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Test: Yamaha DSP-Z9  | TEIL 1

Preview: Carsten Rampacher, AREADVD - update: 08.03.2004
Testassistenz: Matthias Walther-Richters, HIFI-REGLER

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 1. Teil

Yamaha goes High-End: Wem der Yamaha DSP-AZ1 in Punkto Hochwertigkeit, Ausstattung, Einsatzmöglichkeiten, Klangstärke und Leistungsfähigkeit der Endstufen noch nicht ausreicht, kann nun auch zum Topmodell Yamaha DSP-Z9 für ca. 4.500,00 EUR greifen, das nach kleineren "Startproblemchen" nun auch im Handel erhältlich ist - oder sein sollte, denn mit einem solchen "Boom" nach dem neuen Topliner hat selbst der Hersteller nicht gerechnet. Die Folge: Yamaha DSP-Z9 sind momentan nicht leicht aufzutreiben. Wir haben es trotzdem jetzt geschafft und mit unserem titanfarbenen Test-Boliden die ersten umfangreichen Probeläufe durchgeführt. Die Ergebnisse lesen Sie hier in unserem Preview. Bitte beachten Sie bei tiefer gehendem Interesse an diesem AV-Verstärker auch den umfangreichen Anhang zu diesem Bericht, in dem weitere Funktionen des Yamaha DSP-Z9 genau erläutert werden.

Kurzer Überblick

Der Yamaha DSP-Z9 ist mit aufwändiger Technik bis an den Rand gefüllt. Natürlich decodiert der Yamaha DSP-Z9 alles, was "State Of The Art" ist, also THX Surround EX, Dolby Digital 5.1 EX, dts 96/24, dts ES Marix/Discrete 6.1 und dts Neo:6. Einen Dolby Pro Logic IIx-Decoder ist ebenfalls vorhanden. Eingebaut in den THX Ultra 2-zertifizierten AV-Verstärker  sind sieben Endstufen, nach DIN-Norm je 300 Watt stark, und zwei zusätzliche, nach DIN-Norm 90 Watt leistenden Endstufen für die Front Effekt-Beschallung. Der gesamte Aufbau des Geräts ist komplett neu und sehr hochwertig, die niederohmige Digital TOP-ART-Technik erlaubt nach Yamaha ein hohes Stromniveau - die Folge: Eine gesteigerte akustische Dynamik. Des Weiteren hat Yamaha eine besonders ausgefeilte Variante des hauseigenen Einmeßsystems YPAO installiert, das im Yamaha DSP-Z 9 in fünf Stufen arbeitet. Ein übersichtliches On Screen Menü mit separat mitgelieferter Fernbedienung soll helfen, die immense Funktionsvielfalt des Yamaha DSP-Z9 zu kontrollieren. Die DSP-Technik, die im neuen Topmodell zum Einsatz kommt, ist mit den bislang verbauten Programmen kaum noch zu vergleichen, da der Aufwand, der für die Integration betrieben wurde, um ein Vielfaches höher liegt. Der Yamaha DSP-Z9 glänzt ferner mit einem i.link-Terminal und einem hochklassigen internen Video-Scaler, der die DCDi-Technologie von Faroudja nutzt. Die ganzen DSP- und Akustik-Fähigkeiten des Yamaha DSP-Z9 hat Yamaha unter dem Namen Digital ToP-ART (Total Purity Audio Reproduction Technology) als hauseigene Entwicklungs-Philosophie zusammengefasst. Sie kombiniert zeitgemäße, hochwertige Digital-Lösungen mit durchdachten Schaltungsaufbauten, um die Klangqualität zu verbessern, verspricht Yamaha.

Verarbeitung

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

In Bezug auf das Finish schneiden Yamaha AV-Verstärker und -Receiver in unseren Test-Reihen generell sehr gut ab. Dies zeigen beispielsweise die Test-Berichte des Yamaha DSP-AZ1 und des Yamaha RX-V1400. Da der Yamaha DSP-Z9 jedoch in Bezug auf die Preisklasse Neuland für Yamaha darstellt, waren wir gespannt, was an Verarbeitungs-Mehrwert geboten wird. Wie wir es uns schon beinahe dachten: Der Yamaha DSP-Z9 ist auch in Bezug auf die Verarbeitung eine Klasse für sich, und zwar nicht nur im Vergleich mit seinen günstigeren Markenkollegen: Mach ähnlich kostspieliger Konkurrent hinterlässt nicht so einen First-Class-Eindruck wie der Yamaha DSP-Z9, der schon durch die opulenten Abmessungen auf sich aufmerksam macht.

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 1. Teil

Während das große DOT Matrix-Display noch Yamaha-Standard ist und sich ebenfalls in Highend-Kreisen ausgezeichnet macht, ist auch die gesamte Gehäuseverarbeitung dem hohen Preisniveau absolut angemessen. Alle Bedienelemente des Yamaha DSP-Z 9, die auf der sauber und aufgeräumt gezeichneten Front hinter einer massiven Klappe verborgen sind, liegen exzellent in der Hand und wirken wie für die Ewigkeit gemacht.

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Die Geräterückseite zeigt ebenfalls puren Luxus: Der Yamaha DSP-Z 9 bietet groß dimensionierte, sehr hochwertig verarbeitete Schraubverschlüsse für die Einführung des Lautsprecherkabels - oder, in dieser Preisklasse eigentlich eher der Bananenstecker. Ist das Verkabeln ansonsten eher Frust anstatt Freude, hier macht es richtigen Spaß. Ähnlich erstklassige Anschlüsse bringen lange nicht alle Konkurrenten mit, eine sehr wertige Lösung findet sich aber z.B. beim Pioneer VSA-AX10i-S. Top ausgeführt beim Yamaha DSP-Z 9 sind auch alle restlichen Anschlüsse, die Passung ist hervorragend, und die Kontaktsicherheit ist nahezu optimal.

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 1. Teil

Das mitgelieferte Messmikrophon für das YPAO-System (mehr dazu im weiteren Verlauf des Textes) ist ebenfalls von ausgezeichneter Qualität. Nicht ganz in dieses Bild passt lediglich die erste der zwei mitgelieferten Fernbedienungen. Die zweite, sehr kleine und kompakte Fernbedienung ist für das aufwändige grafische User-Interface und dessen komfortable Bedienung gedacht. Die Verarbeitung kann hier überzeugen. Die erste "Haupt-Fernbedienung" (Bild siehe unten) ist ein alter Bekannter noch aus den Tagen des Yamaha DSP-AX1. In der Preisklasse bis 2.500,00 EUR mag ein solches IR-Bedienteil noch angemessen sein, in der 4.500,00 EUR-Bolidenklasse aber kann der Kunde wahrlich mehr erwarten. Viele Konkurrenten (z.b Marantz, Denon oder Pioneer) liefern hier aufwändige Touchscreen-Kontrolleinheiten mit, die teilweise sogar den bidirektionalen Datentransfer zulassen. Da wirkt die Yamaha-Fernbedienung wie aus einer vergangenen Epoche stammend. Einem solchen Highend-Gerät wie dem zudem auch noch außerordentlich schönen Yamaha DSP-Z9 ist diese qualitativ ordentliche, aber keinesfalls überdurchschnittliche Fernbedienung nicht angemessen.

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Ausstattung und Technik

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Genauso wie andere aktuelle Yamaha-Modelle bringt auch der Yamaha DSP-Z 9 den für Dolby Digital und dts geeigneten Night Listening Modus mit, ebenso ist Silent Cinema (für ein Hören von DSP-nachbearbeitetem Klang mit einem normalen Stereokopfhörer) mit an Bord. Silent Cinema entpuppte sich bei ersten Test-Läufen als prima funktionierende Alternative für den nachbarnfreundlichen Surroundgenuss. Das gesamte Klangbild überzeugt durch Klarheit, guten Aufbau und einer erstaunlich präzisen Ortungsmöglichkeit für die Effekte.

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 1. Teil

An Anschlüssen bringt der Yamaha DSP-Z 9 natürlich eine extrem große Auswahl mit, unter anderem steht auch in i.link-Terminal zur Verfügung. An den Yamaha DSP-Z 9 können mittels dafür vorgesehener Vorverstärkerausgänge gleich zwei aktive Subwoofer angeschlossen werden. Die vielen YUV-Eingänge des Yamaha DSP-Z9 belegen eindrucksvoll die Rolle, in der der Hersteller sein Elitemodell sieht: Er ist die Highend AV-Schaltzentrale und auch für Videosignale aller Art - der interne, später genau beschriebene Videoprozessor macht es möglich - erste Anlaufstation. 

Wer trotz allen modernen Alternativen nach wie vor einen Schallplattenspieler betreibt, wird sich über den Phono-Eingang freuen. Signale, die über den analogen Achtkanal-Eingang geschleust werden, lassen sich mit den DSP-Programmen wiedergeben, per Bassmanagement an die Lautsprecher-Größe anpassen und per Zeitverzögerung korrekt positionieren. Die Terminals für die Einführung des Lautsprecherkabels bzw. der Bananenstecker sind besonders hochwertig. Selbstverständlichkeiten der Preisklasse: Die Vergoldung der Buchsen und der Kaltgerätestecker-Anschluss.

Nun stellen wir die technischen Details genau vor.

Konstruktion

Damit ein AV-Verstärker der Edelklasse ein herausragendes Klangerlebnis bietet, ist eine aufwändiger Aufbau eine wichtige Grundvoraussetzung. Yamaha hat hier einiges getan, um dem Anspruch dieser Geräteklasse gerecht zu werden.

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 1. Teil

Der mechanische Aufbau des Yamaha DSP-Z 9 unterscheidet sich grundsätzlich von allen vorherigen Yamaha Verstärkern: Horizontal ist der Verstärker symmetrisch aufgebaut mit dem Netzteil in der Mitte des Yamaha DSP-Z9. Dies sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung, einen stabilen Ruhestrom und minimiert das Übersprechen zwischen den linken und rechten Kanälen. Vertikal ist der Aufbau etagenförmig mit steigender Signalfrequenz von oben nach unten. Durch diese Struktur minimieren sich die Einflüsse unterschiedlicher Signale
und Kanäle aufeinander. Ergebnis dieser Vorgehensweise: bessere räumliche Abbildung und ein klarer, offener Klangcharakter. Dass dies keine leeren PR-Versprechungen sind, demonstrierte der Yamaha DSP-Z 9 in unseren Test-Reihen: Die weit überdurchschnittlich klare, sehr weiträumige Abbildung war selbst bei hohen Pegeln herauszuhören. Damit untermauert der Yamaha seinen Anspruch auf eine Führungsposition bei allen AV-Verstärkern dieser Welt eindrucksvoll.

Hochwertige Baugruppen

Ein AV-Verstärker, der superb klingt, muss bereits "an der Basis", sprich bei den Kondensatoren und dem Trafo, mit besonders hochwertigen Bauteilen dienen können. Yamaha hat beim Yamaha DSP-Z9 nicht gespart: 

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

  1. Extra grosser Rinkern-Transformator
  2. Besonders große, spezial-gefertigte Block-Elektrolyt-Kondensatoren (28.000µF)
  3. Schottky-Sperrdiode für hohe Verstärkung und hohen Geräuschspannungsabstand
  4. Goldbeschichtete gigantische Lautsprecherrterminals
  5. Direct-Signal-Path-Lautsprecher-Relais
  6. Selektierte Bauteile

Yamahas Spezialitäten waren schon immer die aufwändigen "hausgemachten" DSP-Programme. Für das neue Spitzenmodell, Yamaha DSP-Z9, hat man sich besonders viel einfallen lassen, um die DSP-Performance weiter zu steigern. Die neuen DSP-Programme mit hoher Auflösung erklimmen mit einer im Vergleich zu den DSP-Vorgänger-Programmversion dreifachen Datendichte neue akustische Höhen bei der Nachbearbeitung. Das Angebot an Programmen ist nach wie vor extrem groß. Gleich in achtfacher (!) Ausfertigung ist der neue Yamaha 32-Bit-Prozessor LSI YSS-930 verbaut. Ein sechsmal höherer Qualitätsstandard als beim beim vorherigen DSP System wird von den Soundexperten von Yamaha versprochen. Zwar hat der Yamaha DSP-AZ1 mit 44Bit eine feinere Amplitudenauflösung, aber weniger und damit ungenauere Daten als Grundlage. 96kHz/24Bit Signale können jetzt direkt verarbeitet werden, ferner ist eine  96kHz/24Bit A/D Wandlung von analogen Mehrkanal Signalen möglich. Für die Signalverarbeitung zuständig sind vier YSS930-Chips. Im Vergleich zu den neuen, in ihren Preisklassen hervorragenden AV-Receivern Yamaha RX-V1400 und Yamaha RX-V2400 benötigt die Verarbeitung der DSP-Informationen beim Yamaha DSP-Z9 die vierfache Rechenleistung. Dies liegt an der direkten Verarbeitung von 96 kHz/24-Bit-Signalen und an der Tatsache, dass für jedes DSP-Programm des Yamaha DSP-Z 9 die dreifache Anzahl an Reflexionen für ein nochmals deutlich realistischeres Klangbild zur Verfügung stehen - und zwar für jedes DSP-Programm.

Höchste Klangqualität soll laut Yamaha auch die 4-lagige DSP-Signalverarbeitungsplatine mit eigener DSP-Abschirmung ermöglichen. Alle DSP-ICs und die peripheren Schaltungen sitzen gemeinsam auf einer 4-lagigen Platine, was eine ganze Reihe von Vorzügen mit sich bringen soll: Die Abmessungen sind kleiner (2/3 der vorangegangenen Yamaha-Modelle), damit ergeben sich auch kürzere Signalwege und es bleibt mehr Raum für große Netzteil-Komponenten. Digitale Interferenzen verringern sich durch und die Impedanz fällt außerdem niedriger aus.  Selbstverständlichkeit in dieser Preisklasse: Für alle Kanäle stehen exzellente Burr Brown-Digital/Analog-Konverter (192 kHz/24-Bit) vom TypPCM-1792 zur Verfügung.  

GUI-Konzept

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9DVD-Player warten in vielen Fällen mit einem ansehnlichen Graphical User Interface (GUI) auf. Die On Screen Menüs praktisch aller AV-Verstärker jedoch haben einen extrem nüchternen Touch, zudem vereinfachen keinerlei grafische Darstellungen das Set-Up. 

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Yamaha entwickelte daher für den Yamaha DSP-Z9 ein komplett neues richtiges Graphical User Interface, für dessen akkurate Bedienung sogar eine kleine, kompakte und übersichtliche Zweit-Fernbedienung neu konzipiert wurde. Das neue System arbeitete zu unserer vollsten Zufriedenheit, lediglich nach der Beendigung des automatischen Lautsprecher-Setups (mehr dazu unter dem nächsten Punkt im Text) würden wir uns eine klarere Struktur wünschen, so dass der Anwender sicher sein kann, dass alle Einstellungen auch tatsächlich gespeichert wurden. Die Gestaltung der Menüs ist den Yamaha-Entwicklern ganz ausgezeichnet gelungen, die attraktive Optik untermauert den Anspruch des Yamaha DSP-Z9, ein echtes Highend-Gerät zu sein.

Großer Vergleichs-Test: Das leisten die Top-AV-Boliden  - 2. Teil

Jede Funktion kann, falls gewünscht, anstatt am Hauptgerät und dessen Display beziehungsweise mit der Hauptfernbedienung auch mit der kleinen Zweitfernbedienung und dem GUI eingestellt werden. Im Display des Yamaha DSP-Z9 erscheint dann der Schriftzug "GUI", um zu verdeutlichen, dass nun über das GUI justiert werden kann. Wie das Bild oben zeigt, ist es so z.B. auch möglich, einfach und übersichtlich die Einstellungen für Dolby Pro Logic IIx vorzunehmen. 

Weitere Benutzeroberflächen des GUI als kleine Thumbnails:

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Wem es zu umständlich ist, das Bildwiedergabegerät immer mitlaufen zu lassen, kann die Basiseinstellungen, die für den Betrieb notwendig sind, über das GUI vornehmen und die Justagen, die während des weiteren Betriebs nötig sind, selbstverständlich auch mit der Hauptfernbedienung und dem Geräte-Display ausführen. Der Yamaha DSP-Z9 bietet für jeden Wunsch die passende Lösung.

YPAO (Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer) in fünfstufiger Ausführung

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

In besonders aufwändiger Version verbaut Yamaha ins neue Topmodell - Yamaha DSP-Z9 - auch das mittels eines Messmikrophons automatisch die Lautsprecher einmessende YPAO. Oben auf dem Schaubild sind die verschiedenen Schritte im einzelnen verdeutlicht. Die fünf Schritte nochmals aufgezählt:

  1. Überprüfung, ob die Lautsprecher korrekt angeschlossen sind
  2. Optimierung der Einstellung der Lautsprecher-Größe ("small" oder "large", bei der Verwendung eines THX-lizensierten Lautsprechersystems entfällt diese Einstellung)
  3. Pegelabgleich, damit jede Lautsprecherbox am Hörplatz gleich laut klingt
  4. Abstand der einzelnen Boxen zur Hörposition (Time Alignment)
  5. Linearisierung des Frequenzgangs

YPAO kann den Lautsprecher-Abstand in bis zu 24 Metern Entfernung vom Referenzlautsprecher korrigieren. Mittels eines parametrischen 10-Band-Equalizers wird eine Frequenzganglinearisierung übe alle 9.1 Kanäle vorgenommen. Wieso Yamaha auf diesen sehr aufwändigen Typ Equalizer setzt, verdeutlicht unser Mini-Exkurs.

Mit einem Equalizer kann grundsätzlich der Klang verändert werden. Er besitzt einen oder mehrere Regler, die dann für die Bearbeitung von bestimmten Frequenzen oder  Frequenzbändern zuständig sind. Bei einem HiFi -Verstärker und bei vielen einfacheren AV-Receivern und -Verstärkern finden sich meist zwei Regler für die Höhen und Bässe (auch "Treble" und "Bass" genannt) - somit ist dies ein  - sehr simpler und grob unterteilter - 2- Band Equalizer mit festgelegten  Bereichen, die angehoben beziehungsweise abgesenkt werden können. Einen Schritt weiter geht ein semi-parametrischer Equalizer, der zusätzlich einen Regler besitzt, mit dem  man die Frequenz (Tonhöhe) festlegen kann, in dem er arbeiten soll. Man kann ihn also so verschieben, so dass er nicht mehr z.B. sehr tiefe Frequenzbereiche, sondern mehr den Oberbassbereich oder die Mitten bearbeiten soll. Dieser semi-parametrische EQ hat den Vorteil, dass man gezielt die zu  bearbeitende Frequenz anwählen kann. (Voll-)parametrsiche Equalizer bringen nochmals erweiterte Einsatzmöglichkeiten mit. Sie verfügen außerdem noch über einen Regler, der die Breite beim Eingreifen festlegt.

Dadurch können z.B. ganz bestimmte Frequenzen verändert werden, was in der Praxis exakte akustische Anpassungen ermöglicht. Wenn man z.B. eine störende Raumresonanz hat, kann man das Filter ganz  schmal einstellen und genau diesen Ton absenken, ohne dass benachbarte 
Töne verändert werden. Somit bleiben zu große und damit die Gesamtharmonie nachhaltig störende Veränderungen im Klangbild aus. Hier nochmals die Vorteile eines vollparametrischen Equalizers in der Übersicht:

Der Einfluss eines Equalizers hängt von drei Parametern ab:

  • Frequenz: Der EQ wirkt sich am meisten auf eine Frequenz aus, die man normalerweise als Mittenfrequenz bezeichnet.
  • Pegel: Dieser Wert bezieht sich auf das Maß der Begrenzung (in dB), auf das der Equalizer eingestellt ist
  • Bandbreite. Die Bandbreite gibt Auskunft über die Größe des Frequenzbereichs, über den der EQ wirksam ist (englisch "Bandwidth" oder, kurz, "Width")

Nur mit einem parametrischen Equalizer lassen sich alle drei genannten Faktoren unabhängig voneinander einstellen, wie man auch im nun folgenden Schaubild erkennen kann:

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Der Arbeitsbereich des PEQ im Yamaha DSP-Z9 zwischen 20Hz und 20kHz ist in 17 Bänder unterteilt. Von diesen werden beim der automatischen Equalizing bis zu 10 Bänder eingesetzt. Der PEQ bietet drei Wahlmöglichkeiten: a) Linear oder b) Anpassung an die Stereo-Lautsprecher beziehungsweise ) eine benutzerdefinierte Einstellung. Der PEQ lässt sich auch unabhängig vom YPAO im Cinema EQ nutzen, unter der Einstellung "Auto Setup PEQ."

Zu den Einzelheiten:

  • Frequency: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten (Inkrementen) von einer drittel Oktave zwischen 63 Hz und 16 kHz eingestellt werden.
  • Level: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten von 0,5 dB zwischen -20 und +6 dB eingestellt werden.
  • Q-Factor: Die Breite des spezifizierten Frequenzbandes (siehe oben) wird als Q-Faktor bezeichnet. Dieser Parameter kann zwischen 05, und 10 eingestellt werden.

YPAO  - mehr zu unseren Erfahrungen folgt im nächsten Abschnitt - stellt die Frequenzeigenschaften passend zum individuellen Hörumfeld ein, indem eine Kombination der drei eben genannten Parameter für jedes Frequenzband des parametrischen EQs des Yamaha DSP-Z9 verwendet wird. Wie bereits erwähnt, weist der Yamaha 10 Equalizer-Frequenzbänder für jeden Kanal auf. Hinzu kommen 5 Subwoofer-Frequenzbänder. Die Verwendung von mehreren EQ-Frequenzbändern stellt eine möglichst genau Justage der Frequenzeigenschaften sicher. Mit einem EQ-Frequenzband ist eine so akkurate Bearbeitung und somit auch eine so genaue Anpassung an Lautsprecher und Hörraumakustik nicht möglich. 

Im folgenden Abschnitt wollen wir unsere Erfahrungen mit YPAO schildern. Nach dem Yamaha RX-V1400RDS ist der Yamaha DSP-Z9 das zweite Gerät mit dem automatischen Einmeßsystem. 

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

YPAO ermöglicht es dem Endanwender, alle wichtigen Einstellungen für optimalen Surround-Klang automatisiert vorzunehmen. Dazu wird ein Mikrofon am Sitzplatz des Zuhörers positioniert. Voraussetzung für eine effektive Arbeitsweise ist, dass im Hörraum kein übertriebener Geräuschpegel herrscht. Wie unsere Testreihen zeigten, ist es am besten, wenn für die Zeit des Einmessvorgangs absolute Ruhe im Hörraum ist. Yamaha gibt ferner den Ratschlag, dass an einem eventuell angeschlossenen aktiven Subwoofer der Ausgangspegel auf etwa die Hälfte (oder geringfügig weniger) und die Cross-Over-Frequency (Übernahmefrequenz des Subwoofers) auf den maximal möglichen Wert eingestellt sind. 

Zuerst überprüft YPAO die korrekte Verkabelung aller Lautsprecher und hat unter anderem auch die Aufgabe, falsche Polaritäten aufzudecken. Dies ist in der Theotrie auch ein guter Ansatz, denn nicht korrekt gepolt angeschlossene Boxen machen durch ein diffuses und bassschwaches Klangbild auf sich aufmerksam. In der Praxis jedoch scheint es mit der Erkennung der richtigen und der falschen Polarität noch Probleme zu geben, so lieferte unser Test-Gerät bei mehreren Versuchen immer die Fehlermeldung, dass einer der beiden Surround-Lautsprecher nicht richtig angeschlossen wäre. Sofort prüften wir mit dem Ergebnis nach, dass alles seine Richtigkeit hat - YPAO hat die korrekte Polung nicht erkannt. Yamaha greift hier auch direkt schon in der Bedienungsanleitung vor und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Meldung einer falschen Polung - je nach dem verwendeten Lautsprecher-System - selbst bei korrektem Anschluss auftreten kann.

In den weiteren Shritten werden mittels spezieller Test-Töne die Distanz und die Größe der jeweiligen Box vom Hörplatz ermittelt. Wer THX Ultra-zertifizierte Lautsprecher verwendet, kann via OSD den Punkt der automatischen Lautsprecher-Größeneinstellung überspringen. Für THX-Lautsprecher ist grundsätzlich "small" die richtige Größenangabe, so auch bei unserem THX Ultra 2-zertifizierten Test-Lautsprecher-Set Jamo D 7. Dieses System mit zwei Subwoofern kann ebenfalls an den Yamaha DSP-Z9 angeschlossen werden, es stehen zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge auf der Geräterückseite zur Verfügung. Mittels des GUI können die beiden aktiven Subwoofer konfiguriert werden, je nach dem, ob beide Bass-Lautsprecher vorne oder ein Subwoofer vorn und einer hinten im Hörraum zum Einsatz kommt, werden unterschiedliche, leicht verständliche Grafiken eingeblendet, die eine korrekte Einstellung deutlich vereinfachen.

Im manuell anwählbaren Speaker Set Up sollte dann in Bezug auf die übrigen Boxen zur Sicherheit nochmals überprüft werden, ob auch alle Lautsprecher auf "small" stehen und dass die Crossover-Frequenz für den aktiven Subwoofer im Setup THX-konform angewählt ist. 

Zurück zu YPAO. Hier werden die Schallwandler auch an die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst. Mit hohem Aufwand nimmt YPAO auch das Equalizing für jede einzelne Lautsprecherbox vor. Beim Equalizing kann man auf Wunsch nochmals zwischen verschiedenen Grundeinstellungen gewählt werden:

  • Front: Einstellung des Frequenzgangs jedes Lautsprechers in Abhängigkeit von dem Klangbild der verwendeten Frontlautsprecher. Dieser Modus sollte dann Verwendung finden, wenn die Frontlautsprecher eine im Vergleich zum restlichen Boxenequipment deutlich bessere Qualität aufweisen.
  • Flat: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller Lautsprecher. Diese Einstellung ist dann empfehlenswert, wenn alle Komponenten des verwendeten Multichannel Lautsprechersystems von gleicher Güte sind. Bei komplett zusammengehörigen Heimkinosets, bei denen praktisch baugleiche Boxen für alle Kanäle verwendet werden, ist dies die richtige Einstellung.
  • Low: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der Bassfrequenzen Vorrang eingeräumt wird.
  • Mid: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der mittleren Frequenzen Vorrang eingeräumt wird.
  • High: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der hohen Frequenzen Vorrang eingeräumt wird.
  • Skip: Überspringen dieses Punktes, ohne Einstellungen auszuführen.

Nach dem Punkt "Equalizing" kann man wählen, wie der weitere Setup-Vorgang anschließend ausgeführt wird: 

  • Auto: Automatische Ausführung des gesamten Setup-Vorgangs.
  • Step: Pause für Bestätigung zwischen jeder Prüfung des automatischen Setup-Vorgangs.

Insgesamt bietet YPAO eine ausgezeichnete Funktionsvielfalt und eine gute, aber im Falle des Yamaha DSP-Z9 noch nicht makellose Betriebssicherheit. Nach dem Einmessvorgang werden auf Wunsch auf dem OSD alle Ergebnisse angezeigt, so z.B. (siehe Bild unten), die Distanz der einzelnen Lautsprecher zum Hörplatz.

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Insgesamt konnte YPAO aber nicht nur durch die reichhaltige Ausstattung mit Funktionen, sondern ebenso durch die effektive Arbeitsweise gefallen: Die vorgenommenen Einstellungen sind dem verwendeten Lautsprecher-System exzellent angepasst - mit manuellem Set-Up würde man ein Vielfaches an Zeit verbringen und müsste sich zudem ein teures Schalldruckmessgerät zulegen, wenn man den selben Grad an Perfektion realisieren möchte, wie es YPAO ermöglicht. 

Die Unterschiede zwischen den YPAO-Versionen: YPAO im Yamaha DSP-Z9 im Vergleich zum YPAO im Yamaha RX-V2400RDS / Yamaha RX-V1400RDS

Im Yamaha DSP-Z9 arbeitet YPAO mit 4x YSS930 statt eines einzelnen Bausteins. Es werden alle 9 Kanäle plus Subwoofer per parametrischem EQ abgeglichen/linearisiert. Bei den Receivern sind nur 7 Kanäle aktiv. Im Yamaha DSP-Z9 arbeitet der PEQ mit 10 Bändern statt mit 7 wie bei den oben genannten Receivern. Zudem ist der Aufwand an Rechenkapazität bei der Umsetzung von z.B. Delay  und Lautsprechereinstellungen im Zusammenhang mit den grossen  Datenmengen des HD Cinema DSP erheblich größer als bei 
den Receivern. Ebenfalls liefert Yamaha für den Top-Boliden, Yamaha DSP-Z9, ein nochmals besseres Mikrophon mit. Zusätzlich präsentiert sich der Referenz-Abstand (24 Meter anstatt 6 Meter) als stark vergrößert. 

Stereobetrieb

Die Güte der Stereowiedergabe wird auch bei AV-Receivern - gerade bei edlen Modellen - immer mehr zum Thema. Daher hat Yamaha diese Themenkomplex auch besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn auch in Bezug auf die Stereo-Klangqualität soll der Yamaha DSP-Z9 Maßstäbe setzen. Ein neu entwickelter Pure Direct-Modus mit separatem 2-Kanal-Cinch-Eingang auf der Geräterückseite sowie Wahlschaltern auf der Gerätfront und der Fernbedienung gehört daher auch zum Yamaha DSP-Z9. Die Kennzeichen dieser Betriebsart:

  1. Kürzester Signalweg
  2. Kontroller / Prozessor / Display werden weitgehend abgeschaltet - für Video- und DSP sogar das Netzteil
  3. Gilt für 2-Kanal und analoge Mehrkanal-Signale

Als weiteren gibt es den sogenannten "Straight"-Modus (auch hier gibt es einen separaten Schalter auf der Gerätefront und auf der Fernbedienung), der durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

  1. Modus für die Wiedergabe in original Kanalanordnung
  2. Einsetzbar für analoge und digitale Signale
  3. Keine Nachbearbeitung
  4. Lautsprecher Konfigurations-Menu kann genutzt werden
Ebenfalls mit an Bord: Der "Stereo Direct" Modus, zu finden unter den DSP-Programmen und ausschließlich für 2-Kanal Wiedergabe gedacht.
  1. Geeignet für die Wiedergabe analoger und digitaler 2-Kanal Signale
  2. Umgeht alle Nachbearbeitungs- und Konfigurationsprogramme
  3. Drei Modi: Analog, PCM und DSD

Übersicht über die verschiedenen Betriebsarten:

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

i.link

Mittels i.link können DVD Audio- und SACD-Daten auf digitalem Weg aus dem DVD-Player herausgeführt werden. I.link ist eine Handelsmarke für die Norm IEEE1394 ("FireWire"), eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für digitale Audio- und Videodaten. PCs, digitale Camcorder und andere Arten audiovisueller Geräte sind mit einer solchen Schnittstelle schon momentan ausgerüstet, Die Tendenz ist steigend. Da eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und empfangen kann, reicht ein einziges Kabel als Verbindung. Einige edle DVD-Player (z.B. von Pioneer) und einige Highend-Verstärker z.B. von Pioneer, Yamaha und Sony bieten i.link-Buchsen. Damit ein einwandfreier Betrieb gewährleistet ist, sollte man folgende Punkte beachten und folgende Fakten kennen:

  • Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So auch SACD- und DVD Audio-Signale.
  • Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes erforderlich.
  • Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen ihren Partner im jeweiligen Display an.
  • Beim Anschluss mehrerer Geräte werden die aktive Geräte angezeigt
  • Die i-Link Verbindung kann einem Eingang des Yamaha DSP-Z9 zugeordnet werden.
  • Die Richtung des Signalflusses kann festgelegt werden, wahlweise eine oder beide Richtungen zulässig.
  • Daisy Chain-Verbindungen: Werden verwendet, um die Komponenten in einer einzelnen Kette zu verknüpfen. 17 Komponenten inklusive des Yamaha DSP-Z9 können so miteinander verbunden werden.
  • Tree-Verbindungen: Diese Verbindungsart wird verwendet, um die Komponenten in einer verzweigten Baumstruktur miteinander zu verbinden.  dazu braucht man drei oder mehr i.link-Anschlüsse. Bis zu 63 Geräte einschließlich des Yamaha DSP-Z9 kann man auf diese Art und Weise miteinander vernetzen.
  • Das System arbeitet nicht, wenn die Komponenten in einer Schleife miteinander verbunden sind, in der das Ausgangssignal an die Originalkomponente zurückgeführt wird. Wenn man aus Versehen trotzdem eine Schleife erstellt, erscheint im Display des Yamaha DSP-Z9 die Warnmeldung "Loop Connection".
  • Die i.link-Schnittstelle des Yamaha DSP-Z9 beruht auf folgenden Standards: IEEE Standard 1394a-2000, Audio- und Musikdatenübertragungsprotokoll 2.0, die i.link-Schnittstelle des Yamaha DSP-Z9 unterstützt die folgenden AM824 Sequenzadaptionsschichten: IEC60958 Bitstream, DVD Audio und Super Audio CD (SACD).
  • Wenn die Anschlüsse ausgeführt werden, rät Yamaha zur Verwendung von 4-poligen IEEE1394-Kabeln, die die Übertragungsgeschwindigkeit S400 unterstützen. Als Kabellänge empfiehlt Yamaha maximal 3 Meter.
  • Beim Yamaha DSP-Z9 können i.link-Kabel auch bei eingeschalteter Stromversorgung abgetrennt oder angeschlossen werden. Während eines laufenden Datentransfers sollten i.link Verbindungen verständlicherweise keinesfalls abgetrennt werden.
Die i.link-Signalverarbeitung im Yamaha DSP-Z9:

Yamaha: Test-Bericht - der neue AV-Verstärker Yamaha DSP-Z 9

Die hochwertigen D/A-Wandler des Yamaha DSP-Z9 sind auch kompatibel zu DSD (Direct Stream Digital) - dem Tonformat der SACD.

In unseren Test-Reihen haben wir unseren Denon DVD-A11 an den Yamaha DSP-Z9 angeschlossen, um die i.link-Fähigkeiten zu überprüfen. Sofort erkannte der Yamaha den Denon DVD-A11 als "Spielpartner",  und fortan wurden alle Signale inklusive DVD Audio und SACD mittels i.link übertragen. Im Gegensatz zu DVI und HDMI scheinen hier, zumindest unseren Eindrücken nach, keine so immensen Kompatibilitätsprobleme zu bestehen. Trotzdem können wir natürlich keine Garantie für die Lauffähigkeit selbst unserer hier im Test geschilderten Kombination geben - wie die Vergangenheit zeigt, können selbst bei eigentlich baugleichen Geräten Unterschiede auftreten. 

Der externe 7.1-Eingang

Beim Yamaha DSP-Z9 lassen sich die analogen Mehrkanalaudio-Signale, die über den 8/6-Kanal eingespeist werden, wieder digitalisieren. Auf diesem Wege können auch SACD/DVD-Audio Signale mit DSP Programmen kombiniert werden, auch wenn der DVD Audio/SACD-Player analog und nicht über i.link angeschlossen ist. Mit einem Time Alignment (Delay) an die Position der Lautsprecher angeglichen werden, ebenfalls steht ein komplettes Bassmanagement zur Verfügung. Somit ist der Anwender in der Lage, die Signalwiedergabe an die Lautsprechergröße und Konfiguration anzupassen.

Der Videoprozessor

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Blockschaltbild der "Video-Abteilung" des Yamaha DSP-Z9

Integriert in den Yamaha DSP-Z9 ist ein hochwertiger Videoprozessor, zu dessen herausragenden Merkmalen drei Highlights gehören:

  • Scaling-Fähigkeit mit voller HDTV-Kompatibilität
  • PAL Progressive Signalverarbeitung inklusive Faroudja DCDi
  • Digitale Videosignalwandlung
Die Technik:
  • Ein Weg zur Sicherung der optimalen Bildqualität für das Home Cinema System ist zweifelsohne die Verwendung des bestmöglichen Bildsignals. Das Gerät kann ein Eingangssignal von Composite auf S-Video oder Component und von S-Video auf Component umsetzen, damit Ihr Monitor oder TV Gerät das optimal passende Eingangssignal erhält. Im Yamaha DSP-Z9 geschieht das alles auf digitaler Ebene, wobei alle Signale, die durch die DCDi-Bildverarbeitung und die Noise-Shaped-Video-Schaltungen laufen, eine Verbesserung erfahren.

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  • Der Yamaha DSP-Z9 nutzt die bewährte und anerkannt gute Faroudja DCDi-Technik zur progressiven Signalverarbeitung. Faroudja entwickelte die DCDi-Bildverarbeitung, um störungsarme, naturgetreue Bilder ohne Aliasing-Effekte wie Treppenstufen zu erzeugen. Ergebnis ist eine saubere Kanten- und Detaildarstellung im Progressive Scan-Betrieb (auf dem Vergleichsbild oben zur Verdeutlichung extrem dargestellt) - in der Praxis sorgt DCDi aber tatsächlich für ein besonders klares, exaktes PS-Bild)

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Klar zu erkennen: Rechts wird mit einem hochwertigen Film-Modus für die korrekte Progressive-Darstellung von Filmmaterial gearbeitet

  • Der Yamaha DSP-Z9 gibt Progressive Scan Video aus, was ihn zum Einsatz mit High-Definition-Bildwiedergabegeräten prädestiniert. Er liefert ein schärferes, störungsfreies Bild mit klareren Details. Er verfügt - wie es bei hochklassigen Progressive Scan - Wiedergabegeräten üblich ist, über einen speziellen Film-Modus, der sich um das akkurate De-Interlacing von Filmmaterial kümmert. Dies ist eine in der Praxis äußerst wichtige Aufgabe, denn simple De-Interlacer sind mit der exakten Aufbereitung von Filmmaterial hoffnungslos überfordert. Nur sehr hochwertige De-Interlacer wie der im Yamaha DSP-Z9 verbaute garantieren auch einen wirklichen visuellen Vorsprung von Progressive Scan und damit eine Ausnutzung der großen theoretischen Möglichkeiten, die die Progressive- gegenüber der Interlaced-Signalverarbeitung mitbringt. Bei der Progressive Scan-Schaltung handelt es sich um einen 3:2-Pull-Down-Detection-Typ, der dem Anwender auch die Vorzüge dieser Technik erschließt, wenn der angeschlossene DVD-Player nicht damit aufwarten kann.
  • Die Video-D/A-Wandlung erfolgt mittels eines hochwertigen 216 MHz/12 Bit-Wandlers. Exzellente DVD-Player wie der Pioneer DV-668AV verwenden solche Wandler, die im Verbund mit der entsprechend hochwertigen Baugruppen-Peripherie ein detailreiches und räumlich tiefes Wiedergabebild garantieren.
  • Eine aufwändige Rauschverminderung mit Bewegungsanpassung, Farbübersprech-Dämpfung ist ebenso integriert.

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  • Ein Time Base Corrector (TBC), der die vom Videoband bekannten Verzerrungen verhindert, ist ebenfalls mit an Bord des Yamaha DSP-Z 9. Der Unterschied ist - zugebenermaßen etwas übertrieben - im Bild oben dargestellt. Rechts sieht man ein klares Bild ohne Laufzeitfehler.

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  • Der "TrueLife Enhancer" (oben rechts im Einsatz, oben links ohne TrueLife) von Faroudja bringt mehr Details für eine lebendigeres Bild hervor - was sich in der Testpraxis in Bildern mit dynamischer, brillanter Wiedergabequalität bestätigte.
  • NSV - Noise Shaped Video - Technik: Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit hohem Oversampling und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion.
Eigenschaften der eingebauten Videobaugruppen:
  • Für die Progressive Scan-Signalausgabe verwendet der Yamaha DSP-Z9 Faroudjas De-Interlacing-Technologie DCDi.
  • Zusätzlich ist Faroudjas True Life Enhancer für geglättete Wiedergabebilder.
  • TBC (Time Base Corrector, Zeitbasiskorrektur) für Videobilder ohne Zeitlauffehler.

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Des Weiteren verfügt der Videoprozessor über folgenden Funktionen:
  • Vollbildausgabe (Progressive Scan-Signalausgabe) von Interlaced (Halbbild) Video
  • Das Umskalieren von Videosignalen (Änderung der Videosignal
    Auflösung) z.B. 576i auf 1080i
  • Auch wenn 780p oder 1080i angewählt ist, werden urheberrechtlich geschützte Signalquellen in 480p/576p ausgegeben
  • Das Umformatieren von Videosignalen am Monitor-Ausgang
    z.B. S-Video auf Komponenten Video
  • Die automatische Formatumschaltung 16:9 / 4:3 bei S-Video Signalen
  • Zusätzlich bietet der DSP-Z9 ein Menu zur Bildeinstellung  und -optimierung an (z.B. Rauschfilter setzen, das Seitenverhältnis 
    anpassen und Zoomen). Hier der Überblick: Picture Mode (Cinema/für Spielfilme, Standard/für allgemeine Videoquellen, Dynamic/z.B. für Videospiele), Video-EQ (Enhancer/0 bis +24, 3D NR/3D-Rauschfilter für die effektive Reduzierung von Bildrauschen, 0 bis +10, Helligkeit, Kontrast, Saturation/Farbtiefe (jeweils -24 bis +24, sehr genaue Einstellmöglichkeiten). Aspect (Through/das eingespeiste Bildseitenverhältnis wird beibehalten, Auto/automatische Fesetzung des optimalen Seitenverhältnisses durch die interne Elektronik, 16:9 Normal/wird verwendet, um 4:3 Bildmaterial auf einem 16:9 TV wiederzugeben, 16:9 Zoom/Schneidet die Ober- und Unterseite des eingehenden Videosignals ab, bevor das Signal an das Bildwiedergabegerät weitergeleitet wird.  Dieser Modus wird eingesetzt, um 4:3 Letterbox Software auf einem 16:9 Bildwiedergabegerät darzustellen)
  • VORSICHT: Wenn Sie den Video-EQ des Yamaha DSP-Z9 nutzen, sollte man den DVD-Player und das Bildwiedergabegerät UNBEDINGT mit neutralen Einstellungen verwenden und etwaig vorhandene Video-EQs auf die Werkseinstellung setzen!
  • Cross Color (Übernahmefarbe): Dieser Filter hat die Aufgabe, Rauschstörungen aus dem Helligkeitssignal der angezeigten Bilder zu entfernen.
  • TV Format: NTSC oder PAL
  • Unten finden Sie einen Überblick über Auflösungen und Signalformate:

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Hier geht's weiter zum 2. Teil des Test-Berichtes zum Yamha DSP-Z9, dort finden Sie einerseits Ausführungen zu weiteren Ausstattungsmerkmale des Yamaha DSP-Z 9 und unsere Ergebnisse und Bewertungen dieses Testes.

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