Cambridge Audio Stream Magic 6 V2 bei AUDIO im Test

AUDIO

8/2012

"In der Audio-Ausgabe 08/2012 auf den Seiten 12 bis 15 wurde der Cambridge Audio Sonata Stream Magic 6 getestet."

Testauszug:

"...im Hörraum traten dann die beiden Camridge-Brüder zum Kräftemessen an. Dabei zeigte der Große dem Kleinen bei "Hold On" von Angus & Julia Stone, wie eine tiefe und stabile Raumabbildung auszusehen hat. Spielte der NP 30 vordergründiger und mit beinahe ungestümem Willen, so schien der Stream Magic 6 aus den Tönen ein feines Netz zu spinnen, das die Musik in zarter Erhabenheit trägt und wiegt, sie losgelöst und befreit wirken lässt. Alles klang feinfühliger, seidiger, mehr in die Tiefe des Stücks hineinleuchtend. Die reichen Schattierungen in Julia Stones Stimme stellte er besonders plastisch-intensiv dar, überspannte dabei aber nie den Bogen ins Analytische, sondern begeisterte durch homogen wirkende Spielfreude. Erst der zum Vergleich herangezogene Linn Sneaky DS war ihm ein ebenbürtigen Gegner. Arnold Schönbergs "Verklärte Nacht op. 4" (Fassung für Streichorchester) mit ihren fünf Abschnitten wirkte über den Sneaky eine Spur dramatischer, körperhafter und gewährte zum Beispiel dem Streichorchester etwas leuchtendere Farben, während sich der Cambridge mit seiner leichteren, dennoch luftigen und sensiblen Spielweise einen gleichrangigen Platz in den Herzen des Auditoriums erspielte..."

Bewertung:

+ lebendiger, feiner und kultivierter Klang
+ tolle App, die richtig Spaß macht
- kein schneller Vorlauf

Fazit:

Der Cambridge ist ein universelles und vielseitiges Gerät, das kaum Wünsche offen lässt und klanglich in hohe Regionen vorrückt. Einerseits zart und fein, dennoch voller Punch, erinnert der Stream Magic 6 den Autor an den altehrwürdigen Trank namens Lagavulin 16. Dessen unvorsichtige Einnahme kann jedoch zu Wahrnehmungs- und Koordinationsschwierigkeiten führen. Der Cambridge hingegen vermag nur zu berauschen, befreit von all den vorher genannten Nebenwirkungen.

Preis/Leistung: sehr gut