Supra Sword Excalibur Test – Wenn Kabel zur klanglichen Perfektion beitragen
- Konstruktiv aufwändig gestaltet
- Hervorragende Material- und Fertigungsqualität
- Sehr weiter Dynamikumfang
- Recht kostspielig
Fazit:
Wenn man über Premium-Lautsprecher verfügt, sollte man nicht am falschen Ende sparen, sondern auch bei den Lautsprecherkabeln auf eine vorzügliche Qualität achten.
Das schon hinsichtlich der Verarbeitung und Ausführung extrem hochwertig auftretende Supra Sword Excalibur-Lautsprecherkabel haben wir in 2 x 2 Metern Länge in unserem Testraum empfangen dürfen. Der Preis in dieser Länge beträgt, bezogen auf ein Set aus zwei Kabeln, 1.449 EUR. Das ist durchaus happig, aber der Gegenwert ist auch enorm, wie sich gleich zeigen wird.
Das Supra Sword Excalibur wird in einer hochwertigen schwarzen Holz-Box geliefert, in der sich rhodinierte Bananenstecker und Kabelschuhe befinden, sodass der stolze Besitzer bei der Verbindung die Wahl hat.
Enormer konstruktiver Aufwand
Das Kabel verfügt über Bifilar-gewickelte, verdrillte, abgeschirmte, 24 einzeln isolierte Litzen pro Leiter. Die Leiter bestehen aus 5N OFC (hochreines, sauerstofffreies Kupfer), und 12 davon sind in die eine, die anderen 12 in die andere Richtung gewickelt. Das führt zu einer Auslöschung des Magnetfelds und zu einer äußerst geringen Induktivität. Störende Interferenzen können durch diesen hochwertigen Aufbau minimiert werden.
High-Tech-Merkmale
Das Supra Sword Excalibur wurde zudem mit einer PE-Isolierung und mit einem CNC-gefrästen Kabelsplitter mit Erdungsanschluss versehen. Der XL-Annorum-Erdleiter sowie rhodinierte Vollkupfer-Steckverbindungsstücke maximieren die Qualität bei der Signalübertragung weiter. Die Supra CombiCon CB-03EX genannten Crimp-Körper wurden vom Hersteller speziell für diese Serie von Lautsprecherkabeln entwickelt. Jeder Leiter ist in den Crimp-Körper verdrillt, um die bestmögliche Biegefestigkeit garantieren zu können.
Erklären wir kurz denjenigen, die mit dem Begriff „Crimpen“ nichts anfangen können, die Bedeutung dahinter. Beim Crimpen handelt es sich um ein Fügeverfahren, bei dem das Kabel durch eine plastische Verformung stabil mit einem Steckverbinder oder einer Aderendhülse zusammengefügt wird, was eine mechanisch haltbare, zudem korrosionsbeständige Verbindung garantiert.
Wenden wir uns wieder dem Supra-Kabel zu. Die Litzen, die nicht isoliert sind, werden mechanisch gecrimpt, damit eine luftdichte Kabelverbindung realisiert werden kann. Der Crimp-Körper wurde darüber hinaus mit einem M6-Gewinde versehen, dadurch hat der Käufer die Wahl zwischen rhodinierten Supra-Spades oder aber BFA-Bananensteckern.
Extrem verlustarm arbeitend
Das Sword Excalibur ist aufgrund der erwähnten niedrigen Induktivität in der Lage, die Phase über den gesamten hörbaren Frequenzbereich beibehalten wird, dadurch kommt es lediglich zu minimalen Verlusten bei der Übertragung zwischen Verstärker und Box. Gerade das analoge Audiosignal, das mittels des Lautsprecherkabels vom Verstärker zu den Boxen transportiert wird, ist äußerst empfindlich und sensibel.
Aufgrund des kompromisslosen Aufbaus aller Komponenten des Kabels wird das Supra Sword Excalibur ausschließlich vorkonfektioniert ausgeliefert, die Konfiguration erfolgt demnach direkt beim Hersteller. Crimp-Körper und das Kabel selbst werden unter enormem Druck verpresst, was eine absolut luftdichte Verbindung zur Folge hat.
Der Weg zum reinen Klang
Klanglich waren wir fasziniert von diesem Lautsprecherkabel. Aufgabe eines solchen ist es, die analog zu den Lautsprechern transportierten Audiosignale möglichst unverfälscht und sauber zu behandeln. Demnach sollte ein Lautsprecherkabel im Idealfall keinen „Eigenklang“ aufweisen, sondern schlichtweg eine 1:1 Übertragung des Audiosignals sicherstellen.
Soweit die Theorie, in der Praxis nähern sich Lautsprecherkabel von unterschiedlichen Wegen dem akustischen Ideal, was an unterschiedlichen verwendeten Materialien und an unterschiedlichen Fertigungsmethoden liegt. Auch die Philosophie des jeweiligen Herstellers ist ein wichtiger Faktor - jeder möchte sauberen Klang „auf die eigene Weise“ ermöglichen.
Was zunächst widersprüchlich erscheinen mag, ist es in der Praxis nicht. Denn der eine Hersteller fokussiert sich auf maximale Dynamik, um alles, was dynamisch im Quellsignal steckt, im dynamisch vollen Umfang zu präsentieren. Wieder andere stellen eine enorm weitläufige und tiefe Räumlichkeit für höchstmögliche Plastizität in den Vordergrund. Eben darum, weil jeder Kabelhersteller einen speziellen Weg zum realistischen HiFi-Klang beschreitet, sind Lautsprecherkabel-Tests von so großem Interesse.
Meister der Klarheit und der Dynamik
Bei Eva Cassidys „Ain’t No Sunshine“ agiert das Supra-Lautsprecherkabel sehr fein detailliert, stellt Einzelheiten filigran dar, erweist sich zugleich kraftvoll. Evas Stimme wirkt äußerst direkt und plastisch, genau so, als stünde sie direkt im Hörraum auf einer akkurat definierten Bühne. Insgesamt arbeitet das Sword Excalibur-Lautsprecherkabel natürlich, fein und mit starkem Fundament – zweifellos eine Top-Leistung.
Bei „Resonance“ von Boris Blank notieren wir einen herausragenden Tiefgang, ein überragendes Volumen sowie eine exakte Platzierung jedes akustischen Details im offen gestalteten, akkurat gestaffelten virtuellen Raum. Spontane Wechsel in der Dynamik kommen mit enormer Impulstreue heraus.
Gerade beim Hören dieses Tracks ist der Erlebnisfaktor bei Verwendung dieses außergewöhnlich klangstarken Kabels hoch, hier muss man einfach entsprechend hochwertige Lautsprecher einsetzen, um die superbe Qualität auszunutzen. Wir haben mit der DALI EPIKORE 7 an einem Luxman L-509Z gehört und als Zuspieler den hervorragenden Netzwerkplayer Audiolab 9000N verwendet.
Das passende Kabel für jede Musikrichtung
Es folgt der „Imperial March“ von John Williams, ein weltberühmtes Stück aus den „Star Wars“ Filmen. Hier setzt das Supra-Kabel seine eindrucksvolle Vorstellung fort: Eine enorme Macht beim Antritt, das passt optimal zum Stück. Die Dynamik präsentiert sich als im Groben wie im Feinen als sehr ausgeprägt. Das Sword Excalibur reagiert extrem schnell auch bei kleinen, kurzen Wechseln in der dynamischen Struktur. Räumlich erweist sich die Darstellung auch diesmal wieder als weitläufig und zugleich klar definiert.
Sprechen wir über die Darstellung des ikonischen 80er Jahre-Titels „West End Girls“ von den Pet Shop Boys. Wir notieren einen sehr weiten Dynamikumfang, einen hinsichtlich Nachdruck sowie Struktur exzellenten Bassbereich und eine brillante Höhenwiedergabe. Die Stimme von Neil wird hervorragend getroffen und ertönt so sauber und klar, wie wir es bislang nur selten vernehmen konnten.
Fazit
Wir geben gern zu, dass das Supra Sword Excalibur-Lautsprecherkabel alles andere als eine preiswerte Investition darstellt. Aber wenn man über Premium-Lautsprecher verfügt, sollte man nicht am falschen Ende sparen, sondern auch bei den Lautsprecherkabeln auf eine vorzügliche Qualität achten. Und hier kann unser Testkandidat voll und ganz überzeugen.
Mit enormer Dynamik, feiner Auflösung, einer räumlich sehr realistischen, klar definierten Wiedergabe und einem präzisen, druckvollen Bassbereich zieht das Supra-Kabel alle Register. Dass die Verarbeitung ebenfalls höchsten Ansprüchen gerecht wird, rundet die erstklassige Leistung im Testbetrieb ab.
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