DALI SONIK 5 Test - Schlanker Standlautsprecher mit großer Klangbühne
DALI hat mit der neuen SONIK-Lautsprecherserie ein echtes Statement gesetzt. Die Nachfolger-Baureihe von OBERON bietet nämlich viel Technik und Qualität zum äußerst fairen Kaufpreis. Zudem sind die SONIK-Lautsprecher in vier attraktiven Farben lieferbar. Zu den Klassikern Schwarz und Weiß gesellen sich noch Eiche Natur sowie Walnuss. Gerade die beiden letzteren Kolorierungen sehen richtig gut aus.
Das SONIK-Portfolio umfasst die beiden Regallautsprecher SONIK 1 und SONIK 3, die Standboxen SONIK 5, SONIK 7 und SONIK 9 sowie die „Spezialisten“ SONIK ON-WALL und SONIK CINEMA.
Bei uns zum Test lief jetzt der kleinste Standlautsprecher, der SONIK 5, zum Paarpreis von 998 EUR auf.
Ausgezeichnete Verarbeitung
Schauen wir uns den SONIK 5 genauer an. Wir finden Gefallen an seiner schlanken Gestalt und den insgesamt recht kompakten Abmessungen. Wo der dänische Schallwandler auftaucht, integriert er sich nahezu optimal. Fällt der kritische Blick direkt auf ihn, so punktet er mit einem sauber verarbeiteten Gehäuse und tadelloser Materialqualität. Zeitgenossen, die stets nach dem „Haar in der Suppe“ fahnden, könnten vielleicht als Nachteil empfinden, dass das Gehäuse nicht in Unibody-Bauweise – also Schallwand und Korpus verschmelzen nahtlose miteinander – ausgeführt ist.
Bei den Lautsprechern der SONIK-Serie ist die Schallwand ein separates Bauteil und mit kleinem, gleichbleibenden Spaltmaß am Gehäuse befestigt. In die Schallwand ohne sichtbare Schrauben eingelassen wurde der 29 mm Hochtöner, während die beiden 13,35 cm messenden Tiefmitteltöner mit sichtbaren Schrauben eingepasst wurden.
Unterm Lautsprecher befindet sich eine Sockelkonstruktion, die vom stolzen Besitzer nach dem Auspacken montiert wird – was keine große Hürde darstellt, da der Lautsprecher sich auch von einer einzelnen Person gut handhaben lässt und das Befestigen schnell erledigt ist. Der Standfuß sieht sehr gut aus und sorgt dafür, dass der SONIK 5 nicht so einfach umkippen kann. Mit im Lieferumfang enthalten sind noch farblich passende, sauber bezogene Schutzgitter.
Hochwertiger Hochtöner
Starten wir hier mit dem, wie bereits erwähnt, 29 mm messenden Softdome-Hochtöner. Die Kalotte weist ein ausgesprochen geringes Gewicht auf, was natürlich einer untadeligen Impulstreue förderlich ist. Das Material ist so leicht, dass es nach DALI-Angaben weniger als die Hälfte von sonst üblichen Materialien wiegt. Für die hauseigene Konstruktion spricht zudem, dass der effektiv arbeitende Hochtöner auch bei niedrigen Lautstärken ohne Schwierigkeiten anzusteuern ist.
Er arbeitet extrem verlustarm und strahlt breit ab. Eine neu entwickelte Aluminium-Frontplatte unterstützt den Hochtöner bei seiner Arbeit. DALI verspricht zudem einen nahtlosen Übergang vom Hoch- in den Mitteltonbereich.
Tief-/Mitteltöner mit Clarity Cone-Membran
Eine verlustarme Arbeitsweise steht auch bei den beiden jeweils 13,35 cm messenden Tiefmitteltönern im Vordergrund. Sie besitzen DALIs „Clarity Cone“-Membranstruktur, die aus feinkörnigem Zellstoff und aus Holzfasern besteht. Durch diese Material-Mixtur erreicht DALI ein ausgesprochen geringes Gewicht, verbunden mit hoher Steifigkeit und enormer maximaler Belastbarkeit. Auch werden störende Resonanzen minimiert.
DALI schwört schon lange auf diese Membranmaterialien, und die Testergebnisse von DALI-Lautsprechern mit diesen Membranen sprechen für sich. DALI hat die Clarity Cone-Technologie zudem immer weiter verfeinert und wirkungsvoll optimiert. Zum Gesamtkonzept gehören noch eine verlustarme Gummisicke nebst passender Aufhängung.
SMC-Magnettechnologie
Kernstück der SONIK-Baureihe ist DALIs selbst entwickelte SMC-Magnettechnologie. Das sogenannte „SMC Essential Magnet System“ setzt die harmonischen Verzerrungen dritter Ordnung durch einen speziellen Magnetkern aus Eisen und SMC spürbar herab. Aufgrund der exzellenten Effizienz und der äußerst verlustarmen Arbeitsweise sollen die SONIK-Lautsprecher authentisch und homogen klingen.
Speziell geformte Bassreflexöffnung
Die „Datenlage“
Die SONIK 5 stellt Frequenzen zwischen 39 Hz und 26 kHz dar. DALI rät zu Verstärkerleistungen zwischen 30 und 150 Watt pro Lautsprecher. Maximal erzeugt die schlanke Box einen Schalldruck von soliden 108 dB (@1m) und weist eine Empfindlichkeit von 88 dB (2,83V/1m) auf. Die Nominalimpedanz beträgt 6 Ohm.
Klein, aber fein (und überraschend kräftig)
Natürlich müssen wir eins vorausschicken: Wer nach enormer Pegelfestigkeit und ausgeprägtem Tiefgang in größeren und großen Räumen sucht, schaut sich besser die SONIK 7 oder im Idealfall die SONIK 9 an. Die SONIK 5 Standbox ist eher für den kleineren bis mittelgroßen Hörraum der richtige Partner. Mit einem schönen Stereoverstärker der Liga 800 bis 1.300 EUR zusammen spielt sie wunderbar angenehm und lebendig auf.
Wie wir es von DALI-Lautsprechern kennen, beeindruckt besonders die ausgeprägt facettenreiche Stimmwiedergabe. Ganz gleich, ob bei „Stop This World“ von Diana Krall oder bei „Nessun Dorma“ (aus Puccinis „Turandot“, gesungen von Jonas Kaufmann): Stets klingen Stimmen klar, homogen und unverfälscht. Durch die saubere, konsequente Auslegung ist die DALI-Box für praktisch jeden Musikstil geeignet und kann stets mit einer sehr guten Auflösung überzeugen. Bei „Resonance“ von Boris Blank erzeugt sie einen überraschend nachdrücklichen Bass – erst weit unten im Frequenzkeller kann der Lautsprecher sein bescheidenes Gehäusevolumen nicht mehr verleugnen - wer hier mehr möchte, muss zu einem größeren Schallwandler greifen.
Die Räumlichkeit, die unsere Testkandidaten im kleineren bis mittelgroßen Hörraum bieten, ist ausgezeichnet, und auch ein großes Orchester wie beim „Imperial March“ (John Williams, bekannt aus „Star Wars“ bereitet hier keine Probleme – im Gegenteil: Dynamisch und mit ordentlichem Durchsetzungsvermögen sind wir überrascht, was der kleine Lautsprecher leisten kann. Auch an der Pegelfestigkeit gibt es nichts zu kritisieren, der kleine Lautsprecher verträgt deutlich mehr, als man ihm spontan zumuten würde. Verglichen mit der Vorgängerserie Oberon und dort mit dem Oberon 7 Standlautsprecher, gewinnt der SONIK 5 überall dazu: Eine bessere Auflösung über den gesamten Frequenzbereich, eine verbesserte Tiefenstaffelung und ein nochmals angenehmerer Klang sind hier die klaren Pluspunkte.
Fazit
Mit der neuen SONIK-Serie hat DALI voll ins Schwarze getroffen – dies zumindest ist die Kernaussage aus dem Test des kleinsten Standlautsprechers, des SONIK 5. Er sieht attraktiv aus und präsentiert sich in sehr guter Verarbeitungsqualität. Dadurch, dass vier verschiedene Gehäusefarben angeboten werden, fügt sich der SONIK 5 nahtlos in praktisch jedes Wohnambiente ein.
Die technische Ausstattung geriet für die Preisklasse aufwändig, das gilt für den Hochtöner, den Tieftöner und weitere Details, zu denen auch das von DALI selbst entwickelte SMC-Magnetmaterial gehört. Klanglich löst der SONIK 5 enorm hoch auf, baut eine glaubwürdige Räumlichkeit auf und klingt homogen. Mit diesen Tugenden wird er es schaffen, sich auch im starken Konkurrenzumfeld gut zu behaupten.
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