Subwoofer FAQ

Moderator: Detlev SchnickHIFI-REGLER - update: 13.12.2014

Sie lesen hier ein interaktives FAQ. Was heißt das? Wenn Sie als Leser eine Frage haben, die Sie in diesem Subwoofer FAQ nicht finden, dann sind Sie herzlich eingeladen, uns eine E-Mail zu schreiben und Ihre Frage zu stellen. Wir werden das Thema dann schnellstmöglich in unsere Subwoofer FAQ aufnehmen. FAQ steht für Frequently Asked Questions. Deshalb bitten wir Sie, darauf zu achten, dass Ihre Frage nicht zu individuell ist und ihre Beantwortung auch anderen Lesern dieses FAQ einen Nutzen bringt. Und nun viel Spaß beim Schmökern ...


Inhalt:

Was ist ein Subwoofer?

Ein Subwoofer ist ein Tiefton-Lautsprecher, dessen Kontruktion für tieffrequente Schallschwingungen von 30 bis etwa 160 Hz optimiert ist. Als Woofer bezeichnet man das Tiefton-Chassis einer Breitband-Lautsprecherbox. Sub ist das englische Wort für "unter". Ein Subwoofer verstärkt also Tiefton-Frequenzen - den sogenannten Bass oder Tiefbass -, die unterhalb der Frequenzbereiche eines "normalen" Lautsprechers liegen. Man könnte auch sagen: Verstärkt werden Frequenzen, die sich im unteren Bereich eines Breitband-Lautsprechers befinden.

Subwoofer werden immer als Ergänzung zu "normalen" d.h. breitbandigen Lautsprecher-Konfigurationen eingesetzt und erzeugen je nach Einstellung eine vom Original erheblich abweichende Verstärkung des Bass-Bereiches. Ausnahme: Kino-Soundtrack - hier ist der Bass authentischer Teil des Klanggeschehens.

Typische Anwendungsbereiche für Subwoofer sind Diskotheken sowie Car-HiFi- und Heimkinoanlagen. In diesem FAQ befassen wir uns mit dem Thema Subwoofer in seiner Eigenschaft als Heimkino-Komponente.

Welche Vorteile bieten Subwoofer?

Ein oder zwei Subwoofer können den Musik- oder Filmgenuß erheblich steigern - vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht kalibriert und auf die raumakustischen Verhältnisse und das Zusammenspiel mit den "normalen" Breitbandlautsprechern abgestimmt. Beim Filmton sind Subwoofer ein "Muss" - schließlich sehen Dolby Digital und DTS eine eigene Tonspur - die ".1"-Spur von 5.1., 6.1 oder 7.1 - für den Tiefbass vor.

Doch auch beim Musikhören zur Unterstützung höchst high-fideler Boxen, können Subwoofer je nach Musikrichtung den Genuss erheblich steigern. Das Thema Subwoofer ist zugegebenermaßen recht komplex, es gibt viele Fehlermöglichkeiten und kaum ein Händler traut sich eine Beratung zu. Deshalb im Heimkino auf einen Subwoofer zu verzichten wäre jedoch grundfalsch. Und das im sogenannten "Fachhandel" mitunter zu hörende Argument "Bei diesen Boxen brauchen Sie keinen Subwoofer" mag fürs Musikhören vielleicht eine gewisse Berechtigung haben. Für Heimkino-Lautsprecher ist die Aussage jedoch schlicht und einfach Unsinn.

Wie unterscheiden sich passive und aktive Subwoofer?

Passive Subwoofer sind prinzipiell ähnlich aufgebaut, wie "normale" passive Lautsprecher. Sie arbeiten nach einem Ein-Wege-Prinzip und die Frequenzweiche blendet Frequenzen oberhalb einer definierten Grenze von i.d.R. etwa 160 bis 200 Hz aus. Praktisch alle (bass-) klangdefinierenden Einstellungen werden am Verstärker der Anlage vorgenommen. Passive Subwoofer kommen vorwiegend in Diskotheken- und Car-HiFi-Anlagen vor. In Heimkino-Anlagen sind fast ausschliesslich aktive Subwoofer gebräuchlich.

Aktive Subwoofer verfügen über eine eingebaute (Verstärker-) Endstufe. Die Bassfrequenzen werden als NF-Signal, d.h. als niederfrequente Vorstufensignale aus dem sogenannten LFE- (Low Frequency Effekt) Kanal aus dem AV-Receiver oder AV-Verstärker angeliefert. Erkennbar ist der Subwoofer-Ausgang an der meist gelb markierten Cinch-Buchse und der Bezeichnung "LFE", "Sub" oder "Sub PreOut" an der Rückseite des AV-Receivers oder -Verstärkers. Aktive Subwoofer verfügen über eine Reihe Einstellparameter. Diese können wahlweise am aktiven Subwoofer selbst, oder auch am Receiver bzw. Verstärker geregelt werden.

Wann spricht man von Subwoofer-Satelliten-Systemen?

Subwoofer-Satelliten-Systeme bestehen aus einem Subwoofer und 2 bis 5 Satelliten und stellen eine Alternative zu konventionellen Volumen-Lautsprechern dar. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Subwoofer-Satelliten-Systemen:

  • Typ 1 soll übliche Volumen-Lautsprecher (So nennt man "normale" Lautsprecher im Unterschied zu Satelliten.) ersetzen und wird von manchen Herstellern auch zur Wiedergabe von Musik empfohlen. Dabei sollen zwei bis fünf Satelliten den oberen Mittelton- und den Hochtonbereich übernehmen während der Subwoofer den Tiefton- und unteren Mitteltonbereich wiedergibt. Die ersten dieser Systeme kamen von Bose unter der Modellbezeichnung Acoustimass auf den Markt. Mittlerweile hat fast jeder namhafte Hersteller solche Lautsprechersysteme im Programm.

Blick ins Innere des Accoustimass-Moduls

Bass-Modul des Bose Acoustimass 10. Zum Vergössern bitte aufs Bild klicken ...

Der Vorteil solcher Systeme besteht in erster Linie darin, dass die sehr klein gebauten Satelliten (typisches Beispiel: die Bose Jewel Cube Speaker Arrays) sich fast unsichtbar im Wohnraum verstecken lassen und der größere Subwoofer an einer geeigneten Stelle im Raum "versteckt" werden kann. Da der Bass angeblich vom menschlich Gehör nicht ortbar ist, soll die Positionierung der Subwoofer keine entscheidende Rolle spielen. So zumindest lautet die Theorie.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass der untere Mitteltonbereich von Breitbandlautsprechern unterhalb einer gewissen Baugröße nicht mehr ordentlich abgebildet werden kann. Bei Subwoofer-Satelliten-Systemen behilft man sich dann damit, diesen Bereich dem Subwoofer zuzuweisen. So übernimmt der Subwoofer dann auch Frequenzen bis hinauf zu 400 Hz. Ab etwa 200 Hz ist Bass allerdings sehr wohl vom menschlichen Gehör ortbar. So entsteht bei diesen Systemen i.d.R. ein eher diffuses Hörerlebnis, das sich umso störender bemerkbar macht, je kleiner die Baugröße der Satelliten ausfällt.

Der Tieftonbereich wird bis in den unteren Mitteltonbereich als ein vom eigentlichen Klanggeschehen losgelöstes "Etwas" empfunden. Die Systeme liefern zwar einen beeindruckenden Bass, der dieses Manko überdecken kann, doch fehlt der Klangbühne das Volumen und die Tiefe, die übliche Lautsprecher mit Leichtigkeit darzustellen vermögen. Ein System, das in der Beziehung aus dem Rahmen fällt, ist die Acoustimass-Serie von Bose. Hier ist es dem Hersteller überraschend gut gelungen, ein insgesamt homogenes Klangbild darzustellen.

KEF E 305

Das design-starke KEF E 305 besticht mit seinem eleganten und absolut wohnraumtauglichen Subwoofer. Zum Vergössern bitte aufs Bild klicken ...

  • Typ 2 ist bewußt als Heimkino-Lautsprecher-System konzipiert. Jeder einzelne Satellit wird über den entsprechenden Lautsprecher-Ausgang eines AV-Verstärkers oder -Receivers angesteuert und erhält das volle Frequenzspektrum. Der Subwoofer wird über den LFE- (Low Frequency Effekt) Ausgang des AV-Receivers /-Verstärkers gespeist. In diesem Fall wird das authentische Klangspektrum der auf der DVD gespeicherten Filmtonspur wiedergegeben.

    Zwar leiden auch diese Systeme an der begrenzten Fähigkeit der Satelliten, Tief- und Mitteltöne abzubilden, doch ist dies aus verschiedenen Gründen nicht so störend, wie bei reiner Musikwiedergabe. Zum einen ist die Aufmerksamkeit des Hörers beim Heimkino-Erlebnis überwiegend auf das Leinwandgeschehen fixiert, zum anderen ist der Filmton von Sprache und Effekten dominiert. Beides lässt sich auch auf etwas "volumenschwachen" Lautsprechern mit Subwoofer-Unterstützung gut wiedergeben.

    Hinzu kommt, dass Dolby Digital bewusst einen starken Tieftonanteil in alle 5 Hauptkanäle beimischt, was konstruktive Schwächen der Satelliten z.T. ausgleichen kann. Weiterhin haben die Lautsprecher-Konstrukteure große Fortschritte gemacht. Bereits bei einer Größe von etwa 15 x 15 x 15 cm lassen sich bereits ganz ordentliche Breitband-Lautsprecher konstruieren. Geht man einen Schritt weiter und hört sich z.B. die KHT-Serie von KEF an, dann kann der Klangeindruck für Filmton mit Recht als perfekt ausgeglichen bezeichnet werden.
     

Was sind Free-Air- versus Gehäuse-Subwoofer

Free-Air-Subwoofer sind nur im Car-HiFi-Bereich üblich. Sie werden aus Platzgründen eingesetzt und nutzen Teile des Fahrzeuges als Resonanzgehäuse, z.B. den Kofferraum oder die Reserveradmulde. Im Heimkino sind ausschließlich Gehäusesubwoofer üblich.

Wann spricht man von Downfire-Subwoofer oder Frontfire-Subwoofer ?

Im Bereich der Gehäuse-Subwoofer haben sich zwei Bauprinzipien parallel entwickelt: Downfire-Subwoofer und Fontfire-Subwoofer, letztere werden auch Direktstrahler-Subwoofer genannt.

Frontfire-Subwoofer und Downfire-Subwoofer

Frontfire-Subwoofer - auch Direktstrahler-Subwoofer genannt - geben den Schall wie normale Lautsprecher direkt an die Raumluft des Hörraums ab. Die Energieübertragung an die Gebäudebausubstanz ist gering.

Downfire-Subwoofer pressen den Schall zwischen Subwooferboden und Zimmerboden heraus. Dadurch wird der Schalldruck im 360°-Bereich verteilt und überträgt sich zu einem guten Teil auch auf die Gebäudesubstanz, was den Bass nicht nur hörbar, sondern auch körperlich spürbar macht.

Welche Einsatzgebiete sprechen für Frontfire-Subwoofer?

Die Entscheidung für das eine oder andere Subwoofer-Bauprinzip ist in erster Linie abhängig von der Bausubstanz des Gebäudes, das man bewohnt. Downfire-Subwoofer übertragen möglichst große Anteile der Bass-Frequenzen auf die Gebäude-Substanz. So soll der Hörer beispielsweise das Rumpeln einer U-Bahn oder das Stampfen eines Dinosaurieres physisch in der Form spüren, dass der Boden mitvibriert. Dies setzt allerdings voraus, dass die Gebäudephysik mitspielt.

Vor der Entscheidung sollte man daher die Bausubstanz seiner Wohnung oder seines Hauses prüfen. Sogenannte Altbauten (Baujahr vor 1945 oder in den 50er-Jahren) sind akustisch sehr transparent gebaut. Entscheidend ist der Aufbau der Gebäudedecken. Handelt es sich um sogenannten Holzbalkenzwischendecken, so funktioniert die Schallübertragung auf die Gebäudesubstanz nur sehr unvollkommen. Der Schall wird buchstäblich im Gebäude verschluckt und geht verloren.

Zusätzlich handelt man sich den unangenehmen Nebeneffekt ein, dass die Nachbarn auf die Barrikaden steigen. In einem Altbau und bei sensiblen Nachbarn spricht alles für einen Frontfire-Subwoofer. Hier wird der Schall an die Raumluft abgegeben und man empfindet Rumpeln oder Stapfen eher psychoakustisch über die Ohren, also über den hörbaren Bass. Dies muss kein Nachteil sein. Oft wird diese Form des Basses als angenehmer und weniger aufdringlich empfunden.

Wann ist ein Downfire-Subwoofer angesagt?

Ein Downfire-Subwoofer kommt im Wesentlichen in 3 Fällen in Frage: (1) Man wohnt in einer Neubauwohnung mit solider Bauweise, mindestens mit Betondecken. (2) Man hat unproblematische Nachbarn oder lebt allein in einem Haus. (3) Man möchte brachiale Aktion erleben und es darf ruhig rumpeln und beben.

Downfire-Subwoofwoofer sollten über erheblich leistungsfähigere Endstufen verfügen, als Frontfire-Subwoofer. Schließlich wird ein guter Teil des Basses für die Gebäudesubstanz verbraucht. Bei leistungsschwachen Subwoofer-Endstufen bleibt dann nicht mehr viel für den hörbaren Bass übrig.

Durch die 360°-Verteilung des Basses werden sogenannte stehende Wellen zwar nicht verhindert, ihre Folgen in Form von Selbstauslöschung von Bassfrequenzen sind jedoch stark vermindert. Die "Basslöcher" sind sehr klein und werden kaum bemerkt.

Welche Leistungsdaten sind beim Subwoofer-Kauf wichtig?

Gerade wer sich entschlossen hat, einen hochwertigen und damit hochpreisigen Subwoofer zu kaufen steht oft vor der Frage, auf welche Leistungsdaten er achten sollte und welche Leistungsdaten eher vernachlässigbar sind. Hier finden Sie eine Auflistung der wesentlichen Kenndaten und ihre Bedeutung.

  • Der Durchmesser des Tiefton-Chassis ist zusammen mit dem Membran-Hub von sehr großer Bedeutung fürden erzeugten Schalldruck und die Dynamikfähigkeit des Subwoofers. Das Tiefton-Chassis sollte mindestens 12 Zoll (ca. Subwoofer-Chassis30,5 cm) Durchmesser haben. Größere Durchmesser - bis 18 Zoll (ca. 48cm) - bringen mehr Schalldruck, können jedoch einen trägeres Hubverhalten bedeuten.

    Der Hubweg sollte möglichst lang sein und dennoch eine hohe Geschwindigkeit ermöglichen, damit der Subwoofer auch kurze Impulsspitzen ohne Verzerrungen verkraftet. Die optimale Kombination aus beiden Kennwerten ist das Geheimnis eines jeden Chassis-Herstellers. Wenn der Hersteller bekannt für gute Car-HiFi-Subwoofer ist, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass er dieses Know-How auch erfolgreich auf Heimkino-Subwoofer übertragen kann.
  • Die Impedanz (Ω-Wert) die Leistung angegeben wird. 350 Watt an 4 Ω bedeutet z.B. 175 Watt an 8 Ohm. Mancher hat im Eifer des Gefechts diese leistungsdefinierende Zusatzangabe schon übersehen. Zur Wattzahl werden meist zwei Angaben gemacht, z.B. 170 / 340 Watt. Die niedrigere Angabe bezeichnet die Musikleistung (Normal-, RMS oder Sinus-Leistung), der höhere Wert ist die kurzfristige Maximalleistung, die bei Dynamikspitzen gefordert wird.
  • Der Einstellregler für Übergangsfrequenz sollte stufenlos sein und mit einem möglichst niedrigen Wert beginnen. Eine niedrige Übergangsfrequenz gibt Ihnen eine größere Flexiblität wenn Sie mit zwei Subwoofern arbeiten.
  • Pegelregler (Lautstärkeregler) und Phasenregler sollten ebenfalls stufenlos funktionieren.
  • Der angebene Frequenzbereich (Frequenzgang, Übertragungsbereich) sollte am unteren ende möglich tief reichen. Zwar sind Frequenzen unterhalb etwa 28 bis 30 Hz nicht mehr bewußt hörbar, d.h. sie sind subsonar. Sie können aber bei entsprechendem Schall- bzw. Luftdruck durchaus vom Zwerchfell wahrgenommen werden. Dies kann ein gewollter Effekt sein.

    Manche Subwoofer-Hersteller regeln den subsonaren Frequenzbereich ab (siehe Subsonic-Filter), um Verzerrungen und Dissonanzen zu vermeiden. Andere wollen auf die subsonaren Effekte nicht verzichten und leisten viel Entwicklungsarbeit, um die daraus resultierenden Störresonanzen anderweitig zu verhindern. Solche Subwoofer gehen bis 15 Hz hinunter. Die obere Grenze für den Übertragungsbereich liegt typischerweise bei 200 Hz.
  • Der Schalldruck (SPL, Sound Pressure Level), auch Wirkungsgrad oder Empfindlichkeit genannt, ist die Maßzahl für die akustische Leistung des Subwoofers. Der Schalldruck wird bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 Meter Entfernung gemessen und in Dezibel (dB) angegeben. Der Wirkungsgrad wird in Prozent angegeben.

    Hier der Zusammenhang: Ein Subwoofer mit (theoretischen) 100% Wirkungsgrad erzeugt bei 1 Watt Eingangsleistung in einem Mess-Mikrophon-Abstand von 1 Meter rund 112 dB Schalldruck. Die Angaben in dB sind relative Angaben, daher bedeutet ein Unterschied von 3 dB (z.B. 93 dB statt 96 dB) in den Leistungsangaben, dass der leistungsschwächere Subwoofer etwa doppelt soviel Verstärkerleistung benötigt, um den Basspegel bzw. Bass-Schalldruck des stärkeren Subwoofers zu erzeugen. Diese Leistungsangaben sind also besonders kritisch zu beäugen. Allerdings machen viele Hersteller bei ihren technischen Angaben im Bereich Subwoofer keine Angaben zum Schalldruck.
  • Das Gehäuse sollte massiv und schwer gebaut sein. Da stehende Wellen auch im Gehäuseinneren Auftreten können, setzen manche Hersteller auf ein assymmetrisches Gehäusedesign (typisches Beispiel: der REL S 5). Erwarten Sie keine kleinen Gehäuse - je leistungsstärker ein Subwoofer ist, desto größer muss sein Gehäusevolumen sein. Spikes sollten höhenverstellbar sein und fest im Gehäuse verankert sein, um ihre Aufgabe, das Gehäuse akustisch vom Boden zu entkoppeln optimal erfüllen zu können.

Blick ins Innere des REL R 528

Ein Blick ins Innere des REL S 5 zeigt die konstruktiven Elemente, die zur Verhinderungen von Stehenden Wellen dienen sollen.

Es gibt für alles und jedes Spezialisten. Warum nicht auch für Subwoofer? REL Acoustics ist ein solcher Spezialanbieter, der seine Kapazitiaten in Forschung und Entwicklung und Konstruktion ausschließlich auf Subwoofer konzentriert. Das Ergebnis und der Erfolg des Unternehmens geben diesem Nischenkonzept Recht. REL ist kein "altes" Unternehmen. Es wurde erst 1990 gegründet, von dem Engländer Richard Edmond Lord (daher der Name REL). Das Thema Subwoofer kam damals gerade erst auf und Lord stellte fest, dass die damals am Markt befindlichen Subwoofer ganz erhebliches Verbesserungspotential aufwiesen. Mit Begeisterung und Enthusiasmus ging er die selbstgesteckte Aufgabe an, einen optimalen Subwoofer zu bauen. Es gelang ihm auf Anhieb. Sehr schnell sprach es sich herum, dass REL Subwoofer schlicht und einfach das Beste sind, das man für Geld kaufen konnte. Im Prinzip ist das bis heute so geblieben.

Der hier beispielhaft gezeigte REL S 5 ist preislich in der Oberklasse der Produktpalette des britischen Subwoofer-Spezialisten REL angesiedelt.

LupeZur Vergrößerung klicken Sie bitte auf die Bilder ...

Der REL S 5 ist mühelos in der Lage, selbst große Räume im Verbund mit großen Lautsprechern mit ordentlichem Bass zu beschallen. Der eigenentwickelte Basstreiber zeichnet sich durch einen äußerst belastbare Aufhängung mit sehr langem Hub aus. Im Ergebnis überzeigt der REL-Subwoofer mit einem enormen Schalldruck und hochpräzisem Bass.

Der US-amerikanische Hersteller Sunfire hat seine Ursprünge im Verstärkerbau. Dies zeigt beeindruckend der hier vorgestellte Sunfire HRS 12. Mit 1000 Watt Verstärker-Leistung dürfte der ultrakompakte Subwoofer-Würfel (Nur 35 cm Kantenlänge!) den Weltrekord in Basspower pro Kubikzentimeter Gehäuse halten.

REL Subwoofer Logo
REL R 528 Subwoofer
Der REL S 5 - bei weitem nicht der teuerste Subwoofer von REL - hat nach unserer Einschätzung das mit Abstand beste Preis- /Leistungsverhältnis.

  • Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer, Front-fire aktiv, Downfire passiv
  • 2 x 300 mm Basstreiber
  • RMS/Maximale Ausgangsleistung: 550 Watt
  • Class D Verstaerker
  • Maximaler Tiefgang: 20 Hz bei -6dB
  • Regelbare Übergangsfrequenz: 80 Hz
  • Breite x Hoehe x Tiefe: 444,5 x 455 x 507 mm, Gewicht: 36 kg
  • Kabelloser Betrieb möglich mit dem optionalen Longbow Wireless Transmitter

Weitere Subwoofer von REL ...

HIFI-REGLER Verkaufspreis:
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Sunfire Subwoofer Logo

Sunfire HRS 12

Der Sunfire HRS 12 ist ein reiner Direktstrahler und lässt sich mit seinem kompaktem würfelförmigem Design flexibler in den Wohnraum integrieren.
  • Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer, Front-fire
  • Langhubiger Tiefton-Treiber: 300 mm
  • Impedanz: 30 kΩ Line-Eingang, 5,6 kΩ Lautsprechereingang
  • RMS-Verstaerkerleistung: 1000 Watt
  • Frequenzbereich: 18 bis 100 Hz
  • Schalldruck: 108 dB
  • Abmessungen: Wuerfel mit 34,3 cm Kantenlaenge
  • Gewicht: 17,2 kg
Weitere Subwoofer von Sunfire ...

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Velodyne Logo
Velodyne EQ 12 MAXDer Velodyne EQ-Max 12 zeichnet sich durch die von Velodyne entwickelte EQ-Max-Technologie aus. Drücken Sie einfach EQ auf der Fernbedienung, und der exklusive, eingebaute Prozessor maximiert den Bass aus jeder Quelle in Ihrem Raum.

  • Prinzip: 12"-Basschassis (30,5 cm), nach vorne abstrahlend, Kolbendurchmesser 9,7" (24,6 cm)
  • Frequenzgang gesamt: 14,6 - 240 Hz
  • Frequenzgang gesamt ± 3 dB: 25 - 120 Hz
  • RMS/Maximale Ausgangsleistung: 450 Watt dynamisch
  • Class D Verstaerker, 225 Watt RMS
  • Maximaler Tiefgang: 25 Hz bei ± 3dB
  • Regelbare Übergangsfrequenz: 40-135 Hz
  • Breite x Hoehe x Tiefe: 416 x 456 x 457 mm
  • Gewicht: ca. 28 kg
  • Anschlussterminal anschauen ...

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Canton SUB 800 RBeim Canton SUB 800 R sorgen groß dimensionierte Schwingsysteme mit Wave-Sicke und Aluminiummembranen für die präzise mechanische Leistungsfähigkeit des Lautsprechers. Einen hohen Bedienkomfort gewährleistet die im Lieferumfang enthaltene Funkfernbedienung.

  • Prinzip: Bassreflexsystem mit Passivmembran, Front-fire
  • Langhubiger Tiefton-Treiber: 200 mm
  • Nenn-/Musikleistung: 200 / 250 Watt
  • Übertragungsbereich: 25 ... 220 Hz
  • Übergangsfrequenz: 55 ... 200 Hz (regelbar)
  • Regelbare Übernahmefrequenz, Phase und Volume
  • Abmessungen (BxHxT): 27,5 x 38,5 x 40 cm
  • Gewicht: 13,3 kg
  • Unverbindliche Preisempfehlung es Herstellers: 999,00 Euro

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Was sind stehende Wellen und wie vermeide ich sie?

Stehende Wellen und BasslochBass-Frequenzen sind sehr langwellig. Abhaengig von der Raumlaenge und der Bassfrequenz kann es vorkommen, dass die vom Subwoofer ausgegebene Schallwelle etwa in Raummitte auf eine zuvor ausgebene Schallwelle trifft, die von der dem Subwoofer gegenueber liegenden Wand reflektiert wurde. So treffen an einem bestimmten Punkt im Raum zwei Wellenzüge mit nahezu gleicher Amplitude aufeinander. Die Folge ist physikalisch vorgegeben: Die Wellen loeschen sich gegenseitig aus und es entsteht fuer die betreffenden Frequenzen ein schalltoter Bereich im Raum, ein sogenanntes Bassloch.

Der Autor konnte dieses Phänomen selbst auf einer Schulung bei THX Lucasfilm in San Rafael, Californien in einem Experiment erleben. Das Experiment wurde in einem etwa 7 Meter langen und etwa 4 Meter breiten Raum durchgeführt, der mit Teppichboden und normaler Möblierung ausgestattet war, das Nachhallverhalten lag durchaus wohnraumtypisch bei etwa 1/4 bis 1/2 Sekunde. Ein axial und symmetrisch in den Raum gerichteter Subwoofer wurde über einen Frequenzgenerator mit einem 60-Hz-Bassignal gespeist.

Die Schulungsteilnehmer gingen nun langsam die Raumlänge ab und tatsächlich etwa in Raummitte gab es einen Bereich von etwa 60 bis 80 cm Länge in dem das ansonsten extrem laute Gewummere des Subwoofers langsam verstummte und schließlich totale Stille herrschte. Es ist wahrhaft fazinierend, dieses Phänomen hautnah zu erleben.

Wenn man im Experiment die Bassfrequenz änderte bewirkte dies nur, dass das Bassloch an einer anderen Stelle im Raum auftrat. Im ungünstigsten Fall befindet sich das Bassloch im Heimkino genau dort, wo sich der visuell ideale Hörplatz befindet. Hat man dann noch das Pech, dass viele Basseffekte genau in der Frequenz abgemischt werden, in der es an dieser Stelle zum Bassloch kommt, dann kann es buchstäblich passieren, dass man an seinem Gehör zweifelt, weil eine massive Explosion auf der Leinwand scheinbar geräuschlos abgeht.

Computergraphik Stehende Wellen

Dieses Ergebnis der Computerberechnungen von Floyd E. Toole von Harman Int. zeigt deutlich: Die Resonanzpunkte sind je nach Frequenz und Raumdimension höchst unterschiedlich im Raum verteilt.

Nebenstehende Grafik ist der Arbeit The Acoustical Design of Home Theaters von Floyd E. Toole, Ph.D., Vice President Engineering, Harman International Industries, Inc. entnommen. Die Grafik stellt das Ergebnis einer Computerberechnung dar und zeigt bei welchen Frequenzen an welchen Stellen im Raum Basslöcher durch stehende Wellen entstehen können.

Die Kompexität dieser Berechnungen wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die stehenden Wellen in allen drei Dimensionen des Raumes (Länge, Breit und Höhe) auftreten können und das bei unterschiedlichen Frequenzen. Es ist also durchaus möglich, dass an einer gegebenen Stelle im Raum eine Frequenz in der Raumlänge ausgelöscht wird, nicht jedoch in der Breite.

Sie sehen daran, wie extrem schwierig es für den Laien ist, stehende Wellen auf Basis von Berechnungen zu bekämpfen. Man kann ein Computer-programm zwar als Hilfestellung - vor allem zu Verständnis der akustischen Wechselwirkungen heranziehen (Der Autor bietet das Programm, das nebenstehende Grafik erzeugt übrigens kostenlos an. Siehe Seite 4 des o.g. PDF-Dokuments) -, in der Praxis hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass der Königsweg im Ausprobieren liegt.

Doch auch weniger ambitionierte Besitzer eines Subwoofers können einiges tun, um das Phänomen Bassloch zu vermeiden. Wenn man den Subwoofer nicht axial und nicht symmetrisch im Raum positioniert, dann "flattern" die Basswellen im Raum. So gibt es zwar auch mehrere kleine "Auslöschungen", die Wahrscheinlichkeit eines wirklich störenden Basslochs ist jedoch deutlich reduziert.

Will man auch die kleinen Auslöschungen vermeiden, so führt kein Weg an einem zweiten Subwoofer vorbei. Dieser sollte dann allerdings keinesfalls in der gleichen Achse wie der erste Subwoofer positioniert werden. Bei einem Subwoofer, der nach dem Downfire-Prinzip arbeitet ist das Problem stehender Wellen deutlich geringer, als bei einem Direktstrahler-Subwoofer.

Wo ist der ideale Aufstellort für einen Subwoofer im Raum?

Zunächst gilt es, mindestens etwa einen Meter Abstand vom Fernseher (das galt zwar für in erster Linie für den guten alten Röhrenfernseher, sollte aber heute gilt auch für LED-Fernseher oder Plasma-TVs beachtet werden) und von PCs oder Festplatten-Sat-Receivern oder -Blu-ray-Recordern zu wahren. Gute Subwoofer sind zwar magnetisch geschützt, doch sind die Magneten der großen Subwoofer-Chassis oft so stark, dass eine dafür ausgelegte Schirmung schlicht zu teuer wäre. Beim Fernseher können Sie Bildverzerrungen schnell erkennen und es bleibt kein dauerhafter Schaden. Doch bei Festplatten kann schlimmstenfalls die gesamte Initialisierung im Boot-Directory beschädigt oder gelöscht werden.

Der wichtigste Punkt ist, dass sich der Tiefbass harmonisch in das akustische Gesamtsystem einfügt und dabei weder ein aufdringlicher "Wummerbass" entsteht, noch die Basswirkung untergeht oder verpufft. Zweitwichtigster Punkt ist, Basslöcher durch "stehende Wellen" zu vermeiden. Siehe dazu das FAQ-Thema Stehende Wellen ...

Wir haben in der Bedienungsanleitung des leider nicht mehr lieferbaren Infinity Kappa Sub MLP einige Tipps gefunden, die u.E. so treffend sind, dass wir sie hier einfach wörtlich zitieren: «Nach wie vor behaupten die meisten Audio-Experten, dass sich tiefe Frequenzen unterhalb von 125 Hz wegen ihrer ungerichteten, kugelförmigen Ausbreitung nicht mehr orten ließen. Davon leiten sie ab, man könne Subwoofer beliebig im Raum aufstellen. Doch grau ist alle Theorie: Demnach stimmt es zwar, dass tiefe Frequenzen aufgrund ihrer im Verhältnis zum Ohrenabstand enormen Wellenlänge grundsätzlich nicht ortbar sind.

Aber in der Praxis kommt es bei der Aufstellung eines Subwoofer-Systems in einem durchschnittlich großen Hörraum zu Reflexionen an den Begrenzungswänden und zu stehenden Wellen sowie Schallschluckeffekten, die sich sehr nachteilig auf die Wiedergabequalität tiefer Frequenzen auswirken können. Folglich ist es sehr wichtig, dass ein Subwoofer-System an der richtigen Stelle im Hörraum platziert wird. Deshalb empfehlen wir, erst die klanglich bestmögliche Aufstellung durch einiges Experimentieren herauszufinden, bevor Sie sich für den endgültigen Aufstellungsort entscheiden.

Der Aufstellungsort des Subwoofers hängt nicht nur von den akustischen und klangbildenden Eigenschaften Ihres Hörraums ab, sondern auch davon, wieviel Basswiedergabe für Ihr Hörempfinden erforderlich ist. Außerdem kommt es noch darauf an, ob die Raumverhältnisse es zulassen, den Subwoofer neben einen der beiden Hauptlautsprecher zu platzieren. Stellen Sie bitte den Subwoofer so auf, dass die Bassreflex-Ausgleichsöffnung in den Hörraum hineinzeigt und kein Möbelstück oder anderes Objekt dazwischensteht. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen herum,Idealer Platz für Subwoofer um die optimale Platzierung für Ihren Subwoofer zu ermitteln ...»


Weiterhin gibt die Kappa-Bedienungsanleitung zwei Tipps:

  • «Es lohnt sich, verschiedene Aufstellungsorte für den Subwoofer und Abstrahlwinkel für die Bassreflexöffnung auszuprobieren.
  • Sollte die Basswiedergabe Sie nicht zufriedenstellen, rücken Sie den Subwoofer näher an eine Wand oder in eine Zimmerecke. Sollte der Klang dabei basslastig werden, sollten Sie die Bassreflex-Ausgleichsöffnung von der Wand wegdrehen.»


Und hier folgen noch einige weitere u.E. sehr nuetzliche Tipps:

«Um den klanglich optimalen Platz für einen Subwoofer zu finden, sind etwas Zeit und Geduld erforderlich. Die Beurteilung der klanglichen Ausgewogenheit und Abstimmung sollten Sie stets von Ihrem üblichen Hörplatz aus vornehmen. Verwenden Sie hierzu möglichst verschiedene Musikstücke, bei denen Sie mit dem Originalklang der Instrumente gut vertraut sind.

Ihre Hörversuche beginnen Sie am besten so, dass dabei der Subwoofer zunächst direkt hinter dem rechten Hauptlautsprecher (Main rechts) und mindestens 10 Zentimeter von der vorderen Zimmerwand entfernt steht (siehe Abbildung). Wir empfehlen diese Anfangsaufstellung deshalb, weil in einem Orchester die Bassinstrumente gewöhnlich rechts hinten spielen. Diese Subwooferaufstellung sorgt zudem bei der Wiedergabe von Filmen für eindrucksvolle Tiefbässe.
"

 

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