Tests für JBL Stage 240H
Expertenmeinungen und Testberichte zum Artikel

JBL Stage 2 im Test
Autor: Michael Nothnagel, audiovision
Das Wichtigste von uns zusammengefasst
Bereits im Messlabor habe die Lautsprecherkombination einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Besonders der Subwoofer habe mit einem maximalen Schalldruck von 104,5 Dezibel überrascht, obwohl seine Verstärkerleistung lediglich 250 Watt betrage. Die untere Grenzfrequenz von 35 Hertz stelle zwar keinen Spitzenwert dar, sei für die meisten Heimkinoanwendungen jedoch vollkommen ausreichend. Auch die Frequenzgänge hätten sich weitgehend ausgewogen präsentiert. Bemerkenswert sei zudem die kräftige Basswiedergabe der Frontlautsprecher gewesen. Beim Center hätten sich im Rundstrahlverhalten zwar bis etwa 2 Kilohertz deutliche Einbrüche gezeigt, oberhalb dieser Frequenz habe der JBL-eigene HDR-Waveguide jedoch für eine gleichmäßige Schallverteilung gesorgt.
Im anschließenden Hörtest habe das JBL Stage-2-Set von Beginn an mit einem dynamischen, harmonischen und angenehm mühelosen Klangcharakter begeistert. Sowohl die kraftvolle Explosion eines Tankwagens in 'Terminator – Die Erlösung' als auch die atmosphärischen Geräusche aus 'Ratatouille' seien eindrucksvoll und mit großer Selbstverständlichkeit wiedergegeben worden. Selbst bei hohen Lautstärken habe die Lautsprecherkombination ihre Souveränität bewahrt und erst sehr spät hörbare Kompressionserscheinungen gezeigt. Nothnagel habe diese bemerkenswerte Pegelfestigkeit mit einem knappen „Hut ab!“ gewürdigt.
Auch bei mehrkanaliger Musikwiedergabe habe das System seine Stärken ausgespielt. Stimmen seien natürlich und weitgehend unverfärbt erklungen, während Instrumente präzise und plastisch auf der Klangbühne positioniert worden seien. Besonders bei der Liveaufnahme 'Toto – Live at Montreux 1991' habe die JBL-Kombination mit druckvollen Bässen, ausgeprägter Dynamik und einer mitreißenden Spielweise überzeugt. Zwar seien feinste musikalische Details gelegentlich etwas in den Hintergrund getreten, angesichts des stimmigen Gesamtklangs und des attraktiven Preises falle dieser Umstand jedoch kaum ins Gewicht.
Die Atmos-Lautsprecher hätten ebenfalls eine überzeugende Vorstellung geliefert. Bei 'Transformers: Age of Extinction' seien herabfallende Trümmer glaubwürdig aus der Höhe wahrnehmbar gewesen, ohne dass sich die einzelnen Effektlautsprecher akustisch in den Vordergrund gedrängt hätten.
Im klassischen Stereobetrieb hätten insbesondere die Standlautsprecher Stage 260F positiv überrascht. Trotz ihrer relativ kompakten Tieftöner hätten sie einen erstaunlich erwachsenen, kontrollierten Bass erzeugt, sodass eine zusätzliche Unterstützung durch den Subwoofer nicht erforderlich gewesen sei. Sowohl dynamische Rockmusik wie John Illsleys 'Railway Tracks' als auch gefühlvolle Aufnahmen wie Michael Ruffs 'Speaking in Melodies' hätten von der ausgewogenen und lebendigen Wiedergabe profitiert. Stimmen und Instrumente seien dabei mit bemerkenswerter Leichtigkeit und hoher räumlicher Präzision dargestellt worden.
Fazit
Das JBL Stage-2-Set habe im Test der Audiovision eindrucksvoll bewiesen, dass überzeugender Heimkinoklang nicht zwangsläufig mit hohen Anschaffungskosten verbunden sein müsse. Die Kombination aus solider Verarbeitung, hoher Pegelfestigkeit, kraftvoller Dynamik und harmonischer Klangabstimmung habe sowohl bei Filmen als auch bei Musik überzeugt. Kleinere Abstriche bei der Feinauflösung würden durch die Spielfreude und das insgesamt ausgewogene Klangbild mehr als aufgewogen. Damit habe sich das JBL-System ein sehr gutes Testergebnis verdient und empfehle sich insbesondere für preisbewusste Heimkino-Enthusiasten, die großen Klang zu einem fairen Preis suchten.
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