Tests für Onkyo Muse Y-50
Expertenmeinungen und Testberichte zum Artikel

Onkyo Muse Y-50
Autor: Thomas Bergbold, AUDIO Stereoplay
Unsere Zusammenfassung
Bereits beim Fernsehton habe der Muse Y-50 mit einer klaren und sehr gut verständlichen Sprachdarstellung auf sich aufmerksam gemacht. Für die musikalische Beurteilung sei zunächst Diana Kralls Album "This Dream of You" zum Einsatz gekommen. Der Titel "But Beautiful" habe eine entspannte Atmosphäre geschaffen und dem Onkyo Gelegenheit gegeben, seine musikalischen Qualitäten auszuspielen. Kralls Stimme sei präsent, hell und deutlich vor der Band erschienen, während die Instrumente eine harmonische und angenehm zurückhaltende Begleitung geliefert hätten.
Auch bei höherer Lautstärke hätten Kontrabass und Schlagzeug noch kraftvoll und körperhaft geklungen. Allerdings habe die Stimmwiedergabe mit zunehmendem Pegel etwas an Geschmeidigkeit verloren. Sie sei schärfer geworden, während zugleich die feine klangliche Differenzierung nachgelassen habe.
Mit "Point" von Yello habe der Autor anschließend geprüft, wie präzise und dynamisch der Muse Y-50 elektronische Musik wiedergeben könne. Der Verstärker sei mit einem ausgesprochen kräftigen Bass gestartet, dem es zunächst jedoch etwas an Kontur und Genauigkeit gefehlt habe. Die Aktivierung der Direct-Funktion habe hier eine deutliche Verbesserung bewirkt: Das Klangbild habe sich geöffnet und an Klarheit gewonnen. In dieser Einstellung habe der Y-50 den experimentellen und druckvollen Yello-Sound sehr stimmig vermittelt.
Thomas Bergbold fasste diesen Eindruck mit den Worten zusammen: „Ein Griff zum Direct-Schalter wirkte hier Wunder.“ Der Onkyo wachse damit zwar nicht über seine Geräteklasse hinaus, dürfe innerhalb seines Preis- und Leistungsbereichs aber durchaus als Empfehlung gelten. Seine Grenzen erreiche der Verstärker vor allem bei sehr hohen Lautstärken und ausgeprägten Party-Pegeln.
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