Die besten Oberklasse-AV-Receiver 2026 im VergleichMit Features wie Dolby Atmos, HDMI 2.1 und Dirac Live
Einer der beliebtesten AV-Receiver: Der Marantz Cinema 40
Hochwertige AV-Receiver in höheren Preisregionen sind hochintegrierte Geräte. Neben einer Vielzahl von Features bieten sie erstklassige akustische Performance. Darüber hinaus ist, trotz der geballten Funktionsvielfalt, eine intuitive Einrichtung und Bedienung, gefordert.
Viele Anwender stellen sich die Frage: Welcher AV-Receiver oder AV-Verstärker passt zu mir? Wir haben uns sechs Mehrkanal-Verstärker/-Receiver im Preisbereich der Oberklasse von 1.899 Euro bis 2.899 Euro herausgesucht und die Vor- und Nachteile präzise erfasst.
Um welche Geräte handelt es sich?
- Denon AVC-X4800H – HR-Preis: 2.099,00 €
- Integra DRX5.4 – HR-Preis: 2.299,00 €
- Marantz Cinema 40 – HR-Preis: 2.900,00 €
- Onkyo TX-RZ70 – HR-Preis: 2.599,00 €
- NAD T758 V3i – HR-Preis: 1.899,00 €
- Yamaha RX-A6A – HR-Preis: 2.379,00 €
Welche Ausstattungsmerkmale sind besonders wichtig?
Essentielle Eigenschaften, Features und Funktionen, die alle sechs Mehrkanal-Audiokomponenten mitbringen, haben wir in einer Liste zusammengefasst:
- Decoder für die 3D-Audioformate Dolby Atmos und DTS:X inklusve Audio-Upscalern DTS Neural:X und Dolby Surround
- Decoder für die klassischen Mehrkanal-Formate Dolby TrueHD, Dolby Digital sowie DTS-HD Master Audio und DTS
- Mindestens 7 Endstufen: Sieben Kanäle ermöglicht den Aufbau der kleinsten 3D-Audio-Lautsprecherkonfiguration (5.1.2-Setup). Meist bringen Oberklasse Geräte bereits 9 Endstufen mit für 5.1.4- oder 7.2.4-Setups
- Lautsprechereinmess- und Raumkorrektursystem: YPAO bei Yamaha, Audyssey MultEQ XT32 bei Denon und Marantz, Dirac Live bei NAD und Onkyo) mit Room-EQ und Mehrpositionen-Einmessung
- Ersteinrichtungs-Assistent und Installationshilfe, direkt integriert in die grafische Benutzeroberfläche oder per App via Tablet und Smartphone
- App für iOS / Android für die Steuerung der AV-Receiver-Funktionen
- Multiroom-/Streaming-Modul: BluOS bei NAD, HEOS bei Denon und Marantz, MusicCast bei Yamaha und DTS Play-Fi sowie Chromecast bei Integra und Onkyo
- Zusätzlich zum Wireless-Streaming per WLAN auch Bluetooth und AirPlay 2
- Unterstützung für hochauflösende Audioformate (Hi-Res-Audio-Support), Flac, WAV, ALAC, AIFF, meist bis 192 kHz/24-Bit, dazu DSD 2,8/5,6 MHz, Gapless-Wiedergabe, damit einher geht eine präzise D/A-Wandlung mit modernen Chips, z.B. von AKM, ESS Sabre oder Texas Instruments
- HDMI-Anschlüsse, ausgeführt als HDMI 2.1, mit Unterstützung für HDR10, Dolby Vision und HLG sowie dem Kopierschutz HDCP 2.3 (außer NAD T758 V3i)
- HDMI (e)ARC für die Übertragung des TV-Audiosignals an den AV-Receiver mit nur einem HDMI-Kabel
- Mehrere HDMI-Ausgänge für die separate Signalausgabe von Video und Audio sowie ggfs. für Zone 2
Weiter gibt es nützliche und sinnvolle Funktionen für hohen Bedienkomfort und mehr Flexibilität. Die folgenden Merkmale zählen aber nicht zu den wichtigsten Eigenschaften eines modernen AV-Receivers und AV-Verstärkers:
- Auro-3D als zusätzlicher Decoder für immersives 3D-Audio – besonders vorteilhaft ist dabei die damit einhergehende Integration des exzellenten Audio-Upscalers Auro-Matic
- IMAX Enhanced ist nice-to-have, allerdings gibt es hier nochmals weniger Content und Inhalte, als es bei Auro-3D der Fall ist
- Praktisch sind die “Connect”-Funktionen der drei wichtigsten Streamingdienste Spotify Connect, TIDAL Connect und Qobuz Connect zur Steuerung der Wiedergabe über die App des jeweiligen Streamingdienstes
- Unterstützung für das innovative Musikverwaltungssystem Roon
- Digitalradio-Tuner für DAB/DAB+: FM- oder DAB-Tuner sind längst kein Standard mehr, häufig handelt es sich bei den Geräten um AV-Verstärker, nicht AV-Receiver
- Sprachsteuerung über gängige Sprachassistenten (Amazon Alexa, Google Assistant, Siri)
- Video-Upscaling (bei Denon und Marantz auf bis zu 8K-Auflösung) inklusive Video-EQ hat heutzutage nur in wenigen Fällen noch Bedeutung
Einordnung: Sind diese Features im AV-Verstärker oder AV-Receiver integriert, ist das erfreulich. Zwingend notwendig sind sie nicht. Wer Wert, z.B. auf einen Tuner oder den Support von Roon legt, muss dies vor dem Kauf entsprechend berücksichtigen. Im Beratungsgespräch können wir direkt auf ihre Wünsche und Anforderungen eingehen.

Ein Blick ins Innenleben des Onkyo TX-RZ70 zeigt die sorgfältige Verarbeitung.
Welcher AV-Receiver ist der Richtige für mich?
NAD T785 V3i

Der NAD T 758 V3i ist mit einem Kauifpreis von 1.899,00 € der günstigste AV-Receiver unter den Kandidaten.
Die Anschlüsse des NAD T758 V3i offenbaren eine für die Preisklasse enorme Vielfalt.
Der preislich attraktive NAD T758 V3i ist ein AV-Verstärker mit sieben kraftvollen Endstufen und klassischem optischen Auftritt. Hohe Leistungsfähigkeit unter Auslastung aller Kanäle, integriertes Dirac Live und der Anspruch auf maximale Klangqualität sind hier die wichtigsten Merkmale.
Pro
- Highlight: Dirac Live ohne Zusatzkosten und Mikrofon im Lieferumfang
- Hohe Pegelfestigkeit dank enormer Simultanleistung von 60 Watt an 8 Ohm an allen Kanälen
- Hohe akustische Leistungsfähigkeit zum attraktiven Preis
- NAD PowerDrive Technologie für hohe Dynamik und absolute Impulstreue
- BluOS: besonders flexible und umfangreich ausgestattete Streaming-Plattform
- Unterstützung für Tidal Connect und Spotify Connect
- Klassische Boliden-Optik mit großem Display
Einordnung: Der NAD T 758 V3i ist für alle Heimkino-Anwender geeignet, die klaren Fokus auf hohe Klangqualität und ein faires Preis-/Leistungsverhältnis legen. Wem sieben Endstufen, UltraHD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde und drei HDMI-Eingänge ausreichen, der findet hier einen akustisch hoch performanten AV-Verstärker, der zudem im Streamingbereich sehr flexibel ist.
Klares Highlight ist die Integration des hochpräzisen Lautsprechereinmess- und Raumkorrektursystems Dirac Live. Bei anderen Herstellern muss die teure Lizenz und ein passendes Messmikrofon selbst gekauft werden. NAD liefert beim T 758 V3i beides gleich mit.
Denon AVC-X4800H
Der AV-Receiver Denon AVC-X4800H in silber mit geschlossener Frontklappe
Das reichhaltige Anschlussfeld auf der Rückseite des Denon AVC-X4800H.
Pro
- Neun Endstufen, 11.4-Kanal-Signalverarbeitung
- Vier unabhängige Subwoofer-Ausgänge
- Decoder für Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D inkl. Auro-Matic sowie IMAX Enhanced
- Sieben HDMI-Eingänge (HDMI 2.1) und drei HDMI-Ausgänge
- Moderne HDMI-Sektion mit 8K60 und 4K120, kompatibel mit HDR, Dolby Vision, HLG und HDR10+
- Kompatibel mit VRR und ALLM für ruckelfreies, hochwertiges Gaming
- Umfassende Anschluss-Sektion mit vielen, auch klassischen Schnittstellen (Komponentenvideo-Eingang, optische und koaxiale Digitaleingänge, analoger Mehrkanalausgang, 3x Trigger Out)
- Besonders einfache Einrichtung dank tadellosem Einrichtungsassistent, der wirklich jeden Schritt berücksichtigt
- Setup-Menü jetzt mit 21:9-Modus für Heimkinos mit Cinemascope-Leinwand
- Unterstützung für Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect
- Roon Tested
- Kompatibel mit Amazon Alexa, Google Assistant und Siri
- Wird im eigenen Werk in Shirakawa, Japan gefertigt
Contra
- Manche werten es als Vorteil, unserer Meinung nach könnte Denon aber das nun seit Jahren identische Design einmal erneuern
- Dirac Live-Kompatibilität ist zwar gegeben, der finanzielle Aufwand durch die zusätzlichen Kosten für Lizenz und Mikrofon aber deutlich höher
So sieht der Denon AVC-X4800H von innen aus.
Einordnung: Der Denon AVC-X4800H ist ein mächtiger Tausendsassa, der zum fair kalkulierten Preis ein enormes Ausstattungspaket bietet. Wer neun Endstufen ausnutzt und auch von Auro-3D und Auro-Matic profitieren will, landet im Bereich um 2.000 Euro direkt beim AVC-X4800H.
Auch Gaming-affine Heimkino-Anwender profitieren von der modernen HDMI-Sektion inklusive Support für VRR und ALLM. Die Anschlussbestückung ist makellos und vier unabhängige Subwoofer-Ausgänge zu diesem Preis ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Klanglich bewegt sich der AVC-X4800H auf hohem Niveau, bietet gegenüber dem NAD T758 V3i jedoch vor allem Vorteile bei Ausstattung und HDMI-Flexibilität.
Integra DRX 5.4
Der AV-Receiver Integra DRX 5.4 in einem typischen THX Home Theater
Alle Bedienelemente des Integra DRX 5.4 sind direkt sichtbar auf dem Frontpanel angeordnet.
Der Integra DRX 5.4 weist ein charakteristisches Design auf, glänzt mit üppiger Ausstattung und lässt sich auch, was die Flexibilität im Streaming-Bereich betrifft, nichts nachsagen. Eine kraftvolle, immersive Heimkino-Akustik ist aber auch hier Maxime. Mit THX Certified Select-Zertifikat ist er einer der wenigen Mehrkanal-Verstärker, die noch auf diese Referenz-Richtlinien setzen.
Pro
- Neun Endstufen und zwei unabhängige Subwoofer-Ausgänge
- Zusätzlich zu Dolby Atmos, DTS:X sowie DTS Neural:X und Dolby Atmos Height Virtualization auch Support für IMAX Enhanced
- Satte 120 Watt pro Kanal an 8 Ohm macht das Gerät auch für größere Heimkinos attraktiv
- 6 HDMI-Eingänge, 3 davon unterstützen 8K60
- Google Chromecast Built-In für flexible Streamingmöglichkeiten und Sprachsteuerung mit Google Assistant
- Zusätzlich DTS Play-Fi und AirPlay 2 für noch mehr Vielseitigkeit beim Streaming
- Roon Ready
- Sonos-kompatibel
- Bidirektionales Bluetooth-Modul mit aptX und aptX HD
- Erweiterte Hi-Res-Audio-Unterstützung inklusive DSD bis 11,2 MHz
- FM-Radiotuner integriert
Contra
- Bei der enormen Ausstattung verwundert es beinahe, dass Auro-3D nicht unterstützt wird
- Integriertes Lautsprechereinmess- und Raumkorrektursystem AccuEQ mit soliden, aber nicht überragenden Ergebnissen
Rückseitige Anschlüsse des Integra DRX 5.4
Einordnung
Der Integra DRX 5.4 steht für Heimkino-Spektakel mit ausgeprägter Dynamik und hoher Pegelfestigkeit. Er richtet sich vor allem an Anwender, die umfangreiche Streaming-Optionen und hohe Ausgangsleistung priorisieren. Das Ausstattungspaket ist sehr üppig. Allerdings verzichtet man auf hochwertige, durchaus praxisrelevante Technologien. Auro-3D ist nicht dabei und auch Dirac Live fehlt.
Dafür sind mit DTS Play-Fi und Google Chromecast gleich zwei komplette Streaming-Plattformen an Bord. Das bedeutet sehr hohe Flexibilität, kann aber bei weniger versierten Anwendern allerdings auch für Verwirrung sorgen. Sehr gut sind auch die erweiterte Unterstützung von DSD bis 11,2MHz, ein leistungsstarkes Dualband-WiFi-Modul und der integrierte Tuner – leider nicht für DAB-Digitalradio.
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