Das Wesen des Klangs (Seite 2)
08.05.2015

Lesen Sie hier weitere Erklärungen zu häufig verwendeten Klangbegriffen, zusammengstellt und erläutert von René Roland Katterwe
 

Transparent

Das Klangergebnis erscheint durchsichtig, die einzelnen Instrumente sind klar herauszuhören. Alles wirkt sehr luftig und keine Spur matschig.

Trocken

Wiedergabe mit direktem und energiereichem anstelle eines schwabbelnden oder trägen Basses.

Überladen

Ein allzu voluminöser, überpräsenter und gleichzeitig höhenbetonter Klang führt oft zu einem überladenen Klangbild mit hoher Aufmerksamkeitswirkung, aber wenig Homogenität und Entspanntheit der Musikwiedergabe.

Unausgewogen

Der Klang wirkt lästig, die Spachverständlichkeit ist mangelhaft. Eine wirklich musikalische Atmosphäre kommt hier nicht auf, einzelne Instrumente sind schwer erkennbar und vermischen sich zu einem Klangbrei.

Unbeteiligt

Klingen die Musiker lustlos und unbeteiligt, mag keine rechte Spielfreude aufkommen. Ein allzu zurückhaltender Klang, evtl. noch mit schwachen Höhen, ist nur für Hintergrundmusik geeignet.

Undifferenziert

Wenig präziser bis matschiger Klang verhindert das Erkennen aller Instrumente und feinster Details.

Voluminös

Voluminös klingt die HiFi-Anlage dann, wenn Bass- und Grundtonbereich stärker als Präsenz- und Hochtonbereich ausgeprägt sind.

Warm

Bei einem als warm umschriebenen Höreindruck sind leicht zurückgenommene Höhen im Spiel, gepaart mit einer guten Ausprägung des Grundtonbereichs (untere Mitten). Klangwärme erzeugen oft auch die (harmonischen) Verzerrungen eines Röhrenverstärkers.

Weich

Die Musik klingt einschmeichelnd warm, aber ohne Nachdruck in der Basswiedergabe. Mit der mangelnden Präzision kann sich nicht jeder HiFi-Fan anfreunden.

Weiträumig

Lässt die HiFi-Anlage eine imaginäre Bühne oder den Aufnahmeraum erkennen, ist das Klangbild räumlich. Löst sich dieses Bild von den Lautsprechern und geht seitlich darüber hinaus, bezeichnet man es als weiträumig.

Zeitrichtig

Von zeitrichtiger Wiedergabe spricht man dann, wenn alle Details exakt und schnell wiedergegeben werden, ohne dass einzelne Impulse zu träge wirken.

Zurückhaltend

Es treten keine lästigen Eigenschaften hervor, gut geeignet für Hintergrundmusik. Jazz- und Klassikliebhaber bevorzugen diese Klangrichtung eher als Pop-, Techno- und Hard-Rock-Fans.

 

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