Denon bringt die ersten 8K-fähigen AV-Receiver auf den Markt
- Hinweis: Die hier vorgestellten AV-Receiver und AV-Verstärker von Denon sind schon seit geraumer Zeit ausgelaufen. Aufgrund des anhaltenden Interesses haben wir entschieden, das vorliegende Special von 2021 weiterhin im Archiv zu veröffentlichen.
Aktuelle AV-Receiver der Marke Denon finden Sie unter Denon AV-Receiver ...
Denon präsentiert die neuen AV-Receiver-Modelle für Europa und kündigt mit den neuen Geräten der X-Serie die ersten 8K-fähigen Geräte auf dem stark umkämpften Markt an. Der AVC-X6700H, der AVC-X4700H, der AVC-X3700H und der AVR-X2700H, der auch in einer Version mit DAB-Tuner erhältlich ist, basieren auf den bewährten Komponenten der X-Serie und stellen die nächste Generation im Denon-Portfolio dar.
Schon immer konnte das Unternehmen mit Innovationen aufwarten und blickt inzwischen auf eine 110-jährige Firmengeschichte zurück. Den identisch hohen Anforderungen an die eigene Performance stellt man sich noch heute und so präsentiert man die ersten 8K-fähigen Geräte am Markt zurecht mit Stolz und Selbstbewusstsein. Die modernsten Spezifikationen sind an Bord, sei es eARC, HDR10+ Support oder 4K-Signaltransport in 120 Hz inklusive Gaming-relevanter Features wie VRR, ALLM, die Denon-Komponenten bringen alles mit, was für den modernen Heimkino-Enthusiasten wichtig ist. Auch die akustische Performance sowie die Benutzerfreundlichkeit der Geräte soll sich erneut auf exzellentem Niveau befinden.
Vergleichstabelle der Denon AV-Modelle 2020
Neue 8K-Modelle (2020) | AVR-X2700H / AVR-X2700 DAB | AVC-X3700H | AVC-X4700H | AVC-X6700H |
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Preis | / | |||
Verstärkerkanäle | 7 Kanäle | 9 Kanäle | 9 Kanäle | 11 Kanäle |
Verarbeitungskanäle mit Vorverstärker-Ausgängen | - | 11.2 Kanäle | 11.2 Kanäle | 13.2 Kanäle |
Ausgangsleistung | 150 W | 180 W | 200 W | 205 W |
8K/60- & 4K/120-HDMI-Passthrough | ja | ja | ja | ja |
Subsampling | ja | ja | ja | ja |
HDMI-Eingänge/-Ausgänge | 6/2 | 7/3 | 8/3 | 8/3 |
2 Subwoofer-Ausgänge | ja | ja | ja | ja |
Phono-Eingang | ja | ja | ja | ja |
DTS:X Pro | - | - | - | ja ( via Update, noch 2020 geplant) |
Audyssey MultEQ XT, Dynamic Volume, Dynamic EQ | ja | - | - | - |
Audyssey MultEQ XT32, LFC, Sub EQ HT | - | ja | ja | ja |
Der AVC-X6700H als aktuelles Topmodell ist mit insgesamt 11 Endstufen ausgestattet und ermöglicht eine 13.2-Signalverarbeitung. Satte 205 Watt pro Kanal kann er leisten und bietet gegenüber den anderen Modellen DTS:X Pro-Support, der allerdings erst über ein zukünftiges Firmware-Update realisiert werden soll. Wie auch der AVC-X4700H und der AVC-X3700H kommt er mit Audyssey MultEQ XT32 als akustisches Einmesssystem daher. Der nächstkleinere AVC-X4700H bietet neun Endstufen und 11.2-Kanal-Signalverarbeitung, 200 Watt pro Kanal und bringt wie das große Modell Auro-3D mit, verzichtet aber auf DTS:X Pro. Ähnlich der AVC-X3700H, der identisch mit neun Endstufen und der gleichen Signalverarbeitung ausgestattet ist, aber mit 180 Watt etwas weniger Leistung liefert, kein Auro-3D bietet und einen HDMI-Eingang weniger an Bord hat. Die aktuelle kleinste Variante AVC-X2700H (DAB) bietet sieben Endstufen mit 150 Watt pro Kanal, außerdem 6 HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge (die anderen Modelle sind mit drei Ausgängen versehen). Als Einmesssystem kommt die kleinere Audyssey-Variante, Audyssey MultEQ XT, zum Einsatz.
Alle genannten Denon AVCs/AVRs sind in der Lage 8K60 und 4K/120-Signale weiterzuleiten und ermöglichen auch ein Upscaling von Inhalten mit niedrigerer Auflösung auf 8K. Die Geräte sind mit einem dedizierten 8K HDMI-Eingang versehen, der neben 8K60 auch eine 4K-Signalübertragung mit 120 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Sämtliche HDMI-Schnittstellen sind HDCP 2.3-kompatibel. Die Geräte bringen auch das neue HDMI-Feature QMS (Quick Media Switching) mit, damit gelingt ein Umschalten zwischen unterschiedlichen Auflösungen und Bildratzen besonders schnell, ohne dass ein schwarzer Bildschirm angezeigt wird. Selbstverständlich sind auch nach wie vor die wichtigen Technologien und Formate, wie z.B. HDR10, HLG, Dolby Vision, 4:4:4: Pure Color Subsampling sowie BT.2020-Passthrough an Bord.
Gamer profitieren besonders von der Möglichkeit, Signale in 4K Ultra HD mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz zu übertragen. Außerdem ist VRR (Variable Refresh Rate) gegen Screen Tearing und ALLM (Auto Low Latency Mode) für geringe Latenzen an Bord. Die Technologie QFT (Quick Frame Transport) soll darüber hinaus Verzögerungen verringern und Reaktionszeiten weiter optimieren.
Der enhanced Audio Return Channel, kurz eARC, ermöglicht die Übertragung von unkomprimierten, objektbasierten Audiodaten über ein einziges HDMI-Kabel vom TV zum AV-Receiver bzw. AV-Verstärker. Videodaten von TV-Apps werden in der besten verfügbaren Qualität wiedergegeben, der AV-Receiver identifiziert das bestmögliche Audiosignal und dekodiert dieses. Somit ist man mit den neuen Modellen der X-Serie auch für zukünftige 8K-Streams und Spielekonsolen gerüstet.
Für Heimkino-Enthusiasten bieten der AVC-X6700H und AVC-X4700H zweifellos die ideale Plattform. Beide Geräte unterstützen nahezu alle 3D-Audioformate, darunter Dolby Atmos und DTS:X sowie Dolby Atmos Height Virtualization und DTS Virtual:X, außerdem IMAX Enhanced (AVC-X6700H, AVC-X4700H und AVC-X3700H) und Auro-3D (AVC-X6700H und AVC-X4700H). Darüber hinaus offeriert der große AVC-X6700H Support für DTS:X Pro über ein zukünftiges Firmware Update. Dies ermöglicht die DTS:X-Dekodierung von bis zu 13 Kanälen mit Lautsprecher-Konfigurationen wie 7.2.6 oder 9.2.4. Dank 13.2-Signalverarbeitung und unter Zuhilfenahme von externer Verstärkung können auch die neuesten IMAX Enhanced-Filme mit 7.2.6- oder 9.2.4-Lautsprecher-Setups kompromisslos wiedergegeben werden. Das Update soll noch in diesem Jahr erscheinen.
Weitere Neuheit ist die Integration des Vorverstärker-Modus, der bislang dem Flaggschiff AVC-X8500H vorbehalten war, in die Modelle AVC-X6700H, AVC-X4700H und AVC-X3700H. Dabei werden die internen Verstärker abgeschaltet, wenn das Gerät als AV-Prozessor genutzt wird. Ein reiner Signalpfad und höhere Ausgangsspannungen bei geringerer Verzerrung werden damit möglich.
Selbstverständlich verfügen alle neuen Modelle über ein HEOS-Modul und unterstützen damit zahlreiche Musikstreaming-Dienste wie Spotify (auch Spotify Free), Napster, Amazon Music (HD), TuneIn Internetradio, Deezer, SoundCloud und TIDAL. Die Komponenten integrierten sich nahtlos in ein vorhandenes HEOS Multiroom-System und können mit der HEOS App gesteuert werden. Auch AirPlay 2 und Bluetooth sind bei allen Modellen integriert. Neu ist die Möglichkeit der Nutzung der Geräte als Bluetooth-Sender. Dies erlaubt die Audiosignalübertragung an kabellose Bluetooth-Kopfhörer. So können Zuhörer mit einer Hörbeeinträchtigung das akustische Geschehen in ihrer eigenen, präferierten Lautstärke hören. Musik kann gleichzeitig über Kopfhörer und Lautsprecher wiedergegeben werden.
An der Geräte-Vorderseite befindet sich zudem ein USB-Anschluss, über den hochauflösende Audiodateien (WAV, ALAC, FLAC, DSD 2.8/5.6 MHz) wiedergegeben werden können. Für eine exzellente D/A-Wandlung kommen 32-Bit DACs von AKM zum Einsatz.
Hervorragend finden wir die Roon-Zertifizierung „Roon Tested“. Damit können Anwender die eigene Musikbibliothek mit der mächtigen Roon Software Suite verwalten und verwenden. Die Roon-zertifizierten Modelle können via AirPlay 2 von Roon sofort identifiziert und eingerichtet werden, auch die Verbindung mit einem Roon Core Gerät ist möglich.
Die Möglichkeit der Sprachsteuerung der Geräte ist ebenfalls gegeben. Über Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri kann man die Modelle komfortabel steuern. Mit Google Assistant und Apple Siri kann man z.B. die Lautstärke anpassen und zum nächsten Musiktitel springen, Amazon Alexa soll laut Denon sogar zum Umschalten von Eingängen und für unterschiedliche Player verwendet werden können.
Der hervorragende und auch für Laien problemlos bedienbare Denon Einrichtungsassistent ist wieder an Bord und führt den Anwender Schritt für Schritt mit zahlreichen Bildern und Erklärungstexten durch die Installation der Komponente. Ein weiteres nützliches Feature ist die Integration von Schnellwahltasten auf der Geräte-Vorderseite und auf der Fernbedienung. Hier lassen sich bevorzugte Audioeinstellungen für verschiedene Quellen speichern.
Die drei größeren Modelle bringen Audyssey MultEQ XT32 und SubEQ HT mit. Damit werden die Subwooferkanäle für eine sehr ausgewogene und kontrollierte Tieftonperformance eigenständig kalibriert. Auch die MultEQ Editor App von Audyssey kann für tiefer gehende Anpassungen des akustischen Signals optional erworben werden.
Eine sehr praktische Funktion der 2020er Denon AVC-/AVR-Modelle ist das neu eingeführte Feature „Dual Speaker Setup Preset“. Damit können zwei unterschiedliche Lautsprecherkonfigurationen gespeichert werden, auch eine Speicherung des identischen Setups mit verschiedenen Audyssey-Parametern ist möglich.