Musikstreaming in hoher Qualität – Was muss ich beachten?Unser erfahrener Experte Carsten Rampacher erklärt, was man beachten muss,
um beim Musikstreaming wirklich die bestmögliche Qualität zu erhalten.
Inhalt
- Die Situation
- Musikstreaming in hoher Qualität – die wichtigsten Punkte
- Mobiles Hören
- Worauf kommt es bei hochwertigem Musikstreaming an?
- Notlösung Bluetooth
- Vollumfängliche Nutzung nur im Abonnement
- Welche Abonnements gibt es?
- Was muss man noch über Musik-Streaminganbieter wissen?
- Welcher Musikstreamingdienst bietet die beste Klangqualität?
- Wie starte ich nun?
- Wie geht es weiter?
- Unser Fazit
Die Situation
Die Art, wie Musik gehört wird, hat sich mit Nachdruck verändert. Heute streamt man Musik, braucht nur eine kurze Zeit, um sich seine Lieblingssongs auszusuchen und wiedergeben zu lassen. Zudem kann man sich auf einfachem Weg Wiedergabelisten mit den favorisierten Titeln anlegen und jederzeit abrufen. Es gibt zahlreiche Streaming-Anbieter mit all diesen Möglichkeiten – aber was ist bei der Auswahl des Musikstreamingdienstes zu bedenken?
Wer Musik in hoher Qualität streamen möchte, sollte auf den passenden Streamingdienst, die unterstützte Audioauflösung, die Netzwerkverbindung und das verwendete Wiedergabegerät achten.
Musikstreaming in hoher Qualität – die wichtigsten Punkte
- Für Hi-Res-Audio eignen sich vor allem TIDAL, Qobuz, Apple Music und Amazon Music.
- Für Dolby Atmos kommen insbesondere TIDAL, Apple Music und Amazon Music infrage.
- Ein Netzwerkplayer, Streaming-Verstärker oder kompatibler Smart-TV erleichtert die Nutzung.
- WLAN genügt meist, Ethernet ist jedoch stabiler.
- Für maximale Klangqualität sollte in den Streaming-Einstellungen die höchste Audioqualität aktiviert werden.
Mobiles Hören
Mit dem kabellosen Musikstreamer Bluesound NODE NANO erweitern Sie mühelos Ihre Stereoanlage.
Idealerweise ist zuhause ein streamingfähiges, ins Netzwerk eingebundenes und mit dem Internet verbundenes Gerät vorhanden:
- Ein All-In-One-Streaminglautsprecher
- Ein Soundbar-System
- Ein Stereo-Netzwerk-Player
- Ein Stereo-Netzwerk-Receiver-/Verstärker
- Ein Mehrkanal-Netzwerk-Receiver/-Verstärker
- Ein Smart-TV, der Musik-Streamingdienste unterstützt
Wer mehrere Geräte, die zueinander kompatibel sind, in mehreren Hörzonen betreibt, kann via Multiroom-Verbund entweder allen Devices das identische Musiksignal oder je nach Hörzone unterschiedliche Musiksignale zuweisen.
Worauf kommt es bei hochwertigem Musikstreaming an?
Notlösung Bluetooth
Verfügt ein Gerät zuhause nur über Bluetooth, aber nicht über Netzwerk-Streaming, verbindet man die Komponente über Bluetooth mit dem Smartphone. Das Musik-Streaming wird dann, wie auch in den anderen Fällen bei Netzwerkeinbindung, vom Smartphone aus gesteuert. Wichtig: Multiroom-Anwendungen sind hier nicht möglich.
Bluetooth eignet sich für komfortables Hören, erreicht jedoch je nach Codec nicht immer die maximale Klangqualität von verlustfreiem Netzwerk-Streaming.
Vollumfängliche Nutzung nur im Abonnement
Welche Abonnements gibt es?
Nahezu alle relevanten Musik-Streaminganbieter haben verschiedene Abonnement-Modelle und Möglichkeiten. Hier eine Übersicht:
- Für eine einzelne Person
- Sonderrabatte für Studierende
- Sonderpreis für einen Familienaccount (hier ist zu bedenken, dass sich alle Familienmitglieder an einem Wohnort befinden müssen)
- Manchmal ist es auch möglich, den Partner gegen einen geringen Aufpreis mit im eigenen Account aufzunehmen
- Bei zahlreichen Musk-Streaminganbietern kann man aus verschiedenen Qualitätsstufen wählen. Wer anspruchsvoll ist, nimmt hier eine hohe Qualitätsstufe inklusive der damit verbundenen Mehrkosten
Was muss man noch über Musik-Streaminganbieter wissen?
- Das meiste Material liegt klassisch in Zweikanal-Stereo vor. Die Bitraten reichen in den meisten Fällen von MP3 320kbps über CD-Qualität (44,1 kHz/16-Bit) bis hoch auf 192 kHz/24-Bit (z.B. bei qobuz, TIDAL, Apple Music)
- Beispielsweise bei TIDAL, Apple Music und Amazon Music gibt es immer mehr Titel in Dolby Atmos. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass auch das Wiedergabegerät zu Dolby Atmos kompatibel ist. Ebenso sollte die Art der gewählten Drahtlos-Verbindung zum Wiedergabegerät Dolby Atmos-Daten transportieren können.
- Manche Streaminganbieter bieten noch mehr Möglichkeiten, so z.B. Podcasts und Hörbücher sowie die Möglichkeit, sich die eigene Musik herunterzuladen und offline, das heißt ohne aktive Internetverbindung, nutzen zu können.
Welcher Musikstreamingdienst bietet die beste Klangqualität?Wird 3D Audio (Dolby Atmos) unterstützt?
Spotify
- Audioformat: Ogg Vorbis und AAC, FLAC
- Auflösung: Verlustbehaftet, komprimiert, Verlustfreies Audio in 24 Bit / 44,1 kHz, jedoch keine Hi-Res-Wiedergabe bis 96 oder 192 kHz.
- Bitrate: Standard: Ogg Vorbis mit bis zu 320 kbps, Spotify Lossless: FLAC mit bis zu 24 Bit / 44,1 kHz
TIDAL – Hi-Res Audio und Dolby Atmos
- Audioformat: FLAC (Free Lossless Audio Codec) für verlustfreien Klang
- Maximale Auflösung (Hi-Res): Bis zu 24-Bit / 192 kHz
- 3D Audio Support (Dolby Atmos)
- Wichtig: Seit man auf FLAC in hohen Auflösungen setzt, bietet TIDAL keine MQA Dateien mehr an.
Qobuz – Hi-Res Audio ohne Dolby Atmos
Apple Music – Hi-Res-Audio und Spatial Audio
- Audioformate: AAC (Standard) und ALAC (Apple Lossless Audio Codec
- Maximale Auflösung (Hi-Res): Bis zu 24-Bit / 192 kHz
- 3D Audio Support (Dolby Atmos)
Amazon Music – Hi-Res und 3D-Audio
- SD (Standard Definition): Komprimiertes Format (MP3 oder AAC) mit einer maximalen Bitrate von 320kbps).
- HD (High Definition): Verlustfreie CD-Qualität (44,1 kHz/16-Bit
- Ultra HD (High-Res): Verlustfreie Qualität bis zu 24 Bi/ 192 kHz.
- 3D Audio Support: Spatial Audio in Dolby Atmos sowie Sony 360 Reality Audio
Wie starte ich nun?
- Ich überprüfe genau, welche Streamingdienste meine Komponente, die ich dafür nutzen möchte, unterstützt. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, damit später alles glatt läuft. Die App, die der Hersteller meiner Komponente bereitstellt, sollte heruntergeladen und auf dem Smartphone installiert sein
- Handelt es sich nicht um eine herstellerspezifische App (wie zum Beispiel Yamaha MusicCast, BluOS oder HEOS von Denon/Marantz), sind die Komponenten oft zu Apple AirPlay 2, Google Cast/Google Home kompatibel. Das sind herstellerübergreifende Plattformen
- Entscheide ich mich für Spotify, TIDAL oder qobuz als Streaming-Plattform, brauche ich keine Hersteller-App, sofern mein Endgerät die sogenannte „Connect“ Version der Streaminganbieter unterstützt. Hier kann ich direkt aus der App von TIDAL, Spotify oder qobuz mein Endgerät für die Musikwiedergabe anwählen.
- Sonderfall Apple Music: Wer im „Apple-Kosmos“ zuhause ist, verbindet sein iPhone oder iPad über AirPlay2 mit der jeweiligen Komponente, die für die Wiedergabe zuständig ist, dann kann Apple Music unkompliziert verwendet werden.
Wie geht es weiter?
- Zwar haben alle großen Streaming-Services für Musik in riesiges Titelangebot, trotzdem ist es hilfreich, wenn ich vor Abschluss eines Abos Song-Stichproben (gern auch mal exotischere Titel) in die jeweilige Suche des Anbieters eingebe – die vollumfängliche Verwendung der Suchfunktion klappt meist auch ohne Abo. So kann man schauen, ob die Musik, die ich selber höre, auch in ausreichend vorhanden ist.
- Nachdem ich mich darüber informiert habe, welcher der in Frage kommenden Streaming-Anbieter fürs eigene Anforderungsprofil am besten geeignet ist, wähle ich das passende Abonnement aus.
- Die monatlichen Kosten werden beispielsweise durch Belastung der Kreditkarte, durch die Mobilfunkrechnung oder per Lastschrifteinzug beglichen.
Der Marantz CD50n ist nicht nur ein CD-Spieler, sondern auch ein Streaming-Player.
Der eversolo Play ist eine sehr kompakte, aber auch sehr vielseitige Streaming-Komponente.
Unser Fazit
Musikstreaming ist so einfach wie noch nie und die Titelauswahl ist gigantisch. Die Nutzung ist aber mit monatlichen Kosten verbunden, die in einem Rahmen (Stand Juni 2026) zwischen knapp 11 und knapp 13 EUR für ein Einzelabonnement liegen. Wichtig ist, sich zunächst gründlich über die Streaming-Optionen des Endgeräts zu informieren.
Ebenso sollte man sich mit den verschiedenen Abo-Modellen der Streamingservices für Musik auseinandersetzen. Oft wird das Ganze pro Person merklich günstiger, wenn man den Partner oder die ganze Familie mit einbezieht.
Für maximale Klangqualität eignen sich insbesondere TIDAL, Qobuz, Apple Music und Amazon Music. Voraussetzung sind ein kompatibles Wiedergabegerät, eine stabile Netzwerkverbindung und die Aktivierung der höchsten verfügbaren Streamingqualität.
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