DVI - Belegung | Pinbelegung DVI-Schnittstelle

update: 25.06.2008; Autor: Detlev Schnick DVI Logo

Mit DVI (Digital Visual Interface) ist eine volldigitale Übertragung von Videodaten möglich. Damit sollten all diejenigen Qualitätsverluste der Vergangenheit angehören, die bei der Wandlung der digitalen DVD-Daten in das ein analoges Videosignal - und häufig genug bei digitalen Bildwiedergabegeräten (z.B.: DLP-Projektor) wieder zurück ins digitale Signal - entstehen. Nachdem uns in den letzten Monaten immer mehr Fragen zum Thema DVI erreichten, haben wir ein Special verfasst, das Sie unter DVI aufrufen können. Diese Seite stellt einen Auszug daraus dar, und soll in Kurzfassung nur die wesentlichen technischen Informationen zur DVI-Schnittstelle aufzeigen ...

Belegung und technische Daten der DVI-Schnittstelle

DVI-D

 

Abb. 3: DVI-D (nur digital)


01 = TDMS-Daten 2-
02 = TDMS-Daten 2+
03 = Abschirmung TDMS-Daten 2,4
04 = TDMS-Daten 4-
05 = TDMS-Daten 4+
06 = DDC Takt
07 = DDC Daten
08 = Analog: V-Sync
09 = TDMS-Daten 1-
10 = TDMS-Daten 1+
11 = Abschirmung TDMS-Daten 1, 3
12 = TDMS-Daten 3-
13 = TDMS-Daten 3+
14 = +5 Volt
15 = Masse für +5 Volt
16 = Hotplug-Detect

DVI-I



Abb. 4: DVD-I (integegrated, analog und digital)

17 = TDMS-Daten 0-
18 = TDMS-Daten 0+
19 = Abschirmung TDMS-Daten 0,5
20 = TDMS-Daten 5-
21 = TDMS-Daten 5+
22 = Abschirmung TDMS-Takt
23 = TDMS-Takt +
24 = TDMS-Takt -
______________________________________

C1 = Analog: Rot
C2 = Analog: Grün
C3 = Analog: Blau
C4 = Analog: H-Sync
C5 = Analog: Masse

 

DVI-Kabel: Technische Merkmale:

  • Übertragung von Videodaten über zwei TDMS-Links mit jeweils 3 Kanälen
  • Maximaler Pixeltakt pro Kanal: 330 MHz
  • Datenübertragungsrate bis zu 1,65 Gbit/s
  • Auflösung bei Verwendung von DVI-Monitoren: 2048 x 1536 Bildpunkte
  • Single Link bis 1600 x 1200 Pixel
  • Dual Link bis 2048 x 1536 Pixel

Single Link und Dual Link

Neuere technische Entwicklungen der Monitor-Hersteller machten es erforderlich, die begrenzte Bandbreite von DVI zu erhöhen. Daher wurde das Übertragungsverfahren erweitert und fortan Dual Link genannt. Das "alte" Verfahren bleibt jedoch ein Standard und heißt jetzt Single Link. Das Standard TMDS Single Link stellt eine maximale Bandbreite von 165 MHz zur Verfügung. DVI lässt es jedoch zu, die bestehenden drei Kanäle von TMDS um drei weitere zu ergänzen, wodurch sich die Bandbreite auf 330 MHz verdoppelt. Mit der dann auf insgesamt sechs Kanäle und zwei Links verteilten Bandbreite erlaubt das Dual-Link-TDMS Auflösungen bis zu 2048 x 1536 wobei für beide Verbindungen die gleiche Taktleitung verwendet wird.

DVI-Kabel: Das Problem größerer Längen

Im Heimkino-Bereich gilt es häufig größere Längen zu überwinden, wenn es zum Beispiel darum geht, die digitalen Videodaten vom DVD-Player im Technik-Rack zum Projektor an der Decke zu leiten. Für solche Längen war DVI bei seiner ursprünglichen Konzeption (Verbindung von Computer zu Monitor) nicht vorgesehen. Bis 5 Meter ist die Verbindung bei qualitativ hochwertigen Kabeln unkritisch. Ab 5 Meter muss das Kabel sehr aufwändig (hochreines Kupfer und hervorragende Isolierung) aufgebaut sein, um weder einen Spannungsabfall noch Verluste beim Signaltransfer zu verursachen. Oehlbach hat zur IFA 2003 ein 10 Meter langes DVI-Kabel (Oehlbach DVI 1000) ins Programm aufgenommen.

Kompatibilität der DVI-Schnittstelle

DVI-D-out.jpgDVI ist nicht gleich DVI. Bei der Übertragung von Videodaten über DVI müssen Sie unbedingt darauf achten, dass sowohl zuspielendes Gerät (i.d.R. DVD-Player), wie auch empfangendes Gerät (i.d.R. Projektor) die entsprechenden Schaltungen besitzen, um den Kopierschutz HDCP ("High Banwidth Digital Content Protection") zu entschlüsseln. Korrekterweise sollte dies gleich an der Buchse am Gerät vermerkt sein. Siehe nebenstehende Abbildung.

DVI und HDMI

Wer sich weiterführend für den DVI-Verwandten HDMI interessiert, dem seien unser Special HDMI empfohlen. Nur eines an dieser Stelle: HDMI basiert auf DVI und ist 100% abwärtkompatibel zu DVI. Das bedeutet für Sie, dass Sie mit dem DVI-Ausgang Ihres DVD-Players zukünftig auch den HDMI-Eingang einer Bildwiedergabe-Komponente speisen können. Auch hier allerdings ist die Verarbeitung von HDCP (High-banwidth Digital Content Protection) zwingende Voraussetzung für das Funktionieren der DVI-HDMI-Verbindung. Dies dürfte allerdings (im Unterschied zu DVI) bei allen demnächst auf den Markt kommenden Home-Cinema-Komponenten ausnahmslos der Fall sein.

Links zu DVI

Unter DVI-Kabel finden Sie in unserem Shop eine repräsentative Auswahl der u.E. besten DVI-Kabel - auch für die kritischen langen Strecken. Für alle, die sich noch nicht so gut auskennen empfehlen wir auf DVI-Kabel im Kabelshop zu klicken. Dort ist die Auswahl der DVI-Kabel noch etwas übersichtlicher dargestellt. Hier kommen Sie zum ausführlichen HIFI-REGLER Special zu DVI ...

Text: Detlev Schnick; letztes Update: 26.Juni 2008
 

Tipps zu weiteren HIFI-REGLER Specials: Eine Kaufberatung mit Kaufcheckliste zum Thema Fernseher. Unter THX finden Sie Hintergrundinfos zu (fast) allem rund um THX und wenn Sie auf Kaufberatung Lautsprecher klicken erfahren Sie auch dazu viel wissenswertes ... Ähnlich wie für DVI haben wir auch eine Menge Infos zur SCART-Schnittstelle und zum Thema Scartkabel zusammengetragen. Wichtig zur Vermeidung von Brummen und zum Blitzschutz / Überspannungsschutz: Setzen Sie an Ihrer Heimkinoanlage eine gute Netzleiste mit Netzfilter ein und verwenden Sie Antennenkabel und Audiokabel möglichst mit integriertem Mantelstromfilter.