digital- oder DTS-Bitstream "entschlüsselt" und für die weitere Verarbeitung nutzbar macht. Neben den Daten der Video-DVD kann ein Decoder z.B. auch DVD Audio-, SACD- oder MP3-Daten decodieren.

  • Digitaleingang / Digitalausgang - Zuständig für die digitale Datenübertragung. Die "klassischen" Varianten: (1) Optischer oder TOS-Link Digital-Eingang/-Ausgang. Hier wird das elektrische Signal für die Übertragung in ein optisches gewandelt und am Zielgerät wieder in ein elektrisches Signal zurückgewandelt. (2) Koaxialer oder elektrischer Digital-Eingang/-Ausgang: Signalübertragung auf elektrischem Wege. Bei diesen klassischen Arten können max. Daten im 96 kHz/24-Bit 2-Kanal-Format versendet werden - mehr nicht. Eine größere Datenmenge kann mittels neuer, digitaler Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen wie i.link, DenonLink oder HDMI übertragen werden.

  • Dipol-Lautsprecher - Lautsprecher-Box, die zur Erzeugung eines diffusen Klangbildes den Schall in einem bestimmten Abstrahlwinkel phasenversetzt nach vorne und nach hinten abgibt. Gebräuchliches Arbeitsprinzip bei Lautsprechern für den Surround- und Back Surround-Betrieb.

  • Direktabstrahlender Lautsprecher - Lautsprecher-Box, die den Schall direkt in einem normalen Abstrahlwinkel nach vorne abgibt.

  • Dolby Digital> - Digitales Mehrkanal-Tonkomprimierungs-Verfahren der Dolby Laboratories. Konkurrent: DTS von Digital Theater Systems.

  • Dolby Digital 5.1 - Dolby Digital in der "klassischen" Kanal-Anordnung: Zwei diskrete Vollfrequenzkanäle für die Hauptlautsprecher, ein diskreter Vollfrequenzkanal für den Center, zwei diskrete Vollfrequenzkanäle für die Surroundlautsprecher und ein auf den tieffrequenten Bereich limitierter Basskanal (LFE-Kanal), der mit einem +10 dB höheren Pegel aufgenommen ist als der Rest der Kanäle

  • Matrix im Decoder des AV-Receivers erzeugten Back Surround Kanal (Der Back-Surround-Kanal auf der DVD nicht als diskreter Vollfrequenzkanal abgespeichert!). Wird mitunter auch als 6.1-Tonsystem bezeichnet.

  • Dolby Pro Logic - Analoges, matrix-basiertes Vierkanal-Surround-Encodierungs-/Decodierungsverfahren. Nur frequenzlimitiertes Mono-Signal für die Surround-Lautsprecher.

  • Dolby Pro Logic II - Weiter entwickelter Decoder, der z.B. ohne Frequenzlimitierung und mit besserer Kanaltrennung für den Surround-Bereich arbeitet. Mit unterschiedlichen Programmen für Musik und Filme. Ausführlich erklärt im HIFI-REGLER Special Dolby ProLogic 2.

  • DLP-Projektor - Videoprojektor, der nach dem von Texas Instruments entwickelten Digital Light Processing-Prinzip arbeitet. Im Gegensatz zu LCD-Projektoren werden hier keine LCD-Panels durchleuchtet, sondern das Bild wird von winzigen Spiegeln reflektiert. Dies ergibt eine wesentlich höhere Lichtausbeute als bei einem LCD-Projektor. Im Inneren befinden sich ein bis drei Spiegelpanels, die aus hunderttausenden von mikroskopisch kleinen Spiegeln bestehen, die alle einzeln ansteuerbar sind. Die drei Bilder werden wiederum zu einem einzigen Bild gebündelt und verlassen den Projektor durch ein einziges Zoom-Objektiv.

  • DSP-Programme / DSP-Technik - Digitale Klangprogramme, mehr oder minder aufwändig programmiert, sollen eine Steigerung des Hörvergnügens mit sich bringen. Meist sind diese Programme auf eine spezielle Nutzung ausgelegt (z.B. DSP-Programm: "Jazz", "Stadium" oder "Concert Hall". In der Praxis ergeben sich nicht selten aufgrund der unzureichenden Programmierung sogar klangliche Nachteile. Aufwändig programmierte DSPs können aber durchaus eine deutliche Klangverbesserung erzielen.

  • Datenkomprimierungs-Verfahren, gleichermaßen eingesetzt für kommerzielle Kinofilme und für den Home-Cinema-Bereich. Der wesentliche Unterschied ist das Encoding. DTS verwendet eine wesentlich geringere Datenreduktion und übertragt mit einer höheren Datenrate. Mehr dazu: DTS.

  • DTS 5.1 - DTS in der "klassischen" Kanal-Anordnung: Zwei diskrete Vollfrequenzkanäle für die Hauptlautsprecher, ein diskreter Vollfrequenzkanal für den Center, zwei diskrete Vollfrequenzkanäle für die Surroundlautsprecher und ein auf den tieffrequenten Bereich limitierter Basskanal.

  • DTS lizenzierten Matrix-Decoder für den Back-Surround-Bereich.

  • DTS ES Discrete 6.1 - diskreten Vollfrequenzkanal (Übertragungsbereich 20 Hz bis 20 kHz). Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu Dolby Digital EX.

  • DTS ES Matrix 6.1 - Das "offizielle" Extended Surround-Format von DTS. Im Gegensatz zu Matrix mit höher entwickelter Kanaltrennung.

  • DTS 96/24 - Tonformat für DTS-DVDs, 96 kHz/24-Bit. Gesteigerte Tonqualität gegenüber normaler 48 kHz/24-Bit-DVD. Die kHz-Angaben bezeichnen die Samplingrate, die Bit-Angabe die Quantisierung.

  • DTS Neo:6 - Matrix für den Surround-Bereich. 2 Programme für Musik und Filme. DTS Neo:6 ist schon etwas länger am Markt und gilt daher klanglich nicht mehr ganz "up-to-date".

  • DVD - Digital Versatile Disc. Mehr dazu unter: DVD

  • DVD Video - So werden die "Film-DVDs" genannt, zur Unterscheidung von z.B. DVD-Audio.

  • DVD Audio - Praktisch nur für Toninformationen genutztes High Quality-Format mit verlustfreier Datenkomprimierung nach dem MLP (Meridian Lossless Packing)-Verfahren. DVD Audio sollte eigentlich das betagte CD-Format ablösen, doch bleibt fraglich ab wann sich DVD Audio durchsetzen wird, denn es wird kaum Software (d.h. Musikaufnahmen) für dieses Format produziert. Typische Konfigurationen: 96 kHz/24-Bit 6-Kanal oder 192 kHz/24-Bit 2-Kanal. Wer mehr wissen will: HIFI-REGLER Special zu DVD-Audio ...

  • DVD-RAM / DVD-R / DVD-RW / DVD+R / DVD+RW - Verschiedene Formate für einmalig oder mehrmals wiederbeschreibbare DVDs. Noch hat sich kein Format eindeutig durchgesetzt. Einmal beschreibbare DVD-Rs laufen in fast jedem DVD-Spieler.

  • DVI (Digital Visual Interface) - Über DVI wird entweder ein analoges oder digitales Bildsignal übertragen. Eine Tonübertragung ist nicht möglich. Weitere Infos über DVI.

  • Mastering von DVDs zum Einsatz. Gegenstück ist der Decoder, der die Signale wieder entschlüsselt. Kommt z.B. beim Mischen von digitalen Mehrkanaltonformaten (Dolby Digital, DTS, etc.) oder auch beim Erzeugen von Dolby ProLogic zum Einsatz. Nicht nur beim Ton, sondern auch beim Bild, wenn der analoge Kinofilm auf eine DVD gemastert wird, kommt ein MPEG-2-Video-Encoder zum Einsatz.

  • FBAS- / Composite-Video - Ein Übertragungsverfahren für Videosignale, das jedes Bildausgabegerät verstehen sollte. Nachteil: Bei Composite / FBAS werden die Farb- und Helligkeitsanteile des Bildes nicht getrennt übertragen, dies bringt deutlich erkennbare Defizite in der Bildqualität gegenüber anderen Bildsignal-Übertragungsarten (Komponenten- (YUV), S-Video- (Y/C) oder RGB-Anschluss).

  • Flankensteilheit - Ein wichtiger Begriff im Zusammenhang mit der Technik der Frequenzweiche. Beim Erreichen ihrer Grenzfrequenz dämpft die Frequenzweiche die Signalanteile, die nicht mehr durch sie geschleust werden sollen, ab. Wie stark diese Dämpfung ist, hängt von der jeweiligen Filterauslegung ab. Jeder Tiefpass- oder Hochpassfilter besteht aus verschiedenen Baugruppen, deren Anzahl die Ordnung und die Stärke der Signaldämpfung, die Flankensteilheit, festlegt. Jedes sogenannte komplexe Bauelement (Induktivitäten, Kapazitäten) verstärkt die Dämpfung um 6 dB pro Oktave, das heißt ein Filter 1-ter Ordnung (ohne vorgeschaltetes anderes Bauelement) besitzt eine Flankensteilheit von 6 dB pro Oktave, ein Filter 2-ter Ordnung dann folgerichtig eine Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave.

  • HDMI (High Definition Multimedia Interface) - Über HDMI werden Bild- und Tonsignale digital übertragen. Auflösungen bis 1080p (Full-HD) sind möglich. Lesen Sie dazu auch unseren Eintrag: HDMI-Lexikon

  • Impedanz - In der Einheit Ohm angegebener Stromwiderstand. Bei Lautsprechern kann aus dem Ohm-Wert geschlossen werden, wie stark ein Lautsprecher den Verstärker in Abhängigkeit zu dessen Ausgangsimpedanz (Innenwiderstand, gibt den Stromwiderstand an, der am Lautsprecherausgang eines Verstärkers anliegt) belastet. Ein Verstärker, der z.B. eine Ausgangsimpedanz von 8 Ohm hat, wird beispielsweise von Lautsprechern mit nur 2 Ohm Impedanz sehr stark belastet. Daher sind Verstärker mit niedriger Ausgangsimpedanz von Vorteil, da diese Verstärker auch 2- oder 4-Ohm-Lautsprecher mit hohen Stromstärken versorgen können. Besondere Anforderungen an die Hochstromfähigkeit des Verstärkers stellt beispielsweise die THX Ultra Norm. Übliche Impedanzwerte sind 4, 6 oder 8 Ohm. 

  • Interlaced- oder Zeilensprung-Verfahren -Hier werden abwechselnd die geraden und die ungeraden Bildzeilen von links nach rechts angesteuert. Jedes Einzelbild wird aus zwei Halbbildern zusammensetzt: Das Bildausgabegerät, das so arbeitet (herkömmlicher TV), zeigt nicht das ganze Bild auf einmal, sondern zunächst ein Halbbild mit den geraden Zeilen und anschließend ein zweites Halbbild mit den ungeraden Bildzeilen. Durch die Schnelligkeit der Bildwiederholfrequenz nimmt das menschliche Auge die Tatsache, dass sich ein Vollbild aus 2 Halbbildern zusammensetzt kaum wahr. Aber: Besonders bei großen Bilddiagonalen stört die gut sichtbare Zeilenstruktur eines Interlaced-Bildes. 

  • Komponenten- / YUV-Video - YUV, auch Component genannt ist das originäre Format, in dem das Videobild auf der DVD gespeichert ist. Dieses Signal setzt sich aus Farbdifferenzsignalen zusammen. Der Anschluss via YUV ermöglicht eine hervorragende Bildqualität und eröffnet die Möglichkeit für die Progressive Scan-Bildsignalausgabe. 3 speziell für den Videoeinsatz vorgesehene (75 Ohm Wellenwiderstand) Cinchkabel stellen die YUV-Verbindung dar.

  • Laufzeitanpassung (Delay Time) - Ein Einstell-Parameter am AV-Receiver, der dafür sorgt, dass das Tonsignal, wenn die einzelnen Boxen einen unterschiedlichen Abstand vom Hörplatz haben, bei 5.1- / 6.1- / 7.1-Lautsprechersystemen an jedem Lautsprecher zeitgleich ankommt.

  • Layerwechsel - Eine DVD-9 (die meist gebräuchliche DVD-Technik für die Speicherung von Spielfilmen) ist eine DVD, bei der sich zwei Schichten (=Layer) auf einer einzigen DVD-Seite befinden. Nachdem der Laser des DVD-Players den ersten Layer komplett ausgelesen hat, muss sich der Laser (Laserabtasteinheit) umfokussieren, um am Beginn des zweiten Layers wieder einsetzen zu können. Dieser Layerwechsel macht sich bei vielen DVD-Playern durch ein Stehen bleiben des Bildes und einen hörbaren Tonaussetzer bemerkbar, besonders dann, wenn der Layerwechsel auf der DVD ungünstig (z.B. mitten in einer Szene) platziert ist. Je nach DVD-Player-Modell kann das Stehen bleiben des Bildes und der Tonaussetzer unterschiedlich lang ausfallen. Möchte man den Layerwechsel hardwareseitig praktisch unsichtbar machen, braucht der DVD-Player einen ausreichend dimensionierten Pufferspeicher (zum Daten speichern während der Umfokussierung) und ein Laufwerk mit hoher Auslesegeschwindigkeit.

  • LCD-Projektor - Projektionsverfahren, bei dem LCD-Panels von einer starken Halogenlampe durchleuchtet werden. Das Bild wird anschließend zusammengebündelt und verlässt den Projektor durch ein einziges (Zoom-)Objektiv.

  • Linedoubler - Externes oder im Video-Projektor eingebaute Elektronik-Komponente, welche die Zeilenanzahl des angelieferten Bildsignals verdoppelt und so die Bildqualität verbessert. 

  • Logic 7 - Von Harman/Lexicon entwickeltes System zur effektiven Surround-Darstellung auch von Stereo- oder Dolby-ProLogic-Material. Verschiedene Programm- und Konfigurationsarten. Mehr zu Logic 7 im HIFI-REGLER Special zu Surround ...

  • Maximalbelastbarkeit / Musikbelastbarkeit / Short-Term-Power - Umschreibt diejenige kurzfristige (max. 2 Sekunden) Impulsbelastbarkeit, die der Lautsprecher ohne Schäden am Material bewältigen kann. Die Wiedergabequalität soll dabei nicht nachhaltig beeinträchtigt werden.

  • MP3 -Verfahren, das Audiodaten sehr stark komprimiert. Somit können auf einer CD eine Vielzahl von MP3-Tracks untergebracht werden. Um die Übersichtlichkeit zu erleichtern, kann bei der Erstellung einer MP3-CD eine Ordnerstruktur erzeugt werden. Fast alle auf dem deutschen Markt befindlichen DVD-Player der aktuellen Generation können MP3-CDs lesen, nur bei den vielseitigen MP3-Zusatzfunktionen gibt es große Unterschiede. Kaum ein DVD-Player unterstütz alle Funktionen.

  • Nennbelastbarkeit - Die in Watt angegebene Nennbelastbarkeit des Lautsprechers gibt an, welche elektrische Leistung der Lautsprecher im Dauerbetrieb aufnehmen kann. Die Nennbelastbarkeit ist nach DIN-Norm exakt festgelegt. Mit einem speziellen Rauschsignal im 1-Minuten-An- / 2-Minuten-Aus-Takt über einen Zeitraum von 300 Stunden wird die Nennbelastbarkeit ermittelt. Der Rhythmus des Rauschsignals (Rosa Rauschen / Pink Noise) soll ein typisches Musikprogramm simulieren, hohe Frequenzen sind allerdings weitaus schwächer vertreten als tiefe.

  • Oktave - Der musikalische Abstand zwischen einer Frequenz und dem doppelten dieser Frequenz. Der Bereich des menschlichen Gehörs, in dem Töne wahrgenommen werden, liegt etwa zwischen 20 Hz und 20 kHz (bei einem Baby bis 20 kHz, bei einem erwachsenen Menschen bis 16 kHz) und umfasst somit 10,5 Oktaven.

  • PCM - Pulse Code Modulation, codierter Datenstrom, der anfällt wenn analoge Toninformationen in digitale Signale umgewandelt werden.Das PCM-Verfahren erfasst zu bestimmten Zeiten den Momentanzustand des analogen Ausgangssignals, stellt also keine 1:1-Übernahme des Ursprungssignals dar. Dies führt dazu, dass das Signal nicht völlig unverfälscht und originalgetreu wiedergegeben wird. Aber die Zeitabstände, in denen die Erfassung des analogen Signals vorgenommen wird (Samplingrate gemessen in kHz), kann fast beliebig kurz gewählt werden, was dazu führt, dass eine immer exaktere Reproduktion des analogen Ausgangssignals möglich wird. Der zweite Parameter, der die Qualität des Digitalsignals bestimmt, ist die Quantisierung (auch Wortbreite oder Auflösung genannt, gemessen in Bit). Die CD verwendet reine PCM-Samples, zudem sind PCM-Samples die Basis für das Dolby-Digital-, DTS- oder DVD-Audio-Encoding.

  • Pixel - Auch Bildpunkt. Kleinstes Bildelement bei digitalen Projektionssystemen und Displaypanels. Je höher die Anzahl der Pixel, desto feiner, schärfer und detailreicher ist i.d.R. die mögliche Bildauflösung.Ein Bild nach der Computernorm S-VGA hat z.B. 800 x 600 Pixel, besteht also aus 480.000 Bildpunkten.

  • Pixelfehler - Tritt z.B. bei LCD-Projektoren und LCD- / Plasma-Bildschirmen auf. Ein oder mehrere Pixel sind farblich falsch (z.B. das Bild ist blau, aber 2 Pixel leuchten rot).

  • Pre-Outs - Vorstufen-Ausgänge am AV-Receiver oder AV-Verstärker, über die externe Endstufen angeschlossen werden können.

  • Progressive Scan - Auf einer DVD, deren Inhalt von einem Kinofilm stammt, ist der Film in einzelnen Vollbildern gespeichert (auf einer DVD mit Material, das aus TV- oder Videoproduktionen stammt, im Interlaced- oder Zeilensprung-Verfahren). Progressive Scan ermöglicht die Bildausgabe aus dem DVD-Player im Vollbildverfahren (via Komponenten- (YUV-) an Cinch-Ausgängen oder am VGA-Ausgang).

  • Rauschfilter - In DVD-Playern eingebauter Filter, der Bildrauschen im Gesamten mindern soll. Meist in mehreren Stufen schaltbar. Um einzelne Arten von Bildrauschen gezielt zu bekämpfen, verfügen hochwertige DVD-Spieler zusätzlich über dedizierte Filter z.B. gegen Blockrauschen oder sogenanntes "Moskito Noise".

  • RGB - Ein via RGB angeschlossener DVD-Player gibt das Bild direkt so aus, wie es die Bildröhre im TV oder Röhrenprojektor auch zusammensetzt. Nämlich in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Somit kann das Bild über den entsprechenden Ausgang (RGB-beschaltete Scart-Buchse) ohne große Umwege direkt und ohne vermeidbare Qualitätseinbußen an das Bildausgabegerät weitergeleitet werden.

  • Röhrenprojektor - Die "klassische" Projektorenart, drei separate Bildröhren (Rot, Grün, Blau) erzeugen das Bild. Wichtig bei der Bildeinstellung: Die Konvergenz (Deckungsgleichheit der Farben).

  • SACD - Digitales Aufzeichnungsverfahren für Musik, das gegenüber dem CD-Standard erheblich weiterentwickelt wurde. SACD wurde von Sony und Philips initiiert und war als Ablösung des in die Jahre gekommenen CD-Standards gedacht. Leider hat die Musikindustrie bislang kaum Software für SACD entwickelt. Verständlich, denn z.T. einmalige Musikaufnahmen müssen aufs Neue aufgenommen und eingespielt werden. Konkurrenz zu SACD ist DVD-Audio. Ausführlichere Beschreibung: SACD.

  • SPL (Sound Pressure Level) genannt. Umschreibt den von den Lautsprechern erzeugten Lautstärkepegel. Der SPL wird in Dezibel (dB) bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 Meter Entfernung gemessen.

  • Smart Circle Surround / Circle Surround II - Surround-Aufpolierer, bei Circle Surround II mit verbesserter Matrix, Film- und Musikprogramm, dem Bassverstärker "TruBass" und diversen Einstellmöglichkeiten.

  • Subwoofer - Basslautsprecher, aktiv oder passiv. In der Home-Cinema-Welt Standard ist der aktive Subwoofer mit eingebauter Endstufe.

  • Subwoofer-Übernahmefrequenz - Ein am Subwoofer einstellbarer Wert, der bestimmt, unterhalb welcher Frequenz der Subwoofer die Basswiedergabe übernimmt. Beispiel: Bei einer Übernahmefrequenz von 100 Hz übernimmt der Subwoofer alle Tonfrequenzen, die unterhalb von 100 Hz liegen.

  • SVCD< - Super Video CD. Bietet eine weitaus bessere Bildqualität als die VCD. Extrem viele Erstellungsmöglichkeiten. Vorsicht: Nur sehr nah am SVCD-Standard (siehe vcdhelp) liegende Discs können von vielen (nicht von allen) DVD-Playern abgespielt werden.

  • S-Video - auch S-VHS-Video genannt. Hier werden die Helligkeits- (Y) und Farbanteile (C) des Bildes getrennt übertragen. Deshalb wird S-Video auch Y/C genannt. Bei DVD-Player kann die Scartbuchse in vielen Fällen S-Video-Signale ausgeben, ansonsten steht für die Ausgabe dieser Signalart der sogenannte Hosiden-Anschluss zur Verfügung.

  • Teilaktiver Lautsprecher - Lautsprecher-Box, die z.B. einen passiven Hoch- und Mitteltöner, aber ein aktives Bassmodul hat. D.h. das Bass-Chassis wird von einer im Lautsprecher eingebauten Endstufe angetrieben.

  • Testbilder - Spezielle Bilder, die sich besonders dazu eignen, die Bildgüte und die Qualität zu prüfen und ggf. mittels Bildjustage an Bildausgabegeräten und am DVD-Player zu überprüfen. Ein gutes Beispiel ist die Heimkino Referenz DVD.

  • Testton - Tonsignal, welches jeder einzelne Lautsprecher einer Home-Cinema-Anlage bei der Kalibrierung von sich gibt. Meist wird dazu das genormte Rosa Rauschen / Pink Noise verwendet. Eine Surroundanlage ist dann richtig eingestellt, wenn jeder Lautsprecher am Hörplatz gleich laut erscheint. Wer sich nicht auf den im AV-Receiver/-Verstärker verbauten Testtongenerator verlassen möchte, kann die Anlage mit Hilfe eines Pegelmessgeräts einpegeln.

  • THX - Von Lucasfilm entwickeltes Verfahren zur Steigerung der akustischen Performance von Kinos. Nur von THX Lucasfilm aufwändig (und teuer) zertifizierte Kinos dürfen mit dem THX Signet werben. Davon abgeleitet wurden die THX-Standards THX Selct, THX Ultra und THX Ultra II für Home-Cinema-Komponenten entwickelt.

  • THX Home - Wird verwendet um die THX-Norm für's kommerzielle Kino von der für's Home-Cinema zu unterscheiden. Bei THX Home wird die Akustik von Kinofilmen so optimiert, dass entscheidende Parameter den Voraussetzungen einer typischen Home-Cinema-Anlage entsprechen (z.B. weniger Boxen als im Kino, Höhenanpassung nötig). Dabei kommt im AV-Receiver ein THX-eigener Prozessors zum Einsatz, der dem eigentlichen Decoding nachgeschaltet die weitere Optimierung übernimmt. Produkte, die den THX-Richtlinien entsprechen sollen, werden von THX überprüft und anschließend zertifiziert. Dies können Lautsprecher, DVD-Player, AV-Receiver oder Kabel sein und neuerdings verstärkt auch Software (DVDs).

  • THX Select -"Einfache" THX-Norm mit im Unterschied zu THX Ultra geringeren Ansprüchen an die Performance des Equipments. Für kleine bis mittlere Home-Cinema-Hörräume geeignet.

  • THX Surround EX - Extended Surround-Tonformat von THX. THX Surround EX schreibt zwei Lautsprecher für den Back-Surround-Betrieb vor.

  • THX Ultra - Die uspründliche THX-Home-Norm - bevor THX Select als zusätzliche Variante eingeführtwurde. THX Ultra stellt höhere Ansprüche an die Performance des Equipments und ist von THX Lucasfilm für die Beschallung größerer bis großer Home-Cinema-Hörräume vorgesehen.

  • THX Ultra II - Bisher neueste THX-Norm. Sie ist speziell für 7.1-Systeme ausgelegt und bietet Musik- und Filmwiedergabe jeweils eigene Programme. Besonders eignet sich THX Ultra II für die akkurate Wiedergabe von 5.1-Material über eine 7.1-Konfiguration. Darüber hinaus enthält THX Ultra II verschärfte Anforderungen an das Profil des aktiven Subwoofers innerhalb einer Home-Cinema-Konfiguration.

  • Twin Laser Pickup - Wenn DVD-Player eine jeweils eigene, getrennte Lasereinheit für CD- und DVD-Betrieb aufweisen so spricht man von Twin Laser Pickup.

  • Video D/A-Wandler - auch Video DAC genannt. Der DAC ist für die Rückwandlung der digitalisierten Videodaten der DVD in analoge Videosignale zuständig, denn nur solche können letztlich visuell dargestellt werden. Gebräuchliche Werte für Video-D/A-Wandler: 10 Bit/27 MHz, 10 Bit/54 MHz, 12 Bit/108 MHz. Dabei stellt - ähnlich wie bei der Audio-Digitalisierung - die MHz-Angabe die Samplingfrequenz dar und die Bit-Angabe die Quantisierung dar.

  • Video-Equalizer / Video-EQ - In vielen Fällen nützliches Feature im DVD-Player, das über diverse Einstell-Parameter eine individuelle Bildanpassung ermöglicht.

  • Video-Signalwandler - Wird z.B. in einigen hochwertigen AV-Verstärkern/Receivern verbaut. Ein Video-Signalwandler kann z.B. ein S-Video- in ein HDMI-Signal wandeln.

  • Vollfrequenzkanal - Bei Dolby-Digital oder DTS ist dies diskreter Kanal mit einem Frequenzspektrum von 20 Hz bis 20 kHz. Im Unterschied dazu ist der Surround-Kanal von Dolby Surround in der Frequenz limitiert.

  • Wirkungsgrad - siehe auch SPL. Das Verhältnis von zugeführter elektrischer Leistung zur abgestrahlten akustischen Leistung beschreibt den Wirkungsgrad. Die elektrische Leistung (in Watt), die ein Lautsprecher aufnimmt, wird, wie schon weiter oben beschrieben, nur teilweise in Schall umgewandelt. Der größere Teil wird in Wärme transferiert oder geht durch Reibungsverluste verloren. Der Wirkungsgrad wird in Dezibel (dB) angegeben, gemessen in 1 Meter Entfernung und bei 1 Watt Eingangsleistung. In der Praxis hat der Wirkungsgrad eines Lautsprechers eine beträchtliche Relevanz, denn bei gegebener Leistungsaufnahme oder Belastbarkeit hängt der erreichbare Maximalpegel eines Lautsprechers von dessen Wirkungsgrad ab. 

  • Zoom-Funktion - Ein Leistungsmerkmal von DVD-Playern. Mit der Zoom-Funktion lässt sich ein Bildausschnitt vergrößern.

Autoren: Carsten Rampacher, Detlev Schnick - letztes Update: 07.Juli.2008

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