Bluesound POWERNODE (N331) Test – Kompakter Streaming-Verstärker mit beeindruckender Klangperformance
- Dolby Digital-Decoder
- Drei Endstufen ermöglichen auch 3.0- oder 3.1-Betrieb
- Überragend bei Filmton und bei Musik
- Kein dedizierter Phono-Eingang
Fazit:
Der Bluesound POWERNODE (N331) präsentiert sich als extrem flexibler Streaming-Vollverstärker, der nur einen geringen Platzbedarf aufweist.
- Fürs investierte Geld sehr üppige Ausstattung
- Elegante Erscheinung
- Gutes Anschlussangebot
- Inbetriebnahme über BluOS
- Übersichtlicher Home-Screen
- Musik-Quellen
- Kompatibel zu MQA und CHRONO DSD
- Spotify, TIDAL und Qobuz in den Connect-Versionen
- Auch im 3.1-Betrieb nachdrücklicher Klang
- Die passenden Lautsprecher
- Erstaunlich kultiviert im Stereobetrieb
- Ausgezeichneter Kopfhörerverstärker
- Fazit
Seit einigen Monaten ist der aktuelle Bluesound POWERNODE (N331) im Handel erhältlich. Der sehr kompakt bauende Streaming-Vollverstärker möchte mit einer reichhaltigen Ausstattung, einer sauberen Verarbeitung und einem kräftigen, lebendigen Klang überzeugen. Ob die Mission gelingt, klären wir im folgenden Test.
Fürs investierte Geld sehr üppige Ausstattung
Der POWERNODE (N331) verfügt über DirectDigital-Verstärkereinheiten, die im Zweikanal-Betrieb 100 Watt pro Kanal bereitstellen – aber das kleine Gerät ist zusätzlich noch sehr flexibel. Man kann den kompakt bauenden Streamingverstärker nämlich auch mit drei Kanälen betreiben, dann verbleiben immer noch 80 Watt für jeden Kanal. Das macht dann Sinn, wenn man zum Beispiel vorn zusätzlich zu den beiden Boxen links und rechts noch einen Centerlautsprecher verwenden möchte. Dank des ebenfalls vorhandenen Pre-Outs für den direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers kann man im Bassbereich noch weiter nachhelfen, sollte dies notwendig sein.
Der POWERNODE (N331) verfügt über einen Dolby Digital-Decoder und unterstützt kabellosen Dolby Digital Surround-Sound mittels des BluOS Bonded Speaker Link. Wer gern über Kopfhörer seiner Lieblingsmusik lauscht, wird sich über den hochwertigen Kopfhörerverstärker freuen.
Ergänzend hinzu kommt, dass der POWERNODE (N331) kompatibel zum Lautsprechereinmess- und Room EQ System Dirac Live (optional und kostenpflichtig) ist. Herzstück ist ein Quad-Core 1,8 GHz ARM Cortex A53 Prozessor, der eine flüssige Bedienung und üppige Ressourcen bei allen Anwendungen garantiert.
Elegante Erscheinung
Der POWERNODE präsentiert sich in typischer Bluesound-Optik. Wahlweise in weißer oder in schwarzer, jeweils matter Ausführung lieferbar, ist die zweigeteilt wirkende Front das optische Erkennungsmerkmal, in Verbindung mit den sanft gerundeten Ecken des Gehäuses. Im unteren Gehäuseelement ist zentral der Kopfhöreranschluss untergebracht.
Die Materialqualität und die Oberflächenbeschaffenheit ist für die Preisklasse nicht zu beanstanden. Noblesse versprüht das berührungssensitive Glaspanel oben mit Näherungssensor. Die Bedienung erfolgt zuverlässig, die Reaktion der anwählbaren fünf Wiedergabespeicherplätze ist tadellos. Eine Fernbedienung liefert Bluesound nicht mit, daher können wir auch nicht weiter darauf eingeht.
Gutes Anschlussangebot
Trotz der kleinen Abmessungen bringt der POWRNODE (N331) auf der Gehäuserückseite ein amtliches Anschlussangebot mit. Zudem stehen für die Verbindung mit Lautsprecherkabel oder Bananensteckern richtige Schraubanschlüsse und nicht etwa simple Klemmen bereit. Ein LAN-Terminal, USB-C, USB-A und ein HDMI-eARC-Anschluss finden sich ebenfalls.
Hinzu kommen noch ein optischer Digitaleingang, ein als optischer und als analoger Eingang nutzbarer 3,5 mm Miniklinkeneingang sowie ein Cinch-Stereoeingang. Ergänzt wird das Angebot durch den Subwoofer-Pre-Out und eine IR in-Buchse. Für die Verbindung mit dem Stromnetz steht ein Kaltgeräte-Stecker-Anschluss zur Verfügung. Dualband-WiFi und Bluetooth inklusive aptX runden das Angebot an Verbindungsmöglichkeiten ab.
Inbetriebnahme über BluOS

Der Bluesound POWERNODE (N331) muss nach dem Starten der BluOS-App zunächst betriebsbereit gemacht werden. Hat man die App schon in Verbindung mit anderen BluOS-Komponenten verwendet, ist dies ebenso einfach möglich, wie wenn man neu startet. Besonders schnell hat man den POWERNODE (N331) über AirPlay 2 konfiguriert, wenn man Apple-User ist. In den Systemeinstellungen vom iPhone oder dem iPad taucht der POWRNODE (N331) dann als AirPlay-Lautsprecher auf und wird mit dem passenden Netzwerk verbunden.
Übersichtlicher Home-Screen
Danach sieht man den POWERNODE (N331) gleich in der Übersicht unter „Meine Player“ in der App. Hier kann man, möchte man dies, auch direkt einen entsprechend kompatiblen Bluesound-Subwoofer hinzufügen. Wir lassen diesen Schritt aus, und wenden uns dem nächsten Screen zu. Hier kann man den Player individuell benennen, zahlreiche Namensvorschläge, die sich auf die verwendete Hörzone beziehen, liefert Bluesound gleich mit. Ist dies erledigt, kann der Betrieb beginnen.
Musik-Quellen
Der Home-Bildschirm der BluOS-App, der gleich die am meisten benutzten Plattformen/Funktionen aufführt, wirkt aufgeräumt, und man kann auf der Startseite eigene Presets hinzufügen, um z.B. gleich Zugriff auf die am meisten geschätzten Playlists oder auf die meistgehörten Sender im Internet Radio-Betrieb zu haben. Direkt über die BluOS-App erfolgt auch der Zugriff auf die verschiedenen Eingänge unseres Testgeräts. Wenn man mehrere verschiedene Player in unterschiedlichen Hörzonen einsetzt, kann man sich diese in einer Übersicht anzeigen lassen.
Kompatibel zu MQA und CHRONO DSD
Die BluOS-Plattform ist unter anderem kompatibel zu DSD256, MQA und QRONO DSD. QRONO DSD ist eine von MQA Labs entwickelte Technologie zur hochwertigen Konvertierung von DSD- in PCM-Audiosignale. Ziel ist es, die zeitliche Präzision und Klangqualität des ursprünglichen DSD-Formats bei der Wiedergabe auf DACs, die keine native DSD-Unterstützung bieten, in möglichst großem Umfang zu erhalten. Natürlich ist der POWERNODE (N331) zu unkomprimierten WAV-, FLAC- und ALAC-Dateien kompatibel. Auch kann man den POWERNODE zusammen mit Amazon Alexa verwenden.
Spotify, TIDAL und Qobuz in den Connect-Versionen
Um TIDAL, Spotify oder Qobuz zu verwenden, braucht man die BluOS-App im Übrigen nicht, denn hier kann man bei den jeweiligen Connect-Versionen direkt aus der App des Musik-Streamingdienstes heraus auf den POWRNODE (N331) als Wiedergabegerät zugreifen. Innerhalb der App finden sich noch zahlreiche Audioeinstellmöglichkeiten, die übersichtlich angeordnet sind. So ist beispielsweise eine Klangregelung für Höhen und Tiefen verfügbar, ebenfalls kann ein etwaig vorhandener Subwoofer aktiviert werden.
Auch möglich ist es, auf dem Smartphone oder dem Tablet gespeicherte Musikdateien mittels BluOS wiederzugeben oder kompatible USB-Devices anzuschließen.
Auch im 3.1-Betrieb nachdrücklicher Klang
Was kann man einem solchen kompakten Streaming-Verstärker akustisch zutrauen? Antwort: Eine ganze Menge, und ein Use Case ist sehr speziell: Da der POWERNODE (N331) wie schon erläutert, über gleich drei eingebaute Endstufen und einen Dolby Digital-Decoder verfügt, kann man zum Beispiel ein 3.1-Setup aufbauen. Gerade dann, wenn man keinen Platz hat, hinten Lautsprecher aufzustellen, eine überlegenswerte Lösung. 80 Watt an Leistung stehen bei dieser Anwendung bereit, absolut ausreichend für Hörräume in einem Bereich von gut 15 und rund 25 Quadratmeter.
Die digitalen Endstufen liefern auch bei höheren Pegeln souverän ab, und bei „Mission Impossible – Rogue Nation“ sowie bei „Mission Impossible – Fallout“ entfaltet der POWERNODE (N331) eine erstaunliche Lebendigkeit und bleibt tonal stets angenehm und ausgewogen. Selbst im 3.0 Betrieb ohne dedizierten aktiven Subwoofer genug Leistung vorhanden. Dann sollte man z.B. auf kleinere Standlautsprecher oder größere Regallautsprecher und einen Center aus derselben Baureihe setzen.
Die passenden Lautsprecher
Richtig gut zum POWERNODE passen zum Beispiel Lautsprecher der neuen SONIK Lautsprecherserie von DALI. Hier würde sich der größere der beiden Regallautsprecher, der SONIK 3, oder die kleine SONIK 5 Standbox, im Verbund mit dem SONIK CINEMA als Centerlautsprecher einsetzen. Dazu noch ein aktiver Subwoofer – der keinesfalls vom selben Hersteller stammen muss. Hier hat z.B. Canton mit den Power Subs, die es in drei Größen gibt, ein heißes Eisen im Feuer.
Erstaunlich kultiviert im Stereobetrieb
Wenn wir nun im klassischen 2.0 Stereomodus in Verbindung sogar mit den großen DALI SONIK 9 oder den kleineren Canton GLE 80 S2 Musik von TIDAL Connect und Spotify CONNECT hören, hält die Freude auf jeden Fall an. So beim Klassiker „In The Air Tonight“ von Phil Collins. Die verschiedenen Dynamiksprünge und Phils schon legendäre Stimme gibt der POWERNODE gekonnt wieder – für einen Streamingverstärker, der 1.099 EUR kostet, definitiv eine extrem gute Leistung.
Die gebotene Räumlichkeit ist auch wirklich überzeugend, und mit den Leistungsanforderungen beider Standlautsprecher hat der POWERNODE (N331) keine Schwierigkeiten. „Resonance“ von Boris Blank folgt auf unserer Musik-Playlist. Hier muss der kompakte Streamingverstärker wirklich seine Watt beisammenhalten, um für einen ordentlichen Antritt zu sorgen. Massive Bassgebilde und zahlreiche einzelne akustische Effekte, die sich dann zu einem homogenen Ganzen formen, stellen hier die Herausforderung dar. Der POWERNODE gibt sich keine Blöße und schiebt mit einem Nachdruck an, den wir dem kleinen Gerät gar nicht zugetraut hätten.
Ausgezeichneter Kopfhörerverstärker
Wer gern über Kopfhörer seinen Lieblingstiteln lauscht, freut sich über den THX AAA-Kopfhörerverstärker. Er soll, so Bluesound, eine äußerst geringe Verzerrung und eine hohe Detailtreue realisieren – und wir können nur zustimmen. Selbst anerkannt hochwertige Kopfhörer wie der Denon AH-D9200 können sich hier gut entfalten. Klar kann der edle Kopfhörer noch mehr, aber dass Bluesound einen so guten Headphone-Amp bei einem doch eher preisgünstigen Streamingvollverstärker mitliefert, ist schon sehr beachtlich.
Weder bei Eva Cassidys „Ain’t No Sunshine“ noch bei „Land Of Confusion“ in der Coverversion von Disturbed gibt der POWERNODE Anlass zur Kritik, im Gegenteil. Die Wiedergabe erfolgte mit Substanz, Klarheit und Kontrolle. Das Klangbild ist stets von realistischer Räumlichkeit geprägt und erweist sich als tonal angenehm.
Fazit
Der Bluesound POWERNODE (N331) präsentiert sich als extrem flexibler Streaming-Vollverstärker, der nur einen geringen Platzbedarf aufweist. Er ist reichhaltig und sinnvoll ausgestattet, zu den Merkmalen gehören, neben der flexiblen BluOS Streaming-/Multiroom-Plattform, auch ein HDMI-eARC-Anschluss und ein THX AAA-Kopfhörerverstärker. Nur Plattenspieler benötigen entweder einen integrierten Phonovorverstärker oder aber eine separate Phonostufe (die es aber bereits zu kleinen Preisen gibt), denn es findet sich nur ein „normaler“ Cinch-Analogeingang auf der Rückseite.
Ansonsten beeindruckt das kleine Gerät mit einer akustischen Souveränität, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Dadurch, dass drei Endstufen vorhanden sind, kann man auch ein 3.1 Setup erstellen. Der dafür ebenfalls notwendige Vorverstärkerausgang zum direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers ist ebenfalls auf der Rückseite untergebracht. Da es auch einen Dolby Digital-Decoder gibt, eignet sich der POWERNODE auch tadellos für die Wiedergabe von Filmton oder Mehrkanal-Musik. Klassisches 2.0 Stereo, entweder über entsprechende angeschlossene Lautsprecher oder mittels Kopfhörer, wird lebendig, homogen und mit akkurat aufgebauter Räumlichkeit umgesetzt.
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