HIFI-REGLER Schnell-Check: OLED oder LCD-TV?

Autor: Carsten Rampacher, AREADVD, exklusiv für HIFI-REGLER, update: 27.01.2017

 

Die Frage, ob man sich einen OLED-TV oder einen LCD-basierten TV kaufen soll, beschäftigt viele Anwender, erst recht, seit immer mehr Hersteller auch organische OLED-TVs mit Ultra HD-Auflösung anbieten. Nur noch Samsung hält ausschließlich an der 2017 erneut verfeinerten Quantum DOT-Technologie, die auf einem Hightech-LCD-Panel mit hochwertiger zusätzlicher Hintergrundbeleuchtung fußt, fest. Wir haben in aller Kürze eine Pro OLED und Pro LCD-Punkteliste verfasst, um ihnen vielleicht weiter zu helfen – 5 Pluspunkte jeder Technologie sowie ein kurzes Fazit helfen bestimmt weiter.

 

Pro OLED

 

Panasonic TX-65EZW1004 OLED-TV

Panasonic TX-65EZW1004 mit besonderes harmonischem Bild

 

  • Bestmöglicher Schwarzwert, da jeder einzelne Pixel bei dieser organischen Paneltechnologie selbst leuchtet. Eine separate Hintergrundbeleuchtung braucht ein OLED nicht
  • Extrem geringe Gehäusetiefe, da die beim LCD-TV zusätzliche Schicht hinter dem Panel fürs Backlight bzw. Edge LED-Backlight in den Bildschirmecken entfällt
  • Absolut homogenes, sattes Schwarz ohne „Halos“ und Inhomogenitäten, die von der Hintergrundbeleuchtung kommen und sich in hellen Flecken/Hot Spots zeigen
  • Authentische Farbwiedergabe, sehr natürlich
  • Augenfreundliches, Kino-gemäßes Bild, ähnlich wie Plasma-TVs früher

 

Fazit

 

Ideal für den klassischen Heimkino-Anwender, der meist bei geringem bis keinem externem Lichteinfall Filminhalte mit bestem Schwarzwert und enorm hoher Natürlichkeit betrachten möchte. Maximale Helligkeiten um 800 Nit (Panasonic 2017er OLED-TV TX-65EZW1004) sind weniger als die Hälfte, die 2017er LCDs aufbieten können, aber dafür ist das Bild schlichtweg extrem angenehm und „brennt“ sich nicht in die Augen. Ideal sind OLEDs, um auch viele Stunden hintereinander Filme anschauen zu können. Nachteile: Hohes Preisniveau, leichtes Panelrauschen.

 

Pro LCD-TV

 

Samsung QLED TV

Samsung QLED-Modell mit 2.000 Nit Leuchtkraft

 

  • Günstigerer Kaufpreis, mehr Auswahl an Modellen mit unterschiedlichen Bildschirmdiagonalen
  • Höhere Bildhelligkeit – gerade, wenn man auch unter deutlichem externem Lichteinfall TV-Sendungen oder Filme verfolgen möchte, eignet sich ein LCD-basierter TV besser. Leuchtstärken von bis zu 2.000 Nit (Jahrgang 2017, Samsung QLED) sorgen für extreme Reserven auch unter schwierigen Bedingungen.
  • Es ist möglich, den praktisch vollen HDR-Effekt mit bestens erkennbarer Kontrastabstufung auch unter Kunstlicht oder bei Tageslicht zu realisieren, wenn man einen leistungstarken LCD-TV mit Direct LED Backlight einsetzt.
  • Praktisch kein Panelrauschen. Während OLED-TVs, genauso wie einst die Plasma-Fernseher, ein zwar geringes, aber sichtbares Grundrauschen aufweisen, rauschen moderne LCD-Panels auch beim genauen Hinsehen nicht.
  • Derzeit längere Lebensdauer und, ganz im Gegensatz zu früheren Angaben, geringerer Energieverbrauch bei LCD-Modellen

 

Fazit

 

Ideal für Anwender, die unter allen Bedingungen einen vollen HDR-Effekt genießen möchten und kein Absinken des Kontrastes bei deutlichem externem Lichteinfall gebrauchen können – sich aber im Gegensatz mit nicht perfekter Helligkeitsverteilung und einem zwar mittlerweile sehr guten, aber nicht perfekten Schwarzwert abfinden können. Der oftmals deutlich günstigere Kaufpreis ist ein weiterer LCD-Pluspunkt.

 

Generell sollte ein neuer Ultra HD-TV, ganz gleich, ob OLED oder LCD, über die Möglichkeit zur Wiedergabe von HDR10-Content verfügen. Viele TV-Hersteller planen Updates für Hybrid Log Gamma, dies ist en HDR-Standard, der von TV-Sendungen in Zukunft verwendet wird. Dolby Vision als dritte HDR-Norm ist noch nicht allzu weit verbreitet derzeit. Hier muss man die weitere Entwicklung abwarten.


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