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26.09.2018
von: Carsten Rampacher
Lesen Sie den aktuellen Tests zum 2018 auf der IFA neu präsentierten 2-Wege-Standlautsprecher Dali Oberon 7.

Dali Oberon 7
Neues aus Dänemark: Die Dali Oberon 7 Standbox, ein Zweiwege-Standlautsprecher, ist für 499 Euro Stückpreis erhältlich. Die auf der IFA 2018 erstmals präsentierte Oberon-Serie, zu der unter anderem auch ein flacher On-wall-Lautsprecher und ein Center gehört, hat damit ein „Familienoberhaupt“ – auch ein würdiges? Das klärt unser nun folgender Test.

Stattlicher Zweiwege-Standlautsprecher
Die Oberon 7 ist als durchaus stattlich zu bezeichnen. Zwei 180 mm Tiefmitteltöner mit der für Dali typischen Holzfasermembran sowie ein neu entwickelter 29 mm Hochtöner stellen die Bestückung dar. Unter dem Lautsprecher findet sich ein attraktiver sowie hochwertig verarbeiteter Sockel. Die großen Schraubterminals für den Anschluss der Lautsprecherkabel oder Bananenstecker wirken hochwertig, Bi-Wiring-Terminals gibt es nicht.

Terminals

Standfuß

Bassreflexöffnung
Besonders weist Dali darauf hin, dass die Oberon-Lautsprecherserie die ersten Boxen im preislichen Einsteigersegment sind, die auf Dalis selbst entwickelte SMC-Technologie zurückgreifen. Der Einsatz von SMC im Magnetsystem reduziert mechanische Verzerrungen deutlich. Der Antrieb besteht aus einem großen Ferritmagneten, der ein Polstück aus einer speziellen Kombination aus Eisen und SMC umschließt. Was genau ist SMC? Es handelt sich um ein magnetisches Pulver, das es möglich macht, starke Magnete zu formen, die aber nicht elektrisch leiten.
Da das Ferriteisen nur die Basis des Polstücks darstellt, werden die negativen Effekte des Werkstoffs fast komplett eliminiert, während die SMC-Scheibe in einer Dicke von 10mm oben auf dem Polstück exakt in der Mitte des Hauptarbeitsbereiches der vierlagigen Schwingspule untergebracht ist. Durch diese konstruktive Maßnahme ist der maximal mögliche Effekt des SMC auf die Umgebung der Schwingspule sichergestellt, und das hat ein stark verbessertes konstantes Flussfeld als Ergebnis. Was heißt das fürs Hören? Man kann bei langen Hör-Sessions einen entspannten, verzerrungsarmen und kultivierten Klang genießen.

29mm Hochtöner

Tiefmitteltöner
Die Oberon-Lautsprecher und demnach auch die Oberon 7 sind in verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Esche Schwarz, Eiche Hell, Nussbaum oder Weiß stehen zur Auswahl. Die hellen Gehäusevarianten werden mit grau melierten Lautsprecher-Schutzgittern ausgeliefert, die dunklen Versionen kommen mit schwarzem, ebenfalls speziell strukturiertem Schutzgitter, das bei unserem schwarzen Testmuster recht hochwertig und schick erscheint. Die ganze Box ist sauber foliert, nur die relativ spitzen hinteren Gehäuseecken gefallen uns nicht so gut. Die Oberon 7 ist klassisch konzipiert, das heißt, eine präzise angebrachte Schallwand befindet sich vorne. Die Oberon 7 hat demnach kein Unibody-Gehäuse.

Frequenzweiche
Die Oberon 7 stellt bei +/- 3dB Frequenzen zwischen 36 Hz und 26 kHz dar. Die Empfindlichkeit von 88,5 dB (2,83V/1m) ist als gut zu bezeichnen. Somit muss man keinen Leistungsgiganten als Verstärker verwenden, um auf brauchbare Pegel zu kommen. Apropos Pegel: Maximal schafft die Oberon 7 satte 110 dB. Als empfohlene Verstärkerleistung nennt Dali einen Bereich zwischen 30 Watt und 180 Watt. Die Oberon 7 ist 1.015 mm hoch, 2000 mm breit und 340 mm tief. Das Gewicht geben die Dänen mit 14,8 kg an.
Wenden wir uns nun den akustischen Eindrücken zu. Hier ist zunächst lobend zu erwähnen, wie kultiviert die Oberon 7 aufspielt. Auch bei komplexen Jazz-Stücken oder Klassik-Titeln verliert die Box nicht den akustischen Überblick. Sie baut eine natürliche Räumlichkeit auf, die bezüglich der Weite und der Tiefe gefallen kann. Vokale und instrumentale Anteile trennt die Oberon 7 akkurat voneinander.
Dass der dänische Standlautsprecher zusätzlich auch noch enorm pegelfest ist, untermauert den Anspruch, in der Liga bis zu einem Stückpreis von 500 Euro ganz vorne mitzuspielen. Tonal spielt die Oberon 7 mit leicht angenehmem Einschlag auf, was dazu führt, dass sich auch mehrstündige Hör-Sessions entspannt sowie kultiviert gestalten. Die tadellose Grobdynamik führt dazu, dass der Schallwandler auch bei Trance oder Heavy Metal eine sehr gute Figur abgibt.
Unsere Bilanz ist eindeutig: Die Dali Oberon 7 ist gerade aus klanglicher Perspektive eine echte Bereicherung in ihrer Klasse. Sie spielt gleichermaßen kultiviert wie dynamisch und erweist sich überdies als pegelfest. Mit sauberer Verarbeitung und attraktiver Optik weiß der dänische Standlautsprecher ebenfalls zu gefallen. Überdies stehen gleich vier verschiedenen Farbvarianten zur Auswahl.
Bei unserem Kooperationspartner AREADVD wurde die Oberon 7 im Set mit der Oberon On-Wall plus und dem Dali SUB E-12F getestet. Die Preview zu diesem Test lesen Sie hier: Dali Oberon Serie: Oberon 7 Stand-LS und Oberon On-Wall plus SUB E-12F.
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