DALI SONIK 9 Test – Exklusive Dali-Technologien zum überaus fairen Kaufpreis
- Erstklassiges Preis-/Leistungsverhältnis
- Hybrid-Hochtöner aus höheren Preisklassen
- Aufwändiger Aufbau des Gehäuses
- Keine Bi-Wiring-Terminals
Fazit:
Man kann ihn ohne Schwierigkeiten mit ausgesprochen leistungsstarken Verstärkern kombinieren, die gerne 150 bis 200 Watt an Leistung pro Kanal haben dürfen.
- Korpus mit Schallwand in Kontrastausführung
- Saubere Verarbeitung, feine Details
- Technisch schon fast Oberklasse
- Hybrid-Hochtöner des DALI SONIK 9
- Bassreflexöffnungen in „Doppel-Flare-Bauweise“
- DALIs Clarity Cone-Technologie
- Patentiertes SMC-Magnetmaterial
- Die Folgen von SMC
- Satter, fundierter Klang
- Tolle Detailarbeit, viel Atmosphäre
- Fazit
DALIs neue SONIK-Lautsprecherserie tritt in die Fußstapfen der erfolgreichen OBERON-Baureihe, die 2018 das Licht der Welt erblickte. Schon die OBERON-Lautsprecher haben es trefflich verstanden, ausgezeichnete Technologie, eine moderne Optik und einen sauberen Klang mit erstaunlich fairen Kaufpreisen zu vereinen. Nun, 2026, schickt sich SONIK an, alles noch mal besser zu machen.
Ganz besonders trifft dies auf das Spitzenmodell der Serie, den großen OBERON 9 Standlautsprecher, zu, der sogar mit Hightech-Merkmalen weitaus teurerer Lautsprecher auf Kundenfang geht. Verbaut sind gleich drei 17,78 cm messende Tief-/Mitteltöner mit DALIs Clarity Cone-Membran und, revolutionär für diese Preisklasse, ein Hybrid-Hochtöner.
Dieser besteht aus einem ultraleichten Bändchen für höchste Frequenzen und enorme Impulstreue sowie einem relativ großen 29 mm Kalottenhochtöner. Lieferbar ist er in den vier Farbausführungen Natural Oak (Eiche Natur), Weiß, Esche Schwarz und Walnuss.
Korpus mit Schallwand in Kontrastausführung
Der DALI SONIK 9 ist ein durchaus stattlicher Standlautsprecher, der auf einer hochwertigen Fußkonstruktion ruht. Packt man den SONIK 9 aus, montiert man zunächst die Standfüße. Eine kleine Aufbauanleitung ist praktischerweise gleich außen auf den Karton aufgedruckt. Nach wenigen Minuten befindet sich alles an Ort und Stelle, und der SONIK 9 ist bereit, aufgebaut zu werden. Der Lautsprecher weist eine separate Schallwand auf und verfügt demnach nicht über ein Unibody-Gehäuse.
Der dänische Hersteller nutzt dies allerdings, um mit kontrastierenden Elementen zu arbeiten: Die in Creme lackierte Schallwand trifft auf einen Korpus aus Eiche Natur. Während die Farbversionen Weiß und Esche Schwarz kaum farbliche Kontraste bieten, ist bei der Walnuss-Variante wieder ein Kontrast zwischen Korpus und Schallwand festzustellen. Uns gefallen die Eiche Natur-Version unserer Testboxen und die Lautsprecher in Nussbaum aus optischer Perspektive definitiv am besten.
Saubere Verarbeitung, feine Details
Der SONIK 9 ist ausgezeichnet verarbeitet, und die Schallwand ist exakt am Korpus eingepasst. Die Oberflächenqualität ist ebenfalls tadellos. Während das Hybrid-Hochtonmodul ohne sichtbare Schrauben in die Schallwand integriert wurde, befindet sich rund um die drei Tiefmittel- und Tieftöner eine sichtbare Verschraubung. Auf der Schallwand unten stoßen wir auf ein elegant integriertes DALI-Logo. Sehr gut gefallen uns die farblich optimal passenden, gut verarbeiteten Abdeckgitter, denen die Lieblosigkeit mancher Konkurrenzprodukte vollkommen fehlt.
Gut, preisklassengemäß finden wir auch hier ein Kunststoffgerüst vor, aber der darauf aufgespannte Akustikstoff wirkt erstaunlich edel und wirft keine Falten. Dass man in Dänemark Wert auf kleine Einzelheiten legt, beweisen auch die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals, die im Haus entwickelt wurden. Leider, ein kleiner Kritikpunkt, sind diese nicht in Doppelbestückung für möglichstes Bi-Wiring ausgeführt. Gerade bei einem großen und leistungsfähigen Standlautsprecher hätten wir uns das gewünscht.
Technisch schon fast Oberklasse
In Anbetracht des Paarpreises, der deutlich unter der 2.500 EUR-Grenze liegt, finden wir es erstaunlich, was DALI an Technik in den SONIK 9 Standlautsprecher gepackt hat. Innen zum Beispiel arbeiten die beiden unteren Tieftöner in einer eigenen Kammer, was Resonanzen und gegenseitige Beeinflussungen mit den anderen Chassis reduziert.
Insgesamt, das merkt man auch später bei den Hörtestreihen, wenn hohe Pegel anliegen, ist das Gehäuse robust und steif, es erzeugt daher praktisch keine störenden Eigengeräusche. Innen wurde der SONIK 9 gezielt mit akustischem Dämpfungsmaterial ausgelegt – mit „gezielt“ ist gemeint, dass es dort eingesetzt wird, wo es sinnvoll ist, zum Beispiel an der Ober- und Unterseite des Korpus und an den Seitenwänden.
Hybrid-Hochtöner des DALI SONIK 9
DALIs SONIK 9 ist, wie bereits erwähnt, mit einem Hybrid-Hochtöner bestückt. Damit höchste Frequenzen mit hervorragender Impulstreue dargestellt werden können, setzen die Dänen für den obersten Teil des Frequenzbereichs einen federleichten Bändchenhochtöner ein. Nahtlos wird der Hochtonbereich bis zum Übergang zu den Mitten durch einen mit einer ebenfalls sehr leichten Membran ausgestatteten Kalottenhochtöner ergänzt.
Das Material, so die Dänen, bringt weniger als die Hälfte auf die Waage, wenn es mit normalen Kalottenhochtönern anderer Hersteller verglichen wird. Das gesamte Hochtonsystem kann auch bei niedrigen Lautstärken bereits sehr gut angesteuert werden.
Bassreflexöffnungen in „Doppel-Flare-Bauweise“
Der SONIK 9 besitzt auf der Rückseite gleich drei Bassreflexöffnungen für maximale Effizienz im Bassbereich. Die Öffnungen sind jeweils in sogenannter „Doppel-Flare-Bauweise“ ausgeführt – was meint, dass die Öffnungen sich an beiden Enden konvex verjüngen, um Turbulenzen größtenteils komplett zu vermeiden. Die Folge: Man hört praktisch keine Strömungsgeräusche, die die akustische Harmonie negativ beeinflussen könnten.
DALIs Clarity Cone-Technologie
Der Tiefmitteltöner und die beiden Tieftöner bringen eine Papiermembran mit spezieller Holzfaserbeschichtung mit. Dieses Membranmaterialen gehört mit zu den Merkmalen, die den legendären akustischen Ruf der dänischen Marke begründet haben.
Es handelt sich nämlich um sehr leichte, zugleich aber enorm steife, belastbare Membranen, die eine stets kontrollierte, lineare Membranbewegung sicherstellen – dank einer effektiven Resonanzdämpfung. Die Wiedergabecharakteristik ist, das wissen wir aus den Tests anderer DALI Lautsprechermodelle, außergewöhnlich klar, angenehm und homogen.
Patentiertes SMC-Magnetmaterial
Wie auch schon bei der OBERON-Serie wird auch bei den SONIK-Lautsprechern DALIs patentiertes SMC-Magnetmaterial verwendet. Das Magnetsystem besteht aus einem großen Ferritmagneten, der sich um einen Polkern aus Eisen und SMC spannt. Ergänzt wird das System durch eine 10 mm dicke SMC-Scheibe, die oben drauf gesetzt wird.
Durch diesen Aufbau sind DALIs Ingenieure in der Lage, die negativen Folgen des Eisens auf einen Minimalwert herabzusetzen. Wichtig ist die präzise Ausrichtung besagter SMC-Scheibe, sie wird genau in der Mitte des Arbeitsbereichs der Schwingspule untergebracht. Durch diese Platzierung kann die maximal mögliche Wirkung realisiert werden, und die Flusslinearität wird optimiert.
Die Folgen von SMC
SMC sorgt für eine deutliche Reduzierung störender Verzerrungen, die ihre Ursache in Hysterese-Effekten und Wirbelströmen haben. Präzise formuliert, ist die SMC-Scheibe, die sich auf dem Eisenpolkern befindet, in der Lage, Verzerrungen dritter Ordnung deutlich herabsetzen, vergleicht man die Werte mit einem konstruktiv ansonsten ähnlichen DALI-Tieftönermodell mit einem ausschließlich aus Eisen bestehenden Polkern.
Somit ist insgesamt ein klarer, fundierter Klang möglich, weil die Verzerrungswerte wegen des speziellen Magnetsystems äußerst klein ausfallen. Ergänzend bei der SONIK 9 kommt noch hinzu, dass die Tieftöner für maximale Leistungsfähigkeit mit Doppelmagnet-Systemen ausgerüstet wurden.
Satter, fundierter Klang
Der DALI SONIK 9 bietet mit 90 dB (2,83V/1m) einen ordentlichen Wirkungsgrad. Beim angeschlossenen Verstärker darf es sich trotzdem um ein durchaus leistungsfähiges Exemplar handelt, da sich der dänische Standlautsprecher, der Frequenzen zwischen 34 Hz und 30 kHz darstellen kann, äußerst pegelfest gibt. Selbst im großen Hörraum kommt hier kaum der Wunsch nach mehr auf, und gerade im Bassbereich schiebt der SONIK 9 enorm an, bleibt aber auch bei großer Lautstärke präzise.
Bei Titeln wie „Vertigo Heroes“ oder „Resonance“ von Boris Blank macht er sich auch wegen seines hervorragenden Tiefgangs sehr gut. Aber auch die Integration der vielen akustischen Elemente in eine gleichermaßen exakt wie weitläufige Gesamtakustik gelingt auf exzellentem Niveau. Anteil am feinen Auflösungsvermögen hat natürlich der Hybridhochtöner, aber auch die Mitten besitzen Klarheit und Kontur.
Tolle Detailarbeit, viel Atmosphäre
Bei „The Good Life“ von Till Brönner macht uns der SONIK 9 deutlich, dass er auch mit vollkommen anderen musikalischen Stilrichtungen eine glänzende Figur abgibt. Till virtuos gespielte Trompete kommt sehr gut heraus. Durch die feine, angenehme und homogene Klangcharakteristik macht sich der SONIK 9 auch bestens, wenn er Signale, die von einem hochwertigen Plattenspieler kommen, umsetzen soll. So z.B. „The Look Of Love“ von Diana Krall oder aber „Did Trouble Me“ von Tom Jones.
Ganz gleich, ob weibliche oder männliche Stimme – immer gibt der dänische Standlautsprecher die vokalen Parts mit viel Klangkultur und einem erstaunlichen Detailreichtum wieder. Beim Nirvana-Klassiker „Smells Like Teen Spirit“ liefert er eine ungemein dynamische Leistung ab – zudem, das betrifft alle Klangbeispiele, löst sich der Klang hervorragend vom Lautsprecher. So ein hohes Maß an Plastizität haben wir in dieser Preisliga bislang kaum hören dürfen.
Fazit
Der DALI SONIK 9 ist eine echte Bereicherung des hart umkämpften Lautsprechermarktes, weil er hoch entwickelte Technologien, die sonst in deutlich höheren Preisklassen beheimatet, zum absolut fairen Kurs anbietet. Zu nennen wären hier zum Beispiel das aus Bändchen und Kalotte bestehende Hybrid-Hochtonmodul und der aufwändige Gehäuse-Innenaufbau. Auch das Hightech-Magnetmaterial SMC, das störende Verzerrungen spürbar reduziert, kommt beim großen Standlautsprecher zum Einsatz.
Klanglich präsentiert er sich als beeindruckender Schallwandler mit enormer Dynamik und einem außergewöhnlichen Nachdruck im Bassbereich. Zugleich aber spielt er auch detailreich und mit sehr sauberer räumlicher Balance. Dank den Abmessungen und der Pegelfestigkeit macht sich der SONIK 9 auch im Hörraum, der mehr als 30 Quadratmeter misst, exzellent.
Man kann ihn ohne Schwierigkeiten mit ausgesprochen leistungsstarken Verstärkern kombinieren, die gerne 150 bis 200 Watt an Leistung pro Kanal haben dürfen. Der Wirkungsgrad der SONIK 9 ist ordentlich, sodass man hier wirklich etwas von der Kraft der Endstufen des angeschlossenen Verstärkers hat. Bilanzierend ist den Dänen mit der SONIK 9 ein großer Wurf gelungen, der manchem Konkurrenten durchaus Kopfschmerzen bereiten dürfte.
Pro und Kontra
- Erstklassiges Preis-/Leistungsverhältnis
- Hybrid-Hochtöner aus höheren Preisklassen
- Aufwändiger Aufbau des Gehäuses
- Belastbare Tieftöner mit Doppelmagneten
- Exzellente Auflösung im Hochtonbereich
- Kultivierte & dynamische Gesamtakustik
- In vier Gehäusefarben lieferbar
- Äußerst stimmiger, harmonischer Klang auch bei hohem Pegel
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