Test: Wie gut sind die neuen Yamaha RX-V557 und Yamaha RX-V757? (Teil
1)
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 12. Mai 2005

Beide in der Yamaha-typischen Farbgebung Titan: Der Yamaha
RX-V557 und der Yamaha RX-V757
Overview
Yamaha gehört zu den Herstellern von AV-Equipment, die bereits schon
fast aus Tradition oben an der Spitze zu finden sind. Doch diese Position
zu halten, wird immer schwieriger, denn es tobt ein erbarmungsloser Kampf
um die Marktanteile. Die Käufer werden mit jedem Jahr anspruchsvoller,
man erwartet immer mehr Features, aber auch mehr Qualität bei den elementaren
Baugruppen wie Trafo und Endstufeneinheiten. Gleichzeitig sollen die Komponenten
aber auch immer preisgünstiger werden. Ein Spagat für die Hersteller -
ob Yamaha ihn bei der diesjährigen "Kollektion"
beherrscht, soll ein Doppel-Test der beiden für uns interessantesten Vertreter
der neuen RX-Vx57-Baureihe klären: Angetreten sind der Yamaha
RX-V 557 sowie der Yamaha RX-V
757, beide mit Alufrontplatte und in der Yamaha-typischen titanfarbenen
Ausführung. Der Yamaha RX-V557
ist ein Sechskanalgerät mit 6 x 135 Watt (DIN), der Yamaha
RX-V 757 ein Siebenkanalgerät mit strammen 7 x 150 Watt (DIN). Zusätzlich
verfügt der teurere Surroundreceiver Yamaha
RX-V757 über Yamahas automatisches Einmesssystem YPAO (Yamaha Parametric
Room Acoustic Optimizer) sowie über Features wie ein OSD, Pre-Outs für
7.1 Kanäle, Anschlussklemmen für Presence-Effektlautsprecher, einen Phonoeingang,
mehr Digitaleingänge sowie einen Lautstärkedrehregler aus Aluminium. Ein
genauer Ausstattungsvergleich beider Modelle folgt später in den entsprechenden
Kapiteln. Die zwei Yamaha-Receiver treten natürlich ganz nach Art des
Hauses Yamaha wieder mit einer wohlsortierten
DSP-Sektion inklusive selbst entwickeltem DSP-Chipsatz an.
Verarbeitung
Yamaha Yamaha RX-V557 und Yamaha
RX-V 757 treten beide mit einer hervorragend verarbeiteten Aluminium-Frontplatte
an - Alu verwenden viele, aber am akkuraten Finish fehlt es manchem Konkurrenten
auch noch in deutlich höheren Preissegmenten. Yamaha
macht hier vor, wie es geht und liefert sauber gearbeitete Kanten und
stimmige Spaltmaße. Auch die Geräterückseite bietet keinen Anlass zur
Kritik, alle Anschlüsse sind akkurat eingepasst.

Vorbildlich: Genau so sieht eine saubere Verarbeitung aus,
beide Yamaha-Surroundreceiver bestehen mühelos Prüfungen auf den 2. Blick
Besonders hochwertig im Detail wirkt der teurere Yamaha
RX-V 757, denn er verfügt zusätzlich über einen Lautstärkedrehregler
aus Aluminium, während sich der Yamaha
RX-V 557 hier mit Kunststoff begnügt. In der Praxis gefällt der aufwändige
Regler des Yamaha RX-V757 sehr
gut, haptisch und optisch vermittelt er den Eindruck einer höheren Geräteklasse
mit Erfolg.

Aus edlem Aluminium ist der Lautstärkedrehregler des Yamaha
RX-V757

Einfacher fällt der Kunststoff-Drehregler beim Yamaha
RX-V557 aus

Yamaha verwendet optisch attraktive,
silbern glänzende Gerätestandfüße für beide Modelle In anderen Kleinigkeiten überzeugen beide AV-Receiver
voll und ganz, so z.B. bei den tadellosen Gerätestandfüßen. Typisch für
Yamaha-Komponenten spendierte man beiden Modelle ein ausgezeichnetes DOT
Matrix-Display, das in keinerlei Hinsicht Grund zu Beanstandungen bietet
und mit seiner angenehmen, bernsteinfarbenen Beleuchtung für volle Zufriedenheit
sorgt.

Groß und mit schöner Auflösung: Perfektes Yamaha-Display
Im Geräteinneren sind ebenfalls keine negativen Punkte zu
notieren. Natürlich kann man bei solchen Preisklassen prinzipiell keinen
Luxusaufbau erwarten - doch sowhl der Yamaha
RX-V 557, als auch der Yamaha RX-V
757, präsentieren sich recht aufgeräumt und wohl gefüllt mit Baugruppen.
Dies zeigt, dass nicht auf eine meist qualitativ nicht überzeugende, sondern
einfach in Bezug auf die Herstellung billige Hochintegration gesetzt wurde,
sondern durchaus für die verschiedenen Aufgaben auch einige Boards verbaut
wurden. Auf die genauen Unterschiede zwischen beiden Yamaha Receivern
gehen wir später bei der Bewertung der verwendeten Baugruppen noch genauer
ein.

Ordentlicher Innenaufbau (links Yamaha
RX-V757, rechts Yamaha RX-V 557)
Bleibt das oft leidige Thema "Qualität der mitgelieferten
Fernbedienung" - Yamaha jedoch leistet sich
hier keinen Flop, wobei erwartungsgemäß natürlich besonders die Fernbedienung
des Yamaha RX-V757 überzeugt. Der
höheren Geräteklasse gemäß ist sie hochwertiger ausgeführt und besitzt
ein kleines LC-Display mit der Anzeige der gerade aktiven Funktionsebene.
Auch funktional ist sie hochwertiger und bietet nicht nur eine Vorprogrammierung,
sondern zusätzlich die Möglichkeit zum Lernen von Befehlen. Ordentlich
verarbeitet ist aber bereits die einfachere, sehr übersichtliche Fernbedienung
des Yamaha RX-V557.

Die Fernbedienung weisen gut sichtbare Unterschiede auf
- die des Yamaha RX-V 747 (unten)
verfügt so über ein kleines LC-Display
Bilanz der Verarbeitungswertung: Yamaha gehört zweifellos
aktuell zu den Herstellern, wo der Kunde die meiste optische und haptische
Qualität fürs Geld bekommt. Der Yamaha
RX-V 757 zeigt dies besonders deutlich, denn für nicht einmal 600,00€
ist sein Finish besser als bei manchem 1.000,00€-Modell. Der hochwertige
Lautstärkedrehregler und die prima Fernbedienung dokumentieren die souveräne
Leistung im Detail. Doch auch der Yamaha
RX-V557 zeigt Klasse und ist momentan zusammen mit Denons
AVR-1905 der am besten verarbeitete AV-Receiver
der 400,00€-Liga: Wie beim "großen Bruder" sehr gut eingepasste Frontplatte,
edle Standfüße und perfektes Display. Mit Berücksichtigung auf die jeweilige
Preisklasse haben damit beide Yamahas die volle Punktzahl verdient.
Bewertung Yamaha RX-V557      
Bewertung Yamaha RX-V757      
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