Test: AV-Receiver Yamaha RX-V640
Test-Redakteur: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 15.05.2003

Ausstattung
Mehr AV-Receiver für weniger Geld - dies scheint
das Motto der Yamaha-Entwickler gewesen zu sein. Der nagelneue Yamaha
RX-V640, den Carsten Rampacher von unserem Kooperationspartner
AREADVD in unseren Studios testete,
bietet für ca. 500 EUR - nochmals 20 EUR weniger, als für den Yamaha
RX-V630 fällig waren - eine umfassende Ausstattung: Der Yamaha
RX-V 640 decodiert nun auch DTS
ES Matrix/Discrete
6.1 und nicht nur, wie der Vorgänger, DTS ES Compatible 6.1, gleich
geblieben ist die Decodierungsmöglichkeit für Dolby
Digital 5.1 EX. Natürlich ist auch Dolby
Pro Logic II mit an Bord, inklusive aller Einstellmöglichkeiten
im Music Mode. Angehoben hat Yamaha die Ausgangsleistung, hier stehen
nun 6 x 135 W (DIN, 4 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr) zur Verfügung. Neu
ist auch der "Accurate Touch"-Lautstärke-Drehregler, dessen Elektronik
an der Umdrehung des Lautstärkereglers erkennt, ob der Anwender eine
große oder kleine Lautstärkeveränderung erreichen möchte. Neu entwickelt
hat Yamaha einen Midnight Modus, der nicht nur auf Dolby Digital-
sondern auch auf DTS-Signale wirkt:
-
Begrenzung der Dynamik im oberen Bereich
- Center Graphic Equalizer wird zwecks besserer Dialogverständlichkeit
automatisch angepasst
- Subwoofer-Pegel wird für die Kompensation des reduzierten
Lautstärkeempfindens verändert
Löblicherweise wird von Yamaha ein Videoformat-Wandler
mitgeliefert und es gibt sogar die Anschlussmöglichkeit für zwei Lautsprecherpaare
(A und B) - übrigens stehen für alle Lautsprecher Schraubverschlüsse
und keine windigen Klemmen zur Verfügung. Anschlussseitig wartet der
Yamaha
RX-V640 mit Pre-Outs und YUV-Anschlüssen auf, mit insgesamt 5
Digitaleingängen (davon einer auf der Gerätefront) und einem Digitalausgang
ist der AV-Receiver gut bestückt. Typisch für Yamaha-Geräte ist auch
der Yamaha
RX-V640 wieder mit verschiedenen Cinema- und HiFi-DSP-Programmen
bestückt, eine genaue Auflistung der Modi und weitere Ausführungen
zur DSP-Funktion finden sich am Ende des Tests.

Sorgfalt bei den verwendeten
Baugruppen
Auch in günstigeren Preisregionen von A/V-Receivern
darf nicht überall der Rotstift angesetzt werden - viele Elektronik-Features
sind kostengünstig zu realisieren, aber wie sieht es mit den "Basics"
aus? Yamaha möchte auch hier beweisen, dass eine sehr gute Baugruppenqualität
auch in "bürgerlichen" Preisklassen möglich ist und setzt bei den
neuen AV-Receivern höherwertige Netzteilkondensatoren ein, die zusammen
mit einem besonders widerstandsarmen Netztrafo, einem Lautsprecher-Relais
mit Goldkontakten und den sternförmig von einem Punkt ausgehenden
Masseverbindungen für eine höhere dynamische Leistung und einen höheren
Dämpfungsfaktor verantwortlich sein sollen. Das Stromniveau konnte
angehoben werden, ferner liegt das gleiche Spannungsniveau zwischen
allen beteiligten Baugruppen vom Ein- bis zum Ausgang an, was die
Verzerrungen minimiert. Zudem ist die Digitalplatine aufwändiger aufgebaut
und nun vierlagig. Vorteil dieses Aufbaus ist der im Vergleich zur
letzten Yamaha A/V-Receiver-Generation verkürzte Signalweg.

Die Verarbeitung des Yamaha
RX-V 640 ist sehr gut, das schöne Display und die Aluminium-Frontplatte
sorgen für einen gediegenen Gesamteindruck, zu dem die mitgelieferte
Fernbedienung ebenfalls beiträgt - sie ist tadellos verarbeitet. Nicht
dazu passen möchte nur der Lautstärke-Drehregler, der aus Plastik
ist. Insgesamt gelingt dem Yamaha
RX-V640 gleich in der ersten Disziplin ein starker Auftritt, denn
der Kunde erhält einen sehr ansprechend ausgestatteten, prima verarbeiteten
Receiver zum fairen Kurs.
Bewertung      
Bedienung
Das
Bedienkonzept des Yamaha
RX-V 640 ist sehr gut gelungen. Die mitgelieferte Fernbedienung
liegt tadellos in der Hand, die jeweiligen Funktionsgruppen sind durch
unterschiedlich große und/oder geformte Tasten gekennzeichnet. Das
Navigationskreuz im unteren Teil des IR-Controllers gefällt mit dem
mittig platzierten "Enter"-Knopf. Alle Tasten sind griffgünstig ausgeführt
und weisen einen klaren Druckpunkt auf. Auch ansonsten lässt sich
der Yamaha
RX-V640 recht einfach bedienen. Noch besser wäre die Fernbedienung
allerdings, wenn es für die wichtigsten Funktionselemente eine Beleuchtungsmöglichkeit
gäbe. Auf der Frontplatte des Geräts selber finden sich recht viele
Bedienelemente, durch die durchdachte Aufteilung aber wirkt der Yamaha
RX-V640 nicht überfrachtet. Mit Erfolg angenommen haben sich die
Yamaha-Entwickler dem Setup-Menü. Dieses wurde bei allen neuen Yamaha
Receivern (RX-V440RDS,
RX-V540RDS,
RX-V640RDS,
RX-V740RDS)
komplett überarbeitet und übersichtlich ausgeführt. Es gibt nun folgende
Unter-Menüs:
- Basic (Set Up, Speaker Level. Neu ist hier eine Raumgrößen-Einteilung,
je nach Größe kann man für den Hörraum small, medium oder big
auswählen)
- Sound (Speaker Set/Speaker Distance/LFE/Dynamic Range/Center GEO (Equalizer
zum akustischen Anpassen Centerlautsprechers)/Headphone Tone&Level)
- Input (Zuweisung der Digital-Ein-/Ausgänge, Zuweisung der
Video-Ein-/Ausgänge, Input Mode, Input Rename)
- Option (Display Set, Memory Guard, Audio Mode, Zone Set)
Wahlweise kann man das Setup über die Fernbedienung oder auch direkt mittels
dafür vorgesehener Tasten auf der Gerätefront durchführen. Die sinnvolle
Unterteilung hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass man schneller und
übersichtlicher zur gewünschten Funktion kommt. Gerade auch für den
Neueinsteiger ist diese Menüstruktur besser zu durchschauen. Die
Lautsprecher-Justage geht nun ebenfalls leicht vonstatten, denn erfreulicherweise
ist man nun auch bei Yamaha dazu übergegangen, dass der Anwender die Delay-Zeit
bequem in Metern eingeben kann. Nicht hundertprozentig gelungen ist nur das
Input-Menü für die frei zuweisbaren Digital-Audio- und Videoeingänge mit
ihren Buchstabenabkürzungen. Hier
muss man zunächst die insgesamt ordentliche Bedienungsanleitung konsultieren,
mehr Sinn hätte es gemacht, gängige Abkürzungen zu verwendeten (z.B. opt. 1
für den 1. optischen Digitaleingang). Mittels des großen, sehr gut ablesbaren
und Yamaha-typischen DOT-Matrix-Display wäre die Darstellung der von uns
vorgeschlagenen Abkürzungen technisch kein Problem.
Bewertung      
Ton
Testequipment
-
DVD-Player Marantz DV-1251
-
Frontlautsprecher: Quadral Aurum 30
-
Centerlautsprecher: Quadral Aurum Base II
-
Surroundlautsprecher + Back Surround-Lautsprecher: Quadral Aurum
10 Phase
-
Aktiver Subwoofer Quadral Aurum Sub 10
-
TV: Panasonic Plasma KIT-TH37PW5EX
Mit einer höheren Brillanz im Hochtonbereich, einer noch natürlicheren,
klareren Stimmdarstellung, einem nochmals schnelleren Antritt und
einer facettenreicheren Surround-Klangkulisse zeigt sich der Yamaha
RX-V 640 gegenüber seinem Vorgänger Yamaha RX-V630 - der
immer noch ein sehr guter AV-Receiver ist - als wirkungsvoll überarbeitet.
Bei "The Haunting" fällt in der Szene, als eine Fensterscheibe in
tausende von Einzelteilen zerbricht, auf, dass die Effektwiedergabe
präziser, genauer geworden ist - jede kleine Scherbe ist plötzlich
zu orten, was auch die Plastizität des Gesamt-Klangbilds steigern
hilft. Gleichzeitig schleudert der neue Yamaha Receiver aber auch
alle Arten von Effektkombinationen mit noch mehr Wucht durch den Hörraum.
Mit seinen hohen Kraftreserven kann man den Yamaha
RX-V640 für eine Übergangszeit auch ohne größere Schwierigkeiten
an Standlautsprechern ohne zusätzlichen aktiven Subwoofer betreiben.
Die Basskraft ist noch immer ohne Fehl und Tadel, wenngleich wir für
echtes Heimkino-Feeling und zur Entlastung des Yamaha
RX-V 640 im leistungsintensiven Bassbereich zumindest zur mittelfristigen
Anschaffung eines entsprechend dimensionierten Basslautsprechers raten.
Denn: Auch wenn die Endstufeneinheit des Yamaha
RX-V640 für diese Preisregionen ohne Fehl und Tadel ist, so können
dennoch keine Wunder erwartet werden, die Kombination größerer Hörraum
(ab 25 Quadratmeter), höhere Pegel und Standboxen ohne zusätzlichen
aktiven Subwoofer ist, gerade auf Dauer, bei günstigeren AV-Receivern
praktisch generell nicht ideal.
Bei "Titan A.E." schlägt sich der Yamaha
RX-V640 blendend, hier gefällt auch der sehr runde, voluminöse
Bassbereich und die insgesamt sehr dichte räumliche Darstellung. Typisch
für einen Yamaha Receiver, werden wieder verschiedene DSP-Programme
mitgeliefert, die aber gerade für eine mitreißende Filmtonwiedergabe
von einem nicht zu unterschätzenden Vorteil sind. So klang "Titan
A.E." mit dem Sci-Fi-DSP-Programm besonders real, die große räumliche
Weite, die dieser DSP-Modus bietet, unterstützt das auf dem Bildausgabegerät
Gezeigte sehr stimmig. Bei "The Haunting" arbeitet das "Spectacle
DSP" mit seiner klaren, durchdringenden Effektdarstellung besonders
gut, wahlweise kann man hier auch das "Adventure"-DSP nutzen - vor
der Auswahl sei eine direkte Gegenüberstellung beider Programme empfohlen.
Im Vergleich zur Konkurrenz schlägt sich der Yamaha
RX-V 640 hervorragend, besonders durch die Fortschritte, die in
den Punkten Brillanz und Detaileinarbeitung gemacht werden konnten,
stellt der 640er momentan das Gerät dar, an dem sich die Konkurrenz
messen muss - die Gründe: Der im Hochtonbereich hervorragende Denon
AVR-1803 erbringt im Vergleich zum Yamaha keine besseren Leistungen
mehr, gegenüber dem Yamaha RX-V630 war der Denon noch hörbar
im Vorteil. Denon wie Yamaha klingen sehr harmonisch, der Yamaha kontert
mit seinem noch runder klingenden Bassbereich. Der Denon hält mit
der Möglichkeit, mittels Endstufen-Splitting gleich zwei Back Surround
Lautsprecher anzuschließen, dagegen. Diese Funktion ist ein echter
Vorteil des Denon, da man die Back Surround-Effekte mit der 2-LS-Anordnung
noch klarer orten und zuweisen kann. Zudem sind zwei Back Surround-Boxen
dann von Vorteil, wenn man häufiger mit mehreren Leuten Filme anhört.
Doch der Yamaha kontert erneut: Bei weniger gut abgemischter Software
klingt er kompletter, akustische Schwächen von DVDs kann der RX-V640
besser kompensieren. Außerdem schiebt der Yamaha im Vergleich zum
Denon mit noch mehr Nachdruck an - mit soviel Nachdruck, dass selbst
der sehr kraftvolle Kenwood KRF-V7060D kaum mithalten kann. Wer hier
mehr will, muss schon zum 649,00 EUR teuren Pioneer VSX-D811 greifen,
der für sein Geld bezüglich der möglichen Kraftausbrüche noch immer
erste Wahl ist. Als - minimal weniger vehemente - Alternative steht
noch der Kenwood KRF-X9070D mit THX Select-Zertifikat bereit, der
ebenfalls mit viel Durchschlagskraft und Antrittsstärke aufwarten
kann. Doch selbst die teureren Kenwood und Pioneer erreichen nicht
(der Kenwood verfehlt die Werte in Bezug auf Detailtreue und Transparenz
knapp, der rustikaler zu Werke gehende Pioneer etwas deutlicher) die
Kultiviertheit des Yamaha
RX-V640 - Kraft und Feinarbeit gehen beim Yamaha
RX-V 640 also eine für diese Preisklasse fast perfekte Synthese
ein. Mithalten kann nur der überragende Marantz SR-4300, mit dem teilt
sich der Yamaha auch den einzigen echten Nachteil: Beide AV-Receiver
verfügen nicht über einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenzen, hier
sollten die Hersteller, gerade aufgrund der Bedeutung dieses Ausstattungsmerkmals,
bei der nächsten Gerätegeneration nachbessern. Ansonsten herrscht
in Bezug auf unseren Testkandidaten aber eitel Sonnenschein - dies
beweist auch die Wiedergabe des U-Boot-Spektakels "U-571": Mit Wucht
donnern die Wasserbomben-Explosionen durch den Hörraum, mit viel atmosphärischer
Dichte gibt der Yamaha die fast unerträgliche Spannung, die bei der
Crew vor den Kampfhandlungen herrscht, wieder. Sehr gut arbeitet der
Yamaha die Charakteristika der Stimmen heraus - obwohl praktisch nur
geflüstert wird. Eine Top-Leistung, auch bezüglich der Stimmdarstellung
kann der Yamaha die Konkurrenz, hier sogar die ebenfalls sehr guten
Denon und Marantz, distanzieren. Dies zeigt deutlich, mit wie viel
Sorgfalt die Yamaha-Entwickler die konsequente akustische Verbesserung
angegangen haben Mit einer Spitzenleistung schneidet der Yamaha auch
bei der Sequenz von "Gladiator" in DTS ES Discrete 6.1 auf der 5.
DTS Demo-DVD ab. Hier sind die Surround- und Back Surround-Klangkulisse
äußerst dynamisch, die Präzision bei der Effektdarstellung kann absolut
überzeugen. Auch bei "Gladiator" hört man die im Vergleich zum Vorgänger
verbesserten Werte für Brillanz und Klarheit heraus, als die Brandkugeln
und Brandpfeile abgeschossen werden und im gegnerischen Lager einschlagen,
stellt der Yamaha diesen Prozess mit sehr beachtlicher Sorgfalt heraus.
Die Mehrkanal-Musikwiedergabe des Yamaha erweist sich als noch besser
gelungen als beim Vorgänger - und nicht nur das: Auch etablierte Konkurrenten
wie der Denon AVR-1803, der Kenwood KRF-V7060D oder die - teureren
- Pioneer VSX-D811 und Kenwood KRF-X9070D müssen sich hier warm anziehen.
Yamaha hat konsequent die Transparenz und Klarheit im Hochtonbereich
verbessert, ebenfalls in nochmals besserer Form zeigt sich die Detaileinarbeitung.
Damit ist das Klangbild insgesamt facettenreicher, durchsichtiger
geworden - ohne dass die Yamaha-typische tadellose akustische Harmonie
leidet. Hier kann man von einem AV-Receiver dieser Preisklasse eigentlich
kaum noch mehr erwarten. Doch dies ist noch nicht alles, auch die
Basswiedergabe wurde einer Überarbeitung unterzogen - mit Erfolg,
was schön zu hören ist beim "Hotel California" von den Eagles: Der
Bass agiert im Vergleich zum Vorgänger deutlich präziser und klarer,
gerade trockene Bässe versteht der Yamaha
RX-V 640, deutlich verbessert wiederzugeben. Auch bei Roy Orbisons
"Pretty Woman" fallen diese Tugenden auf, hier arbeitet der Yamaha
RX-V640 noch präziser, feinfühliger, die Stimmwiedergabe wirkt
noch minimall durchsichtiger. Wir hörten die genannten Konkurrenten
am identischen Lautsprechersystem - eine so komplette Leistung wie
der Yamaha im Mehrkanal-Musikbetrieb bot keiner, außer dem ebenfalls
exzellenten Marantz SR-4300, der aber im Vergleich zum Yamaha etwas
weniger kraftvoll anschiebt.
Prima gelungen präsentiert sich die Dolby
Pro Logic II-Integration. Im Film- und im Musikmodus gefällt die
füllige Surround-Klangkulisse, die ebenfalls gut strukturiert ist.
Auch kleinere Effekte kommen mit ordentlicher Plastizität zum Ausdruck.
Die gesamte Basswiedergabe ist, auch im Music-Mode, tadellos gelungen,
nur, wer direkt mit dem Stereoklang vergleicht, bemerkt beim Bass
ein entschlosseneres Zupacken und eine höhere Präzision. Die Stimmwiedergabe
gefällt ebenfalls, auch hier bietet der Yamaha
RX-V 640 z.B. bei tieferen Männerstimmen ein beachtliches Volumen.
Die Gesamthomogenität des Vortrags ist auch zu loben, immer höchst
angenehm sorgt der Yamaha für ein entspanntes "Betriebsklima" - durch
die Einstellmöglichkeiten des PLII Music-Modes kann man hier auch
noch individuelle Anpassungen vornehmen, gerade die Center Width-Justagemöglichkeit
zeigt hier Wirkung. Erfreulich ist auch, dass der Yamaha
RX-V640 eine schon gut bekannte Yamaha-Tugend beibehalten hat:
Auch dieser AV-Receiver klingt selbst bei nur durchschnittlicher Software
(z.B. MP3-CDs oder Kauf-CDs mit höherer Dynamikkompression) noch erstaunlich
komplett und sorgt für eine wirkungsvolle Aufwertung zu dünner Klangbilder
- wobei hier hinzugefügt werden muss, dass auch der Yamaha
RX-V 640 nicht zaubern kann, einen Gewinn bringt diese Art der
Auslegung bei weniger guten Discs aber auf jeden Fall.
Im Stereobetrieb erbringt der Yamaha
RX-V 640 für seine Klasse eine ausgezeichnete Leistung. Im Vergleich
zum Vorgänger fällt vor allem die gesteigerte Brillanz im Hochtonbereich
auf. Der Yamaha
RX-V640 stellt klarer da, ohne je, auch bei höheren Pegeln, aggressiv
zu wirken. Immer ist eine hohe klangliche Harmonie gegeben, wie wir
es schon bislang von den Yamaha-AV-Receivern her kannten, neu hinzugekommen
ist aber die besser vorgetragene Lebendigkeit, gerade bei klassischer
Musik, aber auch bei R&B-Tracks, kommt die Musik mit mehr Schwung
in den Hörraum. Hier wirkt der Yamaha RX-V630 im Vergleich
etwas träger und zurückhaltender, während der Yamaha
RX-V 640 die Spielfreude der Musiker treffender zum Ausdruck bringt.
Mit seiner im Stereobetrieb gezeigten Leistung muss sich der neue
Yamaha-AV-Receiver hinter keinem Konkurrenzgerät verstecken, im Gegenteil:
Er übertrifft nicht nur seinen Vorgänger, sondern auch die anderen
Konkurrenten seiner Preisklasse. Grund: Die hervorragend gelungene
Mischung aus Frische, Dynamik und Homogenität, die man bei einem AV-Receiver
dieser Preisklasse bislang noch nicht antreffen konnte. Sehr schön
modelliert der Yamaha
RX-V640 auch Details heraus, auch anspruchsvollere Musikliebhaber,
die häufiger einmal Musik in Stereo hören, sollten sich den Yamaha
RX-V640 einmal anhören - hier hat sich eine Menge getan. Der Yamaha
beweist, auch mit seiner vielschichtigen Wiedergabe z.B. von Streichinstrumenten
(Violine, Violoncello) seine Talente. Der präzise, kraftvolle Bassbereich
und die sehr feinfühlige, natürliche räumliche Abbildung vervollständigen
unsere sehr positiven Eindrücke.
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLII      
Bewertung Klang Stereo     
Fazit
Der Yamaha
RX-V640 ist momentan das Gerät, an dem sich die Konkurrenz in
der Preisklasse zwischen 500 und 600 EUR messen muss. Sein Trumpf
ist die hohe Ausgewogenheit, nirgendwo scheinen ernsthafte Schwächen
durch. Mit seinem Antritt, seiner akustischen Harmonie, seiner Brillanz
und seiner Ausdruckskraft setzt der Yamaha im Mehrkanal-Musik- und
im Filmton-Betrieb derzeit die Standards. Keine Disziplin, in der
der AV-Receiver nur gute Ergebnisse erbringt, überall sind die Resultate
überdurchschnittlich gelungen, somit bekommt der "Neuling" eine praktisch
makellose Notenskala. Zu loben ist in diesem Zusammenhang, dass Yamaha
konsequent die Bereiche erkannt hat, in denen der Vorgänger Yamaha
RX-V630 noch hinter der Konkurrenz lag. Durch die offenbar sehr
sorgfältige, detaillierte Abstimmungsarbeit sind aus den Schwächen
Stärken geworden. Doch der Yamaha
RX-V 640 kann noch mehr, denn seine Stereo-Qualitäten sind auf
einem sehr beachtlichen Level: Klar und präzise, räumlich ausgewogen
und natürlich bringt der Yamaha
RX-V 640 auch in dieser Teilwertung für seine Preisklasse erstklassige
Leistungen. Zu diesem Eindruck passt die gelungene, weil sauber darstellende
und voluminöse PLII-Integration. Sehr ordentlich ist es auch um den
Bedienkomfort bestellt, ein Verdienst der neuen, übersichtlicheren
Menüstrukturen. Nun ist es auch für den Heimkino-Neuling problemloser
möglich, alle elementaren Settings schnell vorzunehmen. Nicht ganz
optimal ist lediglich das Zuweisungsmenü für die Digital- und Videoanschlüsse
ausgefallen, hier besteht Nachbesserungsbedarf. Das Gleiche gilt für
die fehlende Möglichkeit zur Einstellung der Subwoofer-Übernahmefrequenz.
Zusammen mit der Tatsache, dass der Lautstärke-Drehregler des Yamaha
RX-V640 aus Plastik und nicht aus Metall ist, sind dies aber die
einzigen kleinen Schwachstellen, die wir ausfindig machen konnten.
Das ausgezeichnete Geräte-Display, die tadellos in der Hand liegende
Fernbedienung, die exzellente Ausstattung inklusive Videonormwandler
und das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis setzen weitere Glanzpunkte.
Yamaha schlägt alle: Der Yamaha RX-V640
hat das Zeug zum "Superstar"
Gesamturteil:

Mittelklasse
Test 30.04 2003
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Sehr runder, angenehmer Heimkino- und Mehrkanal-Musikklang
-
Sehr lebendige Surround-Klangkulisse
-
Natürliche, feinfühlige Stimmwiedergabe
-
Präzise, klare und homogene Stereowiedergabe
-
Aufwändig gestaltete DSP-Programme mit beachtlicher Wirkung
-
Leistungsstarke Endstufen mit spontanem Antritt
-
Sinnvolle Setup-Menüstruktur
-
Erstklassige Ausstattung inklusive Videonormwandler
-
Vorbildliches Gerätedisplay
-
Prima Fernbedienung
-
Exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis
Contra:
-
Keine einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz
-
Lautstärkedrehregler aus Kunststoff
Technische Daten:
-
AV-Receiver mit Dolby Digital/DTS-Decoder
-
Dolby Digital EX- und DTS ES Matrix/Discrete 6.1-Decoding
-
Dolby ProLogic II mit allen Einstellmöglichkeiten im Music Mode
-
Leistung: 6 x 135 W (DIN, 4 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr), 5 x 85 W (0,06 % Klirr, 20 Hz bis 20 kHz, 8
Ohm)
-
96 kHz/24-Bit Audio-DACs
-
32-Bit Yamaha DSP
-
15 einzelne DSP-Modi
-
Silent Cinema für DSP-Programme via normalem Stereo-Kopfhörer
-
4 Digitaleingänge (3 optisch, 1 koaxial), 1 Digitalausgang/optisch, (ohne
Front Digi-In, alle frei zuweisbar)
-
2 Komponenten-Video-Eingänge, 1 Komponenten-Video-Ausgang
-
4 x Audio-Video-In/2 x Audio/Video-Out, 1 x Video-Out (Monitor), alle S-Video- und FBAS-beschaltet
-
2 x Audio-In, 1 x Audio-Out
-
kompletter Front AV-Eingang inklusive S-Video und optischem
Digitaleingang
li>
Sechskanaleingang (DVD Audio-geeignet)
-
Pre-Out für alle Kanäle (für Back Surround ein Pre Out)
-
Schraubanschlüsse für alle Lautsprecher
-
RDS-Tuner mit 40 Festspeichern
-
Abmessungen (B x H x T in mm): 435 x 171 x 390
-
Gewicht: 13,0 kg
-
lieferbare Farben: Titan und Schwarz
-
Anhang: DSP-Programme und DSP-Technik-Grundlagen
Wie von Yamaha-AV-Verstärkern und -Receivern gewohnt, tritt auch der RX-V640
mit unterschiedlichen HiFi-und Cinema-DSP-Programmen in verschiedenen
Variationsmöglichkeiten an. Hier der Überblick:
HiFi-DSP:
- Concert Hall: Wählbar: Große Konzerthalle mit reichem Klangeffekt.
Ausgeprägte Reflexionen von allen Richtungen betonen die Ausbreitung der
Klänge. Der virtuelle Sitz befindet sich in der Mitte unmittelbar vor der
Bühne. Dieses DSP-Programm kann mit einer großen Pärsenz aufwarten.
- Jazz Club: The Bottom Line (Jazz Club in New York mit Plätzen für 300
Personen. Klang recht natürlich, für einige Jazz-Aufnahmen geeignet. Auf
jeden Fall aber, je nach Gusto, in normalem Stereo oder PLII Music gegen hören).
- Rock Concert: Für dynamische Rockmusik geeignet. Die Daten stammen aus
Rock-Club aus L.A. Virtueller Sitz des Hörers: Links in der Mitte der Halle
- Entertainment: Disco (der Sound ist dicht und stark konzentriert, in der
Praxis aber leider zu dumpf und hallbetont, hier lieber zu Pro Logic II
Music greifen), ebenfalls vorhanden: 6-Kanal-Stereo. Hier kann der Pegel
für den Center-Lautsprecher, die beiden Surround-Lautsprecher und den Back
Surround Lautsprecher individuell eingestellt werden. Einstellbereich: 0 bis
100 %
Cinema-DSP:
- Movie Theater 1: Spectacle, weites Soundfeld eines 70 mm Filmtheaters wird
kreiert. Besonders gut geeignet für Actionfilme mit vielen Effektsequenzen.
Effektiv arbeitender Bassbereich mit großem Volumen und beachtlicher Präzision
- Movie Theater 1: Sci-Fi, wirkt noch eine Spur weitläufiger als Spectacle,
dafür z.B. bei Schusswechseln nicht ganz so explosiv.
- Movie Theater 2: Adventure, Sehr guter Kompromiss aus kräftiger
Effektwiedergabe und hervorragender Gesamtharmonie. Voluminöser, voller
Klang mit großer Dichte
- Movie Theater 2: General, nicht unbedingt das beste Soundfeld. Manche ältere
Produktionen oder Filme mit eher zurückhaltender Effektwiedergabe klingen
damit eine Spur harmonischer, vielleicht auch die ein oder andere Komödie.
Ansonsten kaum Verbesserungen gegenüber der "normalen" DD/DTS/ProLogic-Wiedergabe.
- Straight Decode: Der eingebaute Decoder sorgt für eine präzise
Wiedergabe der Tonquellensignale und der Soundeffekte. Kein DSP-Effekt ist
bei diesem Programm aktiviert.
- Enhanced Mode (DD/DTS/ProLogic): Dieses DSP simuliert die Multi
Surround-Lautsprechersysteme von Kinos für 35 mm-Filme. Ohne Verlust
der Ortung des Originalsklangs soll eine gute Effektwiedergabe garantiert
sein. Bei einigen Filmen Verbesserung des Volumens des Surround-Klangfelds
Nur für Audio/Video-Quellen in 2-Kanal:
- Entertainment/Game: Tiefe und Raumgefühl für Computerspiele. In der
Praxis lieber PLII Movie verwende, Concert Video für mehr räumliche
Tiefe bei Konzertvideos. Auf jeden Fall vergleichen mit PLII Movie vor der
endgültigen Auswahl.
- Music Video: Dieses Programm soll die lebhafte Umgebung eines Jazz- oder
Rock-Konzertes simulieren. Daher laut Yamaha besonders für Live-Konzerte
geeignet.
- TV Theater/Variety/Sports: Für die geeignete Wiedergabe von TV-Sportsendungen,
Nachrichten und TV-Shows
- TV Theater/Mono Movie: DSP-Aufbereitung für Mono-Filmmaterial
Yamaha DSP
DSP-Programme - die Grundlagen
Der Yamaha DSP Prozessor
ist so aufgebaut, dass eine völlig unabhängige Verarbeitung des vorderen
Präsenzbereiches und des hinteren Surround-Soundfeldes ermöglicht
wird. Der Surroundbereich wird schon seit der Einführung der Cinema
DSP Technolgie 1990 (damals war Dolby Pro Logic der Mehrkanalstandard)
mit zwei unabhängigen Klangfeldern für den linken und den rechten
Kanal nachbearbeitet. Die Position der akustischen Effekte wird durch
das dekodierte Eingangssignal vorgegeben, der Dekoder selbst arbeitet
mit unendlich großer Kanaltrennung - in der Praxis jedoch ist ist
die Kanaltrennung durch die nachfolgenden analogen Baugruppen des
AV-Receivers (speziell zu nennen wäre die gemeinsame elektrische Masseverbindung)
leicht eingeschränkt.
Die Signalverarbeitung der einzelnen Kanäle durch den DSP
Prozessor erzeugt aus den bis zu Vollfrequenzkanälen bei Dolby
Digital und DTS,
die nach dem Decodieren als relativ "punktförmige" Informationen zur
Verfügung stehen, ein geschlossenes Klangbild. Die Ausdehnung und
die Intensität, mit anderen Worten die Charakteristik des jeweiligen
Klangbildes, variiert je nach angewähltem DSP Programm. Die Wahl des
entsprechenden DSP Programms sollte sich nach dem vorliegenden Film-
oder Musikmaterial richten, da nur beim optimalen Zusammenspiel vom
Ausgangsmaterial und der gewählten DSP Nachbearbeitungsart eine optimale
Performance erreicht werden kann.
Auf der Basis normaler Wiedergabearten wie Mono, Stereo, Dolby
ProLogic Surround, Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 gestalten die
Yamaha-Toningenieure ihre eigenen Soundfelder. Jedes der Cinema-DSP-Programme
ist vom Charakter her verschieden, denn die auf realen Messungen beruhenden
Daten, die dann zu den verschiedenen vorkommenden Soundfeldern verarbeitete
werden, unterscheiden sich. Bei den Soundfeldern differenziert Yamaha
zwischen dem Presence-Soundfeld (das Soundfeld, welches sich vorne
hinter den Lautsprechern ausbreitet) und den linken und rechten Surround-Soundfeld
sowie dem Nachhall. Die Presence- und Surround-Soundfeld-Daten zeigen
sich in der Verteilung der virtuellen Klangquellen und der Echomuster.
Die zwei unterschiedlichen Soundfeld-Typen werden mit komplexen Elementen
wie zum Beispiel der Energiebalance und den Signalmischverhältnissen
verarbeitet. Insgesamt ergibt sich so ein exakt auf das Wahrnehmungsvermögen
der Zuhörer zugeschnittenes Soundfeld.
Das erklärte Ziel von Yamaha DSP ist, die räumlichen und klanglichen
Eigenschaften eines Kinosaals in einem möglichsten hohen Grad an Perfektion auf
die heimischen "vier Wände" zu übertragen, beziehungsweise die
geringere Anzahl der Lautsprecher zu Hause und die ungünstigeren räumlichen
Bedingungen bestmöglich zum kompensieren. Daher erzeugt der Yamaha DSP
Prozessor ein Klangfeld nach einem Reflexionsmuster, das dem eines Abhörstudios
der Filmindustrie entspricht. Yamaha-typisch ist, dass im Surroundbereich nach
Herstellerangaben keine Dipole erforderlich sind, sondern auch
Direktstrahler benutzt werden können. In der Praxis aber zeigt sich, dass sich
bei der Verwendung von Dipole manche Vorteile der DSP Technologie eher noch
deutlicher zeigen: Gerade die noch voluminösere, weitläufige Klangkulisse
können hier überzeugen. So ist von einem Betrieb mit Dipolen also keinesfalls
abzuraten.
DSP-Programme richtig verstehen: Spezielle Aspekte und Grenzen
der Ton-Nachbearbeitung
-
Um bei Dolby ProLogic-codiertem Tonmaterial die rechts-/links-Trennung im
Surroundbereich zu verbessern, stützt sich der dem Nachbearbeitungsvorgang
zu Grunde liegende Algorhythmus des Prozessors - anders als bei Dolby
Digital oder DTS - auch auf tonale Informationen aus den Stereokanälen.
Dies kann im Einzelfall zu dem Eindruck führen, dass die Kanaltrennung vorn
- hinten leicht eingeschränkt ist
-
Um ein geschlossenes Klangfeld ohne störende Klanglöcher im
Heimkino-Raum zu erzeugen, werden Effektverläufe von vorn nach hinten oder
auch von hinten nach vorn von einem Kanal an den anderen "übergeben".
Speziell bei impulsartigen Signalen ist daher die hörbare Übernahme in den
Surroundbereich sachgerecht - denn, so argumentiert Yamaha, dieses Verhalten
entspricht genau dem in der realen Welt. Hier sollte eher der Vergleich zum
Kino als der zu "reinem", also nicht nachbearbeiteten Dolby
Digital gezogen werden. Auch die akustischen Eigenschaften des Hörraums
spielen - je nach dessen "Halligkeit" und/oder Hellhörigkeit
- in die Wahrnehmung solcher eben geschilderter Effekt hinein.
-
Ein weiterer Einfluss entsteht durch die akustischen Eigenschaften des
gewählten DSP-Programms.
- Bei der Wiedergabe von Stereosignalen in einem der Movie Theatre-Programme
wird der Dolby ProLogic-Dekoder aktiviert. Durch die einfache Struktur
des Decoders wird dann das Differenzsignal L - R auf die Surroundkanäle
geführt, somit wird das DSP zusätzlich unterstützt. Da Yamaha die
Movie Theatre Programme für die Wiedergabe von Mehrkanalton entwickelt
hat hat, ist der Dolby ProLogic-Dekoder nicht abschaltbar und führt
daher zu den vorher genannten unerwünschten Effekten bei der Wiedergabe
von uncodiertem Stereomaterial. Da hilft dann nur die Wahl eines
Programms ohne den vorgeschalteten Dolby PL Dekoder.
Die Vorbilder für die Yamaha DSP-Programme
Mit den paar DSP-Programmen, die sich bei fast jedem AV-Receiver oder -Verstärker
als Bonus Feature im Ausstattungsumfang befinden, sind die Yamaha DSPs kaum zu
vergleichen. Die Yamaha-Variante ist darum sehr interessant, weil die
Yamaha-Toningenieure für ihre verschiedenen Cinema- und Hifi-DSP-Programme real
existierende Räume tonal exakt vermessen haben. Das heißt: Für die
Kino-DSP-Programme dienten als Maßstab verschiedene Kinos auf der ganzen Welt,
für die Hifi-DSP-Programme zum Beispiel Konzerthallen und Jazz-Clubs. So
handelt es sich nicht um ausschließlich am Computer erstellte Programme,
sondern um auf realen Bedingungen basierende.
Test: 29.04.2003
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2003 HIFI-REGLER, AREADVD
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