Test: Yamaha 42 Zoll-Plasma PDM-4210
Preview: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 20.05.2004

Overview
Flache Bildschirme werden immer beliebter - ob Plasma oder
LCD, das schlanke Design und die guten Multimediafähigkeiten sind Gründe,
wieso die "Flachmänner" die herkömmlichen Röhren-Fernsehgeräte mehr und
mehr vom Markt verdrängen. Zwar sind vor allem Plasma-TVs immer noch extrem
teuer - wenngleich sich ein gewisser Preisverfall bei gleichzeitig verbessertem
Ausstattungsumfang nicht verleugnen lässt -, dafür ist die Bildqualität
verschiedener Plasmaschirme inzwischen auf einem erfreulichen Level. Ob
diese positive Entwicklung auch auf Yamahas neuen 42 "-Plasma mit dem
Namen Yamaha
PDM-4210 zutrifft, der für ca. 5.500,00 EUR seit kurzem erhältlich
ist, haben wir in einem umfangreichen Test überprüft.
Für die visuelle Zukunft ist der Bildschirm mit integriertem
Tuner und 106 cm Diagonale gerüstet: Mit einer nativen Auflösung von 1.024
x 1.024 Bildpunkten und einer Darstellungsmöglichkeit nicht nur für 576
p (PAL Progressive), sondern auch für 720p und 1080i ist der Yamaha
PDM-4210 auch HDTV-geeignet.
1080i - dies ist die Besonderheit - wird trotz geringfügig niedriger nativer
Auflösung seitens des Yamaha
PDM4210 ohne qualitätsmindernde Skalierung dargestellt. Nur oben und
unten entfallen ein paar Bildzeilen - was sich praktisch nicht störend
bemerkbar macht und so für eine wesentlich geringere visuelle Einschränkung
sorgt als eine komplette Skalierung des 1080i-Signals. Mehr zu den Features
des Yamaha
PDM 4210 lesen Sie im weiteren Verlauf unseres Textes. Um eine digitale
Bildübertragung zu ermöglichen, ist der Yamaha
PDM-4210 mit einer DVD-Buchse inklusive HTCP-Kopierschutz ausgestattet.
Mehr über DVI erfahren Sie in unserem Digital
Visual Interface (DVI) - Special. Mit zwei Komponenteneingängen und
einem analogen VGA-Eingang ist der Yamaha
PDM-4210 anschlusstechnisch gut gerüstet. Alle Anschlüsse lassen sich
direkt am Plasma vornehmen, auch der Tuner ist integriert. Dadurch spart
sich Yamaha einen zusätzlichen externen Media-Receiver.
Finish
Wie
von fast allen Yamaha
Komponenten gewohnt, ist die Verarbeitung des Yamaha
PDM-4210 auf hohem Niveau. Der Kunststoff, der auf der Frontseite
verwendet wurde, sieht schon fast wie Aluminium aus, das auf der Rückseite
etwas schwer erreichbare Anschlussfeld gefällt durch seine solide Ausführung.
Auch Mitmenschen, die beim Umkabeln etwas weniger vorsichtig sind, ruinieren
nicht gleich das teure Plasma. Der sehr solide, massive Standfuß weckt
Vertrauen, zudem ist er sehr leicht zu montieren. Die mitgelieferte Fernbedienung
ist von durchschnittlicher Qualität, anscheinend vertrauen fast alle Plasma-Hersteller
blindlings darauf, dass der stolze neue Besitzer über eine noble Philips
Pronto oder eine ähnliche Multifunktions-Fernbedienung verfügt, weil
es kaum einer der TV-Anbieter für nötig hält, eine dem Habitus des Hauptgeräts
entsprechende Fernbedienung beizulegen.

Solider Standfuß und gutes Finish
Bewertung      
Features
Um die Bildqualität nachhaltig zu optimieren, setzt Yamaha beim neuen
Panel Yamaha
PDM-4210 verschiedene Techniken ein. Das Natural Black Drive System
stimmt die Helligkeit und den Kontrast automatisch auf die dargestellte
Szene ab, um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe heller und dunkler
Bereiche zu gewährleisten - was in der Praxis auch, so unsere bisherigen
Erfahrungen, zu funktionieren scheint. Die Kombination der neuen Panel-Technologie
ALIS (Alternate Lightning of Surfaces) mit einem intelligenten Bild-Prozessor
beim Yamaha
PDM-4210 bringt laut Yamaha einen sichtbaren Qualitätsvorsprung: Die
Möglichkeit, mehr als 1000 vertikale Linien darzustellen, verbessert die
Bildschärfe.
Die außergewöhnlich hohe Helligkeit von 1100 cd/m2 sorgt dafür, dass
der Kontrast von 1000:1 nicht nur ein theoretischer Messwert bleibt,
sondern auch unter Tageslichtumgebung gilt. Unsere Test-Erfahrungen bestätigen,
dass der Yamaha
PDM-4210 mit sehr guten Kontrast- und Helligkeitswerten aufwarten
kann, die den Einsatz auch unter starkem externen Lichteinfall ermöglichen.
Des Weiteren integriert Yamaha mit "Digital Linear Color Control" eine
Technologie zur Verbesserung der Farbwiedergabe.
ALIS Panel (Alternate Lightning of Surface)
? wechselweise Zündung der Bildzeilen

Bild 1
Das ALIS Panel besteht aus 1024 senkrechten Phosphorkanälen. Die Bildpunkte
werden elektronisch erzeugt und nicht physikalisch wie bei anderen Panels,
ohne dass dabei mehr Ansteuerungselektroden benötigt werden. Diese Technik
erlaubt es, die Bildpunkte zu verkleinern, was wiederum zur Folge hat,
dass sich mehr Bildpunkte pro Kanal erzeugen lassen. (Bild 1). Von diesen
Errungenschaften profitieren die Bildqualität und die Lebensdauer des
Yamaha
PDM 4210: Das Bild wird aus mehr Bildpunkten erzeugt und hat somit
klarere Übergänge sowie mehr Schärfe. Durch die alternierende Ansteuerung
der Bildpunkte verlängert sich zudem die Lebensdauer des Phosphors auf
ca. 60.000 Betriebsstunden.

Bild 2
Die neuste Generation des ALIS Panels verwendet
einen verbesserten Phosphor und ein neues Plasma- Gas.
Vorteile: das Bild ist heller (1100cd/m2), hat eine höhere
Farbtemperatur und kann die Farben (16,7 Millionen) mit
höherer Farbreinheit darstellen.
Natural Black Drive System
Dieses System erkennt automatisch die benötigte Helligkeit
auf dem Bildschirm und passt die Graustufen-Skala und damit den Kontrast
so an, dass sowohl in hellen wie auch in dunklen Bereichen keine Details
verloren gehen.
Auf diese Weise ist es möglich einen Kontrastumfang von 1.000:1 mit dem
Yamaha
PDM 4210 darzustellen.
HDTV-Darstellung

Der Yamaha
PDM4210 ist in der Lage, die volle HDTV Auflösung bis 1080i darzustellen.
1080i Bilder lassen sich ohne vertikale Skalierung wiedergeben. Der HDTV
Standard 1080i wird mit Overscan übertragen, so dass das Bild nur zu 95%
auf dem Bildschirm erscheint (Dazu werden genau 1024 Zeilen benötigt),
oben und unten werden einige Bildzeilen entfernt, was sich in der Praxis
aber nicht weiter schädlich auswirkt. Auf jeden Fall ist diese Methode
nach unseren Eindrücken besser, als eine Skalierung des 1080i Bilds auf
die exakte native Auflösung des Panels vorzunehmen.
Digitale Lineare Farbeinstellung
Die Farbbalance der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau bleibt immer
sehr ausgewogen, unabhängig davon, wie hell oder wie dunkel einzelnen
Szenen sind. Für einen weiteren Feinabgleich lassen sich die Grundfarben
einzeln ihrer Intensität nachregeln. Filter für Farb- und Helligkeitsrauschen
erlauben beim Yamaha
PDM-4210 die Optimierung Bildes vom TV-Tuner.
Alle Bildeinstellmöglichkeiten im Überblick

Eine in 3 Stufen schaltbare und zudem wirksame Schwarzwertverbesserung
ist ein sehr sinnvoller Posten im Video-EQ des Yamaha
PDM 4210. "YNR" sorgt für eine Rauschunterdrückung des Helligkeitssignals,
"CNR" soll ein Rauschen des Farbsignals unterdrücken. Schaltbar ist "niedrig"
oder "hoch". Der Filmmodus hat die Aufgabe, automatisch Filmmaterial zu
erkennen und für ein stimmiges Bild zu sorgen. "LTI" und "CTI" regeln
die Schärfe des Helligkeitssignals/des Farbsignals. Die Option "Farbautomatik"
ist nur bei Empfang eines NTSC S-Video- oder Composite-Signals anzuwählen.
Dabei wird die Farbe des Bildes ständig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Kontrast-, Helligkeits- und Schärfereglung
arbeitet präzise und praxsigerecht
Im Bild-Modus "Natürlich" ist die Farb-,
Helligkeits- und Kontrastwiedergabe stimmig und augenfreundlich.
Bei der Version "Dynamisch" ist die Farbwiedergabe manchmal
zu grell, die Helligkeit etwas zu hoch. Für manche Software
wird aber auch dieses Programm passen.

Unter dem Menü "Farbdecodierung" kann
man den RGB-Pegel individuell anpassen

Die einzelnen Farben lassen sich ebenfalls
einzeln einstellen
Mit sinnvoller, umfangreicher und praxisgerechter Ausstattung
kann sich der Yamaha
PDM 4210 bestens in seiner Preisklasse behaupten. Sehr lobenswert
sind auch die umfangeichen Einstellmöglichkeiten. Bei der Farbdarstellung
belässt es Yamaha mit 16,7 Millionen darstellbaren Farben, die Konkurrenz
von Pioneer bietet 1 Milliarde, was die Abstufungen noch weiter verfeinert.
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Sound

Umfangreiche Einstellmöglichkeiten finden sich auch im
Tonmenü - der Klang des Yamaha
PDM4210 ist denn auch für einen Plasma-Schirm erstaunlich gut und
reicht für die Tagesschau und die Lieblingsserie
Der Yamaha
PDM4210 verfügt über einen Verstärker mit 2 x 12 Watt Leistung. SRSTruBass
und Matrix Surround sorgen im Rahmen der Möglichkeiten für ein ordentliches
Klangbild, das sogar recht klar und angenehm klingt. Für alltägliche
Anwendungen reicht diese Performance locker aus, im Vergleich zu vielen
KOnkurrenzplasmas bietet der Yamaha
PDM 4210 auf jeden Fall prima Leistungen. Den echten Home Theatre-Fan
werden diese Features aber eher weniger interessieren, da er das Yamaha
PDM 4210 sowieso in Verbindung mit einem leistungsstarken AV-Verstärker
oder -Receiver und einem entsprechend geeigneten Lautsprechersystem verwendet.
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Anschlüsse

Anschlüsse analog

Anschlüsse digital
Von einem Bildwiedergabegerät dieser Preisklasse verlangt
der Heimcineast verständlicherweise auch vielfältige Anschlussmöglichkeiten.
Der Yamaha
PDM 4210 ist in dieser Hinsicht sehr gut bestückt. An der Gehäuserückseite
befinden sich unter eine digitale DVI-Schnittstelle mit Unterstützung
des HDCP-Standards, zeine analoge VGA-Buchse, zwei Komponenten-Eingänge,
eine S-Video- und eine Scartbuchse. Die Bestückung mit Scartbuchsen hätte
vielleicht noch etwas großzügiger ausfallen können, doch beim anvisierten
Käuferkreis für das Yamaha-Plasma dürfte die Freude über die vielen High
Quality-Eingänge (DVI, VGA, 2 x YUV) groß genug sein, um über das Nichtvorhandensein
weiterer Scartbuchsen hinwegzusehen. Zur Steuerung des Yamaha
PDM4210 ist eine RS-232C-Schnittstelle angebracht. Insgesamt eine
lobenswerte Auswahl.
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Bedienung
Zu bedienen ist der Yamaha
PDM-4210 sehr einfach - wenn man den Netzschalter gefunden (vorn links
unter dem Gerät recht gut verborgen untergebracht) und das etwas unkomfortable
Anschließen der Geräte erledigt hat. Die Fernbedienung ist schnell durchschaut
und liegt gut in der Hand. Mittels der übersichtlichen On Screen Menüs
ist das Plasma schnell betriebsfertig eingestellt, die vielen Einstellmöglichkeiten,
die Yamahas 42 ""-TV bietet, sind in der Praxis hervorragend zu nutzen.
Etwas störend ist das Plasma-typische hochfrequente Sirren, das bei fast
völliger sonstiger Ruhe im Raum, z.B. bei sehr leisen Filmszenen, sich
bemerkbar macht.
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Bild
Über DVI angeschlossen, realisierte der Yamaha
PDM-4210 in 1080i ein sehr detailreiches, klares Bild mit erstaunlich
gutem Schwarzwert, wie man bei Star Wars Episode 2 in den vielen dunkeln
Szenen prima feststellen konnte. Nur sehr anspruchsvolle Home Cinema Fans
würde sich hier eine nochmals gesteigerte Tiefe bei der Schwarzdarstellung
wünschen, die sie aber bei kaum einem Plasma finden werden. Eine perfekte
Schwarzwiedergabe ist immer noch ein Problem, auch wenn manche Plasmas
oder manche DLP-Projektoren inzwischen schon beachtliche Ergebnisse erzielen,
ist die Schwarzdarstellung noch nicht tief genug. Dies ist für manchen
Anwender momentan noch ein Grund, weiterhin auf Röhren-Geräte zu setzen.
Für seine Spezies liefert der Yamaha
PDM4210 jedoch eine reife Leistung ab, und auch in Bezug auf andere
Faktoren überzeugt das Yamaha-Display: Die gesamte Farbwiedergabe wirkt,
die richtige Einstellung vorausgesetzt, ausgewogen und sauber. Dies konnten
wir z.B. bei "Space Cowboys" und "Asterix und Obelix: Mission Cleopatra"
feststellen. Auch braun-rote Farbgebungen wirken realistisch und nicht
mit einem zu hohen Rotanteil versehen. Mit den Bildern von "Master und
Commander", die dichten Nebel auf See zeigen, kommt der Yamaha
PDM-4210 erstaunlich gut zurecht: Unschöne Rauschmuster waren praktisch
gar nicht zu beobachten. Die Bildschärfe zeichnet jedes Objekt akkurat,
ohne künstlich zu überschärfen - alles andere als eine Selbstverständlichkeit
bei Plasmas, die gern entweder zu weich zeichnen oder es gleich wieder
zu gut mit dem Maß an Schärfe meinen, was dann zu unschönen Doppelkonturen
führen kann. Das hohe Maß an Bildreinheit im DVI-Betrieb zeigt auch die
Güte des von Yamaha verwendeten D/A-Konverters - den benötigt ein Plasmadisplay
immer noch ganz am Ende der Kette, da zur Ansteuerung der einzelnen Bildpunkte
ein analoges Signal verwendet wird. Somit ist garantiert DVI im Falle
eines Plasmaschirms (bei einem DLP-Projektor findet gar keine Signalwandlung
statt, dieser benötigt für die Ansteuerung der einzelnen Spiegel ein digitales
Signal) eine fast völlig digitale Bildübertragung, erst ganz am Schluss
muss eine D/A-Wandlung vorgenommen werden. Die Bilddarstellung des Yamaha
PDM-4210 in 780p und 576p konnte ebenfalls durch die saubere Struktur
positiv auffallen, die wenigen Zeilen, die bei der 1080i-Darstellung wegfallen,
sind unserer Ansicht nach kaum zu bemerken. Ordentlich ist es um den Kontrast
bestimmt, beim Betrachten von Filmen allerdings, die zu einem großen Teil
in der Dunkelheit spielen, sollte kein großartiger externer Lichteinfall
hinzukommen, denn dann sind Bildeinzelheiten in den dunklen Bildbereichen
nicht mehr richtig gut erkennbar. Auch diese Eigenschaft ist noch typisch
für Plasmaschirme, obwohl man lobend hinzufügen muss, dass die Empfindlichkeit
gegenüber externem Lichteinfall merklich zurückgegangen ist. Normale Sendungen
oder Filme, die hauptsächlich am Tag spielen, kann man problemlos auch
bei Tageslicht anschauen. Sehr überrascht hat uns in allen Betriebsarten
die sehr gute Bewegungsdarstellung des Yamaha
PDM-4210, auch schnelle Bewegungen der Akteure und Kameraschwenks
wurden ohne störende Verzögerungen und fast ohne Nachzieheffekte realisiert.
Mit analogen Signalen kommt der Yamaha
PDM-4210 ebenfalls tadellos zurecht. DVD-Player,
die über eine nur befriedigende Progressive Scan-Bildsignalbearbeitung
verfügen und das Vollbildsignal nicht optimal ausgeben, entlarvt der Yamaha
PDM4210 gnadenlos: Nicht nur größere Fehler wie ein fehlender Filmmodus
beim PS-Player (was sich in einer ungenügenden Detailtreue und einer ruckartigen,
unruhigen Bewegungsdarstellung zeigt), auch kleinere Qualitätsunterschiede
beispielsweise bei der Wiedergabe von Video-Material (Making-Ofs, Fernsehserien
oder Live-Konzerte sind nicht mit Film- sondern mit Videokameras aufgezeichnet)
zeigen dem Betrachter, was das Yamaha-Display kann: Bei erstklassigen
Progressive Scan-Playern mit aufwändigem De-Interlacing und passender
Peripherie erzielt der Yamaha
PDM-4210 ausgezeichnete visuelle Ergebnisse. Dies zeigt sich beispielsweise
auch beim 2. Teil der "Mumie" und bei "The Bourne Identity", hier beweist
Yamahas HDTV-Display wiederum sein Können durch das natürliche, klar gezeichnete
und sehr angenehm zu betrachtende Bild.
Wem das Gebotene in der Werkseinstellung nicht reicht, der
hat vielfältige Möglichkeiten zur Bildoptimierung. Die einfachste ist
der Wechsel des Bildcharakters, Yamaha bietet hier "Natürlich" und ""Dynamisch"
an. Die "Natürlich"-Variante ist für den überwiegenden Teil der visuellen
Anwendungsmöglichkeiten entschieden die geeignetere. Kontrast und Bildhelligkeit
wirken besonders beim Anschauen von Film-DVDs sehr ausgewogen und passend.
Die Farbwiedergabe ist beim Yamaha
PDM-4210 für ein Plasma erstaunlich neutral und ist fast bar jeder
unnatürlichen Verfälschung. Gerade mit einer differenzierten Farbwiedergabe
haben viele Plasma- und LCD-TVs nach wie vor größere Schwierigkeiten.
So wirken die Farben leicht zu kräftig, aus einem normalen, klaren Rot,
das aber optisch nicht knallig ins Auge springt, wird dann ein zu stark
betontes Bonbon-Rot, das an Zeichentrick-Filme erinnert und mit einer
normalen alltagsüblichen Farbe nicht mehr allzu viel gemein hat. Derartige
Effekte kann man beim Yamaha
PDM-4210 auch mutwillig auf den Screen bringen, wenn man nämlich den
"Dynamik-Modus" anwählt. Dieser hat die Eigenschaft, nicht nur die Bildhelligkeit
sichtbar zu erhöhen - nein, er tritt auch mit einer anders ausgelegten
Farbdarstellung an. Die Farben wirken schon fast unnatürlich intensiv,
gut eignet sich diese Betriebsart hauptsächlich für manche Zeichentrickfilme.
Mit den umfangreichen Funktionen des Video
EQs kann man das Bild im Detail weiter optimieren. Die
entsprechenden Menüs sind oben unter der Rubrik "Features"
aufgeführt. Zu bemerken ist auch an dieser Stelle nochmals,
dass alle Einstellmöglichkeiten auch in der Praxis einen
nachvollziehbaren Nutzen bringen. Im Vergleich zu anderen
Geräten hat Yamaha einen tadellosen, praxisgerechten Video
EQ integriert.
Bewertung      
Fazit
Mit dem Yamaha
PDM4210 hat Yamaha ohne Zweifel ein hervorragendes Gerät auf die Beine
gestellt. Besondere Vorteile sind die 1080i-Darstellung ohne Skalierung,
der umfangreiche, zweckmäßige Videoequalizer und die Anschlussbestückung
mit High Quality-Terminals (gleich 2 x YUV, DVI und VGA). Die Bildqualität
ist für einen Plasmaschirm wirklich überzeugend. Das natürliche, lebendige
und klare Bild überzeugt durch die sehr gute und zugleich angenehme Bildschärfe
und die erfreulich gute Farbdarstellung. Die Schwarzwiedergabe ist gut,
wie bei Plasmadisplays üblich aber nicht perfekt. Kontrast und Bildhelligkeit
stimmen, nur dunkle Filme bei stärkerem externen Lichteinfall sind in
Bezug auf die Kontrastwerte nicht optimal. In dieser Disziplin leisten
andere Plasmaschirme auch nicht mehr, viele sogar deutlich weniger. Insgesamt
ist das Yamaha
PDM-4210 nicht einfach ein weiteres gutes Plasma, sondern ein Bildschirm,
der sich in keinerlei Hinsicht hinter den besten Modellen der großen Anbieter
verstecken muss. Innerhalb kurzer Zeit hat es Yamaha somit geschafft,
sich auch in Bezug auf die visuellen Wiedergabegeräte des Hauses an der
Spitze zu etablieren.
Das PDM-4210 ist eine ernsthafte Kampfansage
an das Establishment in der Klasse der Highend-Plasmas

Oberklasse
Test 20. Mai 2004
Preis-/Leistungsverhältnis      
Pro:
- 1080i HDTV-Darstellung ohne Skalierung
- Natürliches und lebendiges Bild
- Schnelle Reaktionszeit und tadellose
Bewegungsdarstellung
- Umfangreiche Bildeinstellmöglichkeiten
- Anschlussbestückung mit DVI und 2 x
YUV
- Einfache Handhabung
- Gute Verarbeitung
Contra:
- Nur eine Scartbuchse
- Fernbedienung mit bescheidener Qualitätsanmutung
- Effektive Display-Fläche (H x V): 922mm x 522mm,
1060mm diagonal
- Seitenverhältnis des Panels: 16 : 9
- Anzahl der Bildpunkte (H x V): 1024 x 1024 Pixel
(Advanced ALIS Method Panel)
- Bildpunktabstand (H x V): 0.90 x 0.51 mm
- Dargestellte Farben / Graustufen: 16.7 Millionen Farben /
256 Graustufen
- Helligkeit: 1100cd/m2
- Kontrastverhältnis: 1000:1
- Video Signal: PAL/ SECAM/ PAL60/ NTSC4.43/ NTSC3.58/
PAL-M/ PAL-N
- Komponenten Video Signale: 480i/480p, 576i/576p, 720p
(60), 1080i (50/60), 1035i (60)
- Analoge RGB Signale: VGA-UXGA, 1080i (50/60)
- DVI RGB Signal: 24-62KHz, V:48-85Hz, Dot Clock
Signal:20-80MHz
- Digitale Endstufen eingebaut,
Ausgangsleistung L+R: 12W+12W an 6 Ohm)
- 1 A/V Ausgang (FBAS+L/R)
- 2 Rauschfilter für TV Signale
- Filter für die Verbesserung von Schärfe und
Farbübergängen
- Automatische Lautstärkekontrolle AVL (Automatic Volume
Level Control)
- 2 Bildeinstellungen: Dynamic, Natural
4 Einstellungen für den Weißabgleich: Cool, Normal,
Warm, Black-White
- Natural Black Drive
- Digitale Lineare Farbkontrolle
- Progressive Video Modus
- Film Mode Erkennung: Film Theater
- Surround Sound: SRS TruBass/Matrix Surround
- 4 Klangeinstellungen: Movie, Music, Sprache, Favorite)
Timer
- Side by Side Picture von Tuner und AV Eingang
- Picture in Picture
- 11 Wide Mode Einstellungen: Panoramic, Zoom, Cinema,
Full, 4:3, Full, Real, Normal, Zoom1, Zoom2, Zoom
- Leistungsaufnahme: 360 W,
Leistungsaufnahme Standby: weniger als 3W
- Abmessungen (W x H x D): 1030 x 636 x 93mm (ohne Fuss)
- Gewicht: 35.2 kg (ohne Fuss)
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
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