Canton Reference 5 GS Test – Mit Flaggschiff-Technologie und Diamant-Feinschliff zum akustischen Meisterwerk
Bereits seit einiger Zeit bietet die hessische Lautsprecher- und Elektronikmanufaktur Canton die sogenannten „GS-Editionen“ an. Mit dem Kürzel „GS“ ist der Firmengründer Günther Seitz gemeint, und die speziellen Modelle sind technisch allesamt außergewöhnlich hochwertig geraten. Bei uns in diesem Test begrüßen wir den Dreiwege-Standlautsprecher Canton Reference 5 GS.
Schon die normale Version ist ausgesprochen beliebt, da der Reference 5 eine ideale Mischung aus noch vertretbaren Abmessungen (102 cm Höhe, 30 cm Breite, 46 cm Tiefe) und exzellenter akustischer Leistungsfähigkeit auch im größeren Hörraum verspricht. Daher bot es sich an, von diesem bei HiFi-Liebhabern sehr geschätzten Modell eine GS-Edition zu offerieren.
Edle Optik, vorzügliche Verarbeitung
Optisch gleicht die Reference 5 GS dem konventionellen Modell beinahe bis ins letzte Detail. Zu den für alle anderen Reference-Lautsprechern erhältlichen Farbvarianten Weiß Matt, Schwarz Hochglanz (Stückpreis jeweils 4.800 Euro) und Nussbaum (Stückpreis 5.250 Euro) gesellt sich speziell fürs GS-Modell der Farbton „Sand“ (4.800 Euro pro Stück), der ausgesprochen modern und zugleich elegant wirkt.
Die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau, diesen enormen Fertigungsstandard und diese hervorragende Materialqualität kennen wir von anderen Canton Reference-Lautsprechern. Die sanft geschwungenen Linien des Gehäuses stehen für optischen Schick, zugleich sorgt die Gehäusegeometrie dafür, dass es im Inneren des sorgfältig verstrebten und versteiften Gehäuses nicht zu den gefürchteten stehenden Wellen kommen kann.
Für optimalen Schutz der Chassis und eine besonders aufgeräumte Optik liefert Canton eine sehr gut verarbeitete, akustisch neutrale und mittels Magneten befestigte Stoffabdeckung mit.
Was macht den Reference 5 GS nun so besonders?
Kurz gesagt, es kommen luxuriöse Bauteile und modernste Technologien aus den sündhaft teuren Reference Alpha-Spitzenmodellen zum Einsatz. Zuerst erwähnen möchten wir das diamantbeschichtete Hochtonsystem, das auf den Namen „DLC“ hört. Die ohnehin bereits sehr facettenreiche, räumlich sauber aufgebaute Hochtonwiedergabe soll mittels dieses Hightech-Hochtöners nochmals besser werden. Der Hochtöner wird zusammen mit einer neu entwickelten Schalllinse verwendet. Diese fungiert als Waveguide und sozusagen als „mechanisches Luftpolster“.
Des Weiteren hat Canton die Frequenzweiche überarbeitet und mit Mundorf MKP-Kondensatoren bestückt. Hinzu kommen nochmals hochwertigere WBT-Schraubanschlüsse fürs Lautsprecherkabel beziehungsweise die Bananenstecker.
Anpassungsmöglichkeit für Mitten und Höhen
Auf der Rückseite befindet sich, wie bei der klassischen Reference 5 auch, noch die Möglichkeit, den Hoch- und den Mitteltonbereich auf die jeweiligen Bedingungen im Hörraum anzupassen. Hierbei kann man mittels einer Brücke beide Frequenzbereiche anheben oder absenken. Ab Werk sind die Brücken in neutraler Mittelposition befestigt.
Hochklassige Mittel- und Tieftöner
Ansonsten greift auch die Reference 5 GS auf die hochentwickelte Technik der Canton Reference-Lautsprecher zurück. Zu erwähnen wären hier zunächst der 174 mm messende BCT-Mitteltöner, wobei die Abkürzung BCT für „Black Ceramic Tungsten“ steht. Die schwarz eingefärbte Membran besteht aus einem Keramik-Wolfram-Gemisch.
Canton setzt darüber hinaus die selbst entwickelte TCC-Technologie ein, mittels der die Membran stabilisiert wird. Zudem sorgt das System für noch weniger störende Resonanzen. Die Hessen versprechen einen verfärbungsfreien Mitteltonbereich und eine überdurchschnittlich ausgeprägte Detaillierung.
Auch im Bassbereich verwendet Canton zwei mit BCT-Membranen ausgestattete und jeweils 174 mm messende Treiber.
Ansonsten greift auch die Reference 5 GS auf die hochentwickelte Technik der Canton Reference-Lautsprecher zurück. Zu erwähnen wären hier zunächst der 174 mm messende BCT-Mitteltöner, wobei die Abkürzung BCT für „Black Ceramic Tungsten“ steht. Die schwarz eingefärbte Membran besteht aus einem Keramik-Wolfram-Gemisch.
Canton setzt darüber hinaus die selbst entwickelte TCC-Technologie ein, mittels der die Membran stabilisiert wird. Zudem sorgt das System für noch weniger störende Resonanzen. Die Hessen versprechen einen verfärbungsfreien Mitteltonbereich und eine überdurchschnittlich ausgeprägte Detaillierung.
Auch im Bassbereich verwendet Canton zwei mit BCT-Membranen ausgestattete und jeweils 174 mm messende Treiber.
Zu den Daten
Der Dreiwege-Standlautsprecher kommt auf ein stattliches Gewicht von 36 Kilogramm und arbeitet nach dem Dreiwege-Bassreflexprinzip. Er weist eine Nennbelastbarkeit von 200 Watt und eine maximale kurzzeitige Belastbarkeit von 370 Watt auf.
Die Bestückung erwähnten wir bereits, führen sie aber der Vollständigkeit halber nochmals auf. Ein 25 mm Hochtöner, ein 174 mm Mitteltöner und zwei 174 mm Basschassis befinden sich auf der Schallwand des Unibody-Gehäuses. Die Impedanz liegt bei 4 bis 8 Ohm, und der Wirkungsgrad beträgt 88 dB (2,83V/1m).
Kräftiger und kultivierter Verstärker
Wir würden insgesamt raten, einen kräftigen, kultiviert klingenden Stereoverstärker der Preisklasse ab rund 2.500 Euro zu verwenden. Er sollte ordentliche Leistungsreserven aufweisen, um dem sehr pegelfesten Reference 5 GS auch bei höherer Lautstärke optimal zuspielen zu können. Mit einem Übertragungsbereich von 21 Hz bis 40 kHz beweist sich der Reference 5 GS mit ausgeprägtem Tiefgang im Bassbereich und gleichzeitig mit einer erweiterten Hochtonwiedergabe, die auch für die Wiedergabe von Hi-Res-Audiodateien bestens geeignet ist.
Insgesamt, das wird sich auch in den Testreihen zeigen, beeindruckt der Standlautsprecher mit einem enormen Dynamikumfang. Noch etwas gleichermaßen Erfreuliches wie Wichtiges zum Schluss dieses Abschnitts: Canton gibt volle 10 Jahre Garantie auf den Reference 5 GS.
Überwältigende Stimmwiedergabe
Und es ist unglaublich, was der Lautsprecher hier leistet, auch in Anbetracht des Kaufpreises. Die Zusammenarbeit von Hoch- und Mitteltonbereich, nahtlos und fein gestuft, ermöglicht auch eine formidable Stimmwiedergabe. Ganz gleich, ob bei „Ain’t No Sunshine“ von Eva Cassidy oder bei „Stop This World“ von Diana Krall: Frauenstimmen erleben wir mit weit überdurchschnittlichem Facettenreichtum und einer hervorragenden feinnervigen Lebendigkeit.
Aber auch männliche Stimmen laufen zu Höchstform auf, und zwar bei komplett unterschiedlichen musikalischen Genres. Jonas Kaufmann bei „Nessun Dorma“ aus Puccinis „Turandot“ oder Neil Tennant bei „West End Girls“ von den Pet Shop Boys: Immer beeindrucken Ausdruckskraft, Plastizität und Detailreichtum der Stimme über alle Maßen.
Mächtiger Bass, enorme Souveränität
Auch ansonsten sind die klanglichen Eigenschaften extrem gut, auch für die nicht eben günstige Preisklasse. Bei „Resonance“ von Boris Blank steht ein mächtiger Bass bereit, und der Tiefgang ist über nahezu jeden Zweifel erhaben. Die zahlreichen Effekte verbindet der Reference 5 GS mit erstklassiger Impulstreue zu einem atmosphärisch dichten Klangbild.
Beim „Imperial March“ von John Williams, gespielt von den Wiener Philharmonikern, lässt es der Schallwandler weder an Nachdruck noch an Präzision fehlen. Ohne jedes Problem sind auch hohe Pegel möglich, der Reference 5 GS bleibt souverän und löst weiter exakt auf. Auch der Druck im Bassbereich ist nach wie vor untadelig präzise und hart.
Fazit
Man kann Canton zur GS-Edition des Reference 5 nur beglückwünschen. Schon der normale Reference 5 Standlautsprecher ist beeindruckend gut. Mit viel Feinarbeit aber hebt Canton die GS-Variante nun auf die Stufe eines echten Meisterwerks.
Feinste Detailarbeit im Hochtonbereich, eine in dieser Preisklasse Maßstäbe setzende Mischung aus Klangkultur, Dynamik und authentischer Räumlichkeit und nicht zuletzt die enorme Pegelfestigkeit zeichnen unseren Testkandidaten aus. Gerade in der GS-Farbe „Sand“ sehen die Reference 5 GS zudem modern und elegant aus. Die Verarbeitung erfüllt höchste Ansprüche.
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