Das können heutige Blu-Ray-Player und –Rekorder

JanJan Frohmader (31), seit über 12 Jahren im Berater-Team von HIFI-REGLER: "AV-Receiver werden immer mächtiger und entsprechend umfangreich sind Funktionen und Features. Doch worauf kommt es im Praxisbetrieb wirklich an? Oft sind es nur wenige Kernfragen, die allerdings richtig geklärt werden müssen. Nutzen Sie doch einfach unsere langjährige Erfahrung! Ich helfe Ihnen gerne, die optimale Schaltzentrale für Ihr «Kino zuhause» auszuwählen. Schicken Sie mir einfache eine E-Mail oder rufen Sie mich unter 09251-879-500 an. Falls ich im Gespräch bin, hinterlassen Sie bitte Ihre Telefon-Nummer. Ich rufe Sie dann gerne zurück."

Text von Jan Frohmader, HIFI-REGLER, update: 30.10.2014

In den vergangenen Jahren haben Blu-Ray-Player einen beeindruckenden Siegeszug angetreten. Waren sie noch vor wenigen Jahren eine Randerscheinung, die mit den konkurrierenden HD-DVD-Playern um die Akzeptanz beim Endverbraucher kämpfte, sind sie heute – nach den TV-Empfangsteilen (DVB-T, DVB-C, DVB-S) – die wichtigste Video-Programmquelle in heimischen Wohnzimmern.

Dies hat dazu geführt, dass mittlerweile ein fast schon unüberschaubares Angebot an Geräten, mit einer atemberaubenden Ausstattungsvielfalt, im Markt auftaucht. Man gewinnt fast den Eindruck, dass täglich neue Geräte erscheinen, die ihre Vorgänger in Sachen Ausstattung noch einmal deutlich übertreffen. 

Besonders im Bereich der Blu-ray Recorder, die mittlerweile auch als vollwertiges TV-Empfangsgerät fungieren, gab es in den letzten Monaten innovativen Feature-Zuwachs. Das Spektrum der Geräte erstreckt sich insgesamt vom günstigen Einstiegs-Player bis hin zum voll ausgestatteten Luxus-Gerät im massiven Metallgehäuse und hochwertiger D/A-Wandlung. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, was Blu-ray-Player und Blu-ray-Recorder heute leisten und worauf beim Kauf zu achten ist, wollen wir Ihnen hier einige Ausstattungsmerkmale ein wenig näher bringen.
 

1. Die Disc-Formate

1.1 Die Standartformate

Blu-Ray-Player sind „definitionsgemäß“ grundsätzlich in der Lage Audio-CD, Video-DVD und Blu-Ray-Disc wieder zu geben. Während damit der DVD-Player problemlos ersetzt werden kann, empfiehlt sich der Verzicht auf einen zusätzlichen CD-Spieler nur für Stereo- bzw. Surround-Anlagen im Einstiegsbereich. Der Grund hierfür besteht in der deutlich überlegenen Klangqualität eines dedizierten CD-Spielers, der im Regelfall über eine deutlich hochwertigere Audio-Digital/Analog-Wandlung verfügt. Lediglich im High-End-Segment sind verschiedene BD-Player erhältlich, die auch gehobenen Ansprüchen bei der Wiedergabe von Audio-CDs oder beim Streaming von hochauflösenden Musik-Dateien gerecht werden.

Ihre Anschaffung ist jedoch in der Regel deutlich teuerer als der Kauf getrennter Geräte mit vergleichbarer Bild- und Tonqualität, empfiehlt sich also meist nur dann, wenn ausdrücklich nur ein Disc-Player genutzt werden soll. Eine Ausnahme hiervon bilden die neuen Pioneer-Geräte BDP-LX58 und BDP-LX88, die dank einer Innenelektronik höchster Güte audiovisuelle Top-Performance bieten. Und das zum absolut fairen Preis-/Leistungsverhältnis.

Tipp

Obwohl BD-Player grundsätzlich auch CDs wiedergeben können, ist es in den meisten Fällen sinnvoll einen CD-Player zum Abspielen der Audio-CDs zu nutzen.

 


1.2 Zusätzliche Disc-Formate

Neben den Standardformaten können einige BD-Player auch SACD bzw. DVD-Audio abspielen. Beide Formate sollten ursprünglich die Nachfolge der CD antreten, fanden aber trotz klanglicher Überlegenheit und der Möglichkeit den Ton im 5.1-Format wieder zu geben, beim Endverbraucher nie die nötige Anerkennung. Auch das Angebot an entsprechenden Discs ist unbefriedigend. Lediglich im Stereo-High-End-Segment hat zumindest die SACD eine gewisse Bedeutung, wird jedoch zunehmend von Hochbit-Downloads verdrängt. Darüber hinaus kann hochauflösendes Musikmaterial auch von der Blu-Ray-Disc abgespielt werden. Das Angebot ist allerdings auch hier begrenzt.

Tipp

DVD-Audio und SACD-Wiedergabe sind nur dann ein wichtiges Kaufkriterium, wenn Sie bereits über eine Sammlung entsprechender Discs mit Musik im 5.1 Tonformat verfügen. In diesem Fall, sollten Sie sich informieren, welche Geräte in der Lage sind DVD-Audio oder SACDs abzuspielen. Beinhaltet Ihre SACD-Sammlung dagegen nur Stereoaufnahmen, ist es sinnvoller einen CD-Player zu erwerben, der Stereo-SACDs wiedergeben kann, da hier die Klangqualität in der Regel deutlich überlegen ist.

 

1.3 Welche Rohlinge kann ein BD-Player wiedergeben?

Soll eine CD, eine DVD oder eine Blu-Ray-Disc mit eigenem Programmmaterial bespielt werden, so stehen aktuell folgende Disc-Formate zur Verfügung: BD-R, BD-RE, DVD-RAM, DVD+/-R/RW, CD-R/RW. Die aktuellen BD-Player können normalerweise, mit Ausnahme der DVD-RAM, sämtliche Disc-Formate wiedergeben.

Tipp

Wenn Sie über Videoaufnahmen, die auf DVD-RAM gespeichert sind, verfügen, dann sollten Sie nachfragen, welche BD-Player dieses Format abspielen können.

 

2. Media-Player und Netzwerk-Player

Gehören auch Sie zu der Gruppe von Endverbrauchern, die einen Großteil ihrer Video- und Audiodateien auf der Festplatte ihres Rechners oder einem dedizierten Server/NAS im Netzwerk gespeichert haben? Wenn Sie diese dann über Ihre Stereo- oder Surroundanlage abspielen wollen, empfiehlt sich eine Anbindung der Anlage an das Heimnetzwerk. Hierfür benötigen sie einen Netzwerk-Player, der in der Lage ist, sämtliche Audio- und Videoformate, die Sie auf Ihrer Festplatte oder dem Server/NAS gespeichert haben, wieder zu geben. 

Da die meisten Blu-Ray-Spieler über einen Netzwerk-Player bzw. integrierten DLNA-Client verfügen, bietet sich die Möglichkeit diesen für die Wiedergabe der Inhalte vom Rechner zu nutzen. Die meisten BD-Player mit Netzwerk-Option bieten sogar eine kabellose Anbindung an das Heimnetzwerk (W-LAN). Während vor nicht allzu langer Zeit die Integration ins Netzwerk noch relativ umständlich war und die Betriebssicherheit kaum überzeugte, ist der Vorgang der Einbindung mittlerweile selbst von Laien komfortabel und problemlos zu bewältigen. Dank schlüssiger Integration in die grafische Benutzeroberfläche stellt auch die Bedienung den Anwender vor keine Probleme.

Für alle, mit geringerer Affinität zum Computer, die einfach nur hin und wieder mal einen Film oder Musik von der Festplatte über die Heimkino-Anlage genießen möchten, besteht die Option, Film oder Musik auf einen USB-Stick, eine externe Festplatte oder z.B. einen DVD-Rohling zu kopieren und mit dem BD-Player abzuspielen. Hierfür reicht ein Media-Player, der in der Lage ist die gewünschten Formate wieder zu geben.

Einrichtungs-Assistenten von Panasonic

Schon während des Einrichtungs-Assistenten wird eine Verbindung zum Heimnetzwerk problemlos hergestellt.

Zugriff auf die NAS

Zugriff auf eine Netzwerk-Festplatte mit einem Panasonic BD-Player.

Die Formatkompatibilität des integrierten Media-Players bzw. Netzwerk-Players ist somit ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium.

Videocodecs: Die wichtigsten Videocodecs sind aktuell MPEG 1MPEG 2 und MPEG 4H264DivXXvidWMVAVCHD und AVCHD-3D. Die brandaktuellen Codec-Formate H.265 bzw. HEVC spielen momentan noch eine untergeordnete Rolle. Darüber hinaus gibt es die Container-Videoformate AVIMP4 und MKV.

Audiocodecs: Gängige Audiocodecs sind MP3FLACAPPLE LOSSLESSAACWMA und OGG. Als wichtige Container-Tonformate sind WAV und AIFF zu nennen.

Abschließend müssen noch das Bildkompressionsverfahren JPEG, sowie der Container für JPEG Dateien namens MPO, der es ermöglicht 3D-Bilder zu speichern, genannt werden. Bitmap- und PNG-Dateien werden zwar meist unterstützt, sind aber für die konventionelle Anwendung eher unerheblich.

Während die meisten aktuellen BD-Player den Großteil der oben angeführten Videocodecs und Container-Videoformate wiedergeben können, solange sie via USB oder – bei integriertem Netzwerk-Player – über das Netzwerk zugespielt werden, sieht es beim Abspielen von CD-, DVD-, und BD-Rohlingen schon deutlich ungünstiger aus. Hier können häufig nur deutlich weniger Video-Formate wiedergegeben werden. Der Grund besteht darin, dass vom Hersteller gesondert Lizenzgebühren zu entrichten sind. 

Kinderleichte Bedienung wenn man schnell etwas aufnahmen will Next

Kinderleichte und intuitive Bedienung mit wenigen Tasten; Bildquelle: Panasonic

Informieren Sie sich also, ob der Player die auf Ihren Rohlingen gespeicherten Formate wiedergeben kann.

Auch im Audio-Bereich sieht es nicht ganz so üppig aus. Lediglich der MP3-Codec ist Standard. Aber selbst wenn einige BD-Player in der Lage sind z.B. FLAC-Dateien wieder zu geben, stellt sich immer noch die Frage, bis zu welchen Auflösungen und in welcher Qualität dies möglich ist.

Auch hier gilt das zum Thema CD-Wiedergabe gesagte: Für unkomprimierte oder gar hoch-auflösende Audiocodecs bzw. Audio-Container empfiehlt sich im Regelfall die Anschaffung eines hochwertigen, auf Audio-Formate spezialisierten externen Netzwerk-Spielers, da die Klangqualität bei einem solchen Gerät weit überlegen ist.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Wiedergabe von Fotos im JPEG-Format ein Standard ist, der von praktisch allen Geräten beherrscht wird. 3D-Fotos im MPO-Container können dagegen nur von sehr wenigen BD-Playern abgespielt werden. Auch die Wiedergabe von AVCHD beherrscht längst nicht jeder Player. Das gilt in noch drastischerer Form auch für 3D-Filme, die mit der Videokamera im AVCHD-3D-Format aufgenommen wurden.

Ein praktisches Feature ist in diesem Zusammenhang der SD-Eingang. Er bietet allen, die ihre Fotos nicht erst auf den Rechner oder einen USB-Stick überspielen möchten, die Möglichkeit Fotos direkt von der SD-Karte wieder zu geben.

Beachten Sie, dass aktuelle Fernsehgeräte häufig ebenfalls über Netzwerk- und Media-Player verfügen, die prinzipiell über die gleichen Eigenschaften verfügen, wie ihre Pendants in den BD-Playern. Lediglich die Wiedergabe selbst bespielter CD-, DVD- und BD-Rohlinge ist nicht möglich.

Tipps

Die meisten BD-Player können alle gängigen, über ihren USB-Eingang zugespielten, Video-Codecs und –Container wiedergeben. Ist ein Netzwerk-Player integriert, so gilt dies ebenso für Inhalte, die über das Netzwerk zugespielt werden.

Bei selbst bespielten Discs ist die Formatkompatibilität dagegen deutlich eingeschränkt. Erkundigen Sie sich ob Ihr Wunschgerät die Formate auf ihren selbst bespielten Discs wiedergeben kann.


MP3 wird als Standard-Audio-Format von praktisch jedem BD-Player beherrscht.

Unkomprimierte oder gar hoch auflösende Audio-Formate sollten über externe Netzwerk-Player abgespielt werden, da hier die Klangqualität deutlich besser ist.

Wenn Sie 3D-Fotos wiedergeben möchten, achten Sie darauf, dass der BD-Player das Format MPO beherrscht.

Wenn Sie Videos, die mit der eigenen Kamera im Format AVCHD oder AVCHD-3D aufgenommen wurden, abspielen möchten, erkundigen Sie sich, welche Geräte diese Formate beherrschen. Das Angebot ist derzeit, insbesondere für AVCHD-3D sehr gering.


Sollte Ihr Fernsehgerät bereits über einen Netzwerk- bzw. Media-Player verfügen, der alle Formate, die Sie benötigen, abspielt, dann können Sie dieses Thema beim BD-Player getrost übergehen.

 

3. Die 3D-Wiedergabe

Die Wiedergabe von 3D-Blu-ray-Discs ist mittlerweile Standard und beinahe alle aktuellen BD-Player sind dazu in der Lage. Anders verhält es sich bei der Umwandlung von 2D- in 3D-Signale. Auch die Wandlung von 2D- in 3D-Signalen ist in den meisten Geräten integriert. Dieses Feature wird jedoch schon von den meisten 3D-Fernsehgeräten beherrscht und die Qualität der konvertieren 3D-Wiedergabe ist ohnehin sehr überschaubar. Es handelt sich also keinesfalls um ein zwingend erforderliches Feature.
 

4. Die Möglichkeiten im Internet

BD-Player unterscheiden sich derzeit erheblich in der Quantität der nutzbaren Internet-Dienste. Während einige wenige Geräte lediglich BD-Live-Downloads anbieten, lässt das Programmangebot bei anderen Geräten kaum noch Wünsche offen. Im Idealfall verfügt der BD-Player über einen Web-Browser samt Flash-Player. Sogar der Anschluss einer USB-Tastatur oder die Bedienung des Players via Smartphone oder Tablet wird angeboten, wodurch der Bedienkomfort im Netz erheblich gesteigert wird.

Viele Geräte, darunter auch günstige BD-Player im Einstiegs-Segment, bieten mittlerweile ein vollwertiges Smart-TV-Portal, wie es auch bei aktuellen TV-Geräten zum Einsatz kommt. Damit kann man dann auf Mediatheken verschiedener Sender zugreifen und es lassen sich Video-On-Demand-DiensteInternetradio oder News-Services nutzen. Das  kann durchaus praktisch sein, ist man aber im Besitz eines aktuellen TV-Gerätes, ist ein zweites Portal nicht unbedingt notwendig.

Tipp

Sollten Sie beabsichtigen mit dem BD-Player im Internet zu surfen, achten Sie darauf, dass ein Browser samt Flash-Player an Bord ist. Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob der Anschluss einer USB-Tastatur möglich ist.

 

5. Die Skalierung auf 1.080 Zeilen und 4K

Praktisch jeder BD-Player ist in der Lage PAL-Signale auf 1.080 Zeilen zu skalieren. Da dies aber nur dann sinnvoll ist, wenn der Scaler im Player seinem Kollegen im Fernsehgerät überlegen ist, sollte man vergleichen, was die besseren Bildergebnisse liefert. Grundsätzlich von Nachteil ist die Skalierung durch den BD-Player, wenn Sie noch über ein Fernsehgerät mit weniger als 1.080 Zeilen verfügen. 

In diesem Fall muss der Scaler im TV-Gerät das vom Player hoch gerechnete Signal wieder in die (niedrigere) physikalische Auflösung des Bildschirms umrechnen. Da bei beiden Skalierungsprozessen Artefakte entstehen, führt dieses „Hin- und Her- Rechnen“ immer zu schlechteren Ergebnissen, als die Ausgabe des Signals in seiner natürlichen Auflösung. Es ist deshalb sinnvoll, wenn der BD-Player über die Einstelloption verfügt, Bildsignale grundsätzlich in ihrer nativen Auflösung auszugeben. Leider ist dies längst nicht bei allen Blu-Ray-Spielern der Fall.

Eine Skalierung auf die UltraHD-Auflösung, die mittlerweile im TV-Bereich immer mehr zum Standard wird, ist zwischenzeitlich auch in einer größer werdenden Anzahl an Blu-ray Playern zu finden. Optimale Voraussetzungen sind hier ein HDMI 2.0-Ausgang inkl. HDCP 2.2-Zertifizierung und eine leistungsfähige Video-Sektion. Wie schon bei FullHD macht hier eine Skalierung nur Sinn, wenn der Scaler der Programmquelle seinem Pendant im Wiedergabegerät überlegen ist.

Tipp

Wenn Sie noch über einen Fernseher ohne Full-HD-Auflösung verfügen oder der Scaler Ihres Fernsehgerätes sehr hochwertig ist, empfiehlt es sich alle Signale vom Blu-Ray-Player in ihrer nativen Auflösung auszugeben. Fragen Sie nach, ob der Player Ihrer Wahl über diese Einstelloption verfügt.

 

6. Die Recording Funktionen

6.1 Das Aufzeichnen der Fernsehprogramme

Aktuell bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten Fernsehprogramme aufzuzeichnen:

  1. Aufzeichnen auf eine externe Festplatte oder einen USB-Stick (PVR).
  2. Aufzeichnen auf eine im Gerät integrierte Festplatte.

Prinzipiell kann man sagen, dass Geräte mit integrierter Festplatte etwas leichter zu handhaben sind und einen für die Programmaufnahme deutlich größeren Funktionsumfang vorweisen. Zudem kann man mittlerweile auch bei diesen Geräten per USB weitere Festplatten anschließen, um eine noch höhere Kapazität und großzügigere Archivierungsmöglichkeiten zu erreichen. Wie reine PVR-Geräte wird die Festplatte im Normalfall aber vom BD-Player/Recorder in einem proprietären Dateiformat formatiert, so dass nur das Gerät selbst die Festplatte lesen und beschreiben kann. Wird der Recorder dann irgendwann ersetzt, kann das zum Verlust des Videoarchives führen.

Tipp

Wenn Sie planen einen BD-Player mit PVR zu kaufen erkundigen Sie sich nach der Formatierung.

 

Unterschiedliche Aufnahmequalitäten führen zu unterschiedlichem Platzbedarf auf der Festplatte

Unterschiedliche Aufnahmequalitäten führen zu unterschiedlichem Platzbedarf auf der Festplatte. Zum Vergrößern aufs Bild klicken ...

Panasonic bietet mit seinen Blu-ray Recordern sogar die Möglichkeit, gespeicherte Filme auf Blu-ray oder DVD zu brennen und damit zu archivieren. Je nach Kompression können hier mehrere Stunden Sendematerial auf eine Disc gebrannt werden. Vorsicht ist doch auch hier geboten, denn auch die gebrannten BD-Rohlinge können nicht von jedem beliebigen BD-Player wiedergegeben werden.

Ein weiterer Vorteil der Panasonic-Geräte mit integrierter Festplatte ist die integrierte DLNA-Serverfunktion. Anderen DLNA-Clients im Netzwerk werden die auf der Festplatte befindlichen Aufnahmen zur Verfügung gestellt und können dann über das Netzwerk wiedergegeben werden.

Für die Aufzeichnung von TV-Programmen ist darüber hinaus ein TV-Empfangsteil, das der individuellen Empfangssituation gerecht wird (DVB-CDVB-SDVB-T), erforderlich. Auch hier sind praktisch alle Varianten im Angebot. Panasonic bietet bei seinen Geräten sogar einen DVB-S Twin-Receiver, der es ermöglicht zwei verschiedene Programme gleichzeitig aufzunehmen.

Panasonic bietet mit seinem Flaggschiff-Blu-ray-Recorder DMR-BST 845 im HD-Bereich über 5 unterschiedliche Aufnahmequalitäten und im SD-Bereich stehen 4 Qualitäten zur Verfügung. Je nachdem in welcher Auflösung man seine Aufnahmen speichern möchte, passen auf die eingebaute 1-Terabyte-Festplatte 157 (HG) oder bis zu 1.293 Stunden (EP) Aufnahmen. Detailierter Infos liefert nebenstehende Tabelle von Panasonic.

Tipp

Achten Sie darauf, dass der Recorder über die Empfangsteile verfügt, die Sie bei Ihrer individuellen Empfangssituation (DVB-C, DVB-S; DVB-T) benötigen. Außerdem sollte (außer bei DVB-T) CI+ (mit Legacy-CAM Freigabe) bzw. HD+ an Bord sein. So ist eine optimale Zukunftssicherheit geboten.

 

6.2 Weitere Aufzeichnungsfunktionen

Neben der Aufzeichnung von Fernsehprogrammen bieten einige Recorder die Möglichkeit Musik, die von einer CD zugespielt wurde auf der integrierten Festplatte oder einen externen USB-Stick zu speichern (Ripping). Die Archivierung ist dabei in verschiedenen Formaten und Auflösungen möglich, so dass der Recorder als Musikarchiv genutzt werden kann. Darüber hinaus gibt es auch für via USB zugespielte Videos oder Fotos Archivierungsmöglichkeiten auf der Festplatte. Da es in diesem Bereich aber kaum einmal zwei Geräte gibt, die vergleichbare Möglichkeiten bieten, soll an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden.

Hochwertige, aktuelle Recorder bieten zudem die Möglichkeit einer Remote-AufnahmeHat man beispielsweise eine Timer-Programmierung zuhause vergessen, kann man dies recht unproblematisch über das Internet nachholen. Der jeweilige Recorder fragt in einem vorher festgelegten Zeitraum die Datenbank im Internet nach neu gesetzten Timern ab und zeichnet dann automatisch die gewünschte Sendung auf. Allerdings muss man bedenken, dass dann der Standby-Verbrauch des Gerätes etwas ansteigt.

Tipp

Wenn Sie neben Fernsehprogrammen noch weitere Inhalte auf der integrierten Festplatte Ihres Recorders speichern möchten oder Inhalte von der Festplatte auf einen externen Speicher überspielt werden sollen, erstellen Sie sich eine Liste, welche Inhalte Sie wohin kopieren möchten und erkundigen Sie sich, welches Gerät Ihrem individuellen Anforderungsprofil gerecht wird. Insgesamt ist das Angebot an Recordern vergleichsweise klein.

 

7. Ist es sinnvoll einen teueren Blu-Ray-Player zu kaufen?

Derzeit bieten selbst günstige Einstiegsgeräte eine monumentale Ausstattung, so dass sich dieses Argument für die Anschaffung eines teueren Players nicht eignet. Aber es gibt andere Gründe die für den Kauf eines hochwertigen BD-Players sprechen.

Wie bereits in den vorausgegangenen Kapiteln mehrfach erwähnt wurde, gibt es – auch bei digitaler Übertragung - deutliche Unterschiede in der Tonqualität von BD-Playern, so dass hochwertige Surround-Anlagen nicht von einem Player aus dem 150,- Euro Segment befeuert werden sollten. Diese eignen sich eher für günstige 5.1 Komplettsysteme. Aber schon für etwa 300,- Euro bekommt man eine Klangqualität, die bei der Wiedergabe von Blu-Ray-Discs nur wenige Wünsche offen lässt.

Dennoch kann auch diese Klanqualität noch deutlich gesteigert werden. Nach oben gibt es eigentlich keine Grenzen. Wenn das übrige Equipment entsprechend ist, sind auch im Hochpreis-Segment Unterschiede deutlich wahrnehmbar. Bei der Wiedergabe von Audio-CDs oder Stereo-SACDs liefern nur BD-Player aus dem obersten Preissegment wirklich befriedigende Ergebnisse. Auch die Verarbeitung von hochauflösenden Audio-Dateien, die über das Netzwerk zugespielt werden, erfordert selektierte Komponenten hoher Güte, die bei günstigen Einsteigern schlichtweg nicht zu finden sind.

Panasonic DMR BST 845

Die Test-Redakteure von AREADVD haben dem Panasonic DMR-BST 845 Referenz-Status verliehen. Zitat aus dem Testbericht"Betriebssicherheit und Bedienkomfort trotz der enorm flexiblen und innovativen Funktionen gekoppelt mit toller visueller Performance machen den DMR-BST845 zum Allround-Talent im Wohnzimmer!"

Bei der Bildqualität hält sich hartnäckig das Gerücht, dass selbst günstige Player ihren teureren Kollegen in nichts nachstehen. Vermutlich resultiert dies aus der Tatsache, dass selbst einfache BD-Player eine Bildqualität abliefern, die der zuvor genutzten DVD – oder gar dem Fernsehprogramm in PAL-Auflösung – weit überlegen ist. Wenn Sie aber zu denen gehören, die bei geringem Betrachtungsabstand vor dem 60-Zoll-High-End-Fernseher sitzen, werden Sie schnell feststellen, dass auch bei Blu-Ray-Playern große Unterschiede in der Bildqualität wahrnehmbar sind. Es liegt somit an Ihren Ansprüchen und Sehgewohnheiten, ob es sich lohnt etwas mehr zu investieren.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Verarbeitung, die Optik und Haptik eines High-End-Players zusätzliche Kaufanreize bietet.
 

Fazit

Zusammenfassend lassen sich die o.g. Überlegungen in folgenden "Merksätzen" festhalten:

Merksätze

  • Moderne Blu-Ray-Player und –Recorder bieten eine beinahe schon grenzenlose Ausstattungsvielfalt und Formatkompatibilität, so dass sie sich zu einer Spielwiese für multimediabegeisterte Endverbraucher gemausert haben. Im Grunde lässt sich ein BD-Player für die Wiedergabe fast aller gängigen Audio- und Videoformate nutzen. Auch eine Anbindung an das Heimnetzwerk ist bei zahlreichen Geräten möglich. Oder wollen Sie im Internet surfen? Kein Problem. Und was die Aufnahmefunktionen aktueller Recorder betrifft, so gibt es zahllose Möglichkeiten unterschiedlichste Inhalte von einem Medium auf das Nächste und wieder zurück zu kopieren.
  • Aber eines sollte bei der ganzen multimedialen Vielfalt nicht vergessen werden. Entscheidend ist und bleibt eine hochwertige Bild- Und Tonwiedergabe. Nur so lassen sich die Vorteile high-endiger Fernsehgeräte und Projektoren oder einer hochwertigen Surround-Anlage wirklich nutzen. Und es ist nach wie vor ein Erlebnis Filme und Musik in höchster Qualität zu genießen.
  • Leider macht sich eine Denke breit, die die Wertigkeit eines BD-Players an der Zahl seiner Ausstattungsfeatures misst.
  • Wenn Sie aber zu den Endverbrauchern zählen, denen eine möglichst gute Bild- und Tonqualität am Herzen liegt, sollten Sie diese bei der Auswahl Ihres Players in den Focus stellen. Auch wenn das Wunschgerät dann vielleicht etwas teuerer wird und nicht alle Formate wiedergeben kann, lohnt sich die Investition ganz sicher. Für die Wiedergabe der datenreduzierten Kost vom Rechner tut es dann auch ein günstiger, externer Media-Playerder, der dann, sobald neue Formate auftauchen, problemlos und ohne großen finanziellen Verlust, gegen ein neues in der Formatkompatibilität erweitertes Gerät ausgetauscht werden kann.
 

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